Zitat

    ...aha..


    Ja was nun - am 22.07.15 20:59 legitimierst du das pharmakologische Experiment, um dann die Variante des "blinden Rumprobierens" als Schwachsinn zu deklarieren.


    Weiterhin fällt auf, dass du wissenschaftliche Beweise zur Homöopathie forderst, ignorierst aber gleichzeitig - je nach belieben - die wissenschaftlichen Beweiskriterien wie das Kreuzproduktverhältnis (odds ratio) wenn dies pro Homöopathie ausfällt.

    Cetus, ich fordere nichts und legitimiere nichts. Es geht auch hier überhaupt nicht um mich oder was ich irgendwann zu welcher Uhrzeit gesagt haben soll.


    Nur darum gehts:


    Bei keinem einzigen Homöopathikum wurde jemals auch nur die allerkleinste Wirkung oder auch nur Eigenschaft nachgewiesen.


    Und das obwohl es seit über hundert Jahren immer und immer wieder versucht wird!


    Egal was für Phantasienamen auf der Verpackung draufstehen: Alles wirkt EXAKT so wie Leitungswasser, und unterscheidet sich in NICHTS von Leitungswasser.

    @ rathlos

    Zitat

    Nein, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

    Rathlos, du weißt je garnicht, wer oder was geheilt hat, wenns einem Patienten irgendwann besser geht.

    Hier mal ein erfreuliches Beispiel, dass selbst der Homöopathie-Glaube heilbar ist:

    Zitat

    Ex-Homöopathin: "Globuli sind Betrug am Patienten"


    Sie hat zehn Jahre Homöopathie gelernt, jährlich mindestens fünf Fortbildungen belegt, ihre Patienten waren hochzufrieden. Natalie Grams leitete als erfolgreiche Homöopathin eine eigene Privatpraxis in Heidelberg – bis sie beschloss, ein Buch als flammendes Plädoyer für die Heilmethode zu schreiben, um endlich alle Kritiker der Alternativmedizin zu überzeugen. Doch stattdessen wuchsen im Zuge der Recherche bei Grams selbst die Zweifel an der Homöopathie. Am Ende gab Natalie Grams sogar ihre Praxis auf – weil sie ihre Patienten nicht länger betrügen wollte... [...]

    http://www.berliner-kurier.de/gesundheit/natalie-grams-ex-homoeopathin---globuli-sind-betrug-am-patienten-,7168818,31303370.html

    "Betrug" ist ein hartes Wort. Es beinhaltet ja außer dem "Unwahrheit sagen" auch noch die Absicht der Bereicherung unter Billigung einer Schädigung des Patienten.


    Das muß keineswegs immer zutreffen.


    Es gibt auch verantwortungsbewußte Homöopathen mit guten Absichten.


    Bei eingebildeten Kranken z.B. kann man durchaus auf dem Standpunkt stehen, daß Homöopathie angebracht ist.


    Oder bei psychosomatischen Erkrankungen.


    Und auch bei allen anderen Krankheiten kann der Placeboeffekt eine tatsächliche Besserung bewirken.


    Ich sagte bewußt, man "kann auf dem Standpunkt stehen"; ich selber halte diesen Standpunkt aber für falsch. Ein Arzt sollte einem Patienten niemals ein an sich vollkommen unwirksames Mittel verordnen. Auch nicht mit den besten Absichten. Auf Dauer gesehen richtet man auch mit gutgemeinter Unwahrheit Schaden an.

    Ganz oben sagte ich das ich keine Erfahrung und keiner Ahnung habe.


    Ich möchte aber doch wissen um welche Mengen es bei dieser "Medizin" so im Durchschnitt geht.


    Milligramm pro Einname oder Tag oder sowas.


    MfG

    0,0 ist ein bissel wenig für eine Wirkung, ausser dem Placeboeffekt.


    gut.


    Wenn verschiedene Ärzte über einen langen Zeitraum nicht helfen können, ein Homöopath mit Kugelzucker oder einem Voodootanz die Krankheit kuriert, kann er immer noch heilen.


    Auch wenn er nur den Placeboeffekt gut verpackt.


    Wenns denn noch was kostet, wirkt es erst richtig, denn gutes muss ja teuer sein.


    Aber mal ganz ehrlich.


    Es laufen soviele Psychophaten ähm... Homöopathen rum, die können Ihre Erfolge doch nicht mit 0,0 nichts machen.


    Und ausschliesslich an den Placeboeffekt mag ich auch nicht glauben.


    Sind das jetzt wirklich nur alles Spinner und Geld aus den Taschen anderer zieher oder steckt da ein wenig Realität hinter wie z.B. Selbstheilungskräfte anregen?


    MfG

    Zitat

    Es laufen soviele Psychophaten ähm... Homöopathen rum, die können Ihre Erfolge doch nicht mit 0,0 nichts machen.

    Doch. Können sie.


    Sie verbuchen einfach jede Besserung, aus welchem Grund auch immer diese eintritt, als ihren höchstpersönlichen Erfolg.


    Ein geniales Geschäftsmodell.


    Und das Schönste daran: Vollkommen risikofrei, denn Falschbehandlung ist 100%ig ausgeschlossen. Egal welches Mittel verordnet wird: Nebenwirkungen sind unmöglich.


    Ein Homöopath kann nicht wegen eines ärztlichen Kunstfehlers auf Schmerzensgeld verklagt werden.


