re

    Hallo :-)


    Lichtwesen schrieb:

    Zitat

    Zu diesem Zeitpunkt lag ich schon einige Wochen auf der Station und hatte jeden Tag CHEFVISITE. Was mir dabei aber passierte, das will ich lieber nicht erzählen, denn das war ein absolutes Armutszeugnis für die gesamte Ärzteschaft!

    ...diese Erfahrung durfte ich leider auch machen :-(


    Gerade in solchen Situationen ensteht bei vielen manchmal ein für mich verständliches Feindbild gegen die Ärzteschaft. Trotzdem ist es immer wichtig zwischen guten Ärzten und guten HPs zu unerscheiden und nicht deswegen alles für schlecht zu erklären.


    Ich durfte total gute Ärzte kennenlernen die den Patienten nicht als Geldquelle oder einfach nur so von oben herab, sondern als Mensch mit Gefühlen ansehen.


    Natürlich kann das bei HPs auch passieren, was da allerdings gravierendere Folgen hat wie bei einem Arzt. Ein schlechter HP ist schnell weg vom Fenster. Bei Ärzten spricht sich das nicht so schnell herum, da gibts sowas wie nen Ehrenkodex untereinander ;-)


    Wenn ein Arzt sich über einen HP auslässt, hat das schwerwiegendere Folgen als umgekehrt.


    Dabei wärs ganz einfach, beide arbeiten Hand in Hand, so wie es bei uns im Ort und in der Umgebeung schon seit einiger Zeit Praxis ist. Die Medikamentenkosten sind dadurch drastisch verringert worden, was natürlich der Pharmalobby nicht so gefällt.


    Der Staaat (also wir alle) und der Patient profitieren davon. Nur wollens viele nicht so sehen ;-( Da wird lieber gegen die HPs geschimpft und gemeckert, aus Futterneid oder was auch immer.


    Vg


    Kurt

    @ Lichtwesen

    Es tut mir Leid, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest. Aber so etwas gibt es leider nicht selten. Überall gammeln irgendwelche Hohlroller rum, deren Leidenschaft nicht die Medizin und das Wohl der Patienten ist. Aber man muss sagen, dass unser System nicht gerade dazu beiträgt die Ärzte zu motivieren.


    Aber das ist ein anderes Thema.


    Ich habe ja schonmal bemerkt, dass das für die Komplexität des Körpers und der Medizin spricht. Deshalb plädiere ich für eine gute Ausbildung des Therapeuten. Genau das ist, wie ich schon oft bemerkte, das Problem der Heilpraktiker. Meine Auflistung der Ausbildungsszeiten zeigen dies ganz gut.


    Ich habe auch nix gegen die Alternativmedizin an sich. Maasai hat mir eine interessante PN dazu geschickt.


    Sein wir mal ehrlich. Es gibt unter den Heilpraktikern genauso viele Idioten, wie unter den Medizinern. Eine Klassifizierung ist nicht objektiv.


    Ich verallgemeinere eine objektive Sache, die man verallgemeinern kann; die Ausbildungszeit und Ausbildungsqualität.


    Es ist ein Faktum, dass die der Heilpraktiker nicht so hoch ist, wie die der Mediziner.


    Die Heilpraktiker haben also einen Job, dessen Komplexität nicht so extrem ausgeprägt ist. Außerdem ist die Verantwortung weit geringer einzuschätzen.


    Bei akuten Fällen und Unklarheit wird zu einem Arzt geschickt und so muss das auch sein. Das hat alles seinen Grund!


    Es ist meiner Meinung nach nicht zulässig zu sagen, dass es nur sehr, sehr wenige gute Ärzte gibt. Ich habe schon viele gute Ärzte kennen gelernt.


    Man muss nur wissen, wo die sind.


    Zum Schluss: Würdet ihr denn nicht alle lieber Medizin studieren wollen und danach eine Zusatzausbildung machen.


    Ich meine, dann könntet ihr ja die Ärzteschaft unterstützen, da ihr mehr Verantwortung hättet und mehr behandeln dürftet. ???

    @ Don Joker

    Ich stimme dir im Großen und Ganzen zu!

    Lichtwesen

    Zitat

    Zum Schluss: Würdet ihr denn nicht alle lieber Medizin studieren wollen und danach eine Zusatzausbildung machen.


    Ich meine, dann könntet ihr ja die Ärzteschaft unterstützen, da ihr mehr Verantwortung hättet und mehr behandeln dürftet.

    Genau das gleiche wie demolant habe ich mir auch gedacht, als ich Deine Ausführungen gelesen habe. Warum möchtest Du dann keine bessere Ärztin werden, als die die Du erlebt hast? Als HP kannst Du Dich ja schließlich nicht allen Ernstes mit studierten Medizinern messen wollen.

    Zitat

    Als HP kannst Du Dich ja schließlich nicht allen Ernstes mit studierten Medizinern messen wollen.

    Das versuche ich die ganze Zeit zu sagen. Aber es gibt Leute, die das Rationale nicht wahrhaben wollen.

    Ach ja:


    Heilpraktiker sind:


    Psychiater, Allgemeinmediziner, Urologen, Labormedizner, dürfen theoretisch operieren, Arbeitsmediziner, Radiologen, Gyns, Allergologen, Tropenmediziner, Infektionsspezialisten (Facharztname?), Neurologen, Endokrinologen und vieles mehr.


