Studiengebühren sind kein Klacks. Es wird oft übersehen, das der Staat ne Menge Geld investiert um die Unis zu erhalten.


    Bevor jetzt deswegen wieder auf Studenten rumgehackt wird, die meisten Heilpraktiker haben ja vorher auch noch eine Ausbildung gemacht, die auch vom Staat finanziert wurde.

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    ...dass in der Historie der Schulmedizin viele Irrtümer entstanden sind.

    naund??? Alles unterliegt Irrungen und Wirrungen, das ist doch nichts neues. Nur in der Wissenschaft sortiert man eben alles ungeeignete aus. Alles, was auf Behauptungen basiert, geht über Bord. Ich sage es nochmal, Lichtwesen: Dinge müssen verifizierbar sein. Wenn so zu einem hohem Prozentsatz unter ähnlichen Umständen ähnlich finktionieren, dann gilt das als bestätigt.


    Was nicht bestätigt wird, gilt als falsch. Wer nun das als falsch aussortierte benutzt, um eine Lehre aufzubauen, muß sich nicht wundern, wen er keine Anerkennung bekommt. Das gilt in der wissenschaft deswegen, damit objektive, qulitätssichernde Regeln möglich sind. Alles andere ist Chaos und Willkür. Nicht nur in der Medizin gilt das, auch in anderen Gebieten.

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    ... Vermutungen einer Erkrankung einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 20-25 Jahren. Dann poppt wieder eine neue Theorie auf und alles "Alte" gerät in Vergessenheit.

    Das ist leicht überteiben. KLar, falsches wird ausgesondert und richiges aufgenommen. aber es kommt ja nun nicht immer grundsätzlich neuse, also anderes auf. Der weitaus größte Teil des Neuen stellt Präzisierungen des alten dar, tiefergehende Einsichten.


    Der größte Teil des Wissenszuwachses kommt durch die Methoden der Mikrobiologie und Gentechnik dazu. Und große Umstürze alter Erkenntnisse sind selten. In den meisten Fällen versteht man durch neues Wissen eigentlich allbekanntes nur besser, kann es besser kalkulieren.

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    Schaut man sich die Geschichte der Medizin an, dann beginnt sie nicht erst mit Robert Koch, Sauerbruch, Mikolitsch usw... sondern hat ihren Ursprung u.a. in der Phytotherapie,...

    ach den Ursprung kann man festlegen wo man will. Schau lieber mal auf die rasante gegenwärtige entwicklung, die sich in aller Stille in den Labors vollzieht. Diese führt in der Zukunft zu immer besseren Medikamenten, verträglicher und mit weniger Nebenwirkungen. Das Ziel sind maßgeschneiderte Pharmaka, die alters-, geschlechts- und ethnienspezifisch sind. Gut, das dauert noch ein bischen aber der Weg dahin zeichnet sich bereits ab.


    Lichtwesen und auch anderen kann ich nwärmsten empfehlen, mal Tag e der offenen Tür in Mikrobiologischen Instituten zu nutzen und sich mal gründlich umzusehen. Mir scheint da ein großer Nachholebedarf offen zu sein.


    Hihi ich brauch das nicht, hab eigne besondere Beziehungen dahin, die mir ein weitgehend objektives Bild vermitteln.

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    Gerade die Phytotherapie, die auch von der Komplementärmedizin angewendet wird, hat ihren Platz in der Schulmedizin gefunden. Wie läßt sich sonst die Anwendung der Mistel, des Spitzwegerichs, des Eisenkrautes, des Lungenkrautes, der Rosskastanie usw in der Schulmedizin erklären?

    Also zuerst war die Phytotherapie, dann kam die Wissenschaftsmedizin und hat deren Wirkprinzipien aufgklärt und alles geeignete aufgenommen. Die Komplementätmedizin mit dieser Bezeichnung kam später und hat natürlich auch die Phytomedizin mitgenutzt. So rum wird ein Schuh draus.


    Sieh mal weiter vorn, da hab ich schon drüber geschrieben.


    Nun frage ich mich, was da noch die Wissenschaftsmedizin profitieren soll? Die wirksamen Phytopharmaka und Heilprinzipien gehören ja eh schon dazu. Alles andere ist ausgesondert worden, weil man eben nicht davon profitieren konnte.


