@Thor

    In diesem Punkt sind wir einer Meinung! Ich ganz persönlich kann nichts mit "Trommeln & Co." etwas anfangen. Und was die Anwendung der Phytotherapie anbelangt, achtet jeder verantwortungsvolle HP und Mediziner auf die Nebenwirkungen. Fachliteratur darüber gibt es ausreichend genug! ;-) Im übrigen gibt es auch entsprechend gute Hinweise über Nebenwirkungen in der Erfahrungsheilkunde... ;-)


    Was die Wirkung der Homöopathie anbelangt, habe ich meine ganz eigenen positiven Erfahrungen gemacht und wenn es sich auch nicht verifizieren läßt, dann glaube ich dennoch daran. Höchstwahrscheinlich liegt das Problem der Verifizierung darin, dass die Homöopathie nicht "allgemein" arbeitet, sondern auf die individuellen Gegebenheiten. Und diese lassen sich nicht verifizieren.


    In diesem Zusammenhang fällt mir gerade etwas ein: es bezieht sich auf die Tests vor Einführung von Medikamenten. Im Rahmen von Schmerzmittel waren die meisten Probanten Männer. Irgendwann kam dann in der regulären Anwendung (nach Beendigung der klinischen Studie und der Zulassung als Arznei) heraus, dass die Mittel bei Frauen ganz anders wirken. Nur wußte man nicht warum, bis man herausfand, dass das Mittel nur an Männern getestet worden war.


    Soviel zur Verifizierung... ;-)


    Nota Bene: Die Homöopathie beachtet solche "Unterscheidungen" schon von Anfang an - und gilt als "nicht verifizierbar"??? Wenn die Pharmaindustrie auf diesem Auge blind ist....


    Hier entsprechende Links:


    http://www.wdr.de/tv/service/g…inhalt/20040503/b_1.phtml


    http://petri-apotheke-olching.…kamente/medgeschlecht.htm


    http://www.br-online.de/umwelt…hlechtermedizin/index.xml


    Liebe Grüße *:)

    @Demolant

    aus deinem Link:

    Zitat

    also eine etwa 55jährige adipöse patientin (aus rußland eingewandert) leidet seit etwa 3 monaten an zunehmender schäche und müdikeit, intermittierendem fieber, nachtschweiß. zusätzlich gibt sie an, dass sie in letzter zeit zunehmend hustet mit blutigem auswurf.

    blutiger Husenauswurf, Nachtschweiß, zunehmende Schwäche... Patientin aus Russland eingewandert...


    Ich würde hier allein aus der Schilderung die Verdachtsdiagnose "offene TB" stellen, die Patientin entsprechend untersuchen und die Patienten in die nächste Klinik einweisen lassen, zur weiteren Abklärung, mit entsprechender &paralleler namentlicher Meldung entsprechend §6 IfSG an das Gesundheitsamt. Dann anschließend prophylaktisch meinen Behandlungsraum desinfizieren und sterilisieren lassen.


    Reicht dir die Antwort?

    Thor:

    Zitat

    Ein anderes wäre eine gute begleitende Psychotherapie.


    Bloß... wenn doch die ganze Psychosache nicht so einen anstößigen Geruch hätte! Gib zu, es klingt in den Ohren der meisten Menschen besser, wenn sie bei einem HP placebiod behandelt werden als wenn sie sich bei einem Psychologen auf die Couch lägen (puh, als ob das noch so wäre...). Psychisch hat man doch nix, braucht doch keinen Psychologen... iiiih pfui.

    Das ist das eine Problem - die Stigmatisierung psychischer Krankheiten, auch noch heute. Hinzu kommt aber auch noch, die Verhaltenstherapie kuriert bestenfalls Symptome, und die Psychoanalyse ist einfach nicht effektiv. Die Leute verstehen hervorragend, warum es ihnen schlecht geht, aber leider hilft es ihnen oftmals nicht.

