Über den Stellenwert der Alternativmedizin

    Ich denke der Stellenwert steigt immer weiter. Zum einen kann es sich kaum noch jemand erlauben krank zu sein, zum anderen geht das Bewusstsein vieler Leute wieder zurück richtung Alternativ. Gerade dann wenn die Schulmedizin jemanden abschreibt, kann die Naturheilkunde noch ein paar alternativen bieten.


    Ich jedenfalls vertraue einem HP mehr als einem "Wald und Wiesen" Arzt für Allgemeinmedizin. Ich weiß eigentlich schon bevor ich beim Arzt war was ich habe bzw. wie ich es behandeln muss. Nur des gelbenscheines wegen geht man doch heute zum Doktor.


    Man sollte sich echt Gedanken machen, ob die Schulmedizin so das Richtige ist. Die werden doch eh von der Pharma Industrie gesponsert und verschreiben uns Pillen, die kurz helfen aber später Nebenwirkungen haben gegen die es wieder eine Pille gibt usw usw.


    Die Alternativmedizin ist viel mehr als eine Alternative.


    LG


    Tobi

    tobi81,

    beide Extreme erscheinen mir suspekt! In einem pluralen Gesundheitssystem ist abzuwägen zwischen Volksgesundheit und Individualgesundheit. Eine steigende Beliebtheit der Alternativmedizin heißt nicht zwangsläufig eine abfallende Notwendigkeit wissenschaftlicher 'Schul'-Medizin (EBM).

    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Homöopathie. Nun mussten bei meiner Tochter aus kieferorthopädischen Gründen mehrere Zähne gezogen werden. Vor zwei Tagen waren die letzten Zähne dran: oben ein bleibender Backenzahn, im Unterkiefer ein Milchbackenzahn und auch gleich der darunterliegende Backenzahn sollten gezogen werden. Das war eine richtige "kleine" OP, da wurde am Kieferknochen gefräst und es musste auch ein kleines Stück vom Knochen enfernt werden. Meine Tochter hat alles sehr gut überstanden, keine Schmerzen und keine dicke Schwellung! Da war auch die Zahnärztin total überrrascht:-o Ich habe ihr halt nur gesagt, ich hätte meine Tochter homöopathisch vorbereitet;-D Da hat die Alternativmedizin einen sehr hohen Stellenwert für mich, denn ausser einem "normalen" Schmerzmittel hatte die Zahnärztin auch keine weiteren Tipps für uns. Da soll nochmal einer was von Homöopathie und Plazeboeffekt sagen;-)

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden

    by Sternenträne: Wirksamkeit der Homöopathie ist aber nicht bewiesen! ...


    Wollte hier nur eigene Erfahrungen weitergeben:


    Nachdem mein Pferd drei Monate lang schwer krank (chronischer Durchfall) war und die Tierärzte mir nicht weiterhelfen konnten, beschloss ich, einen Tierheilpraktiker zu Rate zu ziehen - auch wenn ich eigentlich nicht daran geglaubt habe, aber ich wollte nichts unversucht lassen. Aller Vorhersagen der HP, wann welche Reaktion des Körpers eintritt, haben zugetroffen, und innerhalb einer Woche war das Pferd wieder normal fit.


    Und ein anderes Pferd, das monatelang mit chronischem Husten erfolglos behandelt wurde, wurde durch einmalige Akupunktur-Behandlung wieder (fast) gesund.


    In beiden Fällen kann man wohl nicht sagen, dass sich der Zustand der Tiere deshalb gebessert hat, weil sie an die Heilung geglaubt haben. Insbesondere, weil ich (als Chemikerin) selber eigentlich nicht daran geglaubt habe.


    Seither kann ich zu dem Thema nur sagen "Ich glaube nicht daran - aber es hilft trotzdem!"


