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    Abgesehen davon ist Fieber keine Krankheit, die man bekämpfen muss, sondern eine Immunreaktion des Körpers. Es muss nur regulierend gesenkt werden, wenn die Temperatur eine Höhe erreicht, in der sie für den Organismus genau so gefährlich wird wie für die Erreger in ihm

    Stimme voll zu! Von Zweijährigen war hier bisher nicht die Rede! Außerdem ist der Sonderfall des krampfenden Kleinkindes in der Einschränkung des regulierenden Senkens enthalten. Für einen sonst gesunden Erwachsenen kann man 39°C als Faustregel für die Obergrenze ansetzen.

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    Außerdem ist der Sonderfall des krampfenden Kleinkindes in der Einschränkung des regulierenden Senkens enthalten

    {:( Bitte sag, dass du keine medizinische Ausbildung hast.


    In unserer Familie sind wir fieberkrampftechnisch vorbelastet. Die Kinder haben gerade noch ne leicht erhöhte Temperatur mit 37,x und plötzlich liegen sie bewusstlos krampfend im Wohnzimmer. Und wenn man da nicht vorgewarnt ist, eben durch Familienanamnese z.B., senkt man bei einem gesunden Kind das Fieber erst ab 39,5.

    Dass der "Sonderfall" des krampfenden Kleinkindes in der "Einschränkung des regulierenden Senkens" enthalten ist. Denn das stimmt einfach nicht, es gibt auch heute noch nur sehr, sehr wenige Kinderärzte die Mütter auf die Gefahr eines Fieberkrampfes hinweisen. Und beim Fieberkrampf-vorbelasteten Kind gilt Fieberfreiheit als oberste Priorität- das heißt schon bei sehr geringer Temperaturerhöhung das Fieber senken auf Normalkörpertemperatur.

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    Es muss nur regulierend gesenkt werden, wenn die Temperatur eine Höhe erreicht, in der sie für den Organismus genau so gefährlich wird wie für die Erreger in ihm

    ... und dieser zutreffende allgemeine Satz gilt eben für das krampfgefährdete Kleinkind schon bei 37,5° und beim gesunden Erwachsdenen bei 39°.

    Ich steh a) nicht so sehr auf Tautologien, b) halte ich nichts von irgendwelchen pauschalen Zahlen. Wenn ich 39°C Fieber hatte, dann bin ich schon völlig am Ende. Ich senke konsequent ab 38,5°C, weil ich weiß, dass es mir mit jedem Zehntel grad sonst zunehmend schlechter geht.


    Und mein Wohlbefinden ist mir sehr wichtig.

    Ich hatte einen Darmverschluß, wurde operiert. Die Chirurgie hatte kein Bett mehr frei, ich kam auf eine internistische Station, wo eben ein Bett frei war. Man kümmerte sich aber nur pflegerisch um mich, ärztlicherseits ging das allerdings unter. Keine Visite am Tag nach der OP.


    Ich bekam Fieber, es war schon über 39. Man hatte mir gesagt, die Chirurgen sein verständigt, es kam aber keiner. Am nächsten Tag ging es mir sehr schlecht. Die Bitte, doch einen Arzt zu rufen, wurde zwar erhört, aber wieder kam kein Arzt.


    Meine Tochter war da. Die schickte ich nach Hause, um in meinem homöopathischen Kästchen ein wenig zu kramen und ich sagte ihr, sie solle mir das und das mitbringen, weil ich hier nicht verrecken wollte....


    Meine Tochter brachte mir die Mittel, die ich dann alle 15 Minuten einnahm. Gegen Fieber, gegen Sepsis. Ich hatte zum Zeitpunkt der ersten Einnahme inzwischen 40, 2 Grad Fieber. Und man telefonierte und telefonierte nach einem Arzt, aber die waren angeblich immer im OP. Es kam niemand und die Internisten scherte das nicht.


    Am nächsten Morgen kam dann endlich ein Chirurg. Ich lag ermattet im Bett mit nicht einmal 37 Grad Körpertemperatur. Es wäre ja alles in Ordnung. Das Ganze wäre wohl ein Irrtum gewesen....


    Klar doch. Ich hatte Belladonna C1000 genommen, Pyrogenium C 30, Aconitum C 200. Andere Potenzen waren nicht vorhanden, ich nahm also diese. Und hatte ein allerbestes Ergebnis.


    Ich hätte ja auch glauben können, die Chirurgen kommen ja gleich und dann gibt es gaaanz schnell einen Tropf mit einem Antibiotikum (gegen welchen Keim?) und und und ....


    Und dann geht das Fieber auch gaaanz schnell weg und alles ist gut.... ":/


    Die Wirkung der Globulis war schnell und effektiv.


    Und wie will man bei solchen Fällen eine Vergleichsstudie ziehen? Bei über 40 Grad Fieber würde sich kein gegen die Homöopathie eingestellter Arzt überhaupt an das Experiment wagen. Zumal die Gefahr einer Sepsis nach Ileus nun durchaus gegeben sein kann und sicherlich kein Pappenstiel ist....


