Brille - Seheindruck falsch - Doppelbilder am Brillenrand

    Hallo,


    ich habe mich hier angemeldet, weil ich im nirgends vergleichbares finden konnte - mir aber auch andererseits nicht vorstellen kann, dass ich mit meinem Seheindruck alleine bin.


    Ich bin seit Jahren Kontaktlinsenträger und habe eine Hornhautverkrümmung. Mit den Kontaktlinsen war das Sehen eigentlich immer in Ordnung, allerdings hatte ich gelegentlich Kopfschmerzen, welche ich auf das Tragen der Linsen zurückführe. Diese wollte ich daher neu anpassen lassen (Augenarzt).


    Wegen meiner Hornhautverkrümmung riet mir der Arzt, zunächst eine Brille machen zu lassen, damit die Augen für einen Zeitraum von 3 Tagen mal keine Kontaktlinse tragen müssen - so ließe sich die nächste Linse besser anpassen.


    Ich bin also zum Optiker (einen großen, den man aus der TV Werbung kennt, da mein Augenarzt meinte "die sind nicht so schlecht, da kann man schon hin gehen") und habe mir eine Brille anpassen lassen. Es ist eine Rahmenlose, kleine Brille mit Titangestell. Diese Brille wollte ich dann eigentlich mehr Abends tragen, vor dem Zubettgehen.


    Nachdem ich die Brille nun ein paar Tage immer wieder getragen habe (im Wechsel mit den Kontaktlinsen) muss ich sagen, dass ich damit nicht wirklich zufrieden bin. Wenn ich ein Objekt fixiere und den Kopf 45° nach links, wieder zurück, dann 45° nach rechts neige, bleibt das Objekt zwar scharf, aber die Objekte um das fixierte herum scheinen sich zu bewegen. Am Brillenrand sehe ich ein fixiertes Objekt dann 2mal - einmal scharf im Bereich der Brille, einmal unscharf außerhalb. Wenn man durch die Wohnung geht, sich oder den Kopf bewegt, empfinde ich das als extrem störend - ich kenne das auch von den Kontaktlinsen überhaupt nicht - mittlerweile mein Hauptargument für die Kontaktlinsen, das gesamte Sichtfeld ist scharf, ohne diese seltsamen Verzerrungen, welche meine Brille produziert.


    Besonders schlimm ist es, wenn man z.B. beim rückwärts Einparken über die Schulter blicken muss. Ich muss dann schon oft zwei, dreimal schauen, mich weiter umdrehen, damit die Augen paralleler zur neuen Situation stehen, damit ich wieder eindeutig sehe, was ich da mache.


    Ich weiß nicht, wie man diesen Effekt nennt? Gibt es eine Korrekturmöglichkeit durch einen anderen Schliff der Gläser oder muss ich mich damit abfinden, wenn ich die Brille trage. Ich muss wirklich sagen, das kenne ich von den Kontaktlinsen her überhaupt nicht. Dieses Bewußtsein, dass die Objekte um mich herum wo anders dargestellt werden als sie tatsächlich sich befinden ist sehr unangenehm und schwummerig. Ich habe die Brille auch schon ein, zwei Tage getragen - der Effekt bleibt immer gleich.

  • 15 Antworten

    Man hat eine Zufriedenheitsgarantie. Also Brille vor die Füße werfen, Geld zurückverlangen und gut ist.


    Ich habe einige Augenprobleme, die theoretisch jeder Optiker erfassen sollte.


    Aber nach 3 Optikerketten und Augenprüfungen im Schnelldurchgang kam immer nur Sch...e raus.


    Einmal so schlimm, dass ich mich nach 10 minütigen Tragen der Brille übergeben mußte.


    Ich gehe seitdem in einen kleinen Optikerladen, wo mich der Optikermeister selbst bedient. Wegen der Kompliziertheit meiner Augen wird an 2 Tagen gemessen und das jeweils über eine halbe Stunde.


    Meine Gläser können nie von der Stange sein, Extraanfertigung von Zeis, unter 600 € pro Glas wird das nichts, ist also eine teure Sache, bis das sitzt, wackelt und Luft hat.


    Den Aufwand betreiben Fillemann und Co nicht. Allerdings muß ich das Ausmessen durch den Optikermeister selbst bezahlen, kostet immer so bummelige 120 €, die er ja auch nicht mit den Zeisgläsern verrechnen kann. Logisch.


    Leider verändern sich meine Augen auch alle paar Monate, die Kosten bringen mich bald um. Aber was nützt es mir, wenn ich nicht gucken kann?


