Micha19

    Danke für Deine Angaben zur Ernährung! Ich möchte jetzt nicht auf weitere Details eingehen und es damit unnötig verkomplizieren. Ich kann wohl sicher voraussetzen, daß Du bei dieser bewußten Zusammenstellung auch die ausreichenden Mengen beachtest. Meine Überlegung hinsichtlich eines Nährstoffmangels hast Du damit ausreichend gut entkräftet.


    Laß mich ein paar weitere Gedankensplitter einwerfen zum Ablauf dieser vermeintlichen Kur. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht über den Zusammenhang zwischen Cholesterinsteinen und Verseifung? Es geht bei Verseifung um die Hydrolyse von Estern. Du führst Deinem Körper bei so einer Prozedur eine unüblich große Menge Öl zu. Das besteht aus Fettsäuren, die an Glycerin gebunden sind. Das sind Ester. Von der Menge her geht es weit über den natürlichen Bedarf des Körpers hinaus. Je besser Dein Stoffwechsel funktioniert, um so mehr vom Überfluß wird er also wieder ausscheiden.


    Könnte die abnehmende Menge der vermeintlichen Gallen- (oder Leber-) Steine auf den Beginn einer Stoffwechselstörung hindeuten? Ist er vielleicht einfach überfordert? Denn normalerweise lehnen wir instinktiv (=natürlich) solche Mengen Öl ab. Schmeckt es Dir einfach, oder mußt Du Dich überwinden oder es Dir schmackhaft bzw. erträglich machen?


    Ich würde deshalb die Ausscheidungen im Labor prüfen lassen. Obwohl ein MRT auch nach meiner Überzeugung ein sehr gutes Ergebnis liefern würde, käme es für mich aus rein finanziellen Gründen nicht in Frage. Durch die Arbeit in diesem Bereich kenne ich die Kosten nur zu gut. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer sich die Kassen mit der Bezahlung einer Untersuchung ohne entsprechende Vorbefunde tun. Die preiswertere labortechnische Untersuchung der Ausscheidungen würde in einem mir ausreichendem Maße klären, ob es sich dabei um Sedimente handelt, die bereits vor dieser Prozedur im Körper gebildet waren und dementsprechend sinnvoll ausgeschieden werden sollten, oder ob sie erst durch die Prozedur entstanden sind und diese eine überflüssige und eventuell sogar gefährliche Belastung des Stoffwechsels darstellt.

    Lancelot24

    Ich sehe noch keinen Widerspruch zur "Verseifungstheorie", die Chemiker ganz sicher fundiert und weitaus besser als ich darstellen können. Moritz' Stellungnahme interessiert mich. Denn nur die Tatsache, daß er darauf einging, löst meine Skepsis nicht auf. Meine Professoren haben mich gelehrt, selbst ihnen nicht blind zu glauben.


    Ich stelle nicht in Frage, daß jemand, der heilt, recht hat. Abgesehen von meiner Überzeugung, daß niemand einen anderen heilen kann, sondern immer nur sich selbst, geht es mir darum, ob es sich überhaupt um eine Heilung handelt oder nur die Vortäuschung einer Erkrankung, oder sogar deren mögliche Auslösung.

    Zitat

    Laß mich ein paar weitere Gedankensplitter einwerfen zum Ablauf dieser vermeintlichen Kur. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht über den Zusammenhang zwischen Cholesterinsteinen und Verseifung? Es geht bei Verseifung um die Hydrolyse von Estern. Du führst Deinem Körper bei so einer Prozedur eine unüblich große Menge Öl zu. Das besteht aus Fettsäuren, die an Glycerin gebunden sind. Das sind Ester. Von der Menge her geht es weit über den natürlichen Bedarf des Körpers hinaus. Je besser Dein Stoffwechsel funktioniert, um so mehr vom Überfluß wird er also wieder ausscheiden.


    Könnte die abnehmende Menge der vermeintlichen Gallen- (oder Leber-) Steine auf den Beginn einer Stoffwechselstörung hindeuten? Ist er vielleicht einfach überfordert? Denn normalerweise lehnen wir instinktiv (=natürlich) solche Mengen Öl ab. Schmeckt es Dir einfach, oder mußt Du Dich überwinden oder es Dir schmackhaft bzw. erträglich machen?

