Homöopathie und Esotherik hat jemand Erfahrung?

    Hallo


    ich bin seit einiger Zeit bei einer Ärztin für Naturheilverfahren in Behandlung. Sie pendelt,verschreibt in erster Linie homöopathische Tropfen und sagt immerzu dass mit diesen Tropfen ein (Seelen) thema abgearbeitet werden muß.


    Einen großen Erfolg hat sie erzielt. Sie hat eine ziemlich schlimme Allergie meines Sohnes(2) in den Griff gekriegt. So ab und an kommen mir jedoch Zweifel und ich frage mich dann ob die Tropfen wirklich wirken oder ob die Erkrankung auch vielleicht von alleine weggegangen wäre. Mit der Milcheiweißallergie war es nämich so daß mein kleiner Sohn nach dem Abstillen einen ganz fürchterlichen Auschlag im Gesicht bekam und ich von Arzt zu Arzt gerannt bin und keiner konnte helfen. Als ich dann bei Cortisonsalbe angekommen war wechselte ich zum Heilpraktiker. Da war mein Sohn ca. 11 Monate alt. Innerhalb von 6 Wochen waren mit den Tropfen ( Psorinum) fast alle Beschwerden wie weggeblasen. Meine kritischen Gedanken sagen jedoch: Naja, ab dem 1 Lebensjahr verträgt das Kind ja auch Milchprodukte besser und die Ausschläge im Gesicht gehen dann zurück. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt sich mit den Energietropfen ( die sind übrigens ziemlich teuer) aus.


    Wäre schön wenn ich in den nächsten Tagen eine oder mehrere Antworten oder Reaktionen bekommen würde. ???

  • 52 Antworten

    Hallo auch

    Mit Esoterik habe ich nichts am Hut - wohl aber mit Homöopathie. ;-)


    Was nennst du teuer?


    Wieviel mal waren in den Fläschchen und von welcher Firma?


    Gruß

    nicht wieviel "mal", sondern wieviel "ml" sollte es heissen


    und welche Potenz war es?


    zum Beispiel kostet die LM 18, 10 ml von ARCANA 7,63 Euro - eine höhere Potenz, die LM 90 kostet 11,- Euro


    Die Flaschen sollten schon so 4-6 Wochen reichen - das finde ich nicht teuer.

    Hallo Antigone,


    vielen Dank für Deine Antwort. Also die erste Behandlung bei der (angeblichen) Milcheiweißallergie erfolgte durch Pendeln und Gabe von Psorinum LM 500 ( Preis 45 € ).


    Zur Zeit wird mein Sohn behandelt wegen ( Verdacht auf dishydrotischem Ekzem) mit Psorinum LM 360. Einnahmedauer 20 Tage jeweils 20 Tropfen und ein Fläschen kostet ca. 20 Euro. Ich finde das schon teuer, zumal er erst vor ca. 8 Wochen mit Psorinum behandelt wurde und da die gleiche Dosierung gegeben wurde. Ich habe am Mittwoch nächste Woche einen neuen Termin und ich beabsichtige da ein klärendes Gespräch mit der Heilpraktikerin zu führen.


    Wäre schön wenn Du noch antworten könntest.


    Gruß Kleiner Löwe

    Hallo kleiner Löwe

    Also das finde ich schon ungewöhnlich, mit sooo hohen Potenzen einzusteigen!


    Klar, dass es DANN teuer ist. ;-)


    Der gute alte Hahnemann (der Begründer der Homöopathie) fing mit der LM1 an und steigerte dann in kleinen Schritten.


    Die Homöopathen, die heute mit den LM's arbeiten gehen bevorzugt in einer aufsteigenden Reihe vor:


    * entweder ab der LM1 und dann in kleinen Schritten


    * oder ab der LM6 oder LM12 und dann bevorzugt in 6-er Schritten, später größere Abstände:


    LM 6 > LM 12 > LM 18 > LM 30 > LM 60 > LM 90 > LM 120 > LM 150 > LM 180 > LM 240 > LM 300...etc


    mal ein Zitat einer Homöopathin:


    "Schon eine LM 1 wirkt umfassend und tiefgreifend und kann durchaus auch psychische Prozesse anregen. Man gibt LM-Potenzen ja um den Körper nicht zu sehr zu reizen, also macht es keinen Sinn, gleich mit einer LM 18 oder noch höher einzusteigen. Ich beginne mit Potenzen zwischen LM1 und LM6 und habe noch nie höher als bis LM24 steigern müssen. Die Patienten waren immer bis dahin entweder gesund oder benötigten ein neues Mittel, mit dem ich wieder unten in der Potenzreihe begann."


    Es gibt inzwischen so viele unterschiedliche Ansätze....


    Aber mit einer LM500 einzusteigen, ist, wie mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen.


    DAS ist NICHT der übliche Weg.


    Und wahrscheilnlich hätte eine viel niedrigere Potenz die Allergie auch in den Griff bekommen.


