• Homöopathie?

    Hallo Ihr Lieben, ;-) Mich würde mal so interessieren, was Ihr von der Homöopatie haltet? Liebe Grüße Lena :)D
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    Ich denke bei funktionelle störungen des körpers könnte man mit homöopathie sicher helfen,jedoch bin ich skeptisch wieviel die homöopathie bei "richtigen" erkrankungen und zellveränderungen im körper ausrichten kann....die beste lösung wäre sicherlich eine kombination aus schulmedizinischem know-how und der erfahrung aus der homöopathie.

    Ich teile hier immer nur Erfahrungen mit, entweder meine eigenen – oder die, die ich bei anderen erlebt habe.


    Ich habe ja auch nicht denjenigen, die eben keine Homöopathie versuchen wollten, in den Ohren gelegen, sondern denen eben auch nur diese positiv erlebten Sachen mitgeteilt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich habe nie deren Entscheidung verurteilt, sehe aber die traurigen Ergebnisse und das zu sehen ist auch eine Erfahrung... :=o


    Wenn ich von gesundeten Menschen erzähle, die ein paar Globulis lutschten, ist das doch etwas Positives. Darum geht es mir.


    Vielleicht hat irgendjemand noch nie von Globulis gehört, ist schwer krank, die Mittel des Arztes helfen nicht, warum soll man solchen Menschen nicht von positiven und billigen !!! Möglichkeiten erzählen, so dass sie vielleicht Lust haben, dies für sich auszuprobieren?


    Ich kann doch vielleicht solchen Menschen mit meinen Beispielen positiven Ausgangs neuen Mut und Hoffnung geben.


    Darum geht es mir.


    Und ich würde solchen Menschen auch empfehlen, sich eher in die Behandlung eines Arztes zu begeben, der sowohl so als auch so therapieren kann, als in die Hände eines Heilpraktikers, der die Lage vielleicht nicht wirklich einschätzen kann.

    Ich bin Wissenschaftler. Ich weiss, dass es Studien gibt, die die Wirkung von Homoeopathie belegen. Ich weiss, dass es nicht moeglich ist, die Wirkung von Homoeopathie per Studie zu widerlegen, weil es immer moeglich ist, dass vorhandene Effekte von der konkreten Studie nicht gefunden wurden (dieses gilt genauso fuer die Arzneien der Schulmedizin).


    Ich halte den Umfang und die Qualitaet der existierenden positiven Studien ueber Homoeopathie fuer enttaeuschend und schwach. Die Anzahl der Studien ist klein, die Qualitaet ist beschraenkt. Sie sind mehr oder weniger allesamt mit guten Gruenden kritisierbar.


    Ich habe sehr positive persoenliche Erfahrungen mit Homoeopathie und Homoepathen, und werde sie auch weiterhin konsultieren. Ich bin mir sehr bewusst, dass meine Evidenz "anekdotisch" ist und nicht auf "harten Daten" beruht. Das ist fuer mich kein Grund, Homoepathie nicht zu verwenden. Ich uebernehme diese Verantwortung fuer mich selbst und treffe eine positive Entscheidung.


    Ich weiss u.a. auch, warum der Wirkungsnachweis von Homoeopathie von der Datenerhebung her schwieriger ist als bei der Schulmedizin. Und ich weiss, dass ein gewaltiger Anteil der Studien zugusten schulmedizinischer Ansaetze ebenfalls methodisch hoechst fragwuerdig und anfechtbar ist.


    Was wir ueber Homoeopathie wissen, ist schwach. Was wir ueber Schulmedizin wissen, mag staerker sein, ist aber in einer ganzen Reihe von Einzelfaellen so dramatisch viel schwaecher als es gemeinhin "verkauft" wird, dass ihr das gar nicht wissen wollt, weil es den heilsamen Placebo-Effekt untergraebt.


    Die Wissenschaft weiss weniger, und Dinge weniger genau, als die meisten Leute annehmen. Ich beanspruche nicht, dass es fuer alles, was ich tue und fuer sinnvoll halte, einen wissenschaftlichen Nachweis geben muss.


    Das ist meine persoenliche Entscheidung fuer mich. Wer wissenschaftlichen Nachweis verlangt, soll halt von der Homoeopathie die Finger lassen (aber auch mal kritisch die Forschung beleuchten, die angeblich die sonstigen Behandlungsmethoden untermauert, denen er/sie vertraut).