    Ich hatte bereits 48 Stunden hohes Fieber, was unter der Einnahme der Globuli aber sofort sank.


    Klar, ich höre es von den Gegnern hier schon wieder: das wäre auch so gesunken, das war ja nix weiter. Die Spontanheilung, der Placeboeffekt.....


    Ich erwarte immer einmal eine Erklärung der Gegner der Homöopathie, warum diese so viel gepriesenen Placebo-Effekte eigentlich sooo selten bei der Behandlung schulmedizisch behandelter Patienten auftreten.


    So quasi als Spontanheilung – wenn man Medikament XYZ nimmt, müßte das doch auch entsprechend der Häufigkeit im Vergleich zu den dankbar genesenen Homöopathie-Patienten zu ermitteln sein. Warum aber berichten immer so viele Globuli-Schlucker von verblüffenden Ergebnissen, während die schulmedizinisch Behandelten es oft nicht tun, dafür aber noch über viele Nebenwirkungen klagen? Zusätzlich zu ihren eigentlichen Beschwerden?


    Und dazu die Kosten. Ich habe mein Fieber mit Globulis im Werte von ca. 2 € heilen können – was hätte es gekostet, wenn man Antibiotika gegeben hätte? Blutkulturen angelegt hätte? Es wäre eine riesige Kostenspirale entstanden.....

    @ Benita-Vita

    Zum Einen kannst du nicht ausschließen, dass die "Heilung" nicht unabhängig von der Homöopathie erfolgt ist. Fieber geht auch von alleine weg, und by the way: Antibiotika helfen auch nicht bei der Fiebersenkung. Und zum anderen: Wie kommst du zu der Behauptung, dass es bei schulmedizinischer Behandlung keinen Placeboeffekt gebe?

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    Zum Einen kannst du nicht ausschließen, dass die "Heilung" nicht unabhängig von der Homöopathie erfolgt ist. Fieber geht auch von alleine weg, und by the way: Antibiotika helfen auch nicht bei der Fiebersenkung. Und zum anderen: Wie kommst du zu der Behauptung, dass es bei schulmedizinischer Behandlung keinen Placeboeffekt gebe?

    Man könnte jetzt aber auch sagen: man kann nicht ausschließen, dass die Homöopathie hier geholfen hat.


    Natürlich helfen Antibiotika bei der Fiebersenkung. Wenn ein Keim damit reduziert oder ganz vernichtet wird, geht auch das Fieber runter.


    Gerade nach einem Darmverschluß mit Entfernung eines Darmteils ist die Gefahr einer Sepsis nun sehr groß und unter normalen Umständen hätte man sicherlich bei Fieber da sehr viel genauer hinschauen müssen. Aber man tat es nicht und es ging mir ja zusehends schlechter.


    Es sah also nicht nach einer zu erwartenden Spontanheilung aus.


    Aber genau das habe ich erwartet. Da wird nicht einmal ansatzweise angenommen, die Kügelchen hätten etwas mit der Heilung zu tun (die aber sofort einsetzte). Da müssen aus irgendwelchen Schubladen noch Gegenargumente gekramt werden, auf Teufel komm raus.


    Aber auch im weiteren Verlauf kam es noch Wochen später zu Darmbeschwerden, wo die Schulmedizin nichts zu bieten hatte. Krampfartige Schmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten. An und für sich recht normal nach so einer OP. Aber bei richtiger Mittelwahl konnte das alles geregelt werden. Und das für einen Preis von ca. 10 €uronen. Na bitte.


    Ich schwöre drauf.

    Hlodyn

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    Welche Studien über die Wirkung homöopathischer Mittel bei Fieber kennst Du denn? Wurden sie doppelverblindet und peer-reviewed?

    Ich habe geschrieben, dass der Nachweis nicht erbracht wurde!

    Deshalb hatte ich gefragt, welche Studien Du kennst. Deine Antwort ist wie erwartet ausgefallen. Du kennst gar keine und stellst irgendwelche Behauptungen nach Deinen bloßen Vermutungen auf. Dabei stört es Dich nicht im geringsten, dass die Homöopathie einen völlig anderen Ansatz verfolgt als die etablierte Medizin. Nicht vordergründig und schnell das Fieber senken, sondern die Ursache des Fiebers beseitigen, damit der Körper seine Immunreaktion Fieber zurückschrauben kann.

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    Und ja da bin ich mir sogar sicher, dass es dazu keine anständige Studie gibt, denn wäre dieser Nachweis erbracht worden wäre es eine Wissenschaftliche Sensation, weil damit überhaupt das erste mal eine Wirksamkeit von Homöopathischen Medikamenten erbracht worden wäre.

