Re.: Alexander Krey, HP

    Danke für Deine schöne Antwort!


    Ich hoffe, daß Du noch vielen Patienten helfen kannst und die Kraft hast mit der Hilflosigkeit gegenüber bestimmten Krankheiten fertig zu werden.


    Dies fällt oft nicht leicht!


    Es gibt aber Bereiche in denen wir niemals hilflos sein werden. Wir können den Menschen die Kraft geben ihr Schicksal zu akzeptieren und sich zu entspannen.


    Beispiel:


    Meine Großmutter (damals 92 Jahre) hatte wieder einmal einen Herzinfarkt. Die Ärzte meinten, sie müsse noch in der selben Nacht sterben und haben alle lebensverlängenden Maßnahmen eingestellt.


    Ich wollte ihr helfen und versuchte ihr die Schmerzen zu erleichtern.


    Das Krankenhaus stellte mir im Zimmer meiner Großmutter ein Bett zum Schlafen zur Verfügung. Ich habe niemals autogenes Training oder so gelernt. Ich glaube aber das es sowas ähnliches ist. Ich setzte mich zu meiner Großmutter ans Bett und erzählte ihr mit meiner sanftesten Stimme immer wieder wiederholend, daß jeder Atemzug leichter und besser und immer leichter und besser und immer leichter und besser werden würde.


    Irgendwann schlief sie - trotz Infarkt - ein. Immer wenn sie aufwachte, wiederholte ich das Ganze.


    Die Ärzte verstanden nach 1 Woche die Welt nicht mehr. Es war ein Rätsel warum meine Großmutter noch lebte. Sie überlebte diesen Infarkt ein Jahr.


    Mein Ziel war es sie zu entspannen. Denn aus meiner Erfahrung weiß ich, daß seelische und körperliche Verkrampfung den Schmerz verschlimmert, was wiederum noch mehr (auch den Herzmuskel) verkrampft.


    Ich möchte aber keinesfalls falsch verstanden werden. Ein Herzinfarkt muß immer sofort von einem Arzt (Notarzt) behandelt werden!!!!!!!


    Wir können aber in aussichtslosen Fällen unseren Mitmenschen beistehen.


    Ich habe großen Respekt vor der Ausbildung zum Arzt und zum Heilpraktiker.


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    Andrea