    Ich verstehe deine Gedankengänge nicht so ganz. Cholesterinsteine entstehen, wenn ein Überangebot von Cholesterin entsteht (also beispielsweise bei zu hohem Fettverzehr), oder aber ein Minderangebot an Gallensäure, welche ein Derivat von Cholesterin ist. Wenn man also Cholesterinsteine diagnostiziert, sollte man davon ausgehen, dass entweder eine Leberfunktionsstörung, welche die Umführung von Cholesterin zu Gallensäure behindert, oder eine schlichte Hypercholesterinämie vorliegt. Die Verseifung von Cholesterin findet im Körper überhaupt nicht statt, die Hydrolyse von Triglyceriden wird im Darm durch Enzyme katalysiert. Ein Zusammenhang zwischen einem Überangebot von Cholesterin und einem Unvermögen, Fett zu verseifen, halte ich daher für nicht sehr wahrscheinlich. Allerdings kann es sein, dass ich deine Argumentation falsch verstanden habe. Wäre das der Fall, bitte ich um Aufklärung ;-)

    Danke für die vielfältigen Hinweise. Leider kann ich hinsichtlich der Biochemie nicht mitreden.


    Daß ein Stoffwechselproblem für die allmähliche Verringerung der Steinmenge und -größe verantwortlich sein soll, kann ich mir nicht so richtig vorstellen, da alle mit bekannten Anwender von diesem Effekt brichteten. Oder erzeugt die Prozedur eine Stoffwechselstörung?


    Da auch ein negativer Einfluß auf den Organismus nicht auszuschließen ist, werde ich keine weiteren Reinigungen vornehmen, so lange ich nicht jemand mit plausieblen Argumenten vom Sinn der Übung überzeugt. Eine Laboranalyse ist somit vorerst nicht möglich, zumal damit auch nicht unbedingt inmitten der Darmsetiene Steine gefunden werden, die tatsächlich aus der Leber stammen.


    Auffällig war, daß meine Frau bei zeitgleich durchgeführten Reinigungen von der Größenordnung gleiche Steinmengen /-größen ausgeschieden hat wie ich.


    Das Trinken des Öl-Saft-Gemisches war für uns erträglich. Die Bittersalzlösung hingegen ist einfach abscheulich.


    Was mich wundert: Gibt es denn niemanden, wer den Sachverhalt mal ganz klar und widerspruchsfrei erläutern kann?

    (bei meinem vorhergehenden Beitrag hatte ich aus Versehen Absenden statt Vorschau gedrückt)


    Danke für die vielfältigen Hinweise. Leider kann ich hinsichtlich der Biochemie nicht mitreden.


    Daß ein Stoffwechselproblem für die allmähliche Verringerung der Steinmenge und -größe verantwortlich sein soll, kann ich mir nicht so richtig vorstellen, da alle mit bekannten Anwender von diesem Effekt berichteten. Oder könnte die Prozedur eine Stoffwechselstörung hervorrufen?


    Da auch ein negativer Einfluß auf den Organismus nicht auszuschließen ist, werde ich keine weiteren Reinigungen vornehmen, so lange mich nicht jemand mit plausiblen Argumenten vom Sinn der Übung überzeugt. Eine Laboranalyse ist somit vorerst nicht möglich, zumal damit auch nicht automatisch inmitten von vielen Darmsteinen vereinzelte Steine gefunden werden, die evtl. tatsächlich aus der Leber stammen.


    Auffällig war, daß meine Frau bei zeitgleich durchgeführten Reinigungen von der Größenordnung her gleiche Steinmengen /-größen ausgeschieden hat wie ich.


    Das Trinken des Öl-Saft-Gemisches war für uns erträglich. Die Bittersalzlösung hingegen ist einfach abscheulich.


    Was mich wundert: Gibt es denn niemanden, wer den Sachverhalt mal ganz klar und widerspruchsfrei erläutern kann?

    Im Jahr 2002 habe ich etliche Leberreinigungen mit Bittersalz, Olivenöl und Graipfruchtsaft durchgeführt. Dabei kam jedesmal eine Unmenge an weichen Steinchen heraus.


    Aber was ich bei einem Mal erlebte, war interessant:


    Etwa 3-4 Stunden später, nachdem ich die Öl/Saftmischung getrunken hatte, wurde mir (nur dieses eine Mal) mitten in der Nacht übel und ich erbrach das ganze Getränk. Zum Glück in eine vorher aus Sicherheitsgründen bereitgestellte Schüssel. Danach ärgerte ich mich, da ja nun alles oben heraus war und ich vermutlich am Morgen keine weichen Steinchen ausscheiden würde. Aber das Gegenteil war der Fall. So ergiebig und zahlreich (eine ganze Handvoll mit 1-2 cm großen Klümpchen) war bis dahin nie eine Reinigung verlaufen. Also hat der Öl/Saftdrink einfach etwas ausgelöst was in der Leber gewesen war. ???


