Zitat

    Dann verstehe ich einfach nicht, warum das die ganzen Studien, die zum Thema gemacht wurden, nicht auch herausbekommen haben.

    Es gibt genug Studien, welche die Wirkung belegen.


    Bei der Bioresonanz ist die Erfolgsquote offenbar nicht so hoch.


    Ich kenne viele Hundehalter und frage immer mal nach, wenn sie solche Behandlung mitgemacht haben.


    Hier hat fast jeder Tierheilpraktiker ein Bioresonanzgerät.


    Da wird dann allenfalls mal von subjektiven Verbesserungen berichtet.


    "Ich finde, es ist etwas besser geworden" sind die Aussagen.


    Das wäre mir zu wenig. Außerdem sind die Behandlungen langwierig und teuer.


    Das war bei meinen 3 Erfahrungen nicht so.


    Das war günstig und hat schnell geheilt.


    Monsti meint ja, es gibt erfahrene und unerfahrene Behandler.


    Ich habe eher den Eindruck, es gibt gute und schlechte Geräte.

    Dass man nicht in der Technik nach Antworten suchen soll, finde ich als Techniker nur bedingt richtig. Schließlich werden die BICOM-Geräte gebaut und genutzt und ich will wissen, wie sie funktionieren. Ich suche also derzeit nach Bedienungs- und Service-Anleitungen. Dies habe ich bereits gefunden, leider in Englisch (mich stört das nicht so sehr):


    http://files.alternativna-liecba.webnode.sk/200000002-e5343e628f/optima_brochure_.pdf


    (Kommentar: hier scheint man es mit der sonst üblichen Geheimniskrämerei nicht so genau zu nehmen...)


    *:)

    Das BICOM Optima hat auch eine PC-Schnittstelle (Windows), mit der sich das Gerät steuern lässt und die auch eine Patientenverwaltung enthält. Herunterladen wird nicht viel Zweck haben, weil sie mit einem Hardware-Dongle kopiergeschützt ist. Hier das 85seitige Handbuch in Englisch für die "Hartgesottenen" unter uns. Ich werde es mal Schritt für Schritt durcharbeiten, vielleicht kommen wir dadurch der tatsächlichen Funktionsweise etwas näher. Hilfe gern gesehen! @:)


    https://bioresonance.com/wp-content/uploads/2017/01/Bicom-Optima-Manual.pdf


    *:)

    Kulturschaffender

    Ich kann da leider nicht mithelfen, da wie gesagt "Technik-Idiotin". Aber die Ergebnisse interessieren mich schon.


    Andererseits bin ich nach einem heutigen Gespräch mit einer Hundebesitzerin wieder mit einer echten und vor allem rasanten Heilung durch die BRT konfrontiert worden. Irgendwas muss also dabei passieren.

    Vielen Dank für die Links, Kulturschaffender!


    Ich denke, mehr Antwort auf meine Ausgangsfrage wird es nicht geben. Es geht also unterm Strich um Einflussnahme auf die Zellkommunikation. Zu den dazugehörigen Prinzipien und wie sie technisch umgesetzt sind kann hier sicher niemand fundiert Auskunft geben.

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    Anders als bei der Homöopathie, bei der ich mich frage, ob da überhaupt irgendwas anderes a

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    ls die Zusammenhänge wirken, die auch für den Placeboeffekt verantwortlich sind, ist Bioresonanz mit Sicherheit ein reales Phänomen.

    Die Frage ist eher, was man unter "Bioresonanz" exakt versteht - erst dann kann man überprüfen ob es sich um ein reales Phänomen handelt.


    Zwei extreme Beispiele: Es ist hinlänglich bekannt, dass man lebende Tiere nicht in einem Mikrowellenofen trocknen darf. Die Mikrowellenfrequenz steht in Resonanz mit Eigenfrequenzen des Wassermoleküls, so dass Wasser die Energie aufnimmt, was zu einer Erhitzung von innen führt. Was lebt überlebt das nicht.


