Augen, spinnen, flimmern, glaskörpertrübung (?)

    hab son bitzeln immer überm sichtfeld..


    sieht so wie beim fernsehbild aus manchmal auch aufbltzende punkte


    da die erste frage: kann das vom vielen vorm computer sitzen kommen ?


    mind. 5-6 stunden am tag


    und von zu wenig schlaf ? höchstens 5-6 stunden


    das zweite problem sind so komische dinger im auge


    also kleine dunklere flecken, und durchsichtige ( da wirds dann nur unscharf ) fäden sag ich jetzt mal...


    laut augenarzt ist da nichts... aber ich seh sie ja


    und psychosomatisch sind die bestimmt nicht


    kann das von alkohol kommen ? hat jemand auch solche erfahrungen gemacht ?


    wenn ich so richtig voll bin kommen glaub ich keine neuen dazu


    nur wenn ich so bischen mehr ;-) angeheitert bin


    kann es passieren, dass die durchsichtigen irgendwann mal trüber, grauer werden ? kann man sowas bei ner operation oder irgendwie rausflischen lassen ???


    kann man da vielleicht was gegen tun ?


    kann es sein, dass mit meinen augen was nicht stimmt ( netzhaut oder so hab gelesen, dass da auch son bitzeln ist und diese fäden )


    und das ganze nur durch alkohol verstärkt wird, aber, wenn ich mich deswegen operieren lassen würde ( also netzhautmäßig ), falls da was ist, keine neuen mehr dazu kommen ?

  • 21 Antworten

    durchblutungsstörung

    noch was


    woran könnte ich erkennen ob es sich da um eine durchblutungsstörung handelt ?


    habe gelesen, dass das schmerzlos ist, man aber plötzlich blind sein kann

    Glaskörpertrübung?

    Das liest sich ganz nach Glaskörpertrübungen, auch mouches volantes


    oder tanzende Mücken genannt. Das Thema wurde hier schon oft


    diskutiert.


    Diese Glaskörpertrübungen sind lästig, aber harmlos. Sie werden sich im


    Laufe der Zeit vermehren, erblinden wirst Du dadurch nicht. Wenn was


    an der Netzhaut gewesen wäre, hätte der AA das gesehen/gesagt.


    Eine Behandlung gibt es nicht, d.h. Du kannst die Dinger nur mental


    akzeptieren, wie jemand seinen Tinnitus akzeptieren muß, der in der


    Regel auch nicht mehr verschwindet.


    Theoretisch gibt es die OP Vitrektomie, aber kein verantwortlicher Arzt


    würde diese risikoreiche OP nur wegen Glaskörpertrübungen machen.


    Deine Hypochondrie solltest Du mal positiv auf Dein offenbar vorhandenes Alkoholproblem lenken ;-)

    entoptische Phänomene

    Hier im Forum gibt es ne ganze Menge Leute die ähnliche Symptome haben nämlich:


    - schwarze und durchsichtige Fäden und Punkte (mouches volantes)


    - ein Flimmern oder Rauschen von vielen Millionen Punkten das vor dem wirklichen Bild sichtbar ist (besonders nachts)


    - weiße kleine Punkte (größer als die oben erwähnten) die besonders auf hellem Hintergrund oder dem Himmel sichtbar sind. Diese bewegen sich ziemlich schnell umher.


    - ein schwarzes spinnennetzartiges Gebilde dass manchmal beim aufwachen sichtbar wird und sofort wieder verschwindet.


    Was bei diesen Menschen passiert, ist das sie durch verschiedene Auslöser die Fähigkeit entwickelt haben Phänomene zu beobachten die vom Gehirn normalerweise ausgeblendet werden. Dies sind alles sog. entoptische Phänomene, d.h. sie entstammen der Struktur des Auges selber werden aber vom Gehirn nicht ausgefiltert. Zu den Auslösern gehörn bestimmte Drogen, bestimmte Medikamente (besonders mehrere Antidepressiva, aber auch andere), Meditation (besonders aus der Astal-Projektion Richtung), starke Angst, und Migräne (besonders wenn man dazu tendiert stille Migränen, d.h. Flimmerskotom ohne Schmerzen zu haben).