    Falls nun die Frage auftaucht: Warum nutzt man nicht wenigstens den Placeboeffekt, auf dem ja nach Meinung der Medizin die alternativen Verfahren beruhen sollen? Sicher, man könnte den nutzen. aber erstens müßte klar sein, unter welchen Umständen der mit hoher Wahrscheinlichkeit hervorzurufen ginge. Am Beispiel der Scheinoperationen wurde das gezeigt.


    Vermutlich würde, wenn man die alternativen Verfahren von ihrem mystischen Brimborium entkleiden würde dieser nicht zuverlässig auftreten. Ich wills mal ironisch sagen, nur als Vergleich: wenn nicht ein wenig aromatischer Rauch zu schnuppern ist, nicht ein paar Knochen klappern würden, der Schamane nicht ein paar von Singsang begleite Tanzschritte durch das mystische Ambiente machen würde, würde niemand die ganze Sache glauben und damit die Wirkung nicht eintreten.


    Genau das ist der Punkt bei der seriösen Anwendung in der Medizin. dies hat eben nicht das mystische Showambiente. Um eine vergleichbare Placebowirkung auf wissenschaftlicher Ebene hervorzurufen und diese nutzen zu können, ist wahrscheinlich noch viel psychologische Forschung gefragt. Natürlich müssen dann auch einer dementsprechenden Behandlung die Mittel bereit sein.

    Thor...

    also wäre ein Heilpraktiker, der sich auf Phytotherapie konzentriert, in deinen Augen eher "kompetent"? ;-)


    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass einige meinen, dass jede/r Heilpraktiker/in erstmal mit einem Trommeltanz und Rauchopfer seine "Behandlungszeremonie" beginnt... ;-)


    Liebe Grüße

    Der Placebo ist meiner Meinung nach das am meisten unterschätzte und zu Unrecht stiefmütterlich behandelte Heilmittel überhaupt. Ich bin auch der Meinung, dass viele alternativmedizinische Verfahren sich zu einem großen Teil den Placebo-Effekt zunutze machen, oder vornehmer ausgedrückt, die "Selbstheilungskräfte" aktivieren. Nur, ich verstehe nicht, warum das so herablassend behandelt wird, was ist denn daran verkehrt? Die Wissenschaftsmedizin kann doch ebenfalls den Einfluss, den die Stärke oder Schwäche der Selbstheilungsfähigkeit hat, nicht ausschalten, und ist das denn überhaupt wünschenswert? Ich finde, es gibt keinen Grund, ein Verfahren, dass in der Lage ist, gezielt Selbstheilungskräfte zu aktivieren, zu diskreditieren, ob das nun mit Trommeltänzen geschieht oder anders. Das Problem scheint mir eher zu sein, an Trommeltänzen verdient keiner in der Pharmaindustrie.

    Zitat

    Nur, ich verstehe nicht, warum das so herablassend behandelt wird, was ist denn daran verkehrt?

    Ich seh darin kein Problem. Allerdings muss man sich mal in die Heilpraktiker hineinversetzen. Das würde bedeuten, dass alles, was sie gelernt haben nur dem Placebo-Effekt untergeordnet ist. Da könnte man praktisch lernen, was man will. Und zum Beispiel irgendwelche Heilmassagen erfinden.


    Und nochmal. AN ALLE HEILPRAKTIKER!


    Wieso wollt ihr darauf denn nicht eingehen?


    Was könnt ihr hiermit anfangen? Seid ihr in der Lage den Text zu verstehen und könnt Schlüsse daraus ziehen?


    http://www.medi-learn.de/mediz…en/showthread.php?t=21199

    Zitat

    Das würde bedeuten, dass alles, was sie gelernt haben nur dem Placebo-Effekt untergeordnet ist. Da könnte man praktisch lernen, was man will.

    Dem letzteren stimme ich nicht zu. Denn ganz offensichtlich ist es doch so, dass dies bei einigen Verfahren besser als bei anderen funktioniert. Vielleicht gibt es ja Gründe, warum diese Verfahren besonders effektiv sind und die Selbstheilungskräfte in bestimmtem Umfang sogar steuern können, auf eine Weise, die man eben noch nicht versteht.

