@ optik murmeltier

    Hallo optik murmeltier,


    >Sehr esoterisch das ganze, man KANN nicht durch Training den >Bau der Augen, (Länge , Krümmung usw.) beeinflussen.


    Aber durch übermäßige PC-Arbeit kann das Auge u.U. in der Länge und Krümmung schon beeinflusst werden?


    Hätte sehr gerne gewusst, wie es manche erwachsene Kurzsichtige schaffen, den Bau ihrer Augen (Länge, Krümmung usw.) durch anstrengende PC-Arbeit etc. in die Richtung zu beeinflussen, dass sich die Myopie auf Jahre hinweg weiter in erheblichem Maße verstärkt.


    Wie kann es sein, dass der angeblich unveränderbare Augapfel nach Abschluss des Größenwachstums auch bei 30-jährigen immer noch in die Länge wächst?


    Was passiert denn eigentlich bei zunehmender Weitsichtigkeit?(gemeint ist Hyperopie - nicht Presbyopie durch Linsenverhärtung)


    Schrumpft das Auge in diesen Fällen oder wächst es plötzlich in die Breite?


    Warum brauchen manche ältere Leute auch in der Ferne Plusbrillen, obwohl sie früher laut augenärztlicher Untersuchungen normalsichtig und nie latent weitsichtig waren?


    Mir geht es genau wie Fellizitas...


    Ich genieße es die ausgebreitete Zeitung am Frühstückstisch ohne Brille und in aufrechter Haltung ab der obersten kleinen Zeile klar und deutlich lesen zu können, was mir früher, als ich Brillen um -5 Dioptrien verordnet bekam, einfach nicht möglich war.


    Esoterik?


    In diesem Fall traue ich meinen eigenen Augen weitaus mehr als den Leuten, die sagen, ich würde mir nur einbilden lesen zu können :-)


    Ist schon ein super Erlebnis, wenn man innerhalb weniger Monate mit viel schwächeren Linsen genauso gut sehen kann wie über 20 Jahre mit den starken, und der Optiker mit dem Abschwächen der maßangefertigten Linsen noch in der Probezeit nicht mehr nachkam.


    Das Auge ist kein starrer optischer Apparat, wie manche Theoretiker meinen, und selbst Wetterumschwünge wirken sich bekanntlich auf die jeweils benötigte Dioptrienzahl aus. Gute Opiker machen daher mindestens eine weitere Kontrollmessung an einem anderen Tag, um Schwankungen zu berücksichtigen, die es bei starren optischen Systemen gar nicht geben dürfte.


    Der Fall "Linda Wright" beweist - wie das bekannte Affen- und Kükenexperiment -, dass man Myopie regelrecht heranzüchten kann, und offenbar gibt es bei manchen Leuten auch den umgekehrten Weg.


    Liebe Grüße


    Raindrop

    Kurzsichtigkeit: Bau der Augen unbeeinflussbar?

    Optik Murmeltier schrieb:


    >Sehr esoterisch das ganze, man KANN nicht durch Training den >Bau der Augen, (Länge , Krümmung usw.) beeinflussen.r


    Und warum kann man den Bau von "Erwachsenen-Augen" durch Sitzen am PC beeinflussen???


    http://www.aerztezeitung.de/do…5/05/31/097a1401.asp?cat=


    http://www.auge-online.de/Erkr…l_progressive_myopie.html


    Neugierige Grüße


    Raindrop

    Aber ihr könnt nicht aus solchen Erkenntnissen von dem einen auf das andere schließen.


    Ich habe auch in einem anderen Thread schon ähnliches gepostet.


    Obwohl hier schon so ziemlich alle Argumente einmal gefallen sind will ich mich dazu nochmal äußern wohlwissen dass "euch" in der Gruppe das nicht von euren Vorstellungen abbringen wird. Das erwarte ich nicht, aber ich möchte oben zu lesende Außerungen nicht einfach stehen lassen.




    Anscheinend gibt es tatsächlich einen Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung.


    Man beobachtet seit einigen Jahren, dass die Kurzsichtigkeit um einiges in den industriellen Ländern stark zugenommen hat und verbindet dies mit den zunehmenden Anforderungen im Berufsleben, wo fast nur noch mit dem PC gearbeitet wird. Aber generell sind die Anforderungen an die Augen (vor allem im Nahsehen) in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen aufgrund der technischen Entwicklung.