    Im Uebrigen ist die Frage, wieviel Geld mit Homoeopathie verdient wird, bezueglich dessen, ob es fuer eine konkrete Person was bringt, herzlich irrelevant.

    Narras

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    Ich habe Angst vor dem Verlust der Rationalität. Wir leben in einer Zeit, in der wir endlich die größten, sinnlosesten Verirrungen der Religionen hinter uns lassen und unser Leben mehr und mehr nach rationalen Gesichtspunkten ausrichten, was mMn auf allen Lebensbereichen ein Vorteil ist. Mehr und mehr unseres Lebens wird durch wissenschaftliche Forscung erfasst und somit erklärbar und nachvollziehbar und gestaltbar gemacht.

    Darf ich fragen: Wenn du (oder jemand in deinem "sozialen Feld") irgendwelche schulmedizinischen Medikamente verschrieben bekommt, oder irgendwelche Behandlungsmethoden wie z.B. Physiotherapie, ob du dann die entsprechende Fachliteratur konsultierst und dich fragst, ob du die dort publizierten Methoden und Schlussfolgerungen verstehst und einleuchtend findest (inklusive so vigillischer Ueberlegungen wie Stichprobengroessen, statistische Modellannahmen etc.)?


    Falls die Antwort "nein" ist, laeuft es letztlich darauf hinaus, dass du bloss jemandem vertraust, den du vertrauenswuerdig findest. Das ist von Entscheidungsprinzip her gar nicht so anders, ob du nun einem Arzt, einem Homoeopathen oder einem Astrologen vertraust.


    "Rationalitaet", wie sie als Begruendungskonzept von vielen verwendet wird, laeuft auch Goetzen nach, bloss anderen.

    @ Barceloneta

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    Mein Post von 12:36 -> Und zum Thema Irrtum: das kommt in der Medikamentenforschung doch häufig vor, dass ursprünglich in eine ganz andere Richtung geforscht wurde.

    Und ich habe immer noch keine Antwort darauf, warum eine Theorie wirken soll, die auf einem Grundsatz basiert, der durch einen Irrtum entstanden ist.

    Es wirkt keine Theorie, sondern ein Zuckerkügelchen. Und 'der Irrtum' Viagra beschert Pfizer in 2010 einen Umsatz von knapp 70 Mrd. Dollar. Und ich glaube nicht, dass ein einziger Herr diese blauen Tabletten zur Blutdrucksenkung schluckt :[] Ein Beispiel von vielen...

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    Ich weiss, dass es nicht moeglich ist, die Wirkung von Homoeopathie per Studie zu widerlegen

    Das ist Unsinn. Eine klare Aussage wie ein Heilsversprechen "Globuli ABC wirken bei Krankheit XYZ besser als ein Placebo oder Medikament 123" können durch eine wissenschaftliche Studie verifiziert oder falsifiziert werden. Dabei ist es vollkommen uninteressant, ob die Wirkungsweise belegt oder auch nur ansatzweise verstanden werden kann. Die Aussage reicht. Genauso kann man "Schulmedikamente", Wahrsagerei und sonstige Geistheilung untersuchen.

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    , weil es immer moeglich ist, dass vorhandene Effekte von der konkreten Studie nicht gefunden wurden

    Natürlich. Wenn man widerlegt worden ist, sucht man sich irgendwelche Gründe als Ausreden. Das machen Wahrsager so und Wünschelrutengänger und natürlich auch Homöopathen. Dann ist das Shakra nicht geflossen, oder es gab zu viele Erdstrahlen. Oder am Ende ist der Patient selber schuld, dass er nicht gehielt worden ist. Alles schon da gewesen.

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    Ich bin Wissenschaftler

    Was für einer?

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    Ich weiss, dass es Studien gibt, die die Wirkung von Homoeopathie belegen.

    Man kann keinen so komplexen Sachverhalt in nur einem Satz beschreiben. "Wirkung" und "belegen" bedarfen schon einer näheren Erläuterung, das solltest du als Wissenschaftler wissen. Eine Quelle wäre auch nicht schlecht.

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    Ich weiss, dass es nicht moeglich ist, die Wirkung von Homoeopathie per Studie zu widerlegen, weil es immer moeglich ist, dass vorhandene Effekte von der konkreten Studie nicht gefunden wurden (dieses gilt genauso fuer die Arzneien der Schulmedizin).

    Nun, man muss eben eine Studie so anlegen, dass man möglichst nur Ja oder Nein als Antwort herausbekommt. Wenn nicht, hat man die Studie falsch angelegt, denn man sollte bei einer guten Studie meiner Meinung nach alle möglichen (Stör-)Faktoren eliminieren außer demjenigen, den man untersuchen möchte.

