Homöopathie oder Naturheilpraktiker?

    Hallo Leute!


    Ich habe mit alternativer Medizin noch nicht viel Erfahrung. Doch ich bin mir sicher, dass ich mein Problem (Scheidenpilz) nun nach 3 Jahren erfolgloser schulmedizinischer Behandlung auf alternative Weise angehen will und muss.


    Nur habe ich keine Ahnung, ob ich zu einem Heilpraktiker oder zu einem klassischen Homöopathen gehen soll. Was sagt Ihr dazu? Wer kann mir einen Tipp oder eine Anregung geben?


    Ich danke allen, die mir helfen wollen.

  • 59 Antworten

    Ich meine mit Heilpraktiker jemanden, der nicht Homöopathie betreibt, sondern andere alternative Methoden. Soll ich es mit einem Homöopathen versuchen? Ich habe jetzt schon etliches darüber gelesen und es klingt für mich schlüssig.

    RE

    Liebe Samira,


    auch das ist schwer zu beantworten. Wundermittel gibt es leider keine. Homöopathie ist sicherlich ein guter Weg. Vergiss bitte dabei nicht, dass man auch sehr viel an sich arbeiten muss um die Beschwerden los zu werden.


    viele Grüße


    Kurt

    Helfen denn die Mittel (Potenzen) nicht, wenn man nicht so recht daran glaubt? Das würde heissen, dass Homöopathie nur auf dem Placeboeffekt aufbaut und das kann ich nicht glauben. Ich habe nun schon von einigen Leuten gelesen, denen Homöopathie geholfen hat, ohne dass sie von Anfang an 100 %-ig daran geglaubt haben.


    Und noch was: Arbeitet die Homöopathie nur mit potenzierten Extrakten oder z. T. auch mit Extrakten, die noch nachweisbar sind, also z.B verdünnt?

    es geht nicht darum, das homöopathie nicht wirkt, wenn man nicht daran glaubt, denn das ist nicht so. homoöpathie wirkt. ich denke, was kurt meint ist, dass, da homöopathen die ursachen angehen, und die ursachen meist sehr tief liegen, der patient auch an sich selber arbeiten muss, um die beschwerden loszuwerden: nahrungsumstellung, ev. stress abbauen, gewisse gewohnheiten ablegen wie zu spät essen, zu viel, zu hastig etc.

    Dann tu das, was Tigerin vorgeschlagen hat. Besser für die Gesundheit ist ein solches Verhalten allemal. Ob dann allerdings Homöopathie einen zusätzlichen Nutzen bringt bzw. die Verhaltenänderungen bei ernsthaften Erkrankungen alleine genügen ist eine ganz andere Frage.

    Ich glaube nicht, dass nur Änderungen im Essverhalten und Stressabbau etwas bringen. Ich erhoffe mir wirkliche Hilfe durch homöopathische Mittel. Natürlich ist es hilfreich und unterstützend, wenn man versucht möglichst harmonisch zu leben. Aber ich erhoffe mir von der Homöopathie einen zusätzlichen Nutzen. Liege ich da falsch?

    Re

    Liebe Samira,


    nein Du liegst damit nicht falsch. Die Homöopathie kann dir sehr wohl helfen, auch wenn einige das nicht gerne sehen wollen ;-) Stressabbau hilft zusätzlich zur Behandlung. Auch die Suche nach einem evtl. tieferen Sinn der Pilzerkrankung. Die Ruhe in sich selbst finden hat schon so einiges bewirkt :-)


    viele Grüße


    Kurt

    Dem stimme ich zu, Kurt. Ich werde mich mit einem Homöopathen in Verbindung setzen und dabei hoffen, dass es einer ist, der wirklich Erfahrung hat und gut auf seinem Fach ist. Leider ist in meinem Bekanntenkreis niemand, der mir einen Tipp geben könnte. Ich bin wohl die erste, die sich in "alternative Hände" gibt. Aber ich möchte nun wirklich endlich dieser Krankheit auf den Grund gehen und mich heilen (lassen).

    Zitat

    Helfen denn die Mittel (Potenzen) nicht, wenn man nicht so recht daran glaubt? Das würde heissen, dass Homöopathie nur auf dem Placeboeffekt aufbaut und das kann ich nicht glauben. Ich habe nun schon von einigen Leuten gelesen, denen Homöopathie geholfen hat, ohne dass sie von Anfang an 100 %-ig daran geglaubt haben.

    In den hohen Verdünnungsstufen ("Hochpotenzen") ist nichts mehr drin außer Wasser und Alkohol... Dass Homöopathie bei den starken Verdünnungen. nur auf dem Placebo-Effekt beruht, muss man nicht "glauben", man kann es belegen.


    Zum Placebo-Effekt:


    http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2001/2/placebo.html

    Zitat

    Und noch was: Arbeitet die Homöopathie nur mit potenzierten Extrakten oder z. T. auch mit Extrakten, die noch nachweisbar sind, also z.B verdünnt?

    Bei den niedrigen Verdünnungsstufen ist der "normale" Dosis-Wirkungs-Effekt maßgeblich. Das heißt, wenn so lecker Sachen wie Arsen ("Arsenicum album"), Quecksilber ("Mercurius") oder ein Strychnin-Cocktail ("Nux vomica") wenig verdünnt verabreicht werden, kann es reichlich unerwünschte Wirkungen geben. Tscha, wenn man dann die magische Zuordnung bedenkt (Hahnemann hatte ha nicht einen Bruchteil unseres heutigen Kenntnisstandes, er MUSSTE raten, so siehts dann auch aus...), hat man für eine nicht vorhandene Heilwirkung eine Reihe von möglichen unerwünschten Wirkungen in Kauf genommen. Spaßig finde ich irgendwie, dass sich genau die gleiche Klientel, die immer einen Bedarf an Quecksilber-Ausleitungen (die "bösen" Plomben...) sieht, sich Hg in Form von Mercurius (oder in Form von manchen sog. Komplexmitteln, z.B. Euphorbium, da ist ein Hg-haltiges Konservierungsmittel drin) ungehemmt einpfeift. Der Homöopath gibt also Mercurius, um es dann "ausleiten" zu müssen (und das auch noch mit untauglichen Methoden). SO erhält man sich die Kundschaft...


    Dazu auch:


    http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/


    http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/


    http://www.handrick-net.de/homoeopathie/homoeopathie.html