Ich kenne da auch so einen Kerl. 8-) |-o :-D Nach ein paar Semestern hat er dann hoffnungsvoll den Prof. gefragt: "Ihre historischen Ausführungen in Ehren. Wann erfahren wir nun etwas über den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft?"


    Später stellte sich dann heraus, dass es diese Wissenschaft gar nicht gibt. Na ja - dumm gelaufen.{:(


    Wer will schon 6 oder 7 Jahre "studieren", damit er später in der Lage ist, jedes dritte Krankheitsbild mit Kortison oder Antibiotika zu behandeln? Da lernt man doch lieber einen handfesten Beruf.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
    Zitat

    Wer will schon 6 oder 7 Jahre "studieren", damit er später in der Lage ist, jedes dritte Krankheitsbild mit Kortison oder Antibiotika zu behandeln? Da lernt man doch lieber einen handfesten Beruf.

    Wenn das so wäre, müsste man nicht studieren!


    Was machen beispielsweise Orthopäden, Chirurgen, Gyns, usw.?


    Etwas polemische Aussage ;-)

    Re: demolant

    Natürlich ist die Aussage polemisch überspitzt. Aber tendenziell stimmt's doch. Und vieles von dem, was in der Uni an "Wissen" vermittelt wird, ist nutzloser Ballast. Das ist nicht nur mein persönlicher Eindruck. Das haben mir auch schon mehrere Ärzte bestätigt. Dem didaktischen Gebäude der Schulmedizin fehlt jegliche Innovation.


    Neue Medikamante? - Ja! Neue medizinische Technik? - bedingtermaßen. Hinterfragung, Aussondierung, Neugestaltung des antiquierten Modells? Fehlanzeige!

    Zitat

    Was machen beispielsweise Orthopäden, Chirurgen, Gyns, usw.?

    Gynälologen verschreiben weiterhin fleißig die Minipille, obwohl wissenschaftlich anerkannte Studien eindeutig ihre schädlichen Nebenwirkungen belegen, die in keiner vernünftigen Relation zur Wirkung stehen. Zwei, drei pharmakologische Gutachten (wer hat sie wohl erstellt?), zertifizieren "Unbedenklichkeit" und das genügt dem Arzt, dem die Frauen vertrau'n, i.d.R. vollkommen.


    Klagen die Betroffenen dann über massive Unbefindlichkeiten, dann wird in vielen Fällen nicht etwa die Pille abgesetzt (was schon die reine Vernunft gebietet), sondern zusätzlich ein Medikament verordnet, was angeblich die Beschwerden lindern soll. In Wahrheit lindert es nur den Geldbeutel der Patientin, denn die muss dank Gesundheitsreform kräftig zuzahlen.


    Chirurgen lernen in der Uni, dass der Mensch zum großen Teil aus entbehrlichen Gewebeteilen besteht. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde den "Patienten" rein prophylaktisch Prostata, Mandeln, Dickdarmabschnitte und dgl. entfernt. Ein bloßer Verdacht genügte da schon und ehe der verstörte Patient auch nur ausatmen konnte waren die Messer schon gewetzt. Inzwischen wurde die Operationswut der Scalpelhelden zwar etwas eingedämmt, aber vom eigentlichen Ziel (keine unnötigen OP's) ist man noch meilenweit entfernt.


    Bemerkenswert ist: Unter den Chirurgen gibt es wahre Könner und nicht wenige Menschen verdanken ihnen ihr Leben. Besonders im Bereich der Unfallchirurgie. Leider sind aber ein großer Teil der Fachärzte auf ihrem Gebiet so spezialisiert, dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Menschen als Ganzes zu sehen. Ein flüchtiger Blick auf die Patientenkartei und schon kann es passieren, dass Patienten X ein gesunder Lungenlappen entnommen wird, während das Ca an anderer Stelle weiterwuchert. Dann wird natürlich später nachoperiert, doch dem Patienten stehen nun einige Milliarden Alveolen weniger zur Verfügung. Mit etwas Glück überlebt der die nächste Legislaturperiode und hofft in puncto Gesundheitspolitik auf bessere Zeiten.


    Orthopäden lernen in der Uni nicht, dass Pulsierende Magnetfelder den Heilungsprozess einer Knochenfraktur signifikant beschleunigen. Und in der tiefen Überzeugung, dass man ihnen in ihrer regulären Ausbildung alles Wissenswerte übermittelt hat, können sie über derartige "Aufklärungsversuche" nur müde lächeln. Freilich nur so lange, wie sie den Erfolg nicht am eigenen Körper spüren. Denn auch ein Orthopäde bricht sich irgendwann mal ein Bein.


    Schätzungsweise 95 von 100 Orthopäden empfehlen bei Osteoporose kalziumreiche Ernährung und nur die wenigsten favorisieren Silizium in Begleitung einer basenreichen Ernährung und körperlicher Belastung (z.B. Kraftsport) Und doch wurden da weltweit die besten Erfolge erzielt. Die einzig wirksame Form von Kalzium, die sich nachweislich positiv auf die Knochendichte auswirkt, nämlich Kalziumzitratmalat, ist ihnen ebenso wenig bekannt. Stattdessen hört man hin und wieder den ärztlichen Geheimtipp: Viel Milch trinken!