    Überhaupt setze ich jedes Mal die neue Brille auf und da ich brilliant gucken kann, gibt es keine Eingewöhnungszeiten. Sondern einfach den wunderbaren Adlerblick.

    Dir ist aber schon klar dass der Randbereich der Brillengläser grundsätzlich keine scharfe Abbildung bringt? Wirklich optimale Sicht hat man nur an dem Punkt, der bei der Zentrierung als Durch Blickpunkt berechnet wurde. Außerhalb davon wird' s logischerweise unschärfer. Auch die Wahl des Materials bzw. Höhe des Brechungsindex beeinflusst das. Mit höherem Index und stärkeren Werten nehmen Verzerrungen am Rand und Farbsäume zu. Die meisten gewöhnen sich daran, einige aber auch nicht.


    Wenn sichergestellt ist, das die Werte passen, wird es wohl mangelnde Gewöhnung sein denke ich. Die Umstellung vom sehen mit Kontaktlinsen durch Brillengläser kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Zweifelsfall würde ich das Problem nochmals beim Optiker ansprechen.

    Ja der Effekt ist irgendwie schwer zu beschreiben und ich finde das auch nirgendwo passabel beschrieben.


    Es geht mir nicht darum, dass im Randbereich der Brille Objekte unschärfer würden. Ich sehe im Randbereich der Brille ein Objekt scharf und das selbe Objekt sehe ich außerhalb der Brille noch einmal (unscharf, da ja kein Glas darüber ist). Den Kopf bewege ich in der Situation gar nicht und auch das Auge bleibt dabei auf entweder das scharfe Objekt (innerhalb der Brille) oder das unscharfe Objekt (außerhalb der Brille) fokussiert - das Objekt ist zweimal vorhanden.


    Wenn man sich dieses Bild hier ansieht - so würde ich erwarten, dass es aussieht, wenn man durch eine Brille sieht:


    http://ergonomic-vision.ifado.…lle-clear-a150dpa-500.jpg


    Aber wenn ich am Rand der Brille ein Objekt fixiere, dann sehe ich das selbe Objekt nochmal unscharf gleichzeitig dazu.


    Der zweite Effekt, der damit meines Erachtens zu tun hat ist: Innerhalb der Brille scheinen sich wie gesagt die Objekte um ein fokussiertes Objekt herum zu bewegen, wenn ich dabei den Kopf und die Augen analog dazu mit bewege (ein Objekt bleibt dabei fokussiert).


    Es ist sehr schwer zu beschreiben - ich suche eben nach dem Fachausdruck für diesen Effekt, damit ich dann bei meinem Optiker genau sagen kann, was mich stört und er dann auch weiß was es ist.


    Wie gesagt von den Kontaktlinsen her kenne ich diesen Effekt überhaupt nicht/ hatte damit nie Probleme. Ich hoffe, jemand versteht, was ich meine und wie man den Effekt nennt oder wie ich da weiter was googeln kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da der einzige bin, der das wahrnimmt oder den das stört.

    Zitat

    Es geht mir nicht darum, dass im Randbereich der Brille Objekte unschärfer würden. Ich sehe im Randbereich der Brille ein Objekt scharf und das selbe Objekt sehe ich außerhalb der Brille noch einmal (unscharf, da ja kein Glas darüber ist).

    Ich verstehe leider den Rest deiner Probleme nicht, da mir das Vorstellungsvermögen fehlt, aber zumindest das empfinde ich als normal und das habe ich auch bei meiner Brille.


    Man soll ja auch vorwärts durch die Brille schauen und nicht seitwärts.


    Das ist gewöhnungssache. Man kennt das halt nicht, wenn man Kontaktlinsen trägt.


    Ich schaue durch einen bestimmten Radius durch die brille, alles was zu weit am Rand ist, da dreht man den Kopf...

    Wieso mußt du am Rand der Brille ein Objekt fixieren? Das verstehe ich nicht.


    Klar, bei Kontaktlinsen hatte man einen Rundblick, bei einer Brille eben nicht. Da wird in der Mitte fokussiert und der Rest geht unter.


    Ich habe Prismengläser, wenn ich den Kopf drehe, um ganz rechts oder links etwa etwas im Straßenverkehr zu sehen, sehe ich alles doppelt. Mit anderen Worten, da müßte der Kopf noch weiter gedreht werden. Passiert mir häufig, wenn ich erkennen will, ob von links wirklich alles frei ist.


    Das ist völlig normal.

    Für mich war die Umstellung nach Jahren mit KL auf Brille auch schwierig. Verändertes Sehen, andere Abbildungsgröße usw. waren sehr gewöhnungsbedürftig.


    Was du beschtreibst mit den Doppelbildern im seitlichen Bereich, störte mich allerdings nie. Vielleicht auch weil ich außerhalb der Brille eh so viel wie nichts erkennen kann.