    (Mein Heuschnupfen wurde schon mit der LM1 sichtlich besser. :-) )


    Gruß

    noch was:

    Pendeln ist mir persönlich viel zu esoterisch.


    Man sammelt die Symptome des Patienten und schaut dann nach, welches Mittel dem am ähnlichsten ist.


    Dann überlegt man, welche Potenz einzusetzen ist.


    DAS wäre der übliche Weg. ;-)

    und nochmal was

    Psorinum ist eine Nosode.


    Sicher gibt es Fälle, in denen Psorinum als erstes Mittel eingesetzt wird.


    Üblich ist es aber, erst nach einem Konstitutionsmittel zu suchen und zum Abschluß der Therapie eventuell noch eine Nosode zu geben.


    Auch finde ich es merkwürdig, dass sie zuerst die LM500 verschrieben hat und später dann niedriger mit dem gleichen Mittel wieder neu einsteigt.


    -> wie gesagt, man steigert die Potenzen und geht nicht wieder nach unten


    (Üblicher wäre es gewesen, zum Beispiel mit der LM360 einzusteigen und dann später das Mittel in der LM500 zu wiederholen - wenn sie schon mit so hohen Potenzen arbeitet.)

    Re:Homöopathie und Esotherik hat jemand Erfahrung

    Pendeln hat mit Esoterik nichts zu tun,


    vielmehr kann es ein Hilfsmittel darstellen um unbewuste Tendenzen usw. kenntlicher zu machen und sollte auch nur in diesem Sinne kritisch benutzt werden.


    Leider gibt es genug Leute die darin alles mögliche sehen und unkritisch sich selbst auf den Leim gehen.


    Um Medikamente auf diese Art ausfindig zu machen sollte man aber auf jeden Fall das Ergebnis kritisch behandeln und vergleichen.


    Ich weiß von Leuten, die durch diese Methode in kurzer Zeit treffsicher das richtige Mittel finden, jedoch kann das nicht jeder.


    Das Unterbewustsein kann so manchen Streich spielen.


    Das sollte man unbedingt beachten.

    Re Pendeln

    Liebe Antigone,

    Zitat

    für mich fällt pendeln unter Esoterik

    ..nach dem Urbegriff was Esoterik wirklich bedeutet hast Du recht, nach heutigen Begriffen hat Ebayer recht. Die jetztige Esoterik hat nichts mit dem tatsächlichen Begriff Esoterik zu tun.

    @kleinerlöwe

    Was Psorinum betrifft ist es wie Antigone schon schrieb eine Nosode (Flüsigkeit aus Krätzebläschen) und sollte sparsam, wie all die anderen Nosoden verwendet werden.


    Die Einnahmedauer von 20 Tage je 20 Tropfen stört mich persönlich.


    Ich kann dem nicht so ganz folgen, nach längstens 4 Tagen sollte man eigentlich bei dieser Potenz eine Pause einlegen und unbedingt abwarten was sich tut.


    Wenn ein Mittel normalerweise zu lange gegeben wird kann man sich den Fall für längere Zeit zerstören und muss lange darauf warten bis ein evtl. anderes passendes Mittel den gewünschten Erfolg bringt.


    Ich selbst pendle selten das Mittel aus, nur wenn ich mir zwischen mehreren Mitteln nicht schlüssig bin, versuche ich so die richtige Arznei zu bestimmen.


    Was zu anfangs die hohe Potenzwahl betrifft, ist es ok wenn das Mittel 100 %ig passt. Tiefgreifende Probleme benötigen meistens hohe Potenzen, da können Niederpotenzen einfach nur die Oberfläche ankratzen.


    Was die Seele betrifft, die Deine Homöopathin angesprochen hat, möchte ich Ihr nicht widersprechen.


    Allergie allgemein hat ein gewisses Muster:


    Gegen wen ist man allergisch? Leugnet man seine eigene Kraft?


    Ekzeme:


    Atemberaubende Gegensätze


    Mentale Ausbrüche


    usw....


    Die meisten Krankheiten haben seelische Ursachen und können mit Hilfe der Homöopathie nur dann richtig geheilt werden wenn man selbst mitarbeitet, indem man seelische Blockaden auflöst.


