Zitat

    Ich denke, dass die Teilnehmer der GerAc Studie schon eher Befürworter der Akupunktur waren. Von den ca. 350 Patienten die die westliche Behandlung kriegen sollten zogen 26 ihre Einstimmung zurück, nachdem sie erfuhren in welcher Gruppe sie sind.

    Es ist immer schwierig, in die Menschen hinein zu schauen. Wieso sie ihre Einstimmung zurückgezogen haben wird für uns wohl nie ersichtlich werden. Es kann ebenso sein, dass diese Menschen ganz einfach nicht der Standardtherapie ausgesetzt werden wollten, weil sie davor schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Aber auch das ist reine Spekulation.


    Die Resultate sprechen für sich, das ist so.

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    Mann, Homöopathie ist einfach toll, das könnte jede menge Geld sparen. Ich habe nämlich die ungesunde Angewohnheit meinen Kaffee immer mit vieeeel Zucker zu trinken. Ich könnte den Zucker doch einfach homöopathischen Prinzip potenzieren. Ich bräuchte nie wieder Zucker kaufen ... (oder Kaffee, weil ich auch den Kaffee potenziere), und für meine Gesundheit wäre , das auch viel besser , oder? Hm... mal darüber nachdenken. Oder eignen sich nur bestimmte Stoffe für die Homöopathie? Wenn ja, was ist der Grund? Warum nicht alle löslichen Substanzen?

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    Zitat

    Oder eignen sich nur bestimmte Stoffe für die Homöopathie? Wenn ja, was ist der Grund? Warum nicht alle löslichen Substanzen?

    Verschiedene Substanzen sind, nun ja, verschieden. So wie sich nur bestimmte Stoffe für konventionelle Therapien eignen, eignen sich auch bestimmte Stoffe mehr für Homöopathie als andere.


    Nimm mal 20 mikrogramm LSD, und dann reden wir nochmal darüber, dass Substanzen in kleinen Mengen nichts bewirken.


    Oder etwas körpereigenes, Vasopressin:

    Zitat

    Normalwerte für Erwachsene sind: 2,9 ± 1,0 pg/ml

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    Zitat: "Verschiedene Substanzen sind, nun ja, verschieden. So wie sich nur bestimmte Stoffe für konventionelle Therapien eignen, eignen sich auch bestimmte Stoffe mehr für Homöopathie als andere."


    Welche Stoffe und warum ausgerechnet diese Stoffe ?

    ich darf mal kurz etwas vom verlauf abweichen und folgende, meiner ansicht nach ganz grundsätzliche, fragen stellen (und ich stelle sie hier, weil ich nach der "ansage" im eröffnungposting zweifel habe, ob es weise wäre, dafür einen thread zu eröffnen) ->


    vorweg:


    ich halte das "konzept homöopathie" – in allen ausprägungen und formen – für unhaltbar, konkret: ich halte die erklärungen dafür, dass eine zubereitung von wirkstoffen, die so stark verdünnt wurde, dass entweder eine schwellendosis für eine pharmakologische wirkung unterschritten wird, oder dass keine oder quasi-keine wirkstoffmengen, die überhaupt eine signifikante biochemische reaktion welcher art auch immer zulassen, mehr vorhanden sind, für mich-persönlich-stark-provozierend und "falsch".


    ich lehne homöopathie aber nicht generell ab!


    und mit dieser widersinnigkeit komme ich zu meinen (meinetwegen rhetorischen) fragen:


    ist es nicht so, dass teile der menschlichen psyche so machtvoll sind oder sein könnten, dass sie sogar bösartige erkrankungen heilen oder verhindern (helfen) können?


    der placeboeffekt ist ja ein existierendes phänomen – aus meiner perspektive kann milchzucker in kugelform ihn, ohne beteiligung irgendwelcher wirkstoffe, auslösen – und dann wirkt er. messbar. tatsächlich und wirklich.


    muss dann nicht die frage gestellt werden, ob homöopathie nicht vor genau diesem hintergrund ihre berechtigung hat?!


    oder anders: man stelle sich vor, es gäbe eine große bewegung, die zum ziel hätte, selbstheilungskräfte und techniken zu deren aktivierung und gezieltem einsatz zu kultivieren, die so erfolgreich wäre, wie die homöopathie (homöopathie bringt den menschen zufriedenheit – ohne "harte chemie" – bisweilen ohne "irgendeine chemie" [sehr polemisch, ich weiß, ich hoffe, das wird richtig verstanden] – das wäre doch wunderbar. ritualistische vorgehensweisen, meditationsartig, selbst-bewusst-machend im besten sinne, ein fester teil von erziehung vielleicht, in welcher form auch immer. wer könnte sagen, dass das etwas schlechtes wäre?


    ich denke, niemand! wieso auch?! keine "echten nebenwirkungen" – nichtmal das risiko einer verzögerung schulmedizinischer therapien bei ernsthaften erkrankungen: man würde ja das "sich seiner selbst ganzheitlich bewusst werden" dergestalt üben, dass man fast schon erkennen _müsste_, wann man selber nicht mehr weiterkommt (so, wie gute heilpraktiker wissen müssen, wann sie therapeutisch keine aussichten haben; diesen punkt gibt es ja ganz oft. ist ja auch was normales!)