    Ja die Kriterien sind:


    Möglichst wenig Schmerz für den Patienten


    Vertrauen zum Therapeut


    Charakterliche Faktoren (Intelligenz, Lebenseinstellung, Gemütszustand)


    Berichte von Verwandten und Freunden und Medien


    und noch vieles mehr, aber ich denke, dass es in diese Richtung geht.

    Das ist alles viel zu vage, demolant. Beispielsweise habe ich von Studien über Placebos gehört, nach denen bereits die Form und Farbe der Tabletten einen Einfluss darauf haben, bei welchen Beschwerden die Placebotablette besser wirkt.


    Jedenfalls ist es für mich gut vorstellbar, dass bestimmte Naturvölker, oder auch die Asiaten, in jahrhundertelangen Trial-and-Error-Prozessen zu einem besseren Verständnis dieser Faktoren gekommen sind.

    Ich will damit ausdrücken, dass es eben ganz und gar nicht egal ist, was man da lernt. Um beim Beispiel eines Tablettenplacebo zu bleiben, muss man im Unterschied zu einer "normalen" Tablette nicht lernen, wie die richtige Zusammensetzung ist, sondern man muss lernen, wie die Tablette auszusehen hat, damit sie bestmöglich wirkt. Bei anderen Verfahren ist es vermutlich ähnlich. Man muss sehr wohl ganz bestimmte Dinge lernen, und offenbar nicht wenige, damit man einen ganz bestimmten Plazebo-Effekt erzielt.

    Lichtwesen

    in einer mündlichen Prüfung kann jeder (!) "hinausgeprüft" werden, es dürfte kein Problem sein, einen auch vielseits beschlagenen Arzt dabei ganz alt aussehen zu lassen! Insofern ist es erheblich besser, dort ganz bescheiden aufzutreten (nicht mit gesenktem Kopf oder hängenden Schultern, nur bescheiden); den Prüfern möglichst nicht widersprechen, sondern nur dein Wissen klar und verständlich zum Ausdruck bringen, lieber auch mal zu einer Lücke stehen, als um den heissen Brei herumzureden. Der persönliche Eindruck ist die halbe Miete! Sollte es dennoch nicht klappen: s. o., es muss nicht unbedingt an dir liegen. Im übrigen :alles Gute!


    Grüsse vom Maasai

    Lichtwesen

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    also wäre ein Heilpraktiker, der sich auf Phytotherapie konzentriert, in deinen Augen eher "kompetent"?

    wenn sich diese Wirkung objektivieren läßt und mehr Nutzen als Schaden bringt (den du weißt ja, rein pflanzlich heißt ja nicht unbedingt nebenwirkungsfrei), kann man das schon so sagen.


    Den Trommeltanz hab ich als Beispiel zur Verdeutlichung gewählt, denn dir ist sicher klar, daß ja auch Schamanismus u.ä. auch zur alternativen Richtung zählt. Sicher hat diese spezielle Richtung nichts mit Homöpathie zu tun aber die Erzielung des Placeboeffektes durch einen Medizinmann ist schon eindrucksvoll.


    Und wir wollen mal nicht vergessen, warum ausgerechnet die angeblich chinesischen Heilmethoden so hoch im Kurs stehen. Das Asiatische Flair, was die Methoden und Bezeichnungen (oh die Sache mit den Bezeichnungen hattn wa doch schon ma...:-) verströmen hat die gleiche Aufgabe und Effekt wie der indianische Trommeltanz. Also Ähnlichkeiten sind schon vorhanden und ganz bestimmt nicht zufällig, Lichtwesen.


    Es gilt voll der alte Spruch: der Mensch will betrogen werden, also betrügen wir ihn.Betrügen steht hier für beeindrucken bzw. Hervorrufen der Placebowirkung.

    @Lyta

    du hast schon recht, daß Placebos eine patientenschonende Methode oder Mittel sein können. Und das nutzt man ja auch bereits. Das Beispiel mit der Pillenfarbe kam ja schon.