    Zitat

    ja, aber warum? Meine Meinung ist die, daß es Menschen gibt die die eine Methode und dann wieder andere die andere Methode gut rüberbringen, genauso wie im ganz normalen Berufsleben.

    ich glaube nicht, dass es ausschließlich am Behandelnden liegt. Dann dürften Dinge wie Pillenfarben keinen Unterschied machen. Es muss irgendwelche grundlegenden Dinge geben, die die eine Methode bei bestimmten Beschwerden wirksamer machen, und die andere nicht.

    Zitat

    so denke ich auch.


    Mit viel größerem Aufwand ist das in der Pharmaindustrie auch so aber nicht ausschließlich. Hier versucht man auch den Wirkmechanismus auf molekularer Ebene zu finden. Und Wirkmechanismus heißt nicht nur, die chemische Bindung im einfachen Falle, wie wir sie aus der Schule kennen. Das heißt zunehmend, daß die räumliche Struktur von körpereigenen Molekülen, die krank aber auch gesund machen können, aufgefunden werden muß. Zu dieser Struktur sucht man dann Wirkstoffmoleküle, die wie ein Schlüssel passen müssen und an der richtigen Stellen andocken.


    Tja und wenn nun noch die Form der Pille optimiert wird und der Arzt richtig empathisch rüberkommt, dann sollte nicht mehr viel schief gehen

    Psychosomatische Erkrankungen entstehen nicht wegen krankmachender Moleküle. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die psychische Problematik sorgt erst dafür, dass das krankmachende Molekül nicht vom körpereigenen Abwehrsystem eliminiert wird. Die Wirkung der Psyche ist nicht chemisch nachzukonstruieren. Das ist m.E. der Knackpunkt. Warum sonst sollte bspw. autogenes Training wirken? Die Asiaten sind seit Jahrtausenden dabei, durch Beobachtung diese Verfahren zu optimieren. Im Westen ist man damit vergleichsweise ganz am Anfang.


    Was die Geschichte mit dem Trommeln etc. angelangt, ist meine ganz persönliche Vermutung, dass die Heilungseffekte darauf basieren, dass der Patient in einen anderen EEG-Zustand, den Theta-Zustand, versetzt wird, in dem die Selbstheilungskräfte gesteigert werden. Deshalb sind diese Verfahren erfolgreich.


    Mit "richtig empathisch rüberkommen" allein erreicht man das nicht.


    Lichtwesen: Es tut mir leid, dass du mit "Trommeln und Co." nichts anfangen kannst. Ich persönlich bin davon abgekommen, irgendein Verfahren abzustempeln, weil seine äußere Erscheinungsform sonderbar ist. Nur allzuoft hat sich bei ein wenig Recherche herausgestellt (siehe Gehirnwellen), dass die Wirkung durchaus plausibel begründbar ist.

    Lyta...

    ich hatte geschrieben, dass ICH damit nicht klar komme. Wenn es andere machen, dann ist es okay. ;-) Aber es ist nicht meine Welt, dazu hat mich meine Familie zu sehr geprägt.


    Ich bin nicht esotherisch orientiert. ;-)

    @ Mirisfad

    http://www.paracelsus.de/


    Habe gleich den ersten Link angeklickt und siehe da:

    Zitat

    Wochenendstudium


    In der Regel an Wochenenden (Sa. von 9-14 Uhr und So. von 10-15:30 Uhr) wird dieses Studium durchgeführt, dazu an 36 Abendseminaren wochentags. Die Studiendauer beträgt 2 Jahre. So ist die Ausbildung ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit möglich. Diese Studienform erfordert außerdem ca. 10 Stunden wöchentlich zur Wiederholung und Vertiefung zu Hause, wobei das Video-/DVD-Programm von ausgesprochen hohem Nutzen ist. Insgesamt werden rund 1.000 UStd. angeboten.