    Es gibt da einige Studien, wird aber z.T. auch noch diskutiert.


    Man kann also seinen Augen was gutes tun und bei langer PC Arbeit z.B. öfter mal eine Pause einlegen o.ä.


    Aber eines ist sicher: Rückgängig kann man eine bereits vorhandene Myopie nicht, auch wenn o.g. Studien den Leuten, die meinen durch TRaining ihre Myopie wegzutrainieren, entgegen kommt. Sie vergessen dabei jedoch viele physikalische und biologische Gesetze und andere Faktoren.


    Ihre oft eingebildete Verbesserung nach Trainingseinheiten ist meist psychologisch zu erklären, bei dem das Wahrnehmungsvermögen trainiert wird, die Sehleistung des Auges bleibt aber gleich (schlecht) wie vorher.


    Wenn ich z.B. kurzsichtig bin und etwas unscharf sehe und nur noch verwaschene Konturen erkenne kann ich mir natürlich oft genug einreden dieses verwaschene Ding ist aber eine bestimmte Blume, weil ich mir das halt oft genug anschaue und weiß dass es eine Blume ist.


    Irgendwann schnallt das Gehirn wenn ich diese Konturen sehe:


    aha, das war doch diese Blume!!!


    Aber jeder, der meint er hätte seine -3 oder was auch immer an vorhandenen (-) Dpt wegtrainiert kann dann ja mal gerne auch ein Sehmessung machen lassen, ich garantiere er kann dann nicht so viel lesen wie vorher mit Brille.


    Ich weiss aber dass es hier einige gibt die sich unabhängig von allen Argumenten, die zu diesem Thema schon gekommen sind, nicht von ihrer Einstellung abzubringen sind, wir leben ja auch in einem freien Land.


    Jedoch finde ich es nicht okay, wenn diese aber Neulingen ihre Weisheiten als Wahrheiten verkaufen, denn das kann böse ausgehen und ist gefährlich (vor allem im Straßenverkehr).


    Das nur mal am Rande, Entschuldigung falls es etwas lang geworden ist, aber ich dachte bevor ein anderer was gegenteiliges behauptet komme ich dem zuvor.

    Möchte noch hinzufügen:


    Langes Nahsehen fördert evtl. das Längenwachstum, man kann daraus aber nicht folgern dass vieles Training und Entspannungsübungen dieses Wachstum RÜCKGÄNGIG macht.


    Wie ich auch schon sagte:


    Man kann seinen Augen was gutes tun und so manches vermeiden oder einen schnellen Wachstum verhindern, aber eine Myopie rückgängig machen geht einfach nicht.


    Und das möchtet ihr leider immer wieder jedem klarmachen.

    Hallo Babylonbob,


    eine kleine Frage an Dich: Bist oder warst Du jemals stark kurzsichtig?


    Weißt Du, wie es ist, ohne Sehhife nur verschwommen zu sehen? Niemals ein Straßenschlild lesen zu können, wenn Du nicht direkt davor stehst, nie ohne Sehhilfe Fernsehschauen zu können?


    Immer nur verschwommene Sicht...täglich, stündlich, immer.


    Bevor ich mit dem Sehtraining angefangen hatte, hatte ich im zarten Alter von 16 Jahren ein einziges Mal eine einzige Sekunde lang glasklare Sicht. Das ist bei einem Spaziergang passiert und war zutiefst beeindruckend für mich.


    Hat sich dann später leider nie mehr wiederholt. So sehr ich es mir auch gewünscht habe.


    Jahre später habe ich mit dem Sehtraining angefangen und -schwupps-, nach ein paar Wochen hatte ich zum zweiten Mal in meinem Leben einen glasklaren Seh-Moment. Dann immer wieder, immer öfter und schließlich immer länger anhaltend.


    Inzwischen sehe ich oft eine halbe Stunde lang am Stück glasklar und die übrige Zeit meist bedeutend besser als vor dem Sehtraining.


    Ich möchte Dir damit nur deutlich machen, daß mir sehr wohl der Unterschied zwischen verschwommenem und glasklarem Sehen bekannt ist!


    Liebe Grüße


    Fellizitas

    Ich bin nicht kurzsichtig aber habe beruflich mit Optik zu tun.