    Man könnte einen Hund schon in eine Mikrowelle trocknen - aber es wäre alles andere als effizient. Da die Mikrowellen eben nicht nur auf der Hautoberfläche (dort wo der Hund naß ist) absorbiert werden sondern auch in tiefere Gewebeschichten gelangen - an denen der Hund ja nun keinesfalls "getrocknet" werden soll. Zur Oberflächentrocknung sind Mikrowellen daher ziemlich ungeeignet. Wesentlich effizienter ist es den Verdunstungseffekt zu nutzen in dem man möglichst viel trockene Luft zuführt - also z.B. "föhnen".

    Zitat

    Als Kontrast zu diesem sehr physikalischen Beispiel eines aus der Gehirnforschung: Wenn bestimmte Vorstellungen angeregt werden, z.B. durch ein paar Worte, einem Satz, einer Frage eines anderen Menschen, treten korrespondierende Neuronenareale dazu in Resonanz und werden aktiv.

    Falsch - zwar aktivieren bestimmte Gedanken bestimmte Hirnareale. Aber das hat nun rein gar nichts mit physikalischer Resonanz zu tun. Das Gehirn besteht aus Billiarden von Nervenzellen die praktisch alle gleich aufgebaut sind. Wie sollen die alle eine unterschiedliche Resonanzfrequenz haben die ganz gezielt einen winzigen Teil dieser Billiarden von Nervenzellen anspricht?


    Wenn ich einem Computer die Aufgabe gebe die Quadratwurzel von 2 zu berechnen, dann werden in der CPU auch bestimmte Bereiche aktiv - d.h. aber genauso wenig etwas mit Resonanz zu tun wie im menschlichen Gehirn.

    Zitat

    Wenn man so will könnte man sogar Gesprächstherapien als Bioresonanzmethode ansehen.

    Man kann viel wenn der Tag lang ist - aber mit Resonanz im physikalischen Sinne hat das nun wirklich nichts mehr zu tun - wenn man mal davon absieht das sie Schallwellen die ein Gespräch verursacht im menschlichen Ohr kleine Knöchelchen zum Schwingen bringt was dann durch Nervenzellen erfasst und elektrisch weitergeleitet wird.

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    Aber klar, das ist hier natürlich nicht gemeint. Eher wohl das Bild der Mikrowelle, die ja nicht deswegen destruktiv ist, weil sie Wassermoleküle zu Schwingungen anregt, sondern weil sie das mit mehreren 100 Watt Leistung tut.

    Auch das ist so nicht ganz richtig - die Mikrowellen regen nicht nur Wassermoleküle an sondern durchaus auch andere Moleküle - allerdings sinkt der Wirkungsgrad dabei rasant je mehr deren Resonanzfrequenz von der verwendeten Mikrowellenfrequenz abweicht. Das ist insofern bedeutet weil es zur Folge hat das man eben keinesfalls ganz gezielt die Wirkung auf bestimmte Moleküle beschränken kann.


    Dazu kommt noch das die Resonanzfrequenz eines Moleküls hauptsächlich von seiner Masse abhängt. Wasserstoffmoleküle gehören zu den den kleinsten stabilen Molekülen überhaupt.


    Schaut man sich komplexere Moleküle wie Eiweiße, Kohlenhydrate usw an dann gibt es bei annähernd gleicher Masse sehr viele unterschiedliche Arten von Molekülen - mit annähernd gleicher Resonanzfrequenz.


    Und daher kann man durch externe Strahlung auch nicht mehr gezielt nur bestimmte Molekülarten zum Schwingen bringen.

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    Als Diagnosegerät müsste es sich meiner Vorstellung nach um ein Gerät handeln, das ein Spektrum von elektromagnetischen Frequenzen (ähnlich einem Regenbogen beim Licht) durch den Körper schickt und gleichzeitig die Resonanzantwort des Körpers misst, also bei welcher Frequenz wie viel Energie absorbiert wird.

    Selbst wenn man auf diese Weise Krankheiten diagnostizieren könnte (was ja keineswegs zwangsläufig der Fall sein muß) dann wäre ein übliches Bioresonanzgerät das typischerweise mit ein paar Kabeln auskommt dazu vollkommen ungeeignet.


    Man müßte den Körper schon in eine Meßeinrichtung bringen die alle elektromagnetischen Wellen erfasst die der Körper an seiner Oberfläche abstrahlt. Ansonsten gleicht das dem Versuch die Größe und Form eines Waldbrands zu untersuchen in dem man an zwei Stellen die Temperatur mißt.


