Als Komplexmittel enthält Traumeel auch Bestandteile, die nicht bzw. schwach potenziert sind, etwa das Gift der schwarzen Tollkirsche. Dennoch wird es in der Apotheke als homöopathisches Mittel geführt.

    Zitat

    Eigentlich muss ein deutlicher Hinweis drauf, das die Wirkung nicht nachgewiesen ist.

    Kann man nicht so sagen. Laut Stiftung Warentest (2005) gibt es Hinweise auf eine therapeutische Wirksamkeit u.a. bei Allergien, chronischem Asthma, Blasenentzündung, Geburtsschmerzen, Grippe, Migräne, Muskelkater, PMS (Beschwerden vor den Tagen), Seekrankheit, Weichteilrheumatismus, Wechseljahresbeschwerden. Allerdings ist die Wirksamkeit schwächer als bei herkömmlichen Arzneien. Aber immerhin, man fügt sich keinen Schaden zu!

    @ Broderick

    Zitat

    Echte Medikamente können noch so viele Nebenwirkungen haben, und echte Ärzte können noch so schlecht sein-Globuli sind und bleiben trotzdem komplett unwirksam.

    Sagst Du. Warst Du an einer der Studien beteiligt? Oder bist Du grundsätzlich allwissend? Du kannst ebenso wie die EU von der angeblich "gefährlichen Homöopathie" überzeugt sein, dennoch bleibe ich dabei, dass homöopathische Mittel - korrekt angewendet - sehr wohl Wirkung zeigen - bei Menschen (je jünger desto besser), Tieren und auch Pflanzen. Bedauerlicherweise gibt es unter den Homöopathen jede Menge Scharlatane, die so gar keine Ahnung haben. Zum Glück können sie nur geringen gesundheitlichen Schaden anrichten, sie erleichtern halt den Geldbeutel des Patienten.


    Somit entstehen hier ähnliche Probleme wie bei anderen alternativen Therapien auch, z.B. der Osteopathie, die bis heute von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt wird, weil sie angeblich nicht wirkt. Allein der osteopathischen Therapie bei einer versierten Physiotherapeutin habe ich es zu verdanken, dass ich nicht längst wieder wegen Darmverschluss im OP gelandet bin.


    Dass sich "homöopathie-gläubige" Menschen selbst schädigen, halte ich nicht nur für Blödsinn, sondern auch für eine ungerechtfertigte Bevormundung mündiger Bürger. Die Mehrheit jener, die auf homöopathischen Mitteln vertraut, ist gebildet genug, um beurteilen zu können, ob die Homöopathie ausreicht oder ob härtere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bis heute nehme ich bei bestimmten Beschwerden (meistens Migräne, Hautausschläge oder Verletzungen) homöopathische Mittel, daneben aber auch täglich an die 20 schulmedizinische Präparate (inkl. Infusionen und Spritzen), darunter auch echte Hämmer, natürlich verbunden mit z.T. herben Nebenwirkungen, für die ich dann weitere Medikamente benötige. Da freut sich doch die Pharmaindustrie ...

    Zitat

    Sagst Du. Warst Du an einer der Studien beteiligt? Oder bist Du grundsätzlich allwissend? Du kannst ebenso wie die EU von der angeblich "gefährlichen Homöopathie" überzeugt sein, dennoch bleibe ich dabei, dass homöopathische Mittel - korrekt angewendet - sehr wohl Wirkung zeigen - bei Menschen (je jünger desto besser), Tieren und auch Pflanzen.

    Genausowenig allwissend wie du. Warst du an einer der Studien beteiligt? Ich bleibe dabei, das die Anhänger sich hier nur selbst belügen.

    Zitat

    Belafonte

    Zitat

    Eigentlich muss ein deutlicher Hinweis drauf, das die Wirkung nicht nachgewiesen ist.

    Kann man nicht so sagen. Laut Stiftung Warentest (2005) gibt es Hinweise auf eine therapeutische Wirksamkeit u.a. bei Allergien

    Da sieht man mal wieder, dass die Stiftung Warentest auch manchmal Unsinn erzählt.


    Aus der Beurteilung von Arzneimitteln sollten die sich am besten ganz raushalten. Da fehlt ihnen die Kompetenz.


    Es gibt übrigens ca. 2000000 Berichte von UFO-Entführungen. Könnte man auch als "Hinweise" bezeichnen. "Nachweise" sind aber was völlig anderes.