    Ich verneine nicht, dass sich der subjektive Eindruck nach diversen Trainingsmethoden zu verbessern scheint, aber in der ganzen Diskussion um dieses Thema wird aus dem Lager des Sehtrainings immer wieder argumentiert, dass die Kurzsichtigkeit reversibel ist, was falsch ist.


    Und ich habe noch nie hier gelesen, dass einer nach konstantem Training wirklich einmal eine subjektive Refraktionsprüfung hat vornehmen lassen und dabei ohne jegliche Korrektion den gleichen Visus wie mit Korrektion erreicht. Und ich bleibe dabei: ein annährend gleicher Visus ist ohne Korrektion nicht zu erreichen (wir sprechen dann aber nicht von einer Fehlsichtigkeit von -0,5 dpt).


    Ich gönne jedem positive Erfahrungen, aber die Verbreitung von falschen Fakten kann nicht okay sein.

    Sehtesttafel

    Babylonbob schrieb:




    ->


    Aber eines ist sicher: Rückgängig kann man eine bereits vorhandene Myopie nicht, auch wenn o.g. Studien den Leuten, die meinen durch TRaining ihre Myopie wegzutrainieren, entgegen kommt. Sie vergessen dabei jedoch viele physikalische und biologische Gesetze und andere Faktoren.


    Ihre oft eingebildete Verbesserung nach Trainingseinheiten ist meist psychologisch zu erklären, bei dem das Wahrnehmungsvermögen trainiert wird, die Sehleistung des Auges bleibt aber gleich (schlecht) wie vorher.


    Wenn ich z.B. kurzsichtig bin und etwas unscharf sehe und nur noch verwaschene Konturen erkenne kann ich mir natürlich oft genug einreden dieses verwaschene Ding ist aber eine bestimmte Blume, weil ich mir das halt oft genug anschaue und weiß dass es eine Blume ist.


    Irgendwann schnallt das Gehirn wenn ich diese Konturen sehe:


    aha, das war doch diese Blume!!!


    ->------------------------------------


    Du hast sicher recht, dass man besseres Erkennen ebenfalls trainieren kann.


    Auch in meinem Fall ging es allerdings weniger um "Blumen", sondern um mehrere Tests beim Optiker, der mit dem Abschwächen der Linsen in der Probezeit kaum mehr nachkam. Kaum war das bestellte Paar da, erwies es sich bei der "Abschlussuntersuchung" wieder als zu stark, da ich in der Zwischenzeit täglich geübt hatte. Dabei hatte ich die alten Werte zuvor etwa 20 Jahre unverändert getragen.


    Heute kann ich aus 6 m Entfernung Videotext an einem normal großen Fernseher mit - 2,5 Dioptrien besser lesen als jahrzehntelang mit - 5,0. Das kann man kaum damit erklären, dass ich mir gemerkt habe wie Buchstaben aussehen ;-)


    Natürlich schließe ich aufgrund der Kontur auf den betreffenden Buchstaben, und diese Fähigkeit nennt man im normalen Sprachgebrauch "lesen."


    Es sind ja nicht nur Laien, die Sehtrainingserfolge erlebt haben, sondern auch etliche Optiker oder Augenärzte (M. Rosanes-Berrett, Dr. Schulz-Zehden, R. Kaplan...) unter ihnen, die Sehtraining aufgrund eigener Erfahrungen lehren oder entsprechende Bücher verfasst haben.


    http://www.sehforum.de/kontakte.htm


    http://www.augenschule-ed.de/09_sehgeschichte.htm


    Kann man sich eine Verbesserung von -9 auf -2 Dioptrien wirklich einbilden? Das kann eigentlich nur jemand vermuten, der von Kurzsichtigkeit nicht betroffen ist oder der daran verdient.


    Immerhin ist die Schulmedizin inzwischen schon so weit fortgeschritten um mittlerweile zuzugeben, dass man mit gewissen Übungen Fehlsichtigkeiten vorbeugen kann, und Lebensgewohnheiten sich sehr wohl darauf auswirken.


    Ist noch gar nicht so lange her, als Myopie noch als unausweichliches genetisches Schicksal galt und die Augen als "starrer optischer Apparat"!


    Und dann steht ja immer noch die Frage unbeantwortet im Raum, was eigentlich bei zunehmender Weitsichtigkeit (nicht Alterssichtigkeit) mit "erwachsenen" Augen passiert?


    Findet hier ein Verkürzungsprozess statt?