    Alle oben erwähnte Phänomene sind erklärbar. Die mouches volantes sind Trübungen des Glaskörpers und haben eine Vielzahl von Enstehungsgründe. Das Rauschen ist wahrscheinlich eine Folge zufälliger Impulse der Sehzellen (auch bekannt als Eigenlicht). Die weißen, schnelen Leuchtpunkte sind Leukozyten die das Auge durchwandern. Wenn man ruhig eine Weile sie beobachtet merkt man das sie ich mit dem Pulsschlag synchron bewegen und immer den gleichen Bahnen folgen. Das spinnennetzartige Gebilde nennt man Purkinje Baum und ist eine Verästelung bestimmter Zellen des Auges.


    Insgesamt ist die Fähigkeit diese Phänomene zu beobachten sicherlich manchmal lästig aber nicht wirklich gefährlich (wobei man beim erstmaligen Auftreten der mouches volantes seine Netzhaut untersuchen lassen sollte). Wer mehr wissen will kann mir mailen.

    das hoert sich ja alles ziemlich interessant und glaubwuerdig an, aber du scheinst auch keine ahnung zu haben was man DAGEGEN tun kann ;(

    Tja...


    es gab (sehr) vereinzelte Erfolge mit drei Anti-Konvulsiva: Topiramat, Gabapentin und Lamotrigin. Diese sind auch bekannte Migräne Vorbeuger, haben aber auch ihre Tücken. Wer es probieren möchte sollte sich aber unbedingt mit seinem Neurologen oder Neuroophtalmologen absprechen und es nicht auf eigene Faust probieren. Besonders Lamotrigin kann in Einzelfällen einen üblen Hautausschlag, das sog. Stevens-Johnson Syndrom auslösen wobei es meistens beim Absetzen verschwindet.


    Probiert worden sind auch Beta-Blocker (auch mit sehr mäßigem Erfolg). Erwähnenswert ist vielleicht das es auch Spontan-Remissionen gab (auch sehr vereinzelt).


    Insgesamt möchte ich noch mitgeben dass ähnliche Phänome auch "wirkliche" Krankheiten als Ursache haben können. Z.B. gibt es eine seltene Autoimmun Erkrankung der Netzhaut die auch ein "Rauschen" auslösen kann. Empfehlenswert kann auch sein ein Elektroretinogramm durchführen zu lassen um eine Erkrankung der Retina auszuschliessen.

    achja noch was, was haelst du von der Verspannungstheorie mit Halswirbelsäule, kiefer etc. ich habe oefter schon verbidungen gehoert zischen Leuten mit chronischen (sehr heftigen) Verspannungen im Nackenbereich (also HWS) und augenproblemen (Flimmern, etc.) weil die verschobenen Knochen evtl. auf Sehnerven druecken koennen... klang fuer mich jedenfalls plausibel

    alles was ich darüber weiß? Wo soll ich anfangen?!? ;-)


    Die genannten Wirkstoffe würde ich dann versuchen wenn das Phänomen Migränebezogen zu sein scheint. Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann ist das Phänomen in den meisten Fällen jedoch irreversibel.


    Im übrigen halte ich die ganze temporomandibular Gelenk Geschichte für sehr plausibel. Wer visuelle Störungen hat und auch Tinnitus oder ein regelmäßiges Knacken hört (besonders nachts) sollte sich auf Costen Syndrom untersuchen lassen. Da darf man wieder Teenie sein und eine Art Zahnspange (naja nicht ganz so ne Plastik Schiene für nachts) tragen.


    Es kommt wie so oft auf den Einzelfall an.

    Ich leide auch schon seit 98 an einem (zwar schwachen) aber definitiv vorhandenen Tinnitus.


    Ein Chiropraktiker den ich vor kurzer Zeit aufsuchte diagnostizierte bei mir sofort eine Fehlstellung des Kiefers wodurch Spannung in der Kiefermuskulatur erzeugt wird...


    Habe jetzt bald einen Termin beim Kieferorthopäden mal sehen was der da machen kann ..


    Was ist genau das "Costen Syndrom" ?

    ich leide auch schon seit einiger zeit unter mouches volantes, als ursache wurde mir einfach nur gesagt mein schokoladenkonsum sei zu hoch (teilweise 1kg pro tag) mein körper wäre nicht in der lage die fette ríchtig abzubauen und sie würden sich in die augen einlagern (ich bin übrigens untergewichtig). was ich dagegen tun könne: ich esse jetzt nur noch 50g pro woche, ich soll viel irische butter essen, sport treieben, da sich das kammerwasser nur sehr langsam erneuere dauer der abbau der trübungen eine ganze weile. nach einem jahr habe ich bis jetzt leider immer noch keine besserungen fesstellen können...