    Eine mögliche Verseifung im Darm wäre durch das Erbrechen doch verhindert worden. Trotzdem hatte ich diese Klümpchen so zahlreich ausgeschieden.

    Mal so eine Frage am Rande,


    normalerweise dachte ich nie dran, so was zu benötigen, nur nach meinen Unfall und einen Dumpfbacken von Mediziner haben sich meine Leberwerte doch recht verschlechtert (GT 324). Und da sich die Werte in den letzten 6 Wochen nicht gebessert haben, meinte meine Ärtzin man könnte dies mit der Moritz Methode (abgwandelt) bessern.


    Nun nach welcher Methode hat ihr das gemacht, und muss das ganze wirklich 6 mal wiederholt werden (sind ja auch Kosten, da Igel Leistung).

    Untersucht ihr dann euren Stuhl?

    Großartig untersuchen braucht man da nichts. Mit dem Bittersalz am Abend führst du deinen kompletten Darminhalt ab. Was am Morgen (zumindest bei mir) rauskommt waren nur diese braunen und grünen Klümpchen.


    Ich habe die Leberreinigungen anschließend an das komplette Dr. Hulda Clark-Programm durchgeführt.


    Ich finde sie sehr günstig!


    Das Ornithin habe ich allerdings weggelassen und das Bittersalz in Wasser aufgelöst. (Nicht als Kapseln)

    Na Clark verwendet ebenfalls Bittersalz,


    und da bin ich eben ein wenig skeptisch, denn mit hohem Blutdruck, will ich nicht noch das schlucken, was den Blutdruck anhebt.


    Klar sei hier die Moritz Mehtode besser, aber leider auch mit Bittersalz, ich frage mich gibt es da keinen Ersatz.

    Zitat

    ich frage mich gibt es da keinen Ersatz.

    Die Ayurveden haben auch eine Leberreinigung. Man trinkt 6 Tage lang öl mit Kräutern. *würg* :(v


    Empfehlen kann ich es allerdings nicht, ich habe davon hohes Fieber und Durchfall gehabt und das war's. Besser hab ich mich nicht danach gefühlt und von Steinen oder Klümpchen keine rede.

    Zitat

    Die Ayurveden haben auch eine Leberreinigung. Man trinkt 6 Tage lang öl mit Kräutern. *würg* :(v

    Habe gerade mal danach gegoogelt, jedoch leider nichts vernüftiges gefunden. Gibt es Seiten, oder Bücher wo man sich darüber informieren kann.

    Zitat

    www.institut-ernaehrung-gesundheit.com/shop/info_hilfe-niere-leber-kaffee.php

    Der Link geht heute nicht mehr, gestern ging er noch. Doch da konnte ich das nur mal so überfliegen, war schon mal interesant, das zu lesen. Jedoch konnte ich daraus entnehmen, das dies mit Kaffeeeinläufen gemacht wird, und diese auch Entgiften (doch wie stark, im Vergleich zu Moritz).


    Gestern sprach ich mit meiner Ärtzin darüber, auch meine Bedenken, das ich nicht gerade zwei Tage auf meine Blutdrucksenker verzichten möchte, was ja mit dem Bittersalz der Fall wäre.

    Wenn man den Link als Suchbegriff in Google eingibt kann man über die Cache-Option von Google zumindest die Startseite noch lesen.


    also einfach nach


    "http://www.institut-ernaehrung-gesundheit.com/shop/info_hilfe-niere-leber-kaffee.php"


    in Google suchen und "Cache" anklicken.


    Dort erfährt man immerhin, dass hinter dem "Institut für Ernährung und Gesundheit" die "Life Power Ltd." steht -vergleichbar einer deutschen GmbH.


    Die Seite selbst ist auf den Britisch Virgin Islands auf einen Rechtsanwalt registriert der scheinbar auch einen gewissen Ruhm u.a. durch Gründung zahlreicher Briefkastenfirmen in Panama erworben hat.