    Eine wissenschaftliche Sensation wäre es, wenn solche Ergebnisse beachtet würden. Denn die Wirksamkeit homöopathischer Mittel wurde bereits in entsprechenden Studien belegt. (Die Links dazu findest Du in diesem Faden.) So lange die aber ignoriert und vehement abgestritten werden, ist mit der Anerkennung nicht zu rechnen. Schließlich wäre es schlecht fürs Geschäft, wenn etwas wirkt und keine Nebenwirkungen für eine weitere Therapie hinterläßt.

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    Aber wo bleibt die Erklärung dafür, dass trotz eines "Wirkstoffs" in richtiger Dosierung eine Wirkung auch ausbleiben kann?

    Der Mensch ist doch keine Maschine! Klar kommt es vor das ein Medikament nicht anschlägt.

    Damit hast Du nur meine Frage als Feststellung wiederholt. Von einer Erklärung bist Du aber weit entfernt. Was ist denn ein Wirkstoff, der mal wirkt und mal nicht? Wie kann man davon ausgehen, dass dieser Stoff die Wirkung hervorruft, wenn er sie genau so gut nicht hervorrufen kann?


    Warum werden Medikamente zwar bezüglich ihrer Wirksamkeit gegen Placebos getestet, aber nicht bezüglich ihrer Nichtwirksamkeit?

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    Soll das jetzt heissen, weil "stoffliche" Wirkstoffe manchmal eben nicht wirken, funktionieren "nicht-stoffliche"?

    Solche absurden Rückschlüsse sind bezeichnend für die Denkweise.

    winnetou-der-zweite

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    Diese Diskussionen sind oft schon deshalb unsinnig, weil es auf beiden Seiten um den Glauben geht.

    Das stimmt eben nicht!


    Aus wissenschaftlicher Sicht gilt das Prinzip des Nichtglauenbens!

    Stimmt. Und genau deshalb halte ich auch meine Feststellung über diese Diskussionen für richtig. Nicht sie stimmt nicht, sondern es stimmt nicht, dass es dabei um Wissenschaftlichkeit geht.


    Das Prinzip des Nichtglaubens gilt bei wissenschaftlicher Betrachtung auch für die eigenen Ansichten. Wenn Forschungsergebnisse den Vorurteilen widersprechen und deshalb einfach ignoriert werden, hat das nichts mehr mit Wissenschaftlichkeit zu tun.

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    Ein Medikament muss seine Wirksamkeit gegenüber dem Nichtglauben (also Placebo, zufallsverteilt, doppelblind) nachweisen können, sonst galube ich eben nicht daran.

    Das kann für Dich so auch in Ordnung sein. Für mich spielt der Glauben da überhaupt keine Rolle. Ich würde mich überzeugen wollen. Ein Medikament, das mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 % wirkt, steht natürlich besser da als der Placeboeffekt, wenn er mit 28 % wirkt. Trotzdem könnte ich mit 67-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht die erwünschte Wirkung spüren. Spätestens an dieser Stelle wird für mich der Placebo-Effekt interessant. Denn den kann ich auch aktiv beeinflussen, und so eine höhere Wirkwahrscheinlichkeit erreichen, ohne die unerwünschten Wirkungen in Kauf nehmen zu müssen.

    Caoimhe

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    Abgesehen davon ist Fieber keine Krankheit, die man bekämpfen muss

    Bitte bitte, lieber schnattergusche- sag das einer Mutter die ein krampfendes, bewusstloses Zweijähriges vor sich auf dem Boden liegen hat. Dass Fieber nicht die Krankheit ist, ist klar. Aber manchmal muss das sehr schnell bekämpft werden.

    Da hast Du natürlich vollkommen recht. In einem solchen Fall muss geklärt werden, was die Krämpfe ausgelöst hat. Es ist in so einer Situation natürlich sehr wahrscheinlich, dass das Fieber einen weiteren Prozess abgeschoben hat. Der ist dann aber noch gefährlicher als die Infektion, wenn er zur Bewußtlosigkeit geführt hat. Auch wenn ich keine Mutter bin ;-) würde ich nicht zögern, und sofort Wadenwickel anlegen, um das Fieber zu senken. Und dann würde ich im Keller nachsehen, ob noch Heidelbeeren (also Kompott oder Marmelade) da sind. Ob sie fiebersenkend wirken ist zwar fraglich. Aber die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist nachgewiesen.

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    Und dann würde ich im Keller nachsehen, ob noch Heidelbeeren (also Kompott oder Marmelade) da sind.

    Wenn das Kind (wie im Beispiel beschrieben) bewußtlos ist, machst Du Dich schlimmstenfalls unglücklich, weil Du nicht sofort einen Arzt gerufen hast.


    Oder möchtest Du tatsächlich dem bewußtlosen Kind Marmelade in den Mund packen?


    Hier sehe ich eine Schwelle überschritten, wo eigenes Experiementieren (ja, ich weiß daß Blaubeeren fierbersenkend wirken!) verhängnisvoll sein kann.


    Die mögliche Strafbarkeit sei mal unbeachtet.