Ist ne schwere Sache mi'm Knie! Können nicht viele. Es gibt sogar ein paar Radiologen die sich da gar nicht ran trauen. Mich würde noch interessieren, was dein Mann für'n Facharzt hat.


    Dann wieder back to topic :-)

    re

    man sollte allerdings nicht vergessen, welche Holzhacker zu Hahnemanns Zeit Ärzte waren. Die Medizin hat sich Gott sei Dank weiterentwickelt.


    Hahnemann stand zur damaligen Zeit mit seiner Meinung sicherlich nicht alleine.


    Vg


    Kurt

    Zitat

    man sollte allerdings nicht vergessen, welche Holzhacker zu Hahnemanns Zeit Ärzte waren. Die Medizin hat sich Gott sei Dank weiterentwickelt.

    Das seh ich ausnahmsweise auch so! Die haben alles mit hochgiftigen Chemikalien behandelt ohne sich deren Konsequenzen bewusst zu sein. Zur damaligen Zeit, wäre ich auch nicht gerne zu den Ärzten gegangen...

    @demolant

    Es kommt nicht auf die Menge der Fragen, sondern vor allem auf die Schwierigkeit und die Themenbreite an ob eine Prüfung schwierig ist oder nicht.


    Im Gegenteil, ich finde sogar manche Prüfung wäre einfacher (da dann weniger glücksache) wenn sie aus mehr Fragen bestehen würde...


    Der Grund warum Ärzte die Prüfung machen wollen ist der, dass sie den Titel Heilpraktiker führen wollen. Warum musst du schon die fragen, die Gründe werden sehr individuell verschieden sein. Ich habe nie behauptet HP's hätten ein grösseres Wissen. Nicht umsonst ist die Durchfallquote bei der Prüfung so gross, da ist es auch "normal" wenn Ärzte unter denen sind, die durchrasseln. Denn wie ich schon gesagt habe: ist der selbe Grundlehrstoff.


    Zum Lehrplan: hab gerade keinen online, hier aber die Themengebiete:


    - schau dir mal das Basislehrbuch innere Medizin von Urban und Fischer an (ja, für Medizinstudenten!), alles was auf diesen 1200 Seiten vorkommt kann und wird bei den Prüfungen gefragt.


    Dazu kommen noch die Fächer:


    - Neurologie


    - Pädiatrie


    - Psychiatrie


    - Auge


    - HNO


    - Dermatologie


    - Orthopädie


    - Endokrinologie


    - Labor


    - Hygiene


    - Gesetzeskunde


    - Zytologie, Histologie


    - Infektionskrankheiten


    - Grundzüge der Pharmokologie


    - Grundzüge der Embryologie


    Ausser bei Pharmokologie und Embryologie sind auch bei diesen Fächern dieselben Bücher als Grundvoraussetzung da wie bei den Medizinern. Ausser natürlich (wie ich schon mehrfach erwähnt habe) Physik und Chemie, wir müssen relativ wenige Kenntnisse dieser Fächer haben, was einen Grossteil der Zeitersparnis erklärt...


    ... und ja, ein HP darf tatsächlich eigenständig neurochirurgische Eingriffe durchführen (wie bereits geschrieben, solange er eine "Ausbildung" nachweisen kann, ist dem HP so ziemlich alles erlaubt was ihm so einfällt). Allerdings wüsste ich nicht, ob es jemals vorkommt dass ein Heili so einen selber durchgeführten Eingriff als sinnvoll erachten würde ;-)

    bila

    Zitat

    Der Grund warum Ärzte die Prüfung machen wollen ist der, dass sie den Titel Heilpraktiker führen wollen.

    Mit Verlaub! Aber ein approbierter Arzt hat den Titel des Heilpraktikers doch gar nicht nötig! ???


    Es gibt höchstens die Zusatzausbildung des Homöopathen oder andere. Aber die Heilpraktikerprüfung als fertiger Arzt zu machen macht wirklich keinen Sinn! Ich habe ein paar Prüfungsfragen zum Heilpraktiker in einem Medizinstudentenforum gestellt. Ich kopier ein paar Antworten Anonym rein.

    Zitat

    Ich find die Fragen relativ einfach. Ich kommt jetzt ins 4. Semester Humanmedizin und hab mehr als 50% der Fragen sicher ohne gross zu überlegen beantworten können.

    Zitat

    Ich hab die Fragen mal überflogen, sie sind für jeden, der das Studium beendet hat, ziemlich simpel.


    Und kein approbierter Arzt würde eine Heilpraktiker-Ausbildung machen, warum auch?

    So, das reicht.

    Zitat

    ... und ja, ein HP darf tatsächlich eigenständig neurochirurgische Eingriffe durchführen (wie bereits geschrieben, solange er eine "Ausbildung" nachweisen kann, ist dem HP so ziemlich alles erlaubt was ihm so einfällt).

    Entschuldige, wo kämen wir dann hin? Darf ich auch chirurgische Eingriffe vornehmen, wenn ich es "gelernt" habe?