    Aber selbst wenn man die vom Körper abgestrahlten elektromagnetischen Wellen vollständig messen könnte würde das immer noch keine detaillierten Aussagen über die Energieverteilung im Körper liefern.


    Um wieder auf den Computer zu kommen.


    Wenn der gerade intensiv arbeitet dann strahlt er auch mehr elektromagnetische Wellen (z.B. im Infrarotbereich) ab als im Ruhezustand. Daran kann man aber bestenfalls erkennen dass er arbeitet - ob er gerade den Programmcode eines Computervirus oder ein nützliches Programm ausführt läßt sich damit nicht unterscheiden.

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    Die Kunst wird dann sein, aus diesem Antwortmuster irgendeinen sinnvollen Zusammenhang mit physiologischen Vorgängen im Körper herzustellen.

    Das ist keine Kunst - das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Genauso wie es unmöglich ist mit einem analogen Voltmeter zu bestimmen was im Inneren eines Computers gerade berechnet wird.

    Zitat

    Damit das überhaupt möglich ist, muss es wohl mit einer extrem genauen Frequenzauflösung arbeiten, schließlich sind die biologisch aktiven Moleküle vielfältig und komplex.

    Auch das nützt nichts - weil eben z.B. Wassermoleküle zwar eine bestimmte Resonanzfrequenz haben - aber eben auch durch benachbarte Frequenzen (wenn auch weniger stark) angeregt werden.


    Ändert man die Frequenz einer Küchenmikrowelle um 1 Hertz nach oben oder unten dann funktioniert die immer noch - nur sind der Wirkungsgrad vielleicht um 0,001%.


    Und solche Fehler liegen weit unterhalb dessen was ein "handelsübliches" Bioresonanzgerät messen kann. Alleine schon durch die sich ständig veränderte Hautfeuchtigkeit und unterschiedlichen Anpressdruck den Meßsonden hat man eine Störgröße durch die es vollkommen unmöglich wird solche Feinheiten zu messen.

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    Aber ich halte es prinzipiell für möglich, auf diese Weise Aufschluss über den Aktivierungszustand bestimmter Komponenten z.B. des Immunsystems zu erhalten.

    Ganz unabhängig von den physikalischen Gegebenheiten könnte man ja relativ einfach überprüfen, ob Bioresonanz dazu in der Lage ist.


    Man müßte einfach nur den gleichen Patienten in kurzer Zeit von 10 verschiedenen Personen entsprechend untersuchen lassen.


    Würde die Methode funktionieren müßten die (unabhängig voneinander und ohne vorherige Absprache) ja zum gleichen Meßergebnis kommen.


    Solche Experimente wurden gemacht - und haben gezeigt das die Ergebnisse ungefähr so reproduzierbar sind wie die Ergebnisse von Bleigießen an Silvester....

    Mein Großvater mütterlicherseits z.B. war neben seinem eigentlichen Beruf als Sattlermeister auch Rutengänger. Er war mittels Rute in der Lage, auf 50 cm genau die Tiefe einer Wasserader zu bestimmen, und dies bis in ca. 40 m Tiefe - je nach Gestein. Ich war bei seiner Auftragsausübung oft dabei und konnte somit mit eigenen Augen sehen, dass er sich nie irrte. Einmal war er bei einem Auftraggeber, der unterhalb eines Weinbergs einen Brunnen errichten wollte. Mein Großvater streckte lediglich seine Hände aus und sagte: Hier zu bohren, lohnt sich nicht, sagte es, nahm mich bei der Hand und ging.


    Die Vorstellung das Wasser in "Adern" fließt stammt aus dem Mittelalter und ist geologisch gesehen ein extrem seltenes Phänomen - was man leicht daran erkennt wenn man sich mal eine große Baugrube eines Hochhaus oder ähnlichem ansieht.


    Dabei wird nämlich seltsamerweise nie eine "Wasserader" angegraben aus der dann das Wasser wie aus einem Rohr in die Baugrube strömen würde und wenn doch dann war es keine "Wasserader" sonder eben tatsächlich eine Wasserrohr das man übersehen hat.


    Wasser kommt hierzulange in bestimmten Schichten vor - die zwar (wie die Erdoberfläche auch) nicht vollkommen plan sind aber eben doch mehr einer faltigen Stoffdecke gleichen als einer "Ader".