    Da wünsche ich schon jetzt viel Spaß bei der Suche nach einem Verantwortlichen, falls der Kaffeeeinlauf "in die Hose geht" {:(


    Aber bestimmt trügt der äußere Schein und das ganze ist seriös...


    Den Erfinder der Methode (Dr. Max Gerson) war sogar der Meinung mit der Methode Krebs vorbeugen zu können – Belege gibt es dazu natürlich wie üblich nicht aber immerhin glaubt sogar Prinz Charles daran.


    Ganz wichtig auch der Hinweis von "Life Power Ltd."


    "...Die Herbizide und Pestizide, die in kommerziell angebautem Kaffee vorkommen könnten die Leber schädigen, wenn er in einem Kaffee-Einlauf verwendet wird...."


    Wird wohl nur etwas schwierig, hierzulande Kaffee zu besorgen der nicht kommerziell angebaut wurde...

    @ Hoppelfuss:

    Weiß man den welche Gifte durch die Kaffeeeinläufe entgiftet werden?

    Zitat

    Weiß man den welche Gifte durch die Kaffeeeinläufe entgiftet werden?

    Nö, deswegen frag ich nach der besten Wirkung, mit dem wenigsten Aufwand.


    Also meine Hausärztin findet die Mortiz Mehtode, in Verbindung mit CHT, als eine gute Lösung, und damit hätte sie schon gute Erfolge zu verbuchen.


    Nun solange ich jetzt über die Kaffeespielchen nichts richtiges zum nachzulesen finde, oder Berichte von Leuten wo es wirklich eine Verbesserung der Blutwerte zu Folge hatte, so lange hab ich kein Bedürfnis das an mir auzuprobieren zu lassen.


    Nur finde ich die Sache mit Moritz und co, auch nicht gerade toll, denn zwei Tage ohne Blutdrucksenker und noch auch einige nicht so prickelnde Dinge, das ist auch nicht mein Ding.

    Zitat

    Da wünsche ich schon jetzt viel Spaß bei der Suche nach einem Verantwortlichen, falls der Kaffeeeinlauf "in die Hose geht" {:(

    So was werde ich nie in Eigenversuchen probieren, soory dafür hab ich eine Ärztin, welche Naturheilkunde mit anbietet, und im Klartext, sie hat sich weder dafür noch dagegen ausgesprochen, da sie wortwörtlich damit keine Erfahrung gesammelt hat.


    Ich habe durch die Schulchemie innerhalb von nicht mal einem halben Jahr, meine Leber vergiftet, und jetzt wo das Kind im Brunnen liegt, weis die Schulmedizin nicht mehr weiter, ausser abwarten und Teetrinken (ja selbst mein geliebtes Feierabendbierchen ist jetzt nicht mehr).


    So und nun bin ich am abwägen, was ist einigermaßen Verträglich, ohne das es zu Fulltimebeschäftigung wird.

    Zitat

    Habe gerade mal danach gegoogelt, jedoch leider nichts vernüftiges gefunden. Gibt es Seiten, oder Bücher wo man sich darüber informieren kann.

    Weiss ich leider nicht Hoppelfuss. Ich hab das in Indien gemacht, beim Ayurveden. Einmal und nie wieder. Aber es gibt sicher viele Bücher und Seiten. Hast du mal mit "liver cleansing" gegoogelt?


    Hab auch eine Sinusreinigung gemacht, war genauso eine Geldverschwendung, da meine Beschwerden danach auch nicht weg waren. %-|

    Ok Remu-la,


    jetzt habe ich noch ein paar HP´s telefonisch nach der Ayurvedens Methode befragt, alle sagten einheitlich, es ist Quatsch (und hat wirklich nur mit Glauben zu tun). Somit scheidet die Methode mal komplett aus. So bleiben nur noch die zwei Methoden über, welche ich nicht so prickelnd finde.


    Na jetzt warte ich mal bis zum nächsten Termin, morgen bei meiner Hausärztin ab, um so abzuwägen was wirklich sinnvol ist.

    Hoppelfuss, wenn du schlechte Leberwerte hast solltest du Mariendistel nehmen. Das wird sowohl von HP's als auch von allopathichen Ärzten eingesetzt wenn die Leber geschädigt ist und hilft ihr sich zu regenerieren. Ich weiss ja nicht wie schlecht deine Leberwerte sind, aber die Leber kann sich ganz gut selber helfen. Vielleicht machst du dir zu viele Sorgen. Alles GUte! @:)