    viele Grüße


    Kurt

    Re:Hallo Kurt jetzt bin ich erst recht durcheinander

    Hallo Kurt


    vielen vielen Dank für Deine Erklärungen. Danke natürlich auch an Anitgone. Aber jetzt bin ich erst recht durcheinander. Ich wußte bis heute ja gar nicht mal das Psorinum eine Nosode ist. Nosode, was ist das überhaupt??? Ich schau gleich mal nach. Aber nun zurück zur Esotherik und zum Pendeln. Bei jedem meiner Besuche ( es sind inzwischen 6 ) sprach meine Heilpraktikerin von einem Seelenthema das abgearbeitet werden muß. Das Thema ist für meinen kleinen Sohn ( sich hilflos, wehrlos fühlen). Einmal hatte er sich nach Aussage der Heilpraktikerin seinen eigenen Vater, einmal die Tochter meines Kindermädchens und jetzt zuletzt seinen großen Bruder ausgesucht. Was mich halt nicht schon früher kritischer werden ließ war die Tatsache das tatsächlich immer irgend was war was stimmte. Auch bin ich durch den frühen Tod meiner Schwester (32) bezüglich des Themas Seelenarbeit und Carma etwas empfindlich geworden. Ich hatte das eine oder andere Erlebnis das dafür spricht das es tatsächlich bestimmte Dinge gibt die eine Seele im irdischen Dasein abzuarbeiten hat ( ich habe in diesem Zusammenhang das Buch "Die kleine Seele spricht mit Gott" gelesen und war begeistert.


    Nun lieber Kurt wenn Du doch aber schreibst das mein eine Nosode nur dann einsetzt wenn man seelische Blockaden auflösen will und dann auch noch selber mitarbeiten muß um einen Behandlungserfolg zu gewährleisten dann frage ich mich doch zu Recht wie kann ein Baby mitarbeiten. Mann o Mann wäre ich doch nicht so blind und treuglaubend an diese Behandlung gegangen. Ich hoffe es hat unserem Kind nicht geschadet dass es schon so viele hohe Potenzen bekommen hat. Ich weiß jetzt aber immer noch nicht wie ich das meiner Heilpraktikerin klar machen soll. Ich habe versucht die Reaktionen auf meine Diskussion auszudrucken. Geht leider nicht und alles abschreiben wäre glaube ich ein bißchen zu viel. Weiß vielleicht jemand wie ich dieses Forum und die darin enthaltenen Beiträge auf Papier bringen kann


    Ich bin dankbar für jeden Rat.

    Die allgemeine Vertrauenskrise

    zwischen Behandlern und Behandelten lassen keine optimale Behandlung zu.


    Auch hier wird durch Besserwisserei das Vertrauen weiter zerstört, obwohl die behandelnde Homöopathin sich sicher Ihrer eigenen, wenn auch von allgemeiner Richtlinie abwegigen Vorgehensweise bewust ist.


    Auch das ist keine Seltenheit, sondern Erfahrungssache.


    Noch ein paar Ratschläge und man kann diese Patientin überhaupt nicht mehr behandeln, besonders dann wenn die Patienten mit fachlichem Halbwissen bestimmen wollen, wie und mit was sie behandelt werden wollen.


    Diese Fälle gibt es wie Sand am Meer und werden durch die vielen für den Patienten nicht überschaubaren Ratschläge verursacht.Das fängt mit der Meinung einer auch kranken Bekannten an und endet eigentlich nie!

    @ Kurt

    Ich bin auf dem Gebiet der Homöopathie nicht sonderlich bewandert und möchte dir gern einige Fragen stellen:


    C- Potenzen werden ja meines Wissens nach im Mischungsverhältnis 1:100 hergestellt und so schrittweise potenziert. Bei LM- Potenzen handelt es sich demnach um ein Mischungsverhältnis von 1: 50 000. In beiden Fällen kann man wohl ab einem gewissen Verschüttlungsschritt von "Hochpotenzen" sprechen. (Z.B. C 100 oder LM 30) ???


    Nun würde mich interessieren, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit sich der Homöopath für eine C- Potenz entscheidet und wann erscheint es angebrachter, die prinzipiell höhere LM- Potenz zu verwenden?


    Mit jedem Verschüttelungsschritt erhöht sich ja der energetische Prägungsgrad der Urtinktur bzw. Ursubstanz.


    Ausgehend von meinen in Klammer gesetzten Beispielen, haben wohl beide Potenzen die Gemeinsamkeit, dass sich zu mindest auf grobstofflicher (materieller) Ebene keinerlei Moleküle mehr in der Lösung befinden, abgesehen von den Molekülen des Trägerstoffes. Die stoffliche "Verdünnung" ist sicherlich bei LM 30 kleiner als bei C 100 (rein mathematisch gesehen) aber die energetische Aufladung meines Erachtens bei C 100 höher als bei LM 30 , da letztere ja wenigere Verschüllelungsschritte durchlaufen hat.


    Was aber wirkt nun "tiefgreifender" ? Oder spielen hier andere Faktoren, die ich möglicherweise übersehen habe, eine größere Rolle?


    Mit freundlichen Grüßen

    Korrektur

    "Verschüllelungsschritte" ist nicht auf den Administrator gemünzt, sondern ein peinlicher Tippfehler meinerseits. ;-D


    Soll natürlich: "Verschüttelungsschritte" heißen. ;-)

    Ist heut' nicht mein Tag

    Zitat

    Die stoffliche "Verdünnung" ist sicherlich bei LM 30 kleiner als bei C 100

    Nicht kleiner, sondern größer natürlich. *auf_die_Birne_klopf*