    Ein anderes wäre eine gute begleitende Psychotherapie.


    Bloß..... wenn doch die ganze Psychosache nicht so einen anstößigen Geruch hätte! Gib zu, es klingt in den Ohren der meisten Menschen besser, wenn sie bei einem HP placebiod behandelt werden als wenn sie sich bei einem Psychologen auf die Couch lägen (puh, als ob das noch so wäre...). Psychisch hat man doch nix, braucht doch keinen Psychologen ... iiiih pfui. So denken doch viele. Und in der normalen Praxis hat der Arzt keine Zeit, doch halt, er hätte sie, nur die Kassen knausern das eben weg, wie jeder weiß.

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    Denn ganz offensichtlich ist es doch so, dass dies bei einigen Verfahren besser als bei anderen funktioniert.

    ja, aber warum? Meine Meinung ist die, daß es Menschen gibt die die eine Methode und dann wieder andere die andere Methode gut rüberbringen, genauso wie im ganz normalen Berufsleben. Der eine hat eben Hände, die die Frauen faszinieren ;-) Der erzählt eben überzeugend, daß er Heilenergien übertragen kann. Der andere wiederum kann sich die zighundert Homöopathika gut merken und praktiziert eben damit. Ein weiterer hat das indische Aussehen und erzählt was über gelebte Leben und was da alles rüberstrahlt oder was weiß ich.


    In der Beziehung geb ich zu, daß da Arztpraxen und noch viel mehr Krankenhäuser sehr sehr steril wirken. Ein gutes Ambiente könnte da auch viel positives bewirken.

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    Jedenfalls ist es für mich gut vorstellbar, dass bestimmte Naturvölker, oder auch die Asiaten, in jahrhundertelangen Trial-and-Error-Prozessen zu einem besseren Verständnis dieser Faktoren gekommen sind

    so denke ich auch.


    Mit viel größerem Aufwand ist das in der Pharmaindustrie auch so aber nicht ausschließlich.Hier versucht man auch den Wirkmechanismus auf molekularer Ebene zu finden. Und Wirkmechanismus heißt nicht nur, die chemische Bindung im einfachen Falle, wie wir sie aus der Schule kennen. Das heißt zunehmend, daß die räumliche Struktur von körpereigenen Molekülen, die krank aber auch gesund machen können, aufgefunden werden muß. Zu dieser Struktur sucht man dann Wirkstoffmoleküle, die wie ein Schlüssel passen müssen und an der richtigen Stellen andocken.


    Tja und wenn nun noch die Form der Pille optimiert wird und der Arzt richtig empathisch rüberkommt, dann sollte nicht mehr viel schief gehen ;-);-)

    grüß dich, demolant

    Ich hab mich hier schon mal gemeldet, als Maulwurf. Aber nur ganz kurz.

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    Schulmediziner vs. Heilpraktiker

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    Mich interessiert die Frage schon länger. Zu wem würdet ihr gehen oder wer ist besser?


    Das soll keine Diskussion über Alternativmedizin gegen Schulmedizin werden.

    Soso. Warum widersprichst du dir denn schon im Eingangsstatement?

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    Nein, aber ich wurde von einer Krankheit geheilt (laut Definition noch nicht), die mir den Tod gebracht hätte. Aus diesem Grund bin ich den Ärzten recht dankbar.

    Wie kommst du von da auf die Heilpraktiker? Ich versteh den Ausgangspunkt nicht ganz.


    War denn einer an deiner Heilung beteiligt ???


    MfG,

    Ich grüße auch dich!

    Ich widerspreche mir doch nicht, wenn es mir um die Ärzte und die Heilpraktiker geht und nicht um die Medizin an sich. Mir geht es primär um die Ausbildung der beiden und ob ein Heilpraktiker mit einer Wochenendausbildung wirklich praktizieren sollte.


    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du genau mit dem Beitrag erreichen willst. Hier ist ja bereits eine interessante Diskussion im Gange. Und du scheinst bis jetzt die Einzige zu sein, die ein Problem mit meinem Eingangsposting hat.


    An meiner Heilung war kein Heilpraktiker beteiligt.


    Ich wollte nur die Schulmediziner indirekt loben.