Heilpraktiker oder Homöopath?

    hallo an alle,


    was ist genau der Unterschied zwischen den beiden??? (die meisten denken sich gleich--- ohje totaler Laie |-o) Trotzdem interessiert es mich!


    Danke für euere Antworten


    crazysunflower80

  • 173 Antworten
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    Ist doch schön, daß es Leute gibt, die uns immer wieder einmal darüber aufklären, was Sache ist ;-)

    Zitat

    ... keine Ausbildung verpflichtend, wohl aber eine Überprüfung beim Amtsarzt. Diese soll eigentlich nur nachweisen, dass der Heilpraktiker weiss, wo seine Grenzen sind, welche Krankheiten er nicht behandeln darf.

    Wer wirklich einmal Einblick in eine Heilpraktikerschule erhalten und schon einmal eine HP-Prüfung eingesehen hat, wird solch -mit Verlaub gesagt- [Kraftausdruck durch die Moderation gelöscht] sicherlich nicht schreiben.


    Ich kann darüber nicht einmal mehr müde grinsen, ich finde es nur noch [...] ;-D. Solche Glaubenssätze stammen von Leuten, die prinzipiell alternative Heilmethoden ablehnen und schlechtmachen wollen [...].

    Zitat

    Der Lerninhalt dieser unterliegt aber keinerlei staatlicher Überprüfung oder einheitlicher Qualitätssicherung.

    Was der HP-Proband so alles drauf hat, zeigt sich bei der Prüfung! Das ist auch bei Studenten der Medizin nicht anders. Und diese Prüfung dient NICHT dazu, lediglich zu kontrollieren, ob der HP-Anwärter weiß, was er alles NICHT darf... Sicherlich gibt es denkbar schlechte HP-Schulen, aber die Durchfallerquote bei der Prüfung liegt bei denen bei über 90%. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen :-)


    Und was soll eigentlich dieser Unsinn?:

    Zitat

    Homöopathie ist ein Verfahren, das sowohl von Heilpraktikern als auch von approbierten Ärzten als auch von Laien ausgeführt wird.

    Darf ich dem entgegensetzen: Allopathie ist ein Verfahren, welches nicht nur von Ärzten, sondern auch von Laien durchgeführt wird. Jeder, der ohne vorheriges Aufsuchen eines Arztes rezeptfreie allopathische Arzneien in der Apotheke kauft und sich selbst behandelt, gehört nunmal dazu...

    Zitat

    Der Begriff ist nicht irgendwie geschützt. (...) Wenn sich einer also Homöopath nennt geht daraus nicht hervor ob er Heilpraktiker oder Arzt ist, sondern nur dass er das Verfahren anwendet und hier in seiner Praxis einen Schwerpunkt hat.

    Lediglich Leuten in einem ANERKANNTEN HEIL-Beruf ist eine HEIL-Behandlung erlaubt. Dazu zählen sowohl der Arzt als auch der Heilpraktiker. Allen anderen Berufsgruppen ist eine Heil-Behandlung untersagt; sie dürfen nicht in einem Heil-Beruf praktizieren. Und ob jemand Arzt oder HP ist, erkennt man spätestens am Schild an der Eingangstür. Ich zumindest habe noch keinen kennengelernt, der so blöde ist, daß er nicht wußte, ob er sich bei einem Arzt oder HP befindet


    ;-)

    @EsIst

    Ja, ja, so kennen wir ihn, "unseren" NeuerMatt.


    [Persönliche Herabsetzung durch die Moderation gelöscht]


    Ich weiß nur nicht, warum die sich ausgerechnet im Forum für Alternative Medizin aufhalten. Provokation???

    Zitat

    Ich weiß nur nicht, warum die sich ausgerechnet im Forum für Alternative Medizin aufhalten.

    Vielleicht weil ich die Nase voll habe davon, wie Leute wie EsIst mit falschen Aussagen Panik verbreiten und mit ihren Ansichten Menschenleben gefährden, zum Beispiel bei Impfungen:


    http://www.med1.de/Forum/Kindermedizin/214997/


    Hier geht es nicht mehr um Kritik an der Medizin, sondern eben schlicht um Panikmache.


    Im übrigen umfasst der Stoff, der von Heilpraktikern in der einzigen Prüfung vor dem Amtsarzt abverlangt wird, maximal ein Drittel der Vorprüfungen eines medizinischen Examens. Und ich kenn sehr wohl den Umfang beider.


    Wie groß sind eigentlich die Durchfallquoten guter Heilpraktikerschulen? Hat da jemand Zahlen?


    Einig sind wir uns aber eben wohl, dass Heilpraktiker eine Berufsbezeichnung, Homöopathie aber eben ein Verfahren ist, was nicht nur von Heilpraktikern angewendet wird.

    Zitat

    Lediglich Leuten in einem ANERKANNTEN HEIL-Beruf ist eine HEIL-Behandlung erlaubt. Dazu zählen sowohl der Arzt als auch der Heilpraktiker.

