Ich habe mir Johanniskraut gekauft – Dosierung?

    Hallo liebe Gemeinde,


    aufgrund der vielen Dinge, die in meinem Leben passiert sind, empfinde ich mich ab und an als leicht depressiv. Es gibt Momente, in denen ich mich an nichts erfreuen kann, alles ist nur schwer und macht Arbeit.


    Mein Hausarzt hat mir Johanniskraut als zunächst milderes Mittel empfohlen.


    Ich bin also los und habe mir Johanniskraut-Tee und Kapseln besorgt – Dosierung 500 mg/pro Kapsel. Ich würde also morgens und abends eine Tasse Tee trinken und dazu morgens und abends je eine Kapsel nehmen (wie in der Packungsbeilage beschrieben), aber ist das nicht ein wenig viel?


    Mir kommt das so viel vor.


    Habt ihr da Erfahrungen?


    Liebe Grüße


    Mintada

  • 25 Antworten

    Der Hausarzt meinst du? Nein, er sagte nur, dass ich es mal mit Johanniskraut versuchen könnte.


    In der Apotheke, in der ich die Präparate gekauft habe, sagte die Apothekerin, dass man JK nicht überdosieren könne, dass ich aber aufpassen müsse wegen der UV-Strahlung (ich gehe mal davon aus dass sie meinte, dass ich mich nicht in die Sonne stellen soll).


    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten fallen raus, da ich keine anderen Medikamente nehme.


    Sodann sagte sie mir, dass ich die Sachen dann bedenkenlos nehmen kann, weil es sonst keine Nebenwirkungen gebe.

    Nur ein Hinweis – Johanniskraut wechselwirkt vermutlich mit der Pille und anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Es gibt Studien dafür und dagegen, aber man geht ja kein Risiko ein. Wollte nur angemerkt haben @:)

    Hey,


    ich habe damit auch gerade angefangen und habe in geringerer Dosis als 1000mg/Tag gar nichts gespürt. Seitdem ich mit ärztlichem Rat hochdosiert habe auf 1800mg/Tag spüre ich den stimmungsaufhellenden Effekt.


    Der Extrakt ist ja auf pflanzlicher Basis, deshalb gibt es keine "reine Dosierung", der Gehalt an Hyperforin (der Stoff der die Wiederaufnahme von Serotonin hemmt, also die Konzentration im synaptischen Spalt erhöht) schwankt ohnehin und die Angabe x/mg bezieht sich auf ein statistisches Mittel. Zudem gibt es keinen toxischen Effekt bei einer Hochdosierung!


    Bei mir hat es stark appetitanregend gewirkt, ich habe vorher kaum etwas gegessen/essen können und brauche jetzt 3 warme Mahlzeiten am Tag. Der Funktionsmechanismus ist unbekannt, tja bei mir scheint es sich auf das Zentrum im Gehirn, was Appetit reguliert, auszuwirken!


    Berichte doch mal wie es bei dir gelaufen ist!

    Murtel


    Nein, zu früh aufgeben werde ich nicht. Ich denke mir, dass das nicht von heute auf Morgen geht. Es soll ja auch die Arbeit an den tiefliegenden Problemen nicht ersetzen, sondern einfach unterstützend wirken. Bei mir reicht wahrscheinlich schon der psychologische Effekt: Da nimmst du jetzt was, jetzt geht es bergauf. Wisst ihr, wie ich meine?


    Sollte ich nach ein paar Wochen keinen Effekt sehen, spreche ich nochmal mit dem HA wegen einer Erhöhung der Dosierung. Aber grundsätzlich kann ich meine vorgesehene Dosierung so nehmen, ohne dass mir was passiert. So verstehe ich das jetzt :)z

    Da hast du wohl Recht ;-)


    Na, dann kann ich ja Bedenkenlos morgen mit den Kapseln und dem Tee beginnen.


    Die Apothekerin meinte auch, dass JK nicht ohne ist, aber nicht wegen der derben Nebenwirkungen, sondern wegen der Wechselwirkungen mit Medikamenten und der Pille. Das fällt bei mir glücklicherweise ja alles weg.

    Johanniskraut braucht in der Regel mehrere Wochen, bis überhaupt eine Wirkung eintritt.


    Ich finde Neurexan oder Manuia wesentlich schneller wirkend.


    Außerdem immer dran denken:


    Den Arzt ein grünes Rezept aufschreiben lassen.


    Am Ende des Jahres zahlen viele Krankenkassen 100 € für naturheilkundliche Medis zurück. Man muß das nur beantragen.