    Liebe Grüße


    Raindrop

    Man sollte nicht immer das Längenwachstum des Auges sehen.


    Sicherlich ist dies bei der Myopie (vor allem bei hohen) ausschlaggebend, aber das Auge besteht aus einem ganzen optischen System, wo es meherer Medien gibt. Die Hornhaut bewirkt die meiste dioptr. Wirkung, dann gibt es die Linse, die Abstände zwischen den brechenden Medien sind auch nicht zu vernachlässigen.


    Das menschliche Auge befindet sich ja wie der ganze Organismus im stetigen Wandel, so sind Veränderungen durchaus normal.


    Sicherlich sind im Bereich der Myopie noch neue Erkenntnisse offen, aber man sollte nicht einfach daraus schließen, dass nur weil es jetzt neue Studien und Ergebnisse da sind und man sagt, dass Myopien vorgebeugt werden können, dass z.B. das Auge in seiner Länge wieder schrumpfen kann.


    Tja, und wie will man unterscheiden ob jemand nur den Wahrnehmungssinn oder tatsächlich seine Myopie weg trainiert hat?


    Also klar schneidet jmd. der z.B. viel mit Zahlen und Buchstaben zu tun hat bei der Refraktion besser ab als jmd. der vielleicht weniger damit zu tun hat, obwohl beide den gleichen Visus haben.


    Aber es gibt ja verschiedene Tests, z.B. mit den Landolt Ringen (so wie ein C), und ich bleibe auf meinem Standpunkt, rein optisch kann der Viusus oder die opt. Abbildungsqualität des Auges nicht trainiert werden. Und deswegen ist es einfach falsch, wenn hier als Argument des Trainings oft genug behauptet wird, aus -7 wird -2 weil z.B. das Auge in der Länge wieder abnimmt.


    Ich fürchte das wird noch eine Endlosdiskussion....

    Frage zu Astigmatismus

    Hallo babylonbob,


    das Argument mit dem Längenwachstum des Auges hast Du doch eingebracht...hmmm...scheint anscheinend doch nicht ganz überzeugend zu sein...


    Aber egal. Wenn ich nun schon mal die Chance habe, mich mit einem echten Optiker auszutauschen, möchte ich Dich ernsthaft fragen, was es mit dem Astigmatismus auf sich hat:


    Handelt es sich beim Astimgmatismus darum, daß zwei verschiedene Brennweiten auf unterschiedlichen Achsen bestehen? Wenn also jemand einen Astigmatismus von minus 2 Dioptrien auf der 155 Grad Achse hat, kann man dann davon ausgehen, daß derjenige waagrechte Dinge um 2 Dioptrien unschärfer sieht als Senkrechte?


    Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir die Sache mit dem Astigmatismus verständlich erklären könntest.


    Lieben Dank schon im Voraus für Deine Antwort.


    Herzliche Grüße


    Fellizitas

    Ja, ich habe das Längenwachstum darauf bezogen, dass es sich angesichts aktueller Studien und gesellschaftl. Entwicklungen sehr wohl unter gewissen Bedingungen beeinflussen lässt, z.B. durch vieles Nahsehen. Insofern gebe ich auch gern den Ratschlag, bei viel PC Arbeit o.ä. mal öfter eine Pause einzulegen.


    Ich habe damit aber NICHT gemeint, dass sich die Augapfellänge durch Training reduzieren lässt.


    Das Thema Astigmatimus ist mit unter recht kompliziert und möchte ich ehrlich gesagt nicht ausführlich erklären, das artet aus.


    Aber in Grundzügen:


    Astigmatismus heisst ja auch "vom Punkt weg", also ein Punkt wird nicht punktförmig sondern als Linie abgebildet, ganz ganz grob gesagt. Dadurch dass in zwei Meridianen ein unterschiedli. Brechwert erreicht wird, erfolgt die Abbildung in zwei Brennebenen. Es ensteht ein Sturmsches Konoid mit einem Kreis der kleinsten Verwirrung (KKV). In diesem Punkt ist die Abbildung am objektähnlichsten.


    Also im Prinzip kann man deine Aussage so annehmen. Aber man sollte auch immer berücksichtigen, dass derjenige ein Gesamtbild erhält, man muss also die Stärke des Astigmatismus beachten.


