Ne Bekannte von mir zieht ihre Brille auch jeweils nur auf, wenn es absolut notwendig ist.


    Also die Episode mit der Tafel im Mc-Do kenne ich bestens.


    Bevor sie jeweils ihre Brille aus der Handtasche kramt, versucht sie zuerst krampfhaft etwas zu entziffern.


    Lustige Szenen jeweils

    @ Luftschiff-Fan

    Zitat

    der andere genießt es vielleicht, bei so vielen Dingen des täglichen Lebens Hilfe zu benötigen und vor allem: zu bekommen!

    Ich wüsste jetzt nicht, was daran ein Genuß sein sollte :-/


    Mir ist es sehr unangenehm, zum beispiel beim Augenarzt zur Untersuchung ohne Linsen oder Brille ständig von der MTA Hilfe angeboten zu bekommen, wenn ich nach dem Sehtest auch nur vom Untersuchungsstuhl zurück zum Tisch will wo ich meine Brille abgelegt habe. Es nervt mich sogar sehr.


    Ebenso unverständlich ist mir, wieso dicke Brillengläser für viele mit Hilflosigkeit oder Unfähigkeit verbunden sind. Die gerne gestellte Frage "darfst du überhaupt Auto fahren wenn du so schlecht siehst?" fällt mir dazu ein >:(

    Sorry, wenn ich mich so undeutlich ausgedrückt haben sollte :-o


    Die Erfahrung, mit -4 oder -5 ohne Brille rumzulaufen, kenn ich natürlich auch ;-)


    Aber mittlerweile mach ich das nur noch in sehr vertrauter Umgebung.


    Ganz scharf zu sehen empfinde ich allerdings nach wie vor als richtig unangenehm, daher der Kompromiss mit der Unterkorrektur.

    Zitat

    Die Erfahrung, mit -4 oder -5 ohne Brille rumzulaufen, kenn ich natürlich auch


    Aber mittlerweile mach ich das nur noch in sehr vertrauter Umgebung.

    Um das ging es ja. Ich war verwundert, dass du bei -4,25 kein Defizit in der Lebensqualität siehst. Was du nun zuletzt geschrieben hast klingt dann ja doch etwas anders als dein Post davor.


    Vermutlich gefällt dir das scharfe sehen nicht, weil du es einfach nicht gewöhnt bist? Ich hab das jedenfalls so noch nie gehört.

    Es gibt da eine Faustformel die besagt, daß 0,5 Dioptr. die Sehschärfe um die Hälfte mindert.


    0 Dioptr. 100 % Sehkraft


    0,5 50 %


    1,0 25 %


    1,5 12,5 %


    2,0 6,25 %


    .....


    3,0 1,56 %


    .....


    4,0 0,39 % und so fort


    ist schon bedenklich ohne Sehhilfe. ":/

    Zitat

    Man sieht zwar alles - aber eben 'nur' unscharf!

    Man kann auch vieles komplett übersehen ab einer gewissen Dioptrienzahl. Auch mit Abstandseinschätzungen ist es schwer wenn man anstatt heran nahender Fahrzeuge nur noch eine verwaschene bunte Fläche sieht :-/

    Zitat

    Ich wüsste jetzt nicht, was daran ein Genuß sein sollte


    Mir ist es sehr unangenehm, zum beispiel beim Augenarzt zur Untersuchung ohne Linsen oder Brille ständig von der MTA Hilfe angeboten zu bekommen, wenn ich nach dem Sehtest auch nur vom Untersuchungsstuhl zurück zum Tisch will wo ich meine Brille abgelegt habe. Es nervt mich sogar sehr.

    Hallo Swatch, ich verstehe gut, dass es für dich kein Genuss wäre – ich denke, das Gern-betüddelt-werden kommt auch eher bei weiblichen Wesen vor, weil Männer sich doch immer noch eher als Macher und Beschützer sehen und auch so gesehen werden wollen.

    Zitat

    Ebenso unverständlich ist mir, wieso dicke Brillengläser für viele mit Hilflosigkeit oder Unfähigkeit verbunden sind. Die gerne gestellte Frage "darfst du überhaupt Auto fahren wenn du so schlecht siehst?" fällt mir dazu ein

    Das sind Klischees, die sich sehr schwer ausrotten lassen und an deren Ausrottung meiner Meinung nach auch nicht wirksam gearbeitet wird. Hast du in deiner Kindheit jemals eine Kinder- oder Jugendsendung im Fernsehen gesehen, in der der Held eine starke Brille trug und trotzdem gleichzeitig pfiffig und sportlich war? Wenn starke Brille, dann doch automatisch Leseratte und wandelndes Lexikon, gleichzeitig unbeholfen, linkisch und unsportlich. Was also erwarten wir bei solchen Vorbildern?


    Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Kurz- oder Übersichtigkeit nicht tatsächlich in gewisser Weise auch mit der Persönlichkeit in Zusammenhang steht. Dabei wäre dann wohl schwer zu sagen, was zuerst da war – die Fehlsichtigkeit, die dazu führte, dass derjenige sich (bei Kurzsichtigkeit) lieber mit "ruhigen" und nahen Dingen beschäftigte oder aber (bei Übersichtigkeit)lieber herumtobte als zu malen und zu basteln und dann das entsprechende Temperament und die dementsprechende Persönlichkeit entwickelte oder ob es vielleicht umgekehrt war – oder ob beides gar nichts miteinander zu tun hat. Eigentlich wäre ja zu erwarten, dass sich ein Kind bei frühzeitiger Versorgung mit einer Brille oder Kontaktlinsen unabhängig von seiner Fehlsichtigkeit entwickelt und ich hoffe einfach, dass das mehr und mehr der Fall sein wird (Brillen werden ja heutzutage nicht mehr so sehr als hässlich empfunden wie früher) und die Klischees irgendwann verschwinden.


    Vermutlich wiederhole ich mich, dieser Thread ist ja schon so irrsinnig lang ...

    Hallo Luftschiff-Fan *:)


    es mag sein, dass man eventuell seine Interessen den körperlichen Gegebenheiten anpasst. Und auch die Frage ist interessant, ob man vom lesen kurzsichtig wird oder ob kurzsichtige automatisch viel lesen und dadurch schlau werden...


    Es gibt aber auch Ausnahmen, die solche Klischees nicht erfüllen. Ich zum Beispiel bin mit fast -10 sehr sport begeistert

    @ :)

    Seit ein paar Wochen habe ich ja noch eine weitere Brille, bei der ich mich leider vom Optiker beeinflussen ließ. Das war definitiv ein Fehler, denn der einzige der von der Entscheidung für höherbrechendes Material was hat, ist der Optiker :(v


    Nun liegen 490 Euro in Form "dünner" Gläser im Etui während ich mit bester, verzerrungsfreier Sicht mit meinen anderen Brillen mit Brechungsindex 1,5 zufrieden bin.

    Zitat

    weil Männer sich doch immer noch eher als Macher und Beschützer sehen und auch so gesehen werden wollen.

    Eventuell erklärt das wieso Steeven01 so gar kein Problem hat, zu wissen seine Freundin läuft wenig sehend durch die Stadt.


    Beste Gelegenheit für ihn, sich als helfender Beschützer zu präsentieren trotz dicker Brille ]:D