    Zitat

    Die Wissenschaft weiss weniger, und Dinge weniger genau, als die meisten Leute annehmen

    Ich glaube nicht, dass es möglich ist, zu benennen, wie viel man weiß, wenn man nicht die Gesamtgröße des Wissens kennt. Erst wenn man einen Referenzwert hat, kann man seinen Stand beurteilen. Doch dies nur am Rande.

    thofoer

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    Das ist Unsinn. Eine klare Aussage wie ein Heilsversprechen "Globuli ABC wirken bei Krankheit XYZ besser als ein Placebo oder Medikament 123" können durch eine wissenschaftliche Studie verifiziert oder falsifiziert werden. Dabei ist es vollkommen uninteressant, ob die Wirkungsweise belegt oder auch nur ansatzweise verstanden werden kann. Die Aussage reicht.

    Ich nehme an, dass du, um dieses zu tun, statistische Hypothesetests verwenden wuerdest. Wenn man dieses macht, wird man die "Nichtwirkung von Homoeopathie" als Punkt-Nullhypothese operationalisieren. Nun ist es aber so, dass Punkt-Nullhypothesen durch solche Tests zwar falsifiziert, aber nicht bewiesen werden koennen (da, wie gesagt immer moeglich ist, dass eine Studie einen vorhandenen Effekt uebersieht). Das bedeutet, man kann Wirkung beweisen (mit den ueblichen statistischen Fehlerwahrscheinlichkeiten), nicht aber Nichtwirkung.


    Leider werden statistische Hypothesetests meisten in irrefuehrender Weise unterrichtet, so dass selbst viele Leute, die darueber irgendwann mal was gelernt haben, dieses nicht wissen.


    Dieses ist keine "Ausrede", sondern notwendiges (aber leider nicht genuegend bekanntes) Wissen ueber die Eigenschaften statistischer Tests. Frage einen professionellen Statistiker, er wird es dir bestaetigen.


    Richtig ist allerdings, dass man (wiederum mit den ueblichen statistischen Fehlerwahrscheinlichkeiten) Aussagen widerlegen kann, die eine konkrete Groessenordnung der Wirkung beinhalten.


    D.h. du kannst nicht widerlegen, dass "Homoeopathie besser wirkt als ein Placebo" – es sei denn, die Homoeopathie wirkt faktisch schlechter, aber wenn man das glaubt, muss man zugeben, dass Homoeopathie wenigstens ueberhaupt irgendwie wirkt). Wenn aber ein Homoeopath daherkommt und behauptet, das sein homoeopathisches Mittel den Blutdruck im Mittel um mindestens 2 kPa staerker senkt als ein Placebo, kann man dieses mit hinreichend grosser Stichprobe tatsaechlich widerlegen, mal angenommen, Homoeopathie wirkt tatsaechlich nicht (wobei es allerdings der homoeopathischen Philosophie widerspricht, solche Aussagen zu machen).

    drug

    Zitat
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    Ich bin Wissenschaftler

    Was für einer?

    Statistiker. (Wobei meine Aussagen daran natuerlich nicht gemessen werden sollen; ich habe das nur geschrieben, weil ich immer wieder mit der Aussage konfrontiert werde, "als rationaler Wissenschaftler koenne man doch bestimmt nicht an so einen Hokuspokus glauben".)

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    Man kann keinen so komplexen Sachverhalt in nur einem Satz beschreiben. "Wirkung" und "belegen" bedarfen schon einer näheren Erläuterung, das solltest du als Wissenschaftler wissen. Eine Quelle wäre auch nicht schlecht.

    Die Frage ist halt immer, wieviel Aufwand man fuer so ein Internetforum macht... Klicke "Research" auf dieser Seite (und vergiss nicht, dass ich gegenueber diesen Ergebnissen sehr skeptisch bin, was ich oben bereits geschrieben habe):


    http://www.britishhomeopathic.org/

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    Nun, man muss eben eine Studie so anlegen, dass man möglichst nur Ja oder Nein als Antwort herausbekommt. Wenn nicht, hat man die Studie falsch angelegt, denn man sollte bei einer guten Studie meiner Meinung nach alle möglichen (Stör-)Faktoren eliminieren außer demjenigen, den man untersuchen möchte.