    Ich finde es erschreckend, dass sich ein angehender Heilpraktiker nicht mit seinen Grenzen befasst hat! Chirurgische Eingriffe sind natürlich nicht erlaubt. Noch nichtmal ein Arzt darf einfach an dem Kopf eines Patienten rumoperieren.


    http://www.ar.ch//Default.asp?…R2=549&Inhalt=549&Info=10

    Wenn du meinst als Heilpraktiker den Ärzten gleichgestellt zu sein, kannst du ja hier mitreden.


    http://www.medi-learn.de/mediz…d.php?t=27412&page=1&pp=5


    Sei mir nicht böse aber diese Selbstüberschätzung finde ich schon etwas krass und ist mir noch nie unter den Heilpraktikern begegnet. Ich kenne eine Homöopathin aus unserem Bekanntenkreis und selbst diese hat gesagt, dass das medizinische Wissen eines Arztes natürlich größer ist.

    @demolant

    1. Habe nie gesagt dass ein HP dem Arzt gleichgestellt ist


    2. Warum Ärzte die Prüfung machen, hab ich auch gesagt, weiss ich nicht, aber ich kenne einige die es getan haben. Dafür musst du nicht mich verantwortlich machen sondern die. Ich berichte lediglich, dass es welche gibt, die tatsächlich auf ihre Aprobation verzichten um den Titel zu führen. Dass dem so ist, hat nichts mit mir oder meiner Einschätzung zu tun. Genauso wenig wie es was mit deiner oder der Einschätzung deines befreundeten Medizinstudenten zu tun hat ;-) Und nein, du darfst diese Eingriffe nicht machen (auch wenn du sie gelernt hast), ausser natürlich, du legst die Prüfung zum HP ab ;-))


    3. Dass neurochirurgische Eingriffe erlaubt sind hat auch nix mit mir zu tun sondern mit dem HP Gesetz. Alles was nicht ausdrücklich darin erwähnt ist, ist erlaubt sofern man eine Ausbildung nachweisen kann (wie ich auch schon mehrfach gesagt habe). Das einzige was dagegen spricht (ausser dem gesunden Menschenverstand) ist die Sorgfaltspflicht. Ein Chirurg der seine Aprobation abgibt und dann den HP Titel erwirbt darf aber fröhlich weiter operieren. So ist das Gesetzt und nicht ich, mach mich also nicht verantwortlich für Dinge für die ich nichts kann.


    Habe sogar ausdrücklich gesagt, dass ich den Sinn eines solchen Eingriffs auch nicht sehe.


    und 4. schade dass du in meine Posts etwas reininterpretierst, was nicht da ist. Habe meiner Meinung nach mehr als einmal klar gemacht, dass ich keinem Arzt seinen Posten streitig machen will, ich hab auch keine Lust die Gebiete die uns verwehrt sind an uns zu reissen. Habe nie behauptet dass ich besser (oder gleich gut) wie ein Arzt wäre. Habe nur gesagt (was meiner ausdrücklichen Erfahrung entspricht) dass ich Arzte kenn die durchgefallen sind und dass der Grundstoff eben nicht dem eines "erweiterten 1. Helfer" entspricht sondern abgesehen von Physik, Chemie dem des Physikums und Teile des Staatsexamens.


    Auch hier kann ich persönlich nix dafür, ist einfach so ;-)


    Also take it easy und versuch nicht zu streiten wo kein Streit gesucht wird.

    appenzell

    Leider ist Appenzell sehr sehr rückständig, akzeptiert praktisch nichts. Ansonsten ist die Schweiz aber sehr viel liberaler wie Deutschland...


    Das was da auf der Seite steht bezieht sich explizit auf Appenzell, also absolut nicht relevant für die Schweiz oder Deutschland :-)

    Neben Deutschland und Teilen der Schweiz

    gibt es kaum ein Land dass eine Berufsform "Heilpraktiker" überhaupt kennt.


    Es gibt verschiedene medizinische Teilgebiete, auf denen Nichtärzte alleinverantwortlich tätig sein dürfen unter verschiedenen Bedingungen. So etwas allgemeinmedizinisches wie Heilpraktiker gibt es sonst kaum, jedenfalls nicht in vergleichbaren Gesellschaften.


    Wieviele Einwohner hat Appenzell? 52.800


    Wow. Wieviele Heilpraktiker gibt es da eigentlich?


    Ganz ehrlich, die Relevanz der gesetzlichen Bedingungen des Kantons Appenzell auf die Diskussion über den Heilpraktikerstand ist in einem deutschen Forum vorsichtig ausgedrückt eher gering.


    Frauenwahlrecht gibt es dort im übrigen erst seit 1997.

    @NeuerMatt

    ^^^gibt es kaum ein Land dass eine Berufsform "Heilpraktiker" überhaupt kennt.^^^


    Da bin ich mir nicht sicher, dass das so ist.


    Ich habe neulich gelesen, dass es in den USA ca. 400.000 Ärzte und ca. 400.000 Heilpraktiker geben soll.