    Gruß

    Danke babylonbob

    Danke babylonbob,


    das habe ich nämlich beim Augentraining selbst herausgefunden: Als meine Kurzsichtigkeit langsam abnahm, kam ich an den Punkt, an dem ich plötzlich senkrechte Objekte total scharf sah und waagrechte gleichzeitig verschwommener (mein Astigmatismus liegt auf der horizontalen Ebene).


    Ich habe nun lange im Netz herumgestöbert, um zu verstehen, was es mit dem Astigmatismus auf sich hat. Fand dann endlich eine Seite, in der beschrieben war, daß beim Astigmatismus unterschiedliche Brennweiten bestehen.


    Ehrlich, ich kann dir sagen, Augentraining ist echt eine aufregende Sache...


    Hmmm... jetzt würde ich nur noch zu gerne wissen, was ein Sturmsches Konoid mit einem Kreis der kleinsten Verwirrung (KKV) ist.


    Liebe Grüße


    Fellizitas

    @ babylonbob

    Zitat babylonbob:


    --->


    Man sollte nicht immer das Längenwachstum des Auges sehen.


    Sicherlich ist dies bei der Myopie (vor allem bei hohen) ausschlaggebend, aber das Auge besteht aus einem ganzen optischen System, wo es meherer Medien gibt. Die Hornhaut bewirkt die meiste dioptr. Wirkung, dann gibt es die Linse, die Abstände zwischen den brechenden Medien sind auch nicht zu vernachlässigen.


    Das menschliche Auge befindet sich ja wie der ganze Organismus im stetigen Wandel, so sind Veränderungen durchaus normal.


    --->


    Das ist mir durchaus bekannt, und es freut mich zu lesen, dass wir uns inhaltlich zunehmend aufeinanderzubewegen :-)


    Die angenommene Unmöglichkeit von Sehtrainingserfolgen wegen prinzipiell unveränderbarer Augenlänge ist ausschließlich das Argument der Sehtrainingsgegner.


    Augentraining basiert unter anderem auf Augenmuskeltraining, und Muskeln kann man zweifellos trainieren.


    "Peter Greene, von der Universität Harvard (1978), untersuchte Kurzsichtigkeit basierend auf Ingenieursprinzipien und kam zu der Schlußfolgerung, daß die typische Verlängerung des Augapfels hauptsächlich durch Anspannung der Quermuskeln verursacht wird. Mit anderen Worten kam Greene zu der gleichen Schlußfolgerung wie Dr. Bates. Mehr und mehr Beweise treten auf, daß externe Faktoren die Sehfähigkeit stark beeinflussen. Es gibt viele Tieruntersuchungen, die keinen Zweifel daran lassen, daß Umweltfaktoren die Sicht beeinflussen."


    http://www.vision-training.com…FAQ/Deutsche%20FAQ.htm#11


    Anmerkung: Zu diesen "Umweltfaktoren" gehören auch voreilig verordnete Brillen, mit denen sich selbst Normalsichtige in Kurzsichtige verwandeln können, wenn sie diese Brillen mal ein paar Wochen getragen haben.


    Ich kann mich einfach nicht damit anfreunden, dass selbst die Leute, die kleine Testreihen einwandfrei lesen können, eine "modisch schicke" Brille verordnet bekommen sollen, weil sie dies angeblich nur aufgrund eines geschulten Blickes können :-(


    Muß man denn wirklich mehr lesen können als dasteht?


    Das wird nichtmal für den Sehtest zum Führerschein verlangt.


    babylonbob:


    >Tja, und wie will man unterscheiden ob jemand nur den >Wahrnehmungssinn oder tatsächlich seine Myopie weg trainiert >hat?


    Ich behaupte einfach mal, dass ein "normaler" Kurzsichtiger, der mit mehr als 2 Dioptrien unterkorrigiert ist, die kleinen Zahlenreihen auf der Sehtesttafel allein aufgrund geschärfter Beobachtungsgabe nicht mehr fehlerfrei auf die Reihe bekommt. Auch Snellentafeltest etc. kann man nur mit guter Sehschärfe bestehen.


    Als Normalsichtiger bräuchtest du nur eine entsprechende Plusbrille aufsetzen, und dann könntest du selber sehen, wie gut du die Zahlenreihen noch erkennen kannst. Als Optiker müsstest du sowieso über einen wahrnehmungsgeschulten Blick für Zahlen- und Buchstabenreihen verfügen.