    Sage ich ja auch nicht. Ich bin auch nicht für ein Verbot, sondern lediglich für einen aufgedruckten Hinweis das kein Wirkungsnachweis besteht, Verkaufsstopp in Apotheken und keine Übernahme durch Krankenkassen.

    Zitat

    miri80


    Sage ich ja auch nicht. Ich bin auch nicht für ein Verbot, sondern lediglich für einen aufgedruckten Hinweis das kein Wirkungsnachweis besteht...

    Das wär noch zu wenig aussagekräftig.


    Für praktisch alle schulmedizinischen Therapien fehlte lange Zeit ein Nachweis. Trotzdem konnte schon vorher eine begründete Hoffnung bestehen.


    Etscheidend ist, dass Nachweise irgendeiner homöopathischen Wirkung schon unzählbar oft versucht und nie gelungen sind. Und daher eine Wirkung nach jeder Logik auszuschließen ist.

    Naja, aber der fehlende Nachweis einer Wirkung/Nebenwirkung ist ja gleichzeitig der Nachweis der Wirkungslosigkeit. Und wie will man etwas verbieten, das keine Wirkung hat. Ich kann soviel "Spezial-Energiewasser" verkaufen wie ich will. Ich sollte es nur nicht in einer Apotheke tun und als die bessere Medizin anpreisen.

    Zitat

    Belafonte


    Als Komplexmittel enthält Traumeel auch Bestandteile, die nicht bzw. schwach potenziert sind, etwa das Gift der schwarzen Tollkirsche. Dennoch wird es in der Apotheke als homöopathisches Mittel geführt.

    Das wäre dann nicht korrekt.


    Eine Aspirintablette z.B., die zusätzlich Homöopathika enthält, hat natürlich eine Wirkung.


    Ebenso ein beliebiger Wirkstoff, der so schwach verdünnt ist, dass er in noch wirksamer Menge vorliegt.


    Hat mit Homöopathie nichts zu tun.

    Zitat

    miri80


    Naja, aber der fehlende Nachweis einer Wirkung/Nebenwirkung ist ja gleichzeitig der Nachweis der Wirkungslosigkeit.

    Das ist nicht ganz korrekt. Nichtexistenz von Wirkung, oder was auch immer, lässt sich grundsätzlich überhaupt nie beweisen.

    Zitat

    Eine Aspirintablette z.B., die zusätzlich Homöopathika enthält, hat natürlich eine Wirkung.


    Ebenso ein beliebiger Wirkstoff, der so schwach verdünnt ist, dass er in noch wirksamer Menge vorliegt.


    Hat mit Homöopathie nichts zu tun.

    Schlage der Fachwelt deine Einschätzung vor! Für Traumeel kann ich sagen, dass es mit dieser reichhaltigen und komplizierten Zusammensetzung wirkt - eben genau mit dieser, also nicht mit Einzelwirkstoffen wie bei klassischen Medikamenten. Es wird durch Tierärzte verabreicht.

    @ Belafonte

    Da steht auch drin:

    Zitat

    Tipp: Lassen Sie sich bei einer ernsten Krankheit stets zunächst schulmedizinisch untersuchen. Um keine Zeit zu verlieren, sollten Sie erprobte Therapien, die einen Wirksamkeitsnachweis haben, in Anspruch nehmen.

    Wenn es jemandem ausreicht etwas zu nehmen was eventuell helfen könnte ist es ja ok. Ich persönlich verlasse mich im Fall das ich Medikamente brauche lieber auf etwas mit belegter Wirkung. Und ich erwarte von einer Apotheke das sie mir nicht ersteres unterjubelt.

    Zitat

    Und ich erwarte von einer Apotheke das sie mir nicht ersteres unterjubelt.

    Das musst du nicht befürchten.

    Zitat

    Lassen Sie sich bei einer ernsten Krankheit stets zunächst schulmedizinisch untersuchen.

    Mit dieser Universalkeule dürftest du auch nicht zuerst zur Apotheke gehen. Zum Glück ist eine ernste Erkrankung eher selten, und damit bleibt Raum für eine alternative Maßnahme. Mehr noch, die allermeisten Beschwerden klingen gar ohne jede Behandlung ab. Auf der anderen Seite bringt eine medizinische Behandlung nicht immer den gewünschten Effekt. Dann greift die Alternativmedizin; so bei der Kniegeschichte meiner Frau. Es ist praktischerweise der Orthopäde selbst, der Akupunktur anwendet.

    Spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass es ohne die "homöopathischen Bestandteile" ganz genauso wirken würde.


    Der "Fachwelt" brauche ich das nicht zu erklären; die weiß es schon lange.

    Zitat

    Belafonte

    Zitat

    Ich bleibe dabei, das die Anhänger sich hier nur selbst belügen.

    Dann belügt uns auch Stiftung Warentest?! (s. Beitrag 17.10. 18:50)

    In der Tat. Oder sie wissen es wirklich nicht besser. Dann wärs natürlich keine Lüge, sodern nur die unkritische Weitergabe einer Lüge.


    So oder so: Ein ganz schwaches Bild, für eine Organisation mit ihrem Anspruch auf objektive Information.

    Dass Zulassungs- und Wirkungsstudien bei homöopathischen Therapien nichts beweisen können, weiß jeder, der sich mal die Mühe gemacht hat, sich mit dem Wesen der Homöopathie zu beschäftigen. Übrigens darf bei uns in Österreich NUR ein Arzt homöopathisch behandeln. Etwas Lektüre hier --> http://www.homoeopathie.at/homoeopathie/


    Die gängigen Arzneizulassungsverfahren eignen sich nur für schulmedizinische Präparate, mit denen bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome therapiert werden sollen. Beispiel: Das Medikament Herceptin (Wirkstoff: Trastuzumab) dockt bei einer Krebserkrankung mit starker HER2-Überexpression gezielt an davon befallene Zellen, stoppt deren Wachstum und bewirkt deren Absterben. Weniger gezielt sind die gängigen Chemotherapien, bei denen alle im Stadium der Zellteilung befindlichen Zellen zerstört werden, wovon natürlich vor allem die sich schnell und oft teilenden Zellen betroffen sind. Dazu gehören neben den Krebszellen auch die Haare und Nägel.


    Ein anderes Mittel ist das uralte Cortison, des bis heute als stärkste bekannte Entzündungshemmer ist. Das Mittel kann trotz drastischer Nebenwirkungen lebensrettend sein (war bei mir schon dreimal so). Ich argumentiere also nicht gegen die Schulmedizin, aber gegen ein von der EU verordnetes Verbot von homöopathischen Mitteln.


    Die homöopathischen Therapien setzen völlig andere Mechanismen in Gang, die trotz vordergründig identischer Erkrankungen bei 10 verschiedenen Patienten auch 10 verschiedene homöopathische Mittel erfordern. Wie bitte soll die Wirksamkeit dieser Therapien überprüft werden? Sie wirken auch nur bei regulationsfähigen Erkrankungen bzw. setzen aus unterschiedlichen Gründen gehemmte Selbstheilungskräfte in Gang. Vor jeder homöopathischen Therapie erfolgt eine aufwändige Anamnese, die allein schon aufgrund des Zeitaufwandes und der damit verbundenen Kosten nicht von den KK getragen wird. Ohne diese ist eine höher potenzierte homöopathische Therapie schlicht und einfach Scharlatanerie, die den Patienten nur das Geld aus der Tasche zieht.


    Anders ist es bei niedrig potenzierten Mitteln (D3 und D6), die nur kurz wirken (oder eben auch nicht) und in jedem Fall ungefährlich sind. Die wirksameren Hochpotenzen erhält man zumindest bei uns in Österreich nicht ohne entsprechende ärztliche Verordnung.

    grosser Gott.... was doch überwiegend eine Pharma und schulmed. abhängige Gesellschaft :-o Naja, muss jeder selber wissen, wieweit er sich mit dem ganzen Medikamentenkram vergiftet.


    Ich habe bislang selten erlebt, dass die Schulmedizin jemanden heilt, die meisten sind jahrelang von Tabletten abhängig, oftmals endet es dann doch mit Herztod oder Krebs... gerade jüngst bei 5 Bekannten passiert.


    Wir verwenden nun schon jahrelang Homöopathie sprich " Globulis" und Kranheitsverläufe waren seither wesentlich milder und ohne Chemie behandelbar.


    Jeder, der das als Unsinn bezeichnet, ist für mich (bedauerlicherweise) ahnungslos :°_