    Richtige Ärzte und Pharmakologen können von sowas nur träumen.

    Zitat

    Sie verbuchen einfach jede Besserung, aus welchem Grund auch immer diese eintritt, als ihren höchstpersönlichen Erfolg.

    DAS macht mein Hausarzt auch.

    Zitat

    Und das Schönste daran: Vollkommen risikofrei, denn Falschbehandlung ist 100%ig ausgeschlossen. Egal welches Mittel verordnet wird: Nebenwirkungen sind unmöglich.

    Einen risikofreuen Raum gibts generell nicht - auch nicht in der Medizin. Arzt und Heilpraktiker sind verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. in der Berufsordnung für Heilpraktiker in Art. 17 nachzulesen

    Zitat

    Ein Homöopath kann nicht wegen eines ärztlichen Kunstfehlers auf Schmerzensgeld verklagt werden.

    ...tolle Feststellung...:-))


    Strafrechtrelevante Fehler können natürlich geahndet werden, da unterscheidet sich ein Heiprakter oder Arzt, die homöopathisch arbeiten, von keinem Handwerker.

    Zitat

    Richtige Ärzte und Pharmakologen können von sowas nur träumen.

    Frage: was sind falsche Ärzte? :-))


    mit Pharmakologen sind wahrscheinlich Apotheker gemein? In der Tat dürchen diese nicht diagnostizieren und therpieren.


    Darum machen einige Apotheker noch eine Heilpraktiker-Ausbildung hier z.B.

    Zitat

    Der Placeboeffekt existiert ja ganz real, und regt Selbstheilungskräfte an.

    Frage: und warum lässt sich dieser Placeboeffekt nicht 'kultivieren'? Hier könnten erhebliche Geldsummen in Diagnose- und Therapieverfahen, einschl. iatrogener Schäden, eingespart werden.

    @ thofoer

    Tolle Meldung, eine homöop. Ärztin hat sich im nachhineien anders entschieden. (Wie hoch war ihr Druck durch Fremdeinwirkung? ...seis drum;


    Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 60.000 Ärzte, die homöopathische und auch anthroposophische Arzneimittel regelmäßig verordnen. Und da diese Ärzte ja wissenschaftlich ausgebildet wurden, sind diese 60TSD im Laufe ihres Berufslebens alle konvertiert.


    1vs60.000

    Zitat
    Zitat

    Ein Homöopath kann nicht wegen eines ärztlichen Kunstfehlers auf Schmerzensgeld verklagt werden.

    ...tolle Feststellung... :-))


    Strafrechtrelevante Fehler können natürlich geahndet werden, da unterscheidet sich ein Heiprakter oder Arzt, die homöopathisch arbeiten, von keinem Handwerker.

    Cetus, ein Homöopath kann garkeine strafrechtlich relevanten Fehler machen. Er kann jedes x-beliebige Homöopathikum verordnen, das ihm gerade einfällt, ohne daß irgendein Gericht ihm das jemals zum Vorwurf machen würde.


    Jedes Mittel ist genauso wirkungs- und nebenwirkungslos irgendein anderes.


    Der einzige Fehler, den man einem Homöopath tatsächlich vorwerfen kann ist, daß er bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung den Patienten nicht zu einem echten Arzt schickt.


    Ansonsten hat er vollkommene Narrenfreiheit.

    Zitat

    Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 60.000 Ärzte, die homöopathische und auch anthroposophische Arzneimittel regelmäßig verordnen. Und da diese Ärzte ja wissenschaftlich ausgebildet wurden, sind diese 60TSD im Laufe ihres Berufslebens alle konvertiert.

    Cetus, wenn die an die Wirksamkeit tatsächlich glauben würden, hätten sie bei ihrer Ausbildung geschlafen.


    Sie machen das Spiel mit, weil sie damit zahlungskräftige Privatpatienten locken und eingebildete Kranke zufrienstellen können, ohne ihr Budget zu belasten.


    Nachvollziehbar und nicht per se verwerflich.

    Nochmals ganz langsam: diese 60.000 sind ECHTE ÄRZTE! mit der Zusatzausbildung Homöopathie und mit der Zulassung zur Abrechnung zur GKK. Also nix mit PRIVATERSICHERUNGEN.


    Immer mehr gesetzliche Krankenkassen erstatten die ärztliche Homöopathie


    Im Rahmen der Selektivverträge Klassische Homöopathie hat der DZVhÄ mit zahlreichen Krankenkassen Verträge abgeschlossen, die den Patienten die Möglichkeit der homöopathischen Behandlung bei einem Vertragsarzt bieten. In einigen dieser Verträge sind auch Krankenhäuser und Apothekerverbände kooperierende Vertragspartner. So müssen Sie für die homöopathische Behandlung in der Kassenpraxis nicht selber bezahlen, sondern die Kosten der Behandlung werden direkt von Ihrer Krankenkasse abgerechnet, vorausgesetzt dass diese an einem der "Selektivverträge Klassische Homöopathie" des DZVhÄ teilnimmt


    Guckst du hier:


    https://www.dzvhae.de/homoeopathie-fuer-patienten/kosten---erstattung-1-402/gkv-versorgung/immer-mehr-gesetzliche-krankenkassen-erstatten-die-aerztliche-homoeopathie.html


    Hoffentlich wird dein Weltbild jetzt nicht irreversible geschädigt