    Da Weitsichtigkeit (Hyperopie) genauso zunehmen kann wie Kurzsichtigkeit, müsste demnach eine Veränderung der brechenden Medien sowohl in Plus- als auch Minusrichtung möglich sein.


    Die Erklärungsmodelle sind im Grunde sekundär, solange man definitiv beobachten kann, dass es auch im Erwachsenenalter noch grundlegende Änderungen der Sehschärfe in verschiedene Richtungen gibt. Wer schlechter sieht, muß dafür normalerweise auch kein Erklärungsmodell vorlegen.


    Liebe Grüße


    Raindrop

    @ babylonbob

    Zitat babylonbob:


    --->


    Man sollte nicht immer das Längenwachstum des Auges sehen.


    Sicherlich ist dies bei der Myopie (vor allem bei hohen) ausschlaggebend, aber das Auge besteht aus einem ganzen optischen System, wo es meherer Medien gibt. Die Hornhaut bewirkt die meiste dioptr. Wirkung, dann gibt es die Linse, die Abstände zwischen den brechenden Medien sind auch nicht zu vernachlässigen.


    Das menschliche Auge befindet sich ja wie der ganze Organismus im stetigen Wandel, so sind Veränderungen durchaus normal.


    --->


    Das ist mir durchaus bekannt, und es freut mich zu lesen, dass wir uns inhaltlich zunehmend aufeinanderzubewegen :-)


    Die angenommene Unmöglichkeit von Sehtrainingserfolgen wegen prinzipiell unveränderbarer Augenlänge ist ausschließlich das Argument der Sehtrainingsgegner.


    Augentraining basiert unter anderem auf Augenmuskeltraining, und Muskeln kann man zweifellos trainieren.


    "Peter Greene, von der Universität Harvard (1978), untersuchte Kurzsichtigkeit basierend auf Ingenieursprinzipien und kam zu der Schlußfolgerung, daß die typische Verlängerung des Augapfels hauptsächlich durch Anspannung der Quermuskeln verursacht wird. Mit anderen Worten kam Greene zu der gleichen Schlußfolgerung wie Dr. Bates. Mehr und mehr Beweise treten auf, daß externe Faktoren die Sehfähigkeit stark beeinflussen. Es gibt viele Tieruntersuchungen, die keinen Zweifel daran lassen, daß Umweltfaktoren die Sicht beeinflussen."


    http://www.vision-training.com…FAQ/Deutsche%20FAQ.htm#11


    Anmerkung: Zu diesen "Umweltfaktoren" gehören auch voreilig verordnete Brillen, mit denen sich selbst Normalsichtige in Kurzsichtige verwandeln können, wenn sie diese Brillen mal ein paar Wochen getragen haben.


    Ich kann mich einfach nicht damit anfreunden, dass selbst die Leute, die kleine Testreihen einwandfrei lesen können, eine "modisch schicke" Brille verordnet bekommen sollen, weil sie dies angeblich nur aufgrund eines geschulten Blickes können :-(


    Muß man denn wirklich mehr lesen können als dasteht?


    Das wird nichtmal für den Sehtest zum Führerschein verlangt.


    babylonbob:


    >Tja, und wie will man unterscheiden ob jemand nur den >Wahrnehmungssinn oder tatsächlich seine Myopie weg trainiert >hat?


    Ich behaupte einfach mal, dass ein "normaler" Kurzsichtiger, der mit mehr als 2 Dioptrien unterkorrigiert ist, die kleinen Zahlenreihen auf der Sehtesttafel allein aufgrund geschärfter Beobachtungsgabe nicht mehr fehlerfrei auf die Reihe bekommt. Auch Snellentafeltest etc. kann man nur mit guter Sehschärfe bestehen.


    Als Normalsichtiger bräuchtest du nur eine entsprechende Plusbrille aufsetzen, und dann könntest du selber sehen, wie gut du die Zahlenreihen noch erkennen kannst. Als Optiker müsstest du sowieso über einen wahrnehmungsgeschulten Blick für Zahlen- und Buchstabenreihen verfügen.


    Da Weitsichtigkeit (Hyperopie) genauso zunehmen kann wie Kurzsichtigkeit, müsste demnach eine Veränderung der brechenden Medien sowohl in Plus- als auch Minusrichtung möglich sein.