    Heilpraktiker ist KEIN anerkannter Heilberuf! Ein anerkannter Beruf setzt grundsätzlich einheitliche Ausbildungs- und Prüfungsinhalte vorraus: HPs legen auch keine "Prüfung" ab, sondern lediglich eine "Überprüfung".


    Ansonsten kann ich als langjähiger ehemaliger Lehrer an einer HP-Schule die Aussagen von Matt nur bestätigen.

    Amplo

    Wenn ich Amplo mal aus einem anderen Faden zitieren darf:

    Zitat

    Und ja, ich bin Arzt. Und ich kenne die Gegebenheiten an den Heilpraktiker-Schulen sehr genau, und ich weiß auch, welche gravierenden Wissens- und Könnenslücken HP-Anwärter bei der Prüfung haben. Außerdem ist "Heilpraktik" kein Studium, es ist auch keine Lehre oder sonst eine Berufsausbildung. Und unter "umfangreich" versteht man etwas anderes. Naja, im Vergleich mit einem Erste-Hilfe-Kurs ist es vielleicht wirklich "umfangreich", aber im Vergleich zu der Tatsache, dass HP ungehindert und unkontrolliert Menschen behandeln dürfen, ist und bleibt das, was die diversen HP-Schulen gerne als "Studium" verkaufen, einfach nur eine Schmalspurausbildung.

    Und nun, bei dieser Einstellung Amplo´s hinsichtlich der HP´s gegenüber, frage ich mich, warum er selbst langjährig an einer HP-Schule unterrichtet hat???


    [Persönliche Herabsetzungen durch die Moderation gelöscht]


    Find ich schon sehr suspekt...

    Aber Schulmedizin ist doch böse

    Zitat

    Wie das, wenn sie doch von Amplo unterrichtet wurden...

    Auch ein Nobelpreisträger, so er auch pädagogische Fähigkeiten hätte, könnte in der begrenzten Zeit niemanden auf das Niveau eines Hochschulstudiums heben. Zumal viele der zu Unterrichtenden die naturwissenschaftlichen Stoffinhalte ja sogar teilweise innerlich ablehnen, weil sie nicht "ganzheitlich" und so weiter ist.

    Wissenslücken

    Die gibt es sowohl bei Ärzten, als auch bei Heilpraktikern.


    In jedem Berufsstand gibt es schwarze Schafe. Wir hatten mal einen Assistenzarzt in der Notaufnahme, der immer, wenn er nicht weiterwußte seinen Vater (praktizierender Allgemeinmediziner) anrief und um Rat fragte. Auch hatten wir Ärzte, die nicht fähig waren, einen Blutzucker einzustellen, und uns Schwestern dann fragten wieviel Insulin denn nachgespritzt werden müsste.


    Alle waren aber so clever, ärztliche Tätigkeiten aufs Pflegepersonal abzuwälzen, z.B. i.v.-Injektionen. Einer hat mal einen Riesenterz veranstaltet, weil ich mich geweigert habe ein Blutkonserve anzuhängen. Das ist nämlich ein ärztliche Tätigkeit, die nicht delegiert werden darf, weil es rein rechtlich gesehen eine Organtransplantation ist. Und genau so, wie es unfähige Ärzte gibt, gibt es fähige Heilpraktiker, denen im Übrigen viele Behandlungsmethoden gar nicht erlaubt sind.

    EsIst,

    du hast eines noch nicht kapiert, was ich aber auch schon oft geschrieben habe: Heilpraktiker sind nicht das Subjekt, sondern das Objekt der Alternativmedizin. Der Umsatz, den HP-Schulen mit den HP-Anwärtern machen ist größer als der Umsatz der HP selbst. Und: pecunia non olet.


    Denk mal drüber nach.


    Im Übrigen ist es genau so, wie NeuerMatt es geschrieben hat: Wenn einfach so gut wie keine bildungsmäßigen Voraussetzungen vorhanden sind, kann man von HP-Anwärtern auch einfach nichts verlangen. Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich mal versuchte den HP-Anwärtern die Grundlagen der physiologischen Chemie beizubringen: Zitratzyklus, Glycolyse etc. - war ein Ding der Unmöglichkeit. Oder Säure-Basenhaushalt: hoffnungslos! Wie soll das auch jemand kapieren, der in der Schule Biologie und Chemie im Fach "Sachkunde" gelernt hat.


    Aber die gleichen Leute erzählen dann den Patienten was von Übersäuerung und basischer Ernährung!


    @lampeter


    Jou, solche "Kollegen" gibt's leider auch. Da kann man nur sagen: Beruf verfehlt. Solche Fälle kennt wohl jeder aus eigener Erfahrung zur Genüge. Andererseits darf man als junger Arzt nie unterschätzen, wie viel man vom Pflegepersonal lernen kann. Meine erste Wundnaht machte ich z.B. unter der äußerst kritischen Aufsicht der Stationsleitung der Ambulanz. Und auch in punkto Medikation habe ich so manchen guten (!!!) Tipp von erfahrenen Schwestern und Pflegern bekommen - und meistens gerne angenommen.