    Es ist komplizierter. Zum Beispiel muss man sich ueberlegen, ob es nicht sinnvoller ist, die Effekte verschiedener Indikatoren genauer zu messen und zu vergleichen, anstatt die Frage auf ein einfaches "ja/nein" herunterzubrechen. Es ist ja nun nicht so, dass der statistische Methodenapparat bloss erlaubt, ja/nein-Daten zu analysieren. Es wird dann halt bloss komplizierter, man kann viele Fehler machen...


    Das Elimieren aller moeglicher Stoerfaktoren ist wuenschenswert, aber leider in der Realitaet nur in den allersentensten Faellen moeglich (was einer der Gruende ist, warum die grosse Mehrheit aller Studien, sei es nun ueber Schulmedizin, Homoeopathie oder sonstwas, in irgendwelchen Aspekten problematisch ist).

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    Ich glaube nicht, dass es möglich ist, zu benennen, wie viel man weiß, wenn man nicht die Gesamtgröße des Wissens kennt. Erst wenn man einen Referenzwert hat, kann man seinen Stand beurteilen. Doch dies nur am Rande.

    Meinetwegen. Ich kann aber schon darauf hinweisen, dass ich genuegend oft Aussagen wie "die Wissenschaft weiss doch das und das" von Leuten gehoert habe, die die konkreten Untersuchungen selber nicht so gut kannten wie ich, und meine Einschaetzung, dass die sich mit diesen Aussagen kraeftig ueberhoben haben.

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    Es wirkt keine Theorie, sondern ein Zuckerkügelchen.

    Trotzdem wird immer noch angewandt, dass gleiches mit gleichem bekämpft wird, obwohl die Substanz der Geburtsstunde dieser Aussage, auf dem das alles fußt, exakt genau so nicht gewirkt hat? Also Hahnemann versehentlich eine "andere" Homöopathie angewendet hat, als man es heute tut? Finde ich unlogisch. Zumal der Vergleich mit Viagra hinkt. Viagra wurde gegen Bluthochdruck entwickelt und man fand heraus, dass es gegen Potenzprobleme hilft. Homöopathie wurde dagegen genau so entwickelt, wie sie heute auch angewendet wird. Da hat sich nichts geändert. Theorie und Durchführung stimmen überein. Bloß das Hahnemanns Beweisversuch falsch war. Würde man nach den eigentlichen Ergebnissen dieses Versuchs gehen, nämlich "Chinarinde bekämpft Fieber bei Malaria. Chinarinde senkt Fieber. Folgt: Krankheit mit etwas bekämpfen, was das Gegenteil auslöst."

    meine kinderärztin ist auch scgulmedizinerin und homeopathin und es ist vereinar. hat bis jetzt meistens geholfen. ich bin froh das sie es immer erstma ohne chemie versucht. :)z

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    ich bin froh das sie es immer erstma ohne chemie versucht.

    Homöopathische Mittel sind doch teils chemische und manchmal sogar giftige Substanzen? Obwohl natürlich eigentlich auch Pfefferminztee Chemie ist, ist die Frage, wo man da die Grenze zieht.

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    Homöopathische Mittel sind doch teils chemische und manchmal sogar giftige Substanzen?

    Neineinein das ist doch alles sanft und natürlich, wie Plutonium und Uran. Auch Arsen, Blei und Quecksilber wird gerne verwendet. Nich zu vergessen das Blut von HIV-Positiven oder sonstige Krankheitserreger kann man super verdünnen...

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    Obwohl natürlich eigentlich auch Pfefferminztee Chemie ist, ist die Frage, wo man da die Grenze zieht.

    Auch falsch. Chemie wird es erst dann wenn es in einer Fabrik zu Tabletten gepresst wird, alles andere zählt nicht!


    Achja komisch warum immer noch niemand auf die Frage nach einem homöopathischen Verhütungsmittel reagiert hat? :=o Oder sind die immer noch damit beschäftigt zu verstehen warum die Homöopathie bei ihnen wirkt, obwohl sie gegen so viele von Sammys Regeln verstoßen haben? ]:D

    Ein homöopathisches Verhütungsmittel wäre nach der Gleiches-mit-Gleichem-bekämpfen-Regel ja dann wohl.. oha, ich kann mit meinem Mann ein Geschäft aufmachen! :-D

    Eins ist klar – Homöopathie ist auch für 'Anti-Fraktion' seeehr gesund. So amüsiert wie diese hier scherzt, werden hier sicher massig gesunde 'Spasshormone' ausgeschüttet. So hat doch wirklich jeder was davon :)=