    Mit etwas Erfahrung bei der Betrachtung eines Geländes, des Pflanzenwuchs und den lokalen Verhältnissen kann man einigermassen abschätzen wie tief diese wasserführende Schicht (die eben alles andere als die Form einer Ader hat) circa liegt.


    Würde man 10 Meter entfernt von der Stelle an der so ein Rutengänger eine Wasserader ausgemacht zu haben glaubt zur Kontrolle ebenfalls einen Brunnen graben dann würde man in fast allen Fällen in annähernd gleicher Tiefe ebenfalls auf Wasser stoßen.


    In der Praxis wird man sich diese Mühe einer zweiten Grabung natürlich eher selten machen - was will man auch mit zwei Brunnen im Abstand von 10 Metern?


    Das Rutengänger nicht in der Lage sind zu erkennen ob wenige Meter unter ihnen nun Wasser vorhanden ist oder nicht wurde x-fach getestet.


    Und das man in Mitteleuropa fast überall auf Grundwasser stößt wenn man (idealerweise in einer natürlichen Senke) nur tief genug gräbt ist auch nichts neues.

    Zitat

    Ich habe eher den Eindruck, es gibt gute und schlechte Geräte.

    Und ich bin mir sicher, dass Krankheitsverläufe selbst beim gleichen Patienten (ob Hund oder Mensch) unterschiedlich ausfallen können.


    Mal fällt eine Erkältung relativ harmlos aus und heilt wieder schnell - mal rotzt man wochenlang bis sie überstanden ist.


    Mal verschwindet eine Zerrung innerhalb weniger Stunden - mal dauert es mehrere Tage bis wieder alles im grünen Bereich ist.

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    Mal fällt eine Erkältung relativ harmlos aus und heilt wieder schnell - mal rotzt man wochenlang bis sie überstanden ist.

    Bei dem einen ist eine simple Erkältung, bei dem anderen wars ne Grippe.

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    Mal verschwindet eine Zerrung innerhalb weniger Stunden - mal dauert es mehrere Tage bis wieder alles im grünen Bereich ist.

    Muskelkater, Muskelfaserriss, überdehnt?


    Schlaganfall zeigt je nach Lokalisation auch eine unterschiedliche Klinik. Und doch bleibt es der gleiche Name.

    ElkeO

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    Dabei wird nämlich seltsamerweise nie eine "Wasserader" angegraben aus der dann das Wasser wie aus einem Rohr in die Baugrube strömen würde und wenn doch dann war es keine "Wasserader" sonder eben tatsächlich eine Wasserrohr das man übersehen hat.

    Was geschieht, wenn man unbeabsichtigt einen artesischen Brunnen erzeugt, konnte ich gerade in einer Großbaustelle sehen. Da spritzte das Wasser an die fünf Meter hoch aus der Tiefe. Dass in 15 m Tiefe keine Wasserrohre verlaufen, darin sind wir uns doch hoffentlich einig.

    Zitat

    Würde man 10 Meter entfernt von der Stelle an der so ein Rutengänger eine Wasserader ausgemacht zu haben glaubt zur Kontrolle ebenfalls einen Brunnen graben dann würde man in fast allen Fällen in annähernd gleicher Tiefe ebenfalls auf Wasser stoßen.

    Eben nicht. Das mag im norddeutschen Flachland vielleicht so sein, wo die Schichtung im Untergrund keine große Verwerfungen besitzt, doch ganz sicher nicht z.B. in der süddeutschen Schichtstufenlandschaft, wo mein Großvater tätig war. Auch bei uns in den Alpen wechseln die geologischen Verhältnisse extrem kleinräumig. Neben unserem Grundstück befindet sich der Grundwasserspiegel nachgewiesenermaßen in ca. 35-40 m Tiefe. Das wissen wir, weil der Nachbar eine Bohrung veranlasst hatte (Erdwärmepumpe). Etwa 80 m weiter Richtung Tal tritt eine ergiebige Quelle an die Oberfläche.


    Aber das hat jetzt mit der Bioresonanz nichts zu tun. Das Beispiel meines Großvaters war nur eine Verdeutlichung, dass wir unterschiedlich stark auf Schwingungen welcher Art auch immer reagieren: der eine überhaupt nicht, der andere sehr stark. Dazwischen gibt es sicherlich unendlich viele Nuancen.