    Um dein Problem einordnen zu können: welche Fehlsichtigkeit(en) hast du? Liegt evtl. starker Astigmatismus, schielen oder sonst was besonderes vor?

    Der TE schreibt, er hat eine kleine Fassung - da passiert es leicht mal, dass man den Rand der Fassung im Blick hat, und hier ist es eben normal, dass man als Kurzsichtiger das Objekt doppelt sieht, einmal durch die Brille und einmal unscharf ohne Brille (müsstest du eigentlich auch, swatch, sooo blind bist du ja auch wieder nicht ;-) ). Da sollte man sich fragen, was schlimmer ist - das doppelt gesehene Objekt beim Kurzsichtigen oder das Ringskotom (da fehlt also etwas vom Gesichtsfeld), das beim Übersichtigen auftreten kann.


    Eine Brille hat außer im optischen Mittelüpunkt überall mehr oder weniger starke unerwünschte prismatische Wirkungen - und da die sich ändern, je nachdem wo man durchschaut, kommt eben dieser Eindruck von Bewegung auf - das ist nun stark vereinfacht beschrieben, weil ich ja auch kein Fachmann bin. Es gibt zudem etliche verschiedene Abbildungsfehler, z.B. Astigmatismus schiefer Bündel - es ist unmöglich, sie mit einer einzigen Linse alle auszumerzen, dazu bräuchte man ein ganzes Linsensystem.


    Es ist also ganz einfach so, dass das durch das natürliche Sehen mit Kontaktlinsen verwöhnte Gehirn sich zunächst einmal auf die veränderten Verhältnisse einstellen muss - irgendwann klappt das dann und es fällt einem nicht mehr unangenehm auf, aber das braucht Zeit.

    Zitat

    ist es eben normal, dass man als Kurzsichtiger das Objekt doppelt sieht, einmal durch die Brille und einmal unscharf ohne Brille (müsstest du eigentlich auch, swatch, sooo blind bist du ja auch wieder nicht ;-)

    Klar hat man als kurzsichtig er einmal das zwar verkleinerte scharfe Bild im Brillenglas und außerhalb das in Originalgröße entsprechend unscharfe. Ich verstehe nur wie gesagt nicht was letzteres den Brillenträger interessiert. Wenn die Abbildung aussen eh nix ist, dann schaut man doch automatisch da, wo man scharf sieht. Somit dürfte der äussere Bereich nicht stören.

    Hallo alle,


    also ich bin mir mit meinen Werten nicht sicher. Ich glaube -1.25 links und -2.25 rechts. Links habe ich dazu noch eine minimale Hornhautverkrümmung, die gelegentlich für die "bekannten" Ghosts sorgt, aber das habe ich hin und wieder mit den (alten) Kontaktlinsen auch schon gehabt und der Effekt ist nur sehr selten vorhanden und noch seltener wirklich störend (mit neuen/ neu angepassten Linsen ist es dann hoffentlich besser).


    Ich habe nun alle Beiträge gelesen - wie gesagt erst mal Danke an alle, die was geschrieben haben.


    Meine Brille (also die Gläser) ist relativ klein und auch rahmenlos. Ich denke Luftschiff-Fan hat das auch nochmal für mich wiederholt. Ja, gut möglich, dass das mit den doppelten Objekten kein Problem wäre, hätte ich eine "Puk-die-Stubenfliege-Brille". Der Effekt mit den doppelten Objekten ist mir erstmals beim TV schauen auf der Couch aufgefallen - als ich entspannt auf der Couch lag. Die Kopfposition ist da nicht so ideal und der TV befindet sich dann einmal scharf im Sichtfeld der Brille und der untere Teil des TVs ist dann nochmal unscharf unterhalb des Brillenrands vorhanden. Also ich würde denken, das ist keine vollkommen absurde Alltagssituation, in der ich es nicht darauf anlege, einen Fehler sehen zu wollen (bei irgendeiner Antwort hier kam mir der Gedanke "der Schreiber denkt wohl, ich suche absichtlich nach Fehlern, um darüber meckern zu können" - das ist aber nicht meine Intention).