    Bei der Differenzierung der ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten kommt es aber aufs Krankenhaus an. Ich habe es in manchen Häusern erlebt, dass Injektionen und Infusionen grundsätzlich vom Pflegepersonal durchgeführt wurden, sogar Chemotherapien.


    Natürlich ist und bleibt eine Transfusion aber reine Arztsache. Nicht weil es eine Transplantation wäre, sondern weil es im Transfusionsgesetz ganz klar geregelt ist. Wenn ein Pfleger oder eine Schwester sich dazu überreden ließe, ein EK anzuhängen, würde er/sie sich sogar strafbar machen - und der anweisende Arzt sowieso.

    @ Amplo und NeuerMatt,

    man informieren sich mal hier:


    http://www.rehberg-schule.de/wrstages.htm

    Zitat

    Unterrichtet wird nach einem von der Bezirksregierung genehmigten Lehrplan.

    Die Dozenten sind von der Bezirksregierung in ihrer Funktion überprüft. Amplo scheint an der falschen Schule unterrichtet zu haben.


    Meine Erfahrungen mit Ärzten in Aus- und Fortbildung sind ähnlich wie Amplo sie gemacht hat...


    Als Dozent an einem internationalen Osteopathie-Colleg, dessen Teilnehmer aus Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktiker besteht, geben die Ärzte ein denkbar schlechtes Bild ab. Arrogant und abgehoben, sich isolierend und unkooperativ. Bei Anatomie in vivo-Übungen werden die ganzen Defizite sichtbar. Wo Ärzte mit einem so langem Studium incl. Staatsexamina einen Kniegelenkspalt vermuten ist immerwieder erstaunlich! Die Kette der Peinlichkeiten ließe sich fortsetzen, leider. Deskreptive Anatomie kann man noch voraussetzen, aber funktionelle A. ist dann schon wieder eine Nummer zu groß. Biomechanik scheint man das erste Mal zu hören. Physiotherapeuten haben bei diesen Beispielen absolut die Nase vorne. Heilpraktiker geben ein nicht schlechteres Bild ab als Ärzte. Diese flüchten sich bei Diskussionen recht schnell in pseudowissenschaftliche Argumentationen.


    Zu bemerken wäre noch, dass o.g. Schule eine staatlich anerkannte Schule ist. NeuerMatt, mal in diese Gegend kommend, wäre ein Besuch dort lohnenswert ;-)

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    Zitat

    Unterrichtet wird nach einem von der Bezirksregierung genehmigten Lehrplan. Die Dozenten sind von der Bezirksregierung in ihrer Funktion überprüft.

    Und was soll uns das sagen? Da es keinerlei Vorschriften für die Ausbildung der HP gibt, kann ALLES genehmigt werden, was einer Bezirksregierung vorgelegt wird. Wie jedermann bekannt sein dürfte, ist Ausbildung Ländersache. Was soll da also eine Bescheinigung von einer Bezirksregierung?


    Genau das gleiche gilt für die in ihrer Funktion überprüften Dozenten. Was soll das eigentlich heißen? Dass sie funktionieren? Dass sie sprechen können? Oder vielleicht sogar, - und das würde mich wirklich beindrucken - dass sie medizinisch qualifiziert sind?


    Und deine Erfahrungen an einem College mögen zwar als Anektote recht eindrucksvoll sein, aber sie sind nichtssagend. Dass z.B. ein Neurologe nicht unbedingt weiß, wo der Kniegelenkspalt ist - übrigens ist die Frage danach ein Klassiker im Staatsexamen - ist nachvollziehbar, der Orthopäde weiß es gewiss. Scheinbar macht sich das tolle College keine Gedanken über die Qualität ihrer Ausbilder.


    Und zwischenmenschliche Probleme sind kein Aspekt der Qualifikation. Mit sicherheit haben die Ärzte auch allerhand an den HP-Dozenten auszusetzen. Ich z.B. habe HP-Dozenten grundsätzlich als maßlos überzogen selbstüberschätzend erlebt.

    ->Amplo

    Zitat

    Ich z.B. habe HP-Dozenten grundsätzlich als maßlos überzogen selbstüberschätzend erlebt.

    Und was soll uns DAS sagen? Auch Anekdote...

    Zitat

    Was soll das eigentlich heißen? Dass sie funktionieren? Dass sie sprechen können?

    Das Niveau deiner Argumente lässt zu wünschen übrig, Amplo!


    Prüfungsinhalt und -ziel ließe sich bei staatl. Stelle ermitteln, so man denn will.

    Zitat

    Scheinbar macht sich das tolle College keine Gedanken über die Qualität ihrer Ausbilder.

    Du scheinst was missverstanden zu haben. Ausbilder wissen dies schon wo ein Kniegelenksspalt zu finden ist, nur nicht DIE Colleg-Teilnehmer die es wissen müssten/sollten.

    -> Nachtrag

    Zitat

    Mit sicherheit haben die Ärzte auch allerhand an den HP-Dozenten auszusetzen.

    Da ich kein Heilpraktiker bin, kann ich dies nicht beantworten. Von insgesamt 14 Dozenten sind - soviel ich weiß - nur 2 Hp's dabei.