    ElkeO

    Eine Wiederbelebung des Fadens :-o :-) .


    Ich sehe keine Widersprüche zwischen dem, was Du schreibst, und was ich und andere schon geschrieben haben. Von Dir nehme ich mit, dass Du deutlich skeptischer bist, was die Möglichkeiten elektromagnetischer Resonanz betrifft. Zwar gibt es solche Resonanzen ("Mikrowelle"), aber die scheinen eher nichts mit Heilung durch "Bioresonanz" zu haben - im Heilungskontext in Anführungszeichen, weil völlig unklar ist, was das für ein Wirkmechanismus sein könnte. Wir vermuteten im Verlauf des Fadens dann auch eher Mechanismen der Aktivierung von Selbstheilungskräften. Dass also z.B. die Interaktion des Therapeuten mit dem Klienten eine wesentliche Rolle spielt und das technische Gerät für den Therapeuten das sein könnte, was für einen Schamanen z.B. seine Rassel oder Trommel ist.

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    mit Resonanz im physikalischen Sinne hat das nun wirklich nichts mehr zu tun

    Ich möchte die Anregung aufnehmen und weg von der physikalischen Resonanz kommen hin zu dem, was man als Resonanz zwischen Menschen oder als Resonanz zwischen Mensch und Natur bezeichnen kann. Der Soziologe Hartmut Rosa hat ein viel beachtetes Buch mit dem Titel "Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung" geschrieben. Ich finde die Unterscheidung zwischen resonanten und stummen Beziehungen anregend. Damit ist zwar keine physikalische Resonanz gemeint. Aber nicht jede Resonanz muss im physikalischen Sinne ein Rückkopplungseffekt von Eigenschwingungen sein. Bei dem Resonanzkörper eines Musikinstrumentes wäre es schlimm, wenn er bestimmte Töne massiv verstärken würde. Auch beim Schreiben in einem Forum wie diesem gibt es üble Missklänge, wenn man gegenseitig einen Nerv trifft und sich das dann aufschaukelt. Das wäre dann wie die Geige, die bei bestimmten Tönen zu schnarren beginnt.


    Ich kann mir also gut vorstellen, das Thema zu erweitern auf Resonanzen in der menschlichen Kommunikation, und nicht nur solche, die sich aufschaukeln wie beim Streit oder Verlieben, sondern solche, die ausgleichend, wohltuend, gar heilend wirken kann. Vom einfachen "Ich fühle mich verstanden" bis zur grenzenlos überraschten Feststellung: "Die Symptome sind weg!"

    Dass es so etwas geben muss, bemerkte ich durch einen TaiChi-Kurs und Beschäftigung mit Reiki. (Chi = Energie). Eine der TaiChi-Phasen während eines kompletten Bewegungsablaufes (Form) heißt "Wecke das Chi". Dabei stellt man sich vor, einen 20 bis 30cm großen Ball vom Boden aufzuheben und diesen vorm Bauch zu drehen. Recht schnell stellt sich ein Wärmegefühl zwischen den beiden Händen ein, welches über das Maß der zu erwartenden Wärmestrahlung hinausgeht. Kann jeder selbst probieren; ist man dabei allein, blamiert man sich auch nicht.


    *:)

    Noch ein Thema: Ich las vor einiger Zeit das Buch einer Amerikanerin, die - nicht ganz freiwillig - eine Zeitlang mit einem Aborigines-Stamm im Outback lebte. Sie beschrieb das Phänomen der Gedankenübertragung zwischen den Stammesmitgliedern (keine sprachlichen Gedanken, sondern Bilder). So soll ein Jäger des Stammes in eine Schlucht gestürzt sein und sich dabei verletzt haben; er übermittelte das Bild seines Unfallortes und konnte so gefunden werden...


    *:)

    Zitat

    Was geschieht, wenn man unbeabsichtigt einen artesischen Brunnen erzeugt, konnte ich gerade in einer Großbaustelle sehen. Da spritzte das Wasser an die fünf Meter hoch aus der Tiefe.

    Auch ein artesischer Brunnen setzt weder eine "Wasser-Ader" voraus noch belegt er die Existenz einer solchen.