    Das doppelt gesehene Objekt stört mich meistens nicht (das fällt nur bei so extremen Situationen wie beim rückwärts Einparken sehr negativ auf und beim TV glotzen kann man sich auch anders hin lümmeln, sodass es nicht so auffällt). Mein eigentliches Problem ist, dass ich den Eindruck habe, wenn ich mich bewege, dann verändern Objekte in meinem Umfeld ihre Position in einer "falschen" Art und Weise. Deswegen habe ich das auch beschrieben, dass das mit dem Winkel zu tun hat, durch den ich durch das Glas schaue (Kopf hin/ her bewegen, ein Objekt fixieren - die umliegenden nicht fixierten Objekte werden irgendwie verzerrt dargestellt und verändern ihre Position, während ich den Kopf drehe und auch dieser "Doppeleffekt am Rand" ist ja eigentlich eine Verzerrung, deswegen habe ich den mit beschrieben). Der Effekt ist aber auch da, wenn ich sowas nicht mache und einfach nur eine Treppe rauf gehe oder durch ein Zimmer oder was in der Art. Und da finde ich das extrem seltsam und störend.


    Ich dachte eben, das wäre etwas, was viele Leute stören würde und was man ggf. durch einen besonderen Schliff oder ein besonderes Glas oder was-weiß-ich in den Griff bekommen kann. Ich finde es ehrlich gesagt grenzwertig zu nicht akzeptabel (ich kenne das von meinen Kontaktlinsen überhaupt nicht). Ich habe nicht erwartet, dass man sich daran gewöhnen soll, bis einem das nicht mehr auffällt, aber wenn das eben bei Brillen so ist... Mein Problem ist dann ja auch, dass sich meine Augen/ das Gehirn durch das Abwechselnde Tragen von Kontaktlinsen und Brille gar nicht so an die Brille gewöhnen kann.


    Ich werde meinen Optiker da nochmal fragen. Vllt. gibts doch was. Falls nicht, wird die Brille eben mein FallBack bleiben und ich werde weiter meine Kontaktlinsen nutzen, da muss ich keinen Gedanken darüber verschwenden, ob ich mich erst noch irgendwo hin drehen muss, bevor ich ein klares und vor allem nicht verzerrtes Bild sehe.


    Sollte mein Optiker hierzu was interessantes zu sagen haben, poste ich das auch nochmal hier. Könnte ja sein, dass noch andere Leute ne Brille brauchen und mit sowas nicht rechnen.

    Es ist schwierig das zu beurteilen, da du eben auch garkeine Vergleichsbrille hast...


    Ich habe zBsp eine Laborschutzbrille mit Stärke, die verzieht am Rand alles etwas...schräg....un wenn ich oben oder unten durchschau ist alles "gebogen". Obwohl es eben die identische Stärke zu meiner normalen Brille ist.


    Die Brillen wurden aber eben von verschiedenen Optikern gemacht. Das kann schon einen starken Einfluss haben.


    (Welche Gläser, sind die Mittelpunkte gleich gewählt, Brechungsindex, Ist die Verkrümmung richtig ausgeglichen...)


    Brillen sind sehr komplex sobald man auch noch eine "ordentliche" Hornhautverkrümmung hat...


    Brillen kann man so aber nicht mit Kontaktlinsen vergleichen... Bei Kontaktlinsen wird das ja direkt auf der Linse gebrochen...da gibts nur "zu scharf" und zu "zu unscharf" und eben "kratzt und sitzt doof...".


    Bei Brillengläsern jedoch ist es manchmal besser nochmal zum Optiker zu gehen und nachbessern zu lassen, wenn es wirklich garnicht geht. Allerdings solltest du dann das Beschwerdebild dem Optiker genau beschreiben.


    Ich komme sehr gut mit den Brillen einer solchen Kette klar...die Laborschutzbrille hingegen ist von einem kleineren Optiker, hier in der Nähe...weil meine Firma mit denen halt einen Vertrag hat.


    Ich komme mit der Brille von der Stange also sehr viel besser klar...aber das muss auf dich nicht zutreffen.


    Ich würde die Brille mal ein paar Tage tragen, wenn es innerhalb einer Woche immernoch absolut unerträglich ist, nachbessern lassen.

    @ Yoshiru

    Ach so...nun versteht man besser wo dein Problem liegt. Anfangs war ich auf dem Holzweg, denn ich dachte dich stören Verzerrungen zum Rand hin innerhalb des Brillenglases. Daher tat sich die Frage auf wieso du nicht mittig durchschaust.


    Es scheint nun also tatsächlich an mangelnder Gewöhnung bzw. Anpassen an die neuen Gegebenheiten mit Brille zu liegen.


    Falls dir das Sichtfeld durch die kleine Brille dauerhaft zu gering ist, könnte evtl. eine etwas größere Abhilfe schaffen. Unschärfen/Verzerrungen zum Glasrand hin werden aber auch damit weiterhin bestehen.


    Gib dir am besten Zeit um dich an die Brille zu gewöhnen und versuche, die störenden Effekte möglichst nicht zu beachten, dann wird das schon :)z