    Viele Grüße,


    Sidney

    ich bin sehr erstaunt darüber, dass insbesondere die homöopathie so einen hohen stellenwert bei uns geniesst!


    da können noch so viele studien veröffentlicht werden, die die unwirksamkeit beweisen...


    obwohl, unwirksamkeit ist so natürlich auch nicht richtig. wenn man daran glaubt, hilft es vielen menschen. viele haben auch einfach nur "pseudo-beschwerden", denen hilft es ausführlich mit jemandem darüber zu quatschen (heilpraktiker) ;-)


    es wurden jetzt große studien durchgeführt, die aufgrund der größe sehr representativ waren und doppelblind gegen placebo durchgeführt wurden. dabei kam heraus, dass ein homöopath. mittel kein wenig besser hilft, als ein placebo (die schulmedizin hingegen hatte eine signifikant bessere wirkung!)


    demnach hat homöopathie schon seine berechtigung, aber es ist absolut egal, welches globuli in welcher potenz genommen wird oder wo man bei einer akupunktur die nadel reinsticht.


    homöopathie ist eine art "religion", da kann die moderne wissenschaft, verstand und logik nicht gegen an kommen!

    Re:

    Zitat

    ...ist eine art "religion", da kann die moderne wissenschaft, verstand und logik nicht gegen an kommen!...

    Und dann gibt es da noch die (religiöse?) Vorstellung, die Schulmedizin


    wäre eine moderne Wissenschaft, obgleich Verstand und Logik im höchsten Maße dagegen sprechen. Aber das ist alles nicht schlimm, denn jeder darf laut Grundgesetz seine Religion vertreten. :)D

    Zitat

    Und dann gibt es da noch die (religiöse?) Vorstellung, die Schulmedizin


    wäre eine moderne Wissenschaft, obgleich Verstand und Logik im höchsten Maße dagegen sprechen

    versteh ich nicht! was spricht gegen die wissenschaft? wissenschaft ist für mich etwas, das erwiesenermaßen funktioniert!


    ich studiere zufälligerweise pharmakologie und ich kann nicht sehen, was daran veraltet sein soll. es ist im höchsten maße interessant, wenn man sieht, wie weit die wissenschaft da schon ist. man kann sich angucken, welche enzyme, welche struktur haben und wo genau welche substanzen angreifen, um eine spezifische wirkung auszulösen. ich bin fest davon überzeugt, dass irgendwann alle rätsel um wirkmechanismen, enzyme usw. gelöst sind und dann kann auch diese hokuspokus-alternativmedizin-diskussion ad-acta gelegt werden!


    auch wenn's einige nicht wahr haben wollen, die wissenschaft hat in den letzten jahren gewaltige fortschritte gemacht. die alternativmedizin hat da doch eher einen gewissen stellenwert in der "laien-presse"...

    @ Aralis

    Zitat

    wissenschaft ist für mich etwas, das erwiesenermaßen funktioniert!

    Ja klar funktioniert das

    SYMPTOMUNTERDRÜCKEND !!!

    Zitat

    man kann sich angucken, welche enzyme, welche struktur haben und wo genau welche substanzen angreifen, um eine spezifische wirkung auszulösen.

    Super! Und die Psyche? Kann man die auch "wissenschaftlich" angucken? Letztendlich ist die Psyche ja ursächlich für die meisten Leiden. Das hat sich inzwischen sogar bei der Schulmedizin herumgesprochen... Oder etwa nicht?

    Zitat

    ich bin fest davon überzeugt, dass irgendwann alle rätsel um wirkmechanismen, enzyme usw. gelöst sind und dann kann auch diese hokuspokus-alternativmedizin-diskussion ad-acta gelegt werden!

    Aralis, du vergißt dabei daß ein lebender Organismus KEINE MASCHINE ist. Da nutzen alle Wirkmechanismen-Erkenntnisse nicht die Bohne! Warum sch*** sich einer aus Angst in die Hose? Warum heult sich jemand die Augen aus dem Kopf wegen Kummer? Usw., usf. Gibt es DAFÜR "wissenschaftliche" Erklärungen? Wenn ja, bitte ich um Aufklärung!