    Aber sie sind Fackundiger als alle Ärzte zusammen.


    Merkt ihr eigentlich wie absurd das ist?

    gemach, demolant

    keiner der hier anwesenden hat etwas derartiges behauptet (von ein paar früheren Postern abgesehen, aber die sind wirklich nicht ernstzunehmen). Im Gegenteil, die Diskussion verläuft in einem angenehmen und sachlichen Stil, jeder kann davon profitieren und so sollte es auch sein. Lass es uns weiter so halten.


    Grüsse vom Maasai

    demolant, du wiederholst immer und immer wieder, dass die Mediziner länger ausgebildet werden als die Heilpraktiker. Niemand bestreitet das (auch wenn hier natürlich einige sagen, hallo, die HPs haben auch so und so viele Stunden - klar).


    Deine Eingangsfrage lautete: wer ist besser, zu wem würdet ihr gehen?


    Das kann man pauschal nicht sagen. Das ist individuell verschieden. Und wenn Doktor Z Methoden A, R und X für ein bestimmtes Problem beherrscht, dann kann ich die ja versuchen. Wenn aber nicht, dann wäre ich doch bescheuert, wenn ich nicht Methode G, die von Heilpraktiker X angeboten wird, nicht auch noch ausprobiere. Das ist gesunder Menschenverstand.


    Hörst du den Leuten eigentlich zu?


    Du verteidigst knallhart die Schulmedizin; für Dich ist sie das Beste. Bei dir hat ja auch Methode A oder R funktioniert, ich gratuliere dir dazu.


    Aber du hast hier auch einige andere Berichte gehört. Meinst du, die Leute lügen dir was vor, oder warum siehst du deren Geschichten nicht?

    Lunacy

    Hier geht es meines Erachtens nicht um Schulmedizin und Alternativemedizin an sich, sondern darum, wer diese ausübt. Wenn ich in Erwägung ziehe eine alternative Behandlungsmethode an mir anwenden zu lassen, würde ich zu einem Arzt gehen, der in naturheilkundlicher Sicht bewandert ist und dies auch nachweisen kann, z.B. ein Facharzt für klassische Homöopathie. Denn da bin ich mir sicher, dass eine langjährige geregelte Ausbildung dahintersteckt und er sein Handwerk beherrschen sollte, ganz einfach. Und das hat nichts mit Abneigung gegen alternative Heilmethoden und einer Verfechtung der Schulmedizin zu tun.

    re

    Hallo Kathibaby,

    Zitat

    Wenn ich in Erwägung ziehe eine alternative Behandlungsmethode an mir anwenden zu lassen, würde ich zu einem Arzt gehen, der in naturheilkundlicher Sicht bewandert ist und dies auch nachweisen kann, z.B. ein Facharzt für klassische Homöopathie.

    ..diese Ärzte gibt es leider nicht zu oft. Ein Arzt der Homöopathie betreibt wird gerne von den fanatischen Kollegen die keine Ahnung haben geoutet. Der Pharmaindustrie sorgt schon dafür dass es noch eine Weile so bleibt.


    Vg


    Kurt

    Zitat

    diese Ärzte gibt es leider nicht zu oft. Ein Arzt der Homöopathie betreibt wird gerne von den fanatischen Kollegen die keine Ahnung haben geoutet.

    Was meinst Du mit geoutet? Wenn er FA für Homöopathie ist, dann darf er sich das schließlich auch aufs Praxisschild schreiben, weil es eine geschützte Bezeichnung ist. Oder wie hast Du das gemeint?

    re

    Hallo Kathibaby,


    ich kenne Ärzte die von den Kollegen gemieden werden, weil auf deren Firmenschild u.a. Homöopathie steht. Homöopathisch arbeitende Ärzte stellen manchmal die schulmedizinischen (ich mag dieses Wort irgendwie nicht, das klingt etwas abwertend, mir fällt aber nichts besseres ein) Praktiken in Frage. Es wird eben anders als üblich vorgegangen. Das stößt den Kollegen gewaltig auf, weil all das gelernte umgeschmissen wird und man damit nicht umgehen kann. Es wird immer noch gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet.


    Vg


    Kurt

    Zitat

    Homöopathisch arbeitende Ärzte stellen manchmal die schulmedizinischen (ich mag dieses Wort irgendwie nicht, das klingt etwas abwertend, mir fällt aber nichts besseres ein) Praktiken in Frage. Es wird eben anders als üblich vorgegangen.

    Genau das würde ich bezweifeln, solange es sich um seriöse Ärzte handelt. Denn schließlich ist ihnen auch bekannt, dass man z.B. eine Angina tonsillaris mit einem Antibiotikum behandeln sollte, anstatt es mit irgendwelchen Globuli zu versuchen, da es dann z.B. als Folge zu einem rheumatischen Fieber kommen könnte. Ich denke, dass solche Ärzte sehr genau wissen, wo die Grenzen der Homöopathie liegen und ganz klar die Indikation für eine "schulmedizinische" Behandlung gegeben ist. Diese Ärzte werden sicherlich nicht von ihren Kollegen geächtet.