Augen lasern um Risiko Netzhautablösung zu verringern?

    Hallo ihr,


    ich habe -6,5 und -6,0 Dioptrin. Gerade bei der Hitze momentan fällt mir vermehrt auf, dass ich 'Fäden' sehe oder kleine 'Punkte'. Schwer zu beschreiben.

    Ich habe also einen Termin beim Augenarzt gemacht. Sehstärke ist in Ordnung und an der Netzhaut fehlt nichts. Das wäre eine normale Glaskörpertrübung, die bei Kurzsichtigkeit inhöheren Dioptrin oft vorkommt. Auch meinte er, dass bei einer höheren Dioptrinzahl das Risiko einer Netzhautablösung größer ist als wenn man besser sieht.

    Ich sollte alle drei Jahre zur Kontrolle kommen; ausser natürlich es würde schlimmer werden und gar nicht mehr verschwinden.


    So... jetzt aber meine Laienmeinung :)

    Wenn ich mich jetzt zB lasern lassen würde... dann würde ich doch besser sehen und somit müsste doch auch dieses Risiko der Netzhautablösung auch sinken... oder??


    Ich spiele schon seit Jahren immer wieder mit dem Gedanken meine Augen lasern zu lassen, mir war es bisher aber einfach schlicht zu teuer und mal ganz davon abgesehen hab ich auch irgendwie Schiss vor sowas... aber wenn es natürlich auch noch zur Risikominimierung dienen würde, dann wäre das natürlich ein großer Pluspunkt auf der Pro-Seite :)


    Danke für eure Meinungen!

  • 10 Antworten

    Das Risiko einer Netzhautablösung bei Kurzsichtigkeit ist v.a. bedingt durch den verlängerten Augapfel, der die Netzhaut stärker unter Zug setzt. V.a. im Alter, wenn die Elastizität des Auges nachlässt, kann es zu Netzthautrissen oder -löchern kommen.

    Die Ursache für die Kurzsichtigkeit ist, dass der Brennpunkt (Fokus) im zu langen Augapfel nicht genau auf der Netzhaut liegt, sondern davor im Glaskörper.

    Mir ist nicht klar, warum das Lasern das Risiko einer Netzhautablösung verringern soll. Es korrigiert die Kurzsichtigkeit mittels einer chirurgischen Korrektur an der Hornhaut. Dadurch wird die Brechung des einfallenden Lichts so verändert, dass der Fokus wieder auf der Netzhaut liegt. Die Länge des Augapfels verändert sich nicht. Durch das Lasern entsteht zudem ein (wenn auch nur geringes) weiteres Risiko, nämlich einer Hornhautschädigung. Ausserdem gibt es Voraussetzungen für das Lasern, z.B. eine ausreichend dicke Hornhaut, keine Entzündungen oder Veränderungen an der Hornhaut, keine Augenerkrankungen oder Diabetes bzw. Rheuma.

    Das was du beschreibst sind harmlose Glaskörpertrübungen, sogen. "Mouches volantes". Der Rat deines Augenarztes zu regelmäßigen Kontrollen ist also völlig ok. So lange diese "Mücken" nicht größer werden gibt es keinen Grund zur Sorge. Wichtig wäre auch eine regelmäßige Glaukom-Vorsorge (Grüner Star), da ein krankhaft erhöhter Augeninnendruck das Risiko einer Netzhautablösung vergrößert.

    Ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen: Das Risiko für eine Netzhautablösung kommt durch den zu langen Augapfel - beim Lasern wird lediglich die Hornhaut manipuliert und nichts an der Augenlänge verändert, somit vermindert es das Risiko einer Netzhautablösung nicht im Geringsten.


    Das Lasern der Augen dient einzig und allein dazu - wenn es erfolgreich ist (was niemand im Voraus garantieren kann) -, dass man bis zur nächsten Sehstärkenänderung oder bis zum Eintreten der Alterssichtigkeit keine Brille braucht.

    Hier werden offensichtlich unterschiedliche Arten des Laserns durcheinander geworfen:

    1) Bei mir wurden vor über 30 Jahren die Augen gelasert, um das Risiko einer Netzhautablösung zu verringern. Dabei wurde jedoch nicht die Hornhaut und damit die Sehschärfe "optimiert", sondern die Netzhaut wurde gelasert und so quasi an den Augenhintergrund "angetackert". Später sagte mir ein Arzt, dass man das so heute nicht mehr machen würde. Außerdem wurde ein Freund bei einer Netzhautablösung erfolgreich operiert.