    Ich habe mich, wie man sieht, bereits informiert.

    @ lunacy lunacy

    Das war wirklich nicht böse gemeint. Ich wollte doch nur zurück grüßen.

    @ Lichtwesen

    Ich finde gut, dass ihr dahingehend ausgebildet werdet, wann der Arzt ran muss und dass ihr auch ne Ahnung davon habt, was das sein könnte.


    Aber du musst zugeben, dass das Wissen eines Arztes, das eines Heilpraktikers übersteigt.


    Im wissenschaftlichen Sinn!

    Demolant

    nein! Darin widerspreche ich dir.


    Es gibt viele HPs, die gerne mehr machen würden wollen.. aber wir DÜRFEN es nicht!


    Und - bitte, welcher Arzt legt heute noch eigene Kulturen an? Wir lernen auch, Röntgenbilder & Blutwerte zu lesen... wir müssen alle Infektionskrankheiten aus dem ff kennen, weil wir per Gesetz dazu verpflichtet sind, manche schon allein bei Verdacht (s. TB-Fall!) zu melden. Unterlassen wir das, dann verlieren wir unsere Zulassung. In diesem Punkt haben wir es schwerer als Ärzte, denn (eine Krähe hackt eine anderen nicht die Augen aus) sie werden sich auf die unterschiedlichsten Ansätze und Theorien berufen.

    @ Lichtwesen

    Jedoch nicht so ausgeprägt. Dann sag mir doch mal bitte woran es liegt, dass ein Arzt 11 Jahre lernt und der Heilpraktiker knapp ein viertel der Zeit am Wochenende (ich weiß, extrem formuliert und ganz so ist es nicht).


    Glaubst du , dass die Ärzte irgendwelche komischen Dinge lernen, die nix mit Medizin zu tun haben?


    Es muss also einen Unterschied geben. Wo liegt der denn deiner Meinung nach? Fühlt ihr euch eigentlich den Ärzten überlegen?

    Noch was.


    Das bedeutet, dass ihr bei 10 stündiger wöchentlicher Wiederholung + 10.5 stündigem Unterricht meint, dass ihr so viel wüsstet wie ein Arzt.


    Das macht 20.5 Stunden in der Woche. Ein Arzt bringt mindestens das doppelte pro Woche auf und macht dies 9 Jahre länger. Das Physikum dauert so lange, wie die Heilpraktiker Ausbildung.


    Versteht ihr was ich meine? Da kann etwas nicht stimmen.

    Okay...

    wir sind gehalten, uns regelmäßig weiterzubilden. Alle Weiterbildungsmaßnahmen, die wir in Anspruch nehmen, müssen wir voll bezahlen.


    Allerdings - alles ist abhängig von der Richtung, die ein HP hier in Deutschland einschlägt. Ich weiß, welche Bereiche ich später praktizieren werde. Beide Bereiche verlangen von mir, dass ich mich über alles NEUE auf dem Laufenden halte. Ich muss publizieren, ich muss mich der Kritik der Kollegen stellen und ich muss - nein!!!- will meinen Patienten gegenüber qualifiziert sein!


    Ich hatte lange im KH gelegen und bin dort so manchem Ar*** von Arzt begegnet. Die Frage "na, wie geht es UNS denn heute?" war dabei eine der harmlosesten Fragen. Nur EIN "Betreuer", seines Zeichens ZIVI, erkannte, dass meine Lagerung im Bett eine massive Folge haben würde und griff sofort ein! Zu diesem Zeitpunkt lag ich schon einige Wochen auf der Station und hatte jeden Tag CHEFVISITE. Was mir dabei aber passierte, das will ich lieber nicht erzählen, denn das war ein absolutes Armutszeugnis für die gesamte Ärzteschaft!