    und jetzt die kernfrage, eine etwas abgefahrene vielleicht:


    warum, wenn es den placeboeffekt wirklich gibt, also das "unbewusst wirkende", warum verlassen sich diejenigen, die homöopathika einnehmen, nicht auf sich selbst? warum wählen sie industrielle produkte – verkaufswaren einer auf profit orientierten, kapitalistischen industrie (ich schreibe das erneut bewusst polemisch!) – wenn sie doch durch stringentes "sich im selbsterkennen üben, sich in autosuggestion üben, sich im das-eigene-unterbewusste-steuern-üben" vielleicht gleiches erreichen könnten?


    der widersinn, den ich eigentlich in homöopathie sehe, ist, dass ich sozusagen keinen unterschied zwischen pharmaindustrie und homöopathischer industrie erkennen kann – letztere ist nur kleiner.


    ist homöopathie am ende nicht sogar notwendig, weil menschen einfach nicht "selbst-bewusst" genug sein können und sogar eine pharmaindustrie-ähnliche homöopathie-industrie brauchen – ist vielleicht sogar die abhängigkeit von einer industrie der schlüssel für diese gruppe überzeugter, weil kapitalistische systeme (das ist ja fast weltweit der fall, interessanterweise bei einigen indigenen völkern nicht!) solche phänomene nunmal mit sich bringen?


    also gemeint ist, etwas salopp: hahnemann mag ja noch idealist gewesen sein und "für seine zeit wohlklingende ideen gehabt haben" – aber ich behaupte, dass irgendwann irgendjemand erkannt haben dürfte, wie viel geld mit diesen perspektiven zu machen ist. in diesem wege wurden abhängigkeitsmechanismen auf den weg gebracht, die schlussendlich, als teil geldwirtschaftlicher mechanismen, mitgeholfen haben, dass dieses "üben-des-sich-selbst-ganzheitlich-bewusst-werdens", wenn es sich denn in unserer "zivilisierten welt" jemals hätten entwickeln können, gar keine chance mehr hatte?


    und als ergänzung:


    ich kenne so machen, der eigentlich gar keine medis nimmt & seit verblüffend langer zeit verblüffend gesund ist – keine hypertonie, kein krebs, keine erkältung-die-sich-chronifiziert – aber viel ruhe, gute arbeit, meditation, gesunde ernährung, yoga, sport & solche dinge dieser art.

    Sehr kluge Gedanken!


    Weiter gedacht: Welche "Industrien" leben davon, wenn ich Weihwasser, Heiligenbildchen, Talismane oder Pilgerfahrten für heilbringend erachte? Wem nützt der teure Kranz auf dem Grab? (dem Verstorbenen?) Wieviel fester wird meine Ehe durch eine goldenen Ring? Wer verdient an dem Blumenstrauß zum Frauentag? Was bewirken eigentlich Kerzen?


    Aber, anders gefragt: Kommt der Mensch eigentlich ohne materielle Zeichen aus? Wie rational ist das Tier namens Mensch?


    Schenken nicht auch Pinguine sich Steinchen?!

    Homöopathie kann keinen Placeboeffekt hervorrufen, da jeder, der sie anwendet weiß, dass nach 24 facher Verdünnung in etwa 1 Tropfen Wirkstoff auf den Atlantik kommt. Homöopathie ist Schwachsinn. Wasser hat kein Erinnerungsvermögen.

    also... irgendwie... *kopfkratz* ... geht dein posting an irgendwas vorbei – ich weiß nur noch nicht genau, an was.


    das ist ja ungefähr, als würdest du behaupten, dass placebos selber (die kann man als genau _solche_ in der apotheke kaufen – und im rahmen ärztlicher therapien werden sie auch schonmal ganz effektiv eingesetzt) keinen placeboeffekt brächten.


    irgendwie bist du da gerade n bisschen undifferenziert, find ich.


    :(

    Wieso denn. Bei Placebos bin ich mir sicher, einen Wirkstoff zu mir zu nehmen. Darauf beruht der Effekt ja. Ich weiß, ich nehme einen Wirkstoff und ich weiß, der muß wirken. Bei Homöopathie weiß ich, dass ich nichts anderes als Wasser trinke und hoffe, dass es eine Wirkung zeigt.

    vielleicht macht es sinn, wenn du mal mit dem als lesenswert bewerteten wikipedia-artikel zum thema startest.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie


    ich hoffe, du kommst jetzt nicht mit der "das ist ja nur wikipedia"-kritik – dann verweise ich gerne auf das diskussions-archiv des lemmas, das sicherlich den umfang von altem und neuem testament zusammen sprengt und verdeutlicht, dass der artikel durchaus kritisch(st) erstellt und immer weiter verbessert wurde.


    gute nacht!

    Zitat

    Bei Placebos bin ich mir sicher, einen Wirkstoff zu mir zu nehmen

    Bitte informier Dich mal über den Begriff "Placebo"


    Es gibt zwar den zynischen Spruch, alle Medikamente seien nur verunreinigte Placebos. Ernster gesagt, hat ein pharmakologisch wirksames Medikament oft (nicht immer! Bsp. bewusstloser Patient) einen Placeboanteil in der Wirkung, aber streng begrifflich enthält ein echtes Placebo eben keinen Wirkstoff.