    Zitat

    die alternativmedizin hat da doch eher einen gewissen stellenwert in der "laien-presse"...

    ...und einen steigenden Zulauf der Patienten. Man fragt sich, warum? Wenn "DIE WISSENSCHAFT" so toll wäre, wären die Alternativen schon längst vom Markt gefegt. Aber hallo! Das Gegenteil ist der Fall! Und das ist gut so!


    Jedenfalls gilt das für die chronischen Krankheiten.


    Die "Wissenschaft" hat in der Unfallmedizin und Akutbehandlung bisher großes geleistet, das steht außer Frage, und ist anerkennenswert!


    :)^

    Hallo!

    Zitat

    Super! Und die Psyche? Kann man die auch "wissenschaftlich" angucken? Letztendlich ist die Psyche ja ursächlich für die meisten Leiden.

    du wirst lachen, aber genau an so etwas wird gerade auch geforscht. letztendlich ist alles erklärbar (wir stehen ja gerade erst am anfang!). z.b. weiss man inzwischen, dass psychische störungen auf fehlen oder funktionelle störungen von einzelnen enzymen im körper zurückzuführen sind. heute werden psych. erkrankungen noch symtomatisch behandelt, irgendwann sicher kausal! und dass die schulmedizin immer symtomunterdrückend arbeitet, stimmt schlicht und ergreifend nicht. viele arzneimittel beseitigen die ursachen: z.b. antibiotika beseitigen die bakterien, bei vielen erkrankungen müssen auch hormone substituiert werden (z.b. diabetes) und ich bin ein fan von cortisonen und schmerzmitteln (greift vielleicht nicht die ursache an, hilft trotzdem schnell und zuverlässig).

    Zitat

    Warum sch*** sich einer aus Angst in die Hose? Warum heult sich jemand die Augen aus dem Kopf wegen Kummer? Usw., usf. Gibt es DAFÜR "wissenschaftliche" Erklärungen? Wenn ja, bitte ich um Aufklärung!

    nur, weil du darauf keine antwort hast, bedeutet das nicht, dass es keine gibt!


    natürlich spielt die psyche eine rolle bei gewissen erkrankungen. einige krankheiten lassen sich eindeutig diagnostizieren und gut schulmedizinisch behandeln. andere erkrankungen scheinen keine ursache zu haben. also entweder wissen wir heute noch nicht, was es ist oder der patient "spinnt rum" und braucht einen psychotherapeuten.


    ich habe sowieso das gefühl, dass die anhänger der alternativmedizin einfach nur aufmerksamkeit brauchen und schwupps, ist die krankheit geheilt...


    ich habe in meiner familie selbst zwei heilpraktiker und kann immer nur den kopf drüber schütteln....

    Zitat

    viele arzneimittel beseitigen die ursachen: z.b. antibiotika beseitigen die bakterien, bei vielen erkrankungen müssen auch hormone substituiert werden (z.b. diabetes) und ich bin ein fan von cortisonen und schmerzmitteln (greift vielleicht nicht die ursache an, hilft trotzdem schnell und zuverlässig).

    ...Bakterien sind nicht immer die "Ursache" einer Erkrankung. Bakterien sind überall, die Frage stellt sich was tut man um die Infektion gar nicht erst zu bekommen?


    ...Mit Hormone kannst du Diabetes ebenfalls nicht heilen, Diabetes, sowohl Typ I und Typ II haben Ursachen. Die Schulmedizin bietet keine Möglichkeiten an, die Ursachen zu beseitigen.


    Alternativmedizin kann durch Ernährung sowohl Diabetes Typ I und Typ II vorbeugen. Typ II sogar in einigen Fällen heilen, d.h. dass die Betroffenen kein Insulin mehr benötigen.