    Manche Schäden.. ne, eigentlich alle, die ich habe, .. habe ich den Ärzten zu verdanken! Ein persischer Arzt versuchte einzugreifen und wurde von seinen sog. Kollegen "weggebissen". Hätte man mich nach seiner Empfehlung damals behandelt, wären mir mindestens 6 (wenn nicht sogar mehr) OPs erspart worden!


    Über die "qualifizierten" Ärzte, die ich wg. meiner Endometriose um Hilfe rief, hatte ich mich vor Monaten schon ausgelassen.


    Wenn ich also auf meine Erfahrungen mit der Ärzteschaft zurückblicke, dann hatte ich es bis auf eine Ausnahme durchweg mit absoluten Nieten und Är*** zu tun! Zu dieser Kategorie rechne ich neben Gynäkologen auch Orthopäden...


    Ich komme aus einer alteingesessenen und vielleicht auch bekannten Ärzte"sippschaft". "Heilen!" ist das uneingeschränkte Motto unserer Familie. Von daher weiß ich, welche Verantwortung ein Heiler, was auch ein Arzt sein sollte, gegenüber seinem Patienten hat! Ich glaube, ich gehöre zu den wenigen Patienten, die Arztpraxen "aufgeräumt" haben, denn ich habe einen Mund, aus dem ich das Wort "NEIN, NICHT MIT MIR!" sprechen kann!


    Bis jetzt habe ich nur einen einzigen Arzt kennengelernt (er ist leider inzwischen tot!), der wirklich gut war!


    Demolant, vielleicht solltest du also einfach mal aufhören, alle HPs über einen Kamm zu scheren! Denn unter uns (künftigen) gibt es einige, die wirklich gut sind und auch in sehr guten Richtungen praktizieren!

    Re: Zur Eingangsfrage

    Zweifellos verfügen Ärzte im Vergleich zu Heilpraktikern über die umfangreichere Ausbildung auf dem Gebiet der wissenschaftlich anerkannten Medizin. Beide Berufsgruppen sind in dieser Hinsicht nicht miteinander vergleichbar. Will sagen: Ein Heilpraktiker ersetzt keinen Arzt.


    Das sagt allerdings wenig über individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen aus. Im Ausnahmefall ist der Patient beim Heilpraktiker besser aufgehoben.


    Inwieweit z.B. einem "austherapierten" Krebspatienten, der seine letzte Zuflucht beim Heilpraktiker sucht (natürlich nicht irgendeinen), geholfen werden kann, hängt von vielerlei Faktoren ab. Einige davon sind rational erfaßbar, (z.B. das Stadium des Krebsbefalls) andere wiederum nicht (globaler Immunstatus).


    Auch die Onkologie hat in den letzten zwanzig Jahren an Erkenntnissen gewonnen und dementsprechend ihre Methoden verfeinert. Und doch hat sie es vermieden, wichtigen Hinweisen vergangener Forschung (Enderlein u.a.) nachzugehen, die den Einfluß des pH-Wertes im Gewebe auf das Wachstum von Krebszellen zur Diskussion stellen. Obwohl es sich hier teilweise um Erkenntnisse handelt, die in Fachkreisen heftig umstritten sind, konnte Enderlein ebenso wenig widerlegt werden. Mir jedenfalls ist keine Paper bekannt, die Enderleins These falsifiziert. Dieses, milde ausgedrücht, halbherzige im Sande verlaufen lassen einer Erfolg versprechenden Idee, illustriert aus meiner Sicht ein dunkles Kapitel der Schulmedizin. Es tut mir Leid, das sagen zu müssen.


    Genau hier aber setzt der verantwortungsvolle informierte Heilpraktiker an: Sein alternatives Konzept zielt auf eine Entsäuerung des Gewebes ab. Und in der Tat konnte in bestimmten Fällen (nicht in allen, denn so einfach ist es nun auch wieder nicht) das Wachstum von Primärtumoren zum Stillstand gebracht werden. Vorausgesetzt, der Patient wurde in den Prozeß aktiv integriert.