    So viel Sachverständnis erfordert Respekt. Das lange Studium hat sich offensichtlich gelohnt. Die Frage ist nur: Für wen? 8-)

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Nochmal zur Eingangsfrage

    Ein Homöopath vertritt und praktiziert die Lehre Hahnemanns, die einen Gegenpol zur Allopathie (und somit auch zur Schulmedizin) bildet.


    Ein Heilpraktiker unterstützt seine Klienten (Patienten) mit Hilfe alternativer Metoden zur Schulmedizin darin, die natürlichen Selbstheilungskräfte anzuregen, die Ursache einer Unbefindlichkeit oder Erkrankung aufzuspüren und gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Therapiekonzept zu erarbeiten.


    Ein Homöopath kann sowohl Arzt als auch Heilpraktiker sein. Der berufliche Status allein sagt noch nichts über die persönlichen Fähigkeiten des Homöopathen aus. Allerdings steht dem Arzt ein größerer (rechtlich abgesicherter) Handlungsspielraum zur Verfügung.


    Über die Frage, welche Methoden der Naturheilkunde zuzuordnen sind, herrscht noch keine Einigkeit. Zu den Urdisziplinen der Naturheilkunde zählt unbestritten die Phytologie (Pflanzenheilkunde).

    Und noch mal was...

    Hi Zusammen


    hier noch eine kleine Ergänzung: ein Mensch, welcher die HP-Überprüfung bestanden hat, darf fortan die Bezeichnung Heilpraktiker führen. Dies sagt nichts über die von ihm angewendeten Therapiemethoden aus. Allerdings ist es ihm verboten, eine andere Bezeichnung (wie zum Beispiel Homöopath, Akupunkteur etc.) zu führen!!


    Sein Schildchen darf also höchstens so aussehen: Hans Muster, Heilpraktiker, klassiche Homöopathie, Naturheilverfahren (o.ä.)


    Warum weiss ich auch nicht aber ist so :-)


    Margot


    PS: Mein Exfreund hat auch Medizin studiert. In punkto Chemie und Physik wird bestimmt mehr gefordert (wer aber Leistungskurse in diesen Fächern belegt hat, kommt trotzdem bei den Fragen durch) aber ansonsten sind die Fragen der Überprüfung auf dem gleichen Niveau. So werden sogar häufig schriftliche Fragen für die HP Prüfung 1:1 aus den Statsexamen entliehen...

    Zitat

    In punkto Chemie und Physik wird bestimmt mehr gefordert (wer aber Leistungskurse in diesen Fächern belegt hat, kommt trotzdem bei den Fragen durch)

    ...ja ja, Medizin und Naturwissenschaften....., das ewige Thema %-|

    Zitat

    PS: Mein Exfreund hat auch Medizin studiert. In punkto Chemie und Physik wird bestimmt mehr gefordert (wer aber Leistungskurse in diesen Fächern belegt hat, kommt trotzdem bei den Fragen durch) aber ansonsten sind die Fragen der Überprüfung auf dem gleichen Niveau. So werden sogar häufig schriftliche Fragen für die HP Prüfung 1:1 aus den Statsexamen entliehen...

    Aha, also ein Heilpraktiker, der Physik und Chemie als LK hatte würde das Physikum bestehen. Na geil! Da frage ich mich doch glatt, wie das geht. Das Physikum kann man bestehen, wenn man 2 Jahre lang die Fächer intensiv gelernt hat. Die komplette Heilpraktikerprüfung kann man in derselben Zeit im Wochenendstudium bestehen. Wie um alles in der Welt soll nun ein Heilpraktiker das Physikum bestehen? Denn er beschäftigt sich sicherlich nicht 2 Jahre lang nur mit Naturwissenschaften...

    re

    Zitat

    Heilpraktiker sind Mediziner!

    das sehe ich auch nicht so !


    Gute Heilpraktiker haben meistens mehr Zugang zu den Beschwerden und zu den Patienten als der rationell denkende Mediziner und dadurch oft bessere Ergebnisse.


    Vg


    Kurt

    @demolant

    Es gibt bestimmt viele, die den Beruf nicht ernst nehmen, die gibts aber in jeder anderen Sparte auch.


    Ich lerne nun schon seit 4 Jahren und zwar Vollzeit.


    Ich habe auch nie behauptet dass jeder Heilpraktiker das Physikum bestehen würde. Genauso wenig wie ich behaupten würde dass jeder Arzt die HP Prüfung bestehen würde (kenne da jedenfalls eine handvoll die mehrfach antreten mussten).


    Ich kann also nur aus meiner Erfahrung berichten und die ist nun mal: der Stoff den ich lerne ist bis auf Chemie und Physik derselbe den mein Ex auch lernen musste (wir benutzen auch dieselben Bücher etc).