Zitat

    Aber VORHER ist es nicht wumpe, ob etwas helfen WIRD.


    Das ist der springende Punkt.

    Ah, so ist das also.


    Wenn mein Hausarzt sagt:


    Wir probieren erstmal dieses und wenn das nicht hilft machen wir jenes.


    Ist das grundsätzlich falsch.


    Oder gilt das nur für Homöopathen?


    MfG

    Zitat

    Wir probieren erstmal dieses und wenn das nicht hilft machen wir jenes.

    Dann hast du einen ganz miesen Hausarzt und solltest ihn wechseln.


    Ein vernüftiger Arzt versucht zuerst die Ursache festzustellen, und danach zu therapieren. Wenn das nicht möglich ist, verweist er dich an einen Spezialisten, der weiter forschen kann.


    Der Homöopath ist per Definition ein rein symptomatisches Verfahren.

    Medikamente schlagen unterschiedlich beim Menschen an.


    Daher ist es volkommen normal das der Arzt das richtige, passende Medikamt finden muss.


    Vielleicht hilft 1 Medikament besonders gut, nur der Patient verträgt es nicht.


    Auch gibt es den Fall wobei ein Medikament ausprobiert wird um eine Reaktion und somit eine Diagnose zu ermöglichen.


    Deshalb den Hausarzt zu wechseln ist reinweg dummes Zeug.


    MfG

    Der Satz "Wir probieren erstmal dieses und wenn das nicht hilft machen wir jenes." klang so, als würde der Arzt blind rumprobieren, bis der Patient endlich Ruhe gibt (oder von alleine gesund wird) - wie ein Homöopath das macht. Und das ist eben Schwachsinn für einen Arzt.

    Warum sollte das grundsätzlich falsch sein? Versteh ich jetzt nicht.


    Bei keinem Mittel ist garantiert, daß es hilft. Daher ist jede Therapie ein Probieren.

    thofoer

    Zitat

    Der Satz "Wir probieren erstmal dieses und wenn das nicht hilft machen wir jenes." klang so, als würde der Arzt blind rumprobieren, bis der Patient endlich Ruhe gibt (oder von alleine gesund wird) - wie ein Homöopath das macht. Und das ist eben Schwachsinn für einen Arzt.

    ...Schwachsinn ist eher eine 1dimensionale Betrachtungsweise...


    Nein; das ist weder Schwachsinn noch Unvermögen, das ist legitime und gängige Praxis im Medizinalltag.


    Hat ein Arzt eine Verdachtsdiagnose, kann er sie durch a)hohen technischen-Kosten- Aufwand, oder b)pharmkologische Bestätigung ein-oder ausschließen. Hier steht die Verhältnismäßigkeit von Nutzen/Schaden im Vordergrund. Sofern dem Arzt die "Leitlinien-Zwangsjacke" dieses erlaubt.

    **Broderick

    Zitat

    Und mit dem Thema hier hat das auch nichts zu tun.

    ...aha..


    Ja was nun - am 22.07.15 20:59 legitimierst du das pharmakologische Experiment, um dann die Variante des "blinden Rumprobierens" als Schwachsinn zu deklarieren.


    Weiterhin fällt auf, dass du wissenschaftliche Beweise zur Homöopathie forderst, ignorierst aber gleichzeitig - je nach belieben - die wissenschaftlichen Beweiskriterien wie das Kreuzproduktverhältnis (odds ratio) wenn dies pro Homöopathie ausfällt.

    Zitat

    ...und nicht alles was hinkt ist ein Vergleich...

    Und nicht alles, was wie ein schlauer Spruch aussieht, ist auch einer.

    Zitat

    Weiterhin fällt auf, dass du wissenschaftliche Beweise zur Homöopathie forderst, ignorierst aber gleichzeitig - je nach belieben - die wissenschaftlichen Beweiskriterien wie das Kreuzproduktverhältnis (odds ratio) wenn dies pro Homöopathie ausfällt.

    Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise pro Homöopathie. Es gibt nur Marketing und Lobbyarbeit, die vielleicht wissenschaftlich aussehen, aber von echten Wissenschaftlern regelmäßig zerpflückt werden.


    Bei dem von dir zitierten "odds ratio" ist das schon vor 5 Jahren passiert:


    http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2008/12/10/neue-evidenz/


    Du bist nicht auf dem neuesten Stand.

    Zitat
    Zitat

    Wer heilt hat Recht.

    Nein! Wer sich einbildet zu heilen, bildet sich auch ein, Recht zu haben.


    thofoer

    Nein, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

    @ Cetus

    Zitat

    Es wäre hilfreich, wenn du die vorangegangenen Posts mit ihren Quellenangaben auch zur Kenntnis nehmen würdest.

    Die Quellenangabe hatte ich übersehen. Nichtsdestotrotz hat diese Studie keinen wissenschaftlichen Wert. Eine reines Marketing der Esoteriklobby, auch wenn es aussieht wie Wissenschaft. Selbst Professoren und Doktoren der Medizin sind vor dem Blödsinn nicht gefeit. Kann man ja leichtes Geld mit machen.


    Eine kurze Analyse und Kritik an deiner Studie kannst du hier nachlesen:


    http://arstechnica.com/science/2015/04/a-tale-of-two-placebos/

    @ rathlose

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    in, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

    Ein ganz toller Zirkelschluss. Jemand hat recht, weil er behauptet, recht zu haben. Großes Kino!


    Nein! Der Homöo-"Heiler" hat nicht geheilt. Er hat dem Patienten wirkstofffreie Zuckerkügelchen verabreicht und gewartet. Irgendwann ist der Patient von alleine gesund geworden. Hätte er keine Globuli bekommen, wäre er genauso gesund geworden. Vielleicht geht es mit Globuli schneller, weil ein "Heiler" sich um den Patienten besser kümmert. Das nennt man den Placebo-Effekt. Das ist aber keine Spezialität der Homöopathie. Den gibt's auch bei Voodoo-Tänzchen und Zaubersprüchen -- sofern man nur dran glaubt.