    Diese beiden Berufsstände sollen, man kann es kaum glauben, nicht gegeneinder, sonder sogar MITEINANDER arbeiten.

    bila

    Zitat

    1. Habe nie gesagt dass ein HP dem Arzt gleichgestellt ist

    Dies konnte man aber aus der Aussage von dir durchaus so interpretieren.

    Zitat

    PS: Mein Exfreund hat auch Medizin studiert. In punkto Chemie und Physik wird bestimmt mehr gefordert (wer aber Leistungskurse in diesen Fächern belegt hat, kommt trotzdem bei den Fragen durch) aber ansonsten sind die Fragen der Überprüfung auf dem gleichen Niveau. So werden sogar häufig schriftliche Fragen für die HP Prüfung 1:1 aus den Statsexamen entliehen...

    Wer die Prüfung von Heilpraktikern und Medizinern auf ein annähernd selbes Niveau stellt, geht davon aus, dass das erforderliche Wissen ziemlich gleich ist und möchte damit aussagen, dass ein Heilpraktiker mit einem Mediziner gleichgesetzt werden kann. Dies war jeglich die Interpretation, die ich aus deiner Aussage entnommen habe.

    Zitat

    Warum Ärzte die Prüfung machen, hab ich auch gesagt, weiss ich nicht, aber ich kenne einige die es getan haben. Dafür musst du nicht mich verantwortlich machen sondern die.

    Ich mach dich dafür nicht verantwortlich, sondern zweifel den Wahrheitsgehalt der Aussage an, da ich persönlich keinen Grund sehe warum ein Arzt dies machen sollte. Natürlich lasse ich mich durch Gründe gerne eines besseren belehren, aber wenn es keine gibt, wird man es wohl kaum machen wollen! Oder? ???

    Zitat

    Dass neurochirurgische Eingriffe erlaubt sind hat auch nix mit mir zu tun sondern mit dem HP Gesetz.

    Also ich für meinen Teil habe von noch keinem Heilpraktiker gehört, der in einem Krankenhaus arbeitet und Operationen durchführt. Hast du zufällig ein paar Gesetzesauszüge, die einem Heilpraktiker chirurgische Eingriffe erlauben? Wie genau sieht der Nachweis der gelernten Operation aus? Bei wem lernt der Heilpraktiker? Also kurz: Wie würde so eine Erlaubnis praktisch ablaufen?

    Zitat

    Auch hier kann ich persönlich nix dafür, ist einfach so

    Ich versteh nicht ganz warum du behauptest, dass du zu all dem nix kannst. ???


    Mich würden ein paar Fakten interessieren. Du präsentierst extrem ungewöhnliche Theorien, die zum Teil beinhalten, dass ein Heilpraktiker operieren darf. Mich interessiert daher jediglich die gesetzliche Grundlage. Auf den meisten Seiten im Internet steht auch ausdrücklich drin, dass ein Heilpraktiker nicht operieren darf.

    Zitat

    Also take it easy und versuch nicht zu streiten wo kein Streit gesucht wird.

    Schade, dass du offensive Argumentation mit dem negativ behafteten Wort des Streits zu entkräften versuchst. :-(


    So zum Schluss ein paar Bedingungen, die ich in Zukunft sehr gerne bei Heilpraktikern sehen würde:


    - gesetzlich geregelte Ausbildung


    - Diagnose einer Krankheit wird immer von einem Arzt gestellt


    => Heilpraktiker also primär Therapeut


    - Aussortieren von Scharlatanen, die sich hinter der Bezeichnung des Heilpraktikers verstecken (Die solls auch geben)

    Ich möchte hier mal ein paar Dinke klar stellen (das gilt alles außschließlich für Deutschland):


    1. Ein Heilpraktiker ist definitionsgemäß ein NICHTARZT, steht so im Heilpraktikergesetz drin. Daher kann ein Arzt die Heilpraktikerüberprüfung nicht machen.


    2. Ein Heilpraktiker genießt Therapiefreiheit. Das heißt er darf erstmal alles machen. Gesetzlich verboten ist dem HP nur speziell die Zahnheilkunde, Geburtshilfe, die Behandlung von Geschlechtskrankheiten und die Verordnung (nicht die Anwendung) von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Um das Beispiel mit der neurochirurgischen OP aufzugreifen: der Heilpraktiker darf sowas prinzipiell durchführen. Wenn es schiefgeht, müßte er vor Gericht aber nätürlich nachweisen, daß er im Stande ist, den Eingriff kunstgerecht durchzuführen. Wenn nicht, hat er schlechte Karten. Das gilt so aber auch für Ärzte. Ein Internist darf prinzipiell auch am Hirn operieren, wird aber Probleme bekommen, wenn was schiefgeht.

    Zitat

    Wenn es schiefgeht, müßte er vor Gericht aber nätürlich nachweisen, daß er im Stande ist, den Eingriff kunstgerecht durchzuführen.

    Ok, und wie genau will er das nachweisen? Wenn du jetzt sagst, dass es keine Möglichkeit für einen Heilpraktiker gibt dies nachzuweisen käme das einem Verbot gleich!