    Dass in 15 m Tiefe keine Wasserrohre verlaufen, darin sind wir uns doch hoffentlich einig.


    Neben unserem Grundstück befindet sich der Grundwasserspiegel nachgewiesenermaßen in ca. 35-40 m Tiefe.


    Eben: Der Grundwasserspiegel - und nicht der Abstand zur nächsten Wasserader.

    Zitat

    Das wissen wir, weil der Nachbar eine Bohrung veranlasst hatte (Erdwärmepumpe). Etwa 80 m weiter Richtung Tal tritt eine ergiebige Quelle an die Oberfläche.

    "Richtung Tal" geht es i.A. bergab - es ist also nicht ungewöhnlich wenn dort Grundwasser in Form einer Quelle an die Oberfläche tritt an das man "Richtung Berg" nur durch eine Bohrung kommt.


    Also auch kein Indiz für eine "Wasser-Ader".


    Und auch in Norddeutschland sind "Rutengänger" unterwegs die behaupten "Wasser-Adern" aufspüren zu können.

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    Aber das hat jetzt mit der Bioresonanz nichts zu tun. Das Beispiel meines Großvaters war nur eine Verdeutlichung, dass wir unterschiedlich stark auf Schwingungen welcher Art auch immer reagieren: der eine überhaupt nicht, der andere sehr stark.

    Nein wir reagieren eben nicht auf "Schwingungen aller Art" - wenn auch unterschiedlich stark.


    Niemand "reagiert" auf die Schwingungen der Funkwellen die z.B. ein Smartphone abstrahlt - niemand kann (ohne Hilfsmittel) besser als es mit purem Raten möglich ist herausfinden ob ein Smartphone das in einer Papiertüte steckt gerade sendet oder im "Flugzeug-Modus" ist.


    Kein Mensch reagiert auf die Signale welche GPS-Satelliten aussenden.


    Und auch Röntgenstrahlung oder radioaktive Strahlung spüren kein Mensch unmittelbar - sondern wenn überhaupt nur die medizinischen Folgen wenn die Strahlenmenge eine bestimmte Dosis überschreitet.


    Und kein "Rutengänger" konnte jemals belegen, dass er mit seine Rute das Vorhandensein oder die Abwesenheit von irgendeiner Substanz (ob Wasser, Gold oder was auch immer) bestimmen konnte.

    Zitat

    Dazwischen gibt es sicherlich unendlich viele Nuancen.

    Es gibt auch unendliche viele Nuancen bei der Höhe die ein Mensch erreichen kann wenn er aus dem Stand springt.


    Trotzdem schafft es niemand (ohne Hilfsmittel) aus dem Stand drei Meter hoch zu springen.

    Von Dir nehme ich mit, dass Du deutlich skeptischer bist, was die Möglichkeiten elektromagnetischer Resonanz betrifft. Zwar gibt es solche Resonanzen ("Mikrowelle"), aber die scheinen eher nichts mit Heilung durch "Bioresonanz" zu haben


    Eine thermische Wirkung die eventuell einen medizinischen Effekt hat kann ich mir bei Mikrowellen durchaus vorstellen - nur hat das eben nichts mit dem zu tun was die Hersteller solcher Bioresonanzgeräte behaupten.


    weil völlig unklar ist, was das für ein Wirkmechanismus sein könnte.


    Es ist aber völlig klar, dass physikalische Resonanz die man durch elektromagnentische Wellen verursacht (die obendrein nur über zwei Elektroden in den Körper gelangen) vollkommen ungeeignet ist um gezielt bestimmte Organe oder gar Zellen zu beeinflußen.


    Das geht genauso wenig wie man mit eine Panzerfaust einer Ameise gezielt ein Auge wegschießen kann.

    Zitat

    Wir vermuteten im Verlauf des Fadens dann auch eher Mechanismen der Aktivierung von Selbstheilungskräften. Dass also z.B. die Interaktion des Therapeuten mit dem Klienten eine wesentliche Rolle spielt und das technische Gerät für den Therapeuten das sein könnte, was für einen Schamanen z.B. seine Rassel oder Trommel ist.

