Zitat

    Bitte versteh das jetzt nicht falsch, aber wenn alle Menschen so denken würden wie Sie, dann gäbe es in der Physik keine Quantenphysik und wahrscheinlich auch keine Relativitätstheorie.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Aussagen aus Relativitätstheorie und Quantentheorie sind theoretisch und experimentell jederzeit nachvollziehbar. Gerade deshalb haben sich hier Theorien, die auf den ersten Blick scheinbar jeder Vernunft widersprechen, sehr schnell durchgesetzt.


    Für Hahnemann Theorie stehen nach mehr als 200 Jahren Beweise und schlüssige Begründungen nach meiner Ansicht immer noch aus. Versuche, ein experimentelles Fundament zu schaffen, scheitern (s.o.). Wenn man sich Relativitätstheorie und Quantenphysik zum Vorbild nimmt sollte das doch eher dazu führen, das Scheitern der Homöopathie wegen mangelnder Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, fehlender Beweise, überhaupt eines fehlenden naturwissenschaftlichen Fundaments endlich einzugestehen.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Wer heilt hat recht

    @Koningskind

    eben nicht: wenn ich in einem isolierten Fall Heilung erziele, ist damit die Heilmethode keineswegs bestätigt. Nur wenn ich signifikant mehr Menschen als in der Kontrollgruppe helfen kann, kann ich behaupten, die Methode tut mehr, als eine ärztliche Unterhaltung (die nicht unwichtig ist) allein.


    Das Problem dabei ist, dass sich die Sichtweise des Behandelnden durch diese Einstellung stark subjektiviert, denn er erwartet ja die HEilung. Dadurch zählt jedes positive Vorkommnis mindestens doppelt soviel, wie jedes negative. Schließlich kommt auch beim Heilpraktiker (aber auch beim Arzt) die Gewissheit auf: so geht's, ich kann's, die Methode funktioniert.

    @ Kurt 222

    a propos: Ab D3 sei Atropin "Schulmedizinisch" unwirksam.


    1.) so ein Quatsch.


    2.) wenn du schon so argumentierst, dann nenne doch bitte die D23 als die jenige Potenz, aber der irgendein Stoff chemisch nicht mehr nachweisbar und damit nicht "wirksam" ist.

    Wirksamkeit

    Man kann Homöopathika nicht mit Methoden der Schulmedizin prüfen. Wichtig bei Homöopathie ist die Zufriedenheit des Patienten, für die Schuldmedizin die Ergebnisse der Untersuchungen.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
    Zitat

    Man kann Homöopathika nicht mit Methoden der Schulmedizin prüfen.

    Man nehme 100 Patienten mit z.B. Heuschnupfen. Diese 100 Patienten schicke man zum Homöopathen, welcher für jeden Patienten individuell nach seiner Anamnese das passende Mittel auswählt. Dann schicke man diese 100 Patienten zum Apotheker. Dieser gibt 50 der Patienten das verordnete Medikament, 50 Patienten ein Placebomedikament. Nach bestimmten Zeiträumen schaut man, was sich bei den Patienten verändert hat. Dies kann objektiv geschehen, z.B, in dem man die Zahl der Niesattacken zählt oder die Tränensekretion, oder subjektiv, indem man die Patienten fragt, wie gut sie sich im Vergleich zu vorher fühlen. Dann vergleiche man die Placebo mit der Verumgruppe. Wenn die Verumgruppe signifikant besser fühlt oder die objektiven Parameter signifikant besser sind, dann wäre das ein Nachweis für die Homöopathie bei diesem Krankheitsbild.


    Jetzt erzählen Sie mir mal, warum das nicht machbar sein soll. Wenn da tatsächlich herauskommen sollte, daß das Verum besser hilft als Placebo und das auch bei Wiederholung genauso zutrifft, dann hätten Sie mich und alle anderen Kritiker überzeugt. Aber es ist natürlich einfacher, sich hinter solchen Sätzen wie oben zitiert zu verschanzen.

    Haben Sie den Artikel denn gelesen? Scheint nicht so.


    Da steht, daß "Kasuistiken" und "nicht randomisiete Beobachtungsstuden"nicht anerkannt wurde. Das ist ganz was anderes als eine randomisierte Doppelblindstudie.


    außerdem steht da:

    Zitat

    Albrecht zufolge muß man sich von der Vorstellung verabschieden, der verengte Ansatz auf die randomisierte Doppelblindstudie könnte irgendetwas für die wissenschaftliche Anerkennung der Homöopathie erbringen.

    wer eine randomisierte Doppelblindstudie als "verengten Ansatz" bezeichnet, den kann man nicht besonders ernst nehmen.

    Bedeutung randomisierter Doppelblindproben

    Die randomisierte Doppelblindprobe ist nicht auf die "Schulmedizin", eigentlich Wissenschaftsmedizin, zugeschnitten, sondern zeigt schlicht und einfach statistische Abhängigkeiten von Merkmalsausprägungen. (Sie wird dabei eingesetzt um subjetives Empfinden oder Scheinwirkungen, die durch subjektives Empfinden ausgelöst werden, auszuschließen)


    Eine einfache Anwendung wäre es Menschen zu sagen ihr Wagen sei "aufgemotzt" worden und sie sollten ihn auf einer Rennstrecke ausfahren (Dabei bleibt die Hälfte der Wagen im alten Zustand und es wird erfragt wie viele Probanden eine Leistungssteigerung des Wagens feststellen konnten) Beispiel hab ich mir grad ausgedacht, passt aber ganz gut um zu zeigen, dass man so auch die Wirksamkeit eines Motortunings testen kann


    Und selbst wenn Außerirdesche landen und uns ihre Medizin als hervorragend anpriesen und uns sagen würden, die randomisierten Doppelblindproben seien für ihre Medizin unbrauchbar, so wär es nur mittels randomisierter Doppelblindproben möglich, die Wirksamkeit zu testen.


    Grundlage der randomisierten Doppelblindprobe ist eine mathematische Auswertung von Korelationen (die Wirkungsweise ist hierbei völlig belanglos, weil sie a keiner Stelle in die Auswertung einfließt) und zwar KANN zB in manchen Fällen (Fallunterscheidung u.a. ob Merkmalsausprägungen qualitativ, quantitativ diskret oder quantitativ stetig sind) der t-Test für unverbundene Stichproben genutzt werden, ein Standardstatistiktest in allen Wissenschaften.


    => Die randomisierte Doppelblindstudie ist universell und aussagekräftig :-)

    Re:

    Zitat

    Die randomisierte Doppelblindstudie ist universell und aussagekräftig

    Versagt aber spätestens dann, wenn man die individuelle Ansprechbarkeit als wesentlichen Faktor hinzunimmt, was z.B. bei Homöopathika i.d.R. der Fall ist. :-)