    Die Erklärungsmodelle sind im Grunde sekundär, solange man definitiv beobachten kann, dass es auch im Erwachsenenalter noch grundlegende Änderungen der Sehschärfe in verschiedene Richtungen gibt. Wer schlechter sieht, muß dafür normalerweise auch kein Erklärungsmodell vorlegen.


    Liebe Grüße


    Raindrop

    @ fellizitas:

    Es kommt aber auch auf die Stärke des Ast. an, so kann es sein dass jemd. mit einem hohen Asti. un- oder unterkorrigiert wegen der großen Different der beiden Brennebenen und der Unerkennbarkeit des Bildes lieber auf die eine Bildlinie akkomodiert, so wie du es gesehen hast. Bei geringeren Differenzen sieht man das Gesamtbild, also den KKV. Am besten googelst du vielleicht mal ein wenig, das mit dem Sturmschen Konoid und so würde jetzt ausarten. Es ist eine Art räumlicher Kegel, der durch die Abbildung zweier räumlich getrennter Bildlinien entsteht. Dort wo das Bild am objektähnlichsten ist (also evtl. auch in allen Richtungen unscharf) ist der KKV.

    @raindrop:

    Zu dem Längenwachstum sage ich jetzt gar nichts mehr, dazu habe ich meinen Standpunkt klargemacht und wie anfangs erwähnt war mir klar dass ihr auf euren bleibt.


    Und natürlich habe ich mir auch schon etliche Plusgläser vorgehalten und grade deswegen kann ich dir auch sagen, dass du durch Training die optische Abbildung nicht verbessern kannst.


    Und bei Landolt Ringen oder Snellschen Haken hilft dir die Formerkennung auch nicht mehr.


    Zudem hast du nun gesagt, du trainierst die Augenmuskeln. Nur was haben die mit der Fehlsichtigkeit Myopie zu tun??


    Die Muskeln bewegen den Augapfel zwecks Blickbewegungen (Vergenzen&Versionen), die Breckkraft oder das Längenwachstum sind davon ja eher nicht betroffen. Du widersprichst dir mit diesem Argument.


    Und die Änderung von Fehlsichtigkeiten in beiden Richtungen hängt halt nicht immer von der Augapfellänge ab, bei hohen Myopien ist dies natürlich der hauptäschliche Grund, aber halt nicht immer.


    Ich weiß nicht ob ihr es merkt, aber eure Argumentation für das Sehtraining stützt sich in meinen Augen immer wieder nur auf Schlußfolgerungen. Wenn also A richtig ist, muss B ja auch stimmen.

    Ich danke Dir sehr

    Hallo babylonbob,


    ich danke Dir sehr für Deine Info bzgl. des Astis, denn sie deckt sich voll mit meinen Erfahrungen.


    Superschön für Dich - aber leider ein kleines bißchen schade für unseren Austausch - ist, daß Du nicht kurzsichtig bist bzw. warst. Denn nur so könntest Du in vollem Umfang ermessen, was es bedeutet, kurzsichtig zu sein und dann mit Hilfe des Augentrainings Klarheit zu erleben.


    Ein stark Kurzsichtiger tapert unentwegt im Nebel. Du kannst Dir Kurzsichtigkeit (zumindest ab minus 5 Dioptrien) wirklich als zähen, beständigen Dauernebel vorstellen. Du kannst die Hand vor Augen kaum erkennen. Du bist wirklich gehandicapt.


    Dann fängst Du mit Augentraining an und erlebst die ersten klaren Augenblicke: Momente von absolut klarem Sehen. Das ist schlicht der Wahnsinn!


    Wenn Du einen starken Astigmatismus hast und keine Augentrainingsübungen dagegen unternimmst, kannst Du beim Augentraining irgendwann an den Punkt kommen, an dem die Kurzsichtigkeit abnimmt und teilweise "nur" noch der Astigmatismus zum Tragen kommt.


    Das war bei mir so: Vor ein paar Wochen sah ich dann plötzlich häufig senkrechte Objekte viel deutlicher als waagrechte.


    Dann habe ich gezielte Augentrainingsübungen gegen den Astigmatismus gemacht und inzwischen nimmt auch mein Astigmatismus ab...zum Glück! Das oben beschriebene Phönomen tritt inzwischen nur noch selten auf. Dafür ist die Klarheit noch langanhaltender und bedeutend häufiger geworden!


    Liebe Grüße


    Fellizitas