    Wenn man das vermutet dann sollte man nicht gleichzeitig mit Mikrowellen und Resonanz im physikalischen Sinne argumentieren - damit suggeriert man eine wissenschaftliche Plausibilität für das Verfahren, die es schlicht nicht gibt.

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    Ich möchte die Anregung aufnehmen und weg von der physikalischen Resonanz kommen hin zu dem, was man als Resonanz zwischen Menschen oder als Resonanz zwischen Mensch und Natur bezeichnen kann.

    Und ich möchte an der Stelle klar stellen, dass das eine (Resonanz im physikalischen Sinne) nichts aber auch gar nichts mit der "Resonanz zwischen Menschen - oder zwischen Mensch und Natur" (was auch immer das überhaupt konkret sein soll) zu tun hat.


    Es ist aber eine beliebte Vorgehensweise von Esoterikern und "Alternativmedizinern" Begriffe wie Energie, Resonanz, Schwingung, Frequenz usw. die in der Wissenschaft eine klar und exakt definierte Bedeutung haben zu verwenden um die eigene Lehre auf scheinbar wissenschaftliche Grundlagen zu stellen - aber dann diese Begriffe mit vollkommen neuen, typischerweise alles andere als klar definierten Bedeutung zu versehen.

    Zitat

    Der Soziologe Hartmut Rosa hat ein viel beachtetes Buch mit dem Titel "Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung" geschrieben. Ich finde die Unterscheidung zwischen resonanten und stummen Beziehungen anregend.

    Die Hersteller von "Bioresonanz-Geräten" schwafeln aber von konkreten Frequenzen die offensichtlich in Form elektromagnetischer Wellen an den Körper abgegeben werden - und nicht von einer "Soziologie der Weltbeziehung" die wohl kaum auf elektromagnetischen Wellen bestimmter Frequenz basiert...

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    Aber nicht jede Resonanz muss im physikalischen Sinne ein Rückkopplungseffekt von Eigenschwingungen sein.

    Im physikalischen Sinne muss eine Resonanz das sehr wohl sein - und wenn der Begriff Resonanz nicht im physikalischen Sinne benutzt wird dann sollte man zunächst einmal definieren wie der Begriff "Resonanz" in diesem anderem Gebiet nun exakt definiert ist.

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    Bei dem Resonanzkörper eines Musikinstrumentes wäre es schlimm, wenn er bestimmte Töne massiv verstärken würde.

    Unsinn - genau diese Eigenschaft von Musikinstrumenten eine bestimmte Resonanzfrequenz zu haben die je nach Musikinstrument entweder eine festgelegte Frequenz hat (z.B. eine Orgelpfeife oder eine Trommel) oder aber durch mechanische Beeinflußung (Posaune durch Veränderung der Rohrlänge, Gitarre durch Veränderung der Saitenlängen durch Fixierung mit dem Finger) erlaubt es ja gerade erst einem Musikinstrument Töne in definierter Höhe zu entlocken.


    Ansonsten würden Musikinstrumente nur eine Form von Rauschen von sich geben.

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    Ich kann mir also gut vorstellen, das Thema zu erweitern auf Resonanzen in der menschlichen Kommunikation, und nicht nur solche, die sich aufschaukeln wie beim Streit oder Verlieben, sondern solche, die ausgleichend, wohltuend, gar heilend wirken kann. Vom einfachen "Ich fühle mich verstanden" bis zur grenzenlos überraschten Feststellung: "Die Symptome sind weg!"

    Und ich kann mir vorstellen das man viel "Schwurbeln" kann solange man mit Begriffen um sich wirft deren Bedeutung man nicht klar definiert hat.


    Das mag zwar für den ein oder anderen ein netter Zeitvertreib sein - aber leider einer der zu keinerlei verwertbaren Erkenntnissen führt.


    Womit wir wieder bei Bioresonanzgeräten sind die weder dazu taugen Diagnosen zu stellen (könnten sie das dann müßten sie auch reproduzierbare Diagnosen liefern) noch diese wirksam (im Sinne über den Placeboeffekt hinaus) zu behandeln.


    Die Wirksamkeit beschränkt sich am Ende darauf dass die Hersteller solcher Geräte gutgläubigen Heilpraktikern und "Alternativmedizinern" Geld für solche Geräte abknöpfen können, die sich das dann wiederum von gutgläubigen Patienten beschaffen.