    2) Lasern zur Verbesserung der Sehschärfe bringt wie bereits oben erklärt in dieser Hinsicht rein gar nichts.

    Ich hatte Netzhautablösungen mit größeren OP's und nachfolgendem Lasern.

    Das von Dir erwähnte Lasern bringt bzgl. Risiko Netzhautablösung GAR NICHTS. Die resultiert aus dem bei Kurzsichtigen zu langen Augapfel und dem Zug, den Augapfel im Augenhintergrund und Glaskörper im Auge auf die dazwischen liegende Netzhaut ausüben. Haben Hanna Maria und andere Vorschreiber schon prima erklärt.


    Die Trübungen können nervig sein - da ist es wichtig, sich nicht drauf zu konzentrieren, sondern sie möglichst zu ignorieren. Ich habe da als Folge der Ablösungen und OP's einiges zurückbehalten. Jetzt, wo ich hier schreibe (weißer Untergrund ist blöde), fällt es mir sehr auf. Im normalen Alltag ohne Fokus darauf aber nicht.

    Ansonsten bleibt Dir nur - wie schon erfolgt - zu raten, regelmäßige Kontrollen vornehmen zu lassen: Netzhaut (auch wenn das mit den Pupillentropfen blöd ist), Augeninnendruck. Bei mir hat ein Augenarzt die Netzhaut nie richtig kontrolliert, ich kannte das Risiko nicht - Ergebnis waren die Ablösungen mit ihren Folgen.

    Alle 3 Jahre finde ich zu wenig; m.M.n. wäre 1x im Jahr sinnvoll...

    wie alt bist Du denn?

    ab Mitte 40 sind Schlieren /Mücken normal, weil sich das Gel auf dem Augapfel löst. deswegen sieht man es plötzlich. ich glaube, es gibt auch noch Bänder, die normal fest liegen, aber sich ebenfalls abheben, auch die sieht man dann.

    Also wenn du deine Augen lasern lässt, wirt du zwar besser sehen ohne Brille, aber das Risiko der Netzhautablösung kannst du durch das Lasern nicht verringern. Mein Augenarzt hat mir das ganz genau erklärt. Das Augenlasern ist nur ein Eingriff auf der Hornhaut. Das kurzsichtige Auge hat eine längere Achse, das heisst, das kurzsichtige Auge ist etwas nach hinten gewachsen. Dadurch ist die Netzhaut etwas gespannter und wegen der Spannung besteht ein etwas höheres Risiko für die Entstehung eines Netzhautrisses, der zu einer Netzhautriss führen kann.
    Diese schwarzen Fäden und Pünkte sehen viele Menschen, ich auch:) Du solltest dir nur dann Sorgen machen, wenn die Pünkte zunehmen. Sonst ist alles gut.

    Luftschiff-Fan schrieb:

    Das Lasern der Augen dient einzig und allein dazu - wenn es erfolgreich ist (was niemand im Voraus garantieren kann) -, dass man bis zur nächsten Sehstärkenänderung oder bis zum Eintreten der Alterssichtigkeit keine Brille braucht.

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
    In den letzten drei Jahren hat sich meine Kurzsichtigkeit von -4,50 auf -3,25 geändert.
    Die beginnende "Altersweitsichtigkeit" ist dabei, meine Kurzsichtigkeit abzulösen :-).

    Inzwischen ist meine letzte Brille, die ich mir vor einem Jahr machen lies, auch schon wieder zu "scharf". Am Rechner kann damit, trotz bifokaler Lesefenster nicht mehr richtig arbeiten.
    Wenn ich mich jetzt lasern lassen würde, müsste ich vermutlich nächstes Jahr eine Lesebrille tragen, weil sich meine Augen wohl bis dahin weiter in Richtung Atersweitsichtigkeit verändert haben.

    Da spare ich mir den Zaster lieber und gehe regelmäßig zur Kontrolle.

    Zitat

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt!

    In den letzten drei Jahren hat sich meine Kurzsichtigkeit von -4,50 auf -3,25 geändert.

    Die beginnende "Altersweitsichtigkeit" ist dabei, meine Kurzsichtigkeit abzulösen :-).


    Hier dasselbe. Ich bin 45 und kürzlich wurde beim Augenarzt deutlich, dass zumindest das Brillenglas auf einer Seite "überkorrigiert". Habe die genauen Werte nicht im Kopf, aber es kippt halt auch bei mir Richtung Altersweitsichtigkeit (noch ohne Bifokalgläser).