@ 100 swatch

    Ja, es wäre so schön, wenn man einfach einen Hebel umlegen könnte und prompt fühlte man sich wohl mit seiner Brille! Ist aber leider nicht so, ich habe es bestimmt schon mal geschrieben, bei mir hat es ca. 30 Jahre gedauert vom "Brille o.k. finden" bis zu dem Zeitpunkt, wo ich "mein Gesicht der Brille hingeben konnte" (sorry, mir fällt kein anderer Ausdruck dafür ein) und mit Begeisterung und Selbstbewusstsein auch mit unterschiedlichen Fassungsfarben und -formen experimentieren konnte.


    In den langen dreißig Jahren war es mir auch immer unangenehm, beim Optiker bei der Fassungsauswahl in den Spiegel zu schauen, weil ich fand, dass ich - objektiv betrachtet - mit Brille zwangsläufig hässlich aussah und mir bewusst war, dass der mir gegenüber sitzende Optiker diese Hässlichkeit ja auch wahrnehmen musste. Erst als ich so weit war, zu sagen, egal ob ich objektiv betrachtet hässlich bin, wichtig ist, wie ich mich finde - und wenn ich mir selbst gefalle und mein Gesicht als Brillengesicht annehme, habe ich plötzlich alle Freiheit der Welt, mit Fassungen zu experimentieren und mich an ihrer Wirkung, natürlich in Verbindung mit den Gläsern, zu erfreuen.


    Zu den Gläsern: Es ist natürlich so, dass dem Anblick von kleinen, hinter Panzerglas eingesperrten Augen ein Eindruck von Erniedrigung anhaftet. Andererseits brechen diese Gläser das Licht auf eine ganz besondere Weise und wirken oft wie Kristall, was auch etwas Faszinierendes an sich hat. Ich glaube, erst wenn man in der Lage ist, mit diesen Ambivalenzen zu spielen, ja auch zu kokettieren, auf jeden Fall aber sie zu akzeptieren, steht man irgendwann über den Dingen und ist eins mit sich selbst.


    Bei mir fiel diese Befreiung mit dem Beginn verstärkter Internet-Aktivitäten zusammen - und ich glaube, mir hat es geholfen, festzustellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die starke Brillen reizvoll finden - und mich mit den Augen eines solchen Menschen zu betrachten. Und dann war mir die große Mehrheit, die starke Brillen hässlich findet, plötzlich egal.


    Das war, kurz zusammengefasst, mein Weg. Du wirst mit Sicherheit DEINEN Weg finden, wenn dir wirklich daran liegt! Ich drücke dir die Daumen!

    Also, ehrlich, ich habe auch immer (noch) etwas Hemmung bebrillt zum Augenarzt zu gehen. Wegen den Augenerweiterungstropfen sind da Linsen nicht erwünscht und praktikabel bei Augenhintergrunduntersuchungen.


    Das 'Gefühl' von 100 swatch kann ich da 100% nachvollziehen. Den anderen Personen und Beobachtern ist es völlig schnuppe, ob man Brille trägt - aber selbst fühlt man sich dabei so andersartig, daß man sich einredet es stimmt mit mir etwas nicht und so gehe ich jetzt die Öffentlichkeit! ":/

    100 swatch, beschäftigt dich dieses Thema schon länger? Du verwendest Begriffe mit einem gewissen Selbstverständnis, sodass ich annehme, dass du schon vor deiner Registrierung auf Med1 mit Optik und Ähnlichem befasst warst oder zumindest auf dieser oder ähnlichen Seiten mitgelesen hast. Dann ist es eigentlich kein rein praktisches Problem des Brilletragens, denn das ließe sich doch relativ leicht lösen (außer es besteht irgendeine massive Problematik mit den KL, trägt man die einfach oft, und 'durchtaucht' eben die paar problematischen Situationen), sondern es ist ein Problem (wenn es denn eines ist) der Bedeutung, die das Brilletragen für dich hat, in deiner Identität als sportlicher junger Mann, bzw. dass es grundsätzlich praktisch und ästhetisch negativ behaftet ist und trotzdem auch ein wenig reizvoll erscheint.


    Außer man lehnt Brillen strikt ab oder ist ganz easy-going, wird jede/r durch so eine Phase gehen, der/die fehlsichtig ist. Alles eine Frage der Zeit und des Reifens. Erzwingen kannst du das nicht. Also ich würde nicht krampfhaft versuchen, meine Brille gut und cool zu finden.

    @ Luftschiff-Fan

    Zitat

    In den langen dreißig Jahren war es mir auch immer unangenehm, beim Optiker bei der Fassungsauswahl in den Spiegel zu schauen, weil ich fand, dass ich - objektiv betrachtet - mit Brille zwangsläufig hässlich aussah und mir bewusst war, dass der mir gegenüber sitzende Optiker diese Hässlichkeit ja auch wahrnehmen musste.

    Mich stört immer wenn ich eine neue Brille kaufe, das die Optiker erwarten, wegen meiner starken Kurzsichtigkeit gefälligst eine Brille mit kleinem Glasdurchmesser zu nehmen damit die Gläser schön dünn sind. Mein System bei der Auswahl ist aber anders: ich suche mir eine Brille in aktuellem Style aus, die mir gefällt und mir steht. Wenn es eine größere Brillenform ist und die Gläser darum von der Seite etwas dicker aussehen, dann ist es eben so - ob das der Optikerin gefällt interessiert mich nicht. Die beraten sich dann zwar fast zu tode und wollen unbedingt die Gläser dünn halten aber das nervt mich nur und beeinflußt meine Entscheidung nicht.

    Zitat

    Zu den Gläsern: Es ist natürlich so, dass dem Anblick von kleinen, hinter Panzerglas eingesperrten Augen ein Eindruck von Erniedrigung anhaftet.

    Ich finde man wirkt damit wenig dynamisch und auch irgendwie älter ":/

    Zitat

    Andererseits brechen diese Gläser das Licht auf eine ganz besondere Weise und wirken oft wie Kristall, was auch etwas Faszinierendes an sich hat. Ich glaube, erst wenn man in der Lage ist, mit diesen Ambivalenzen zu spielen, ja auch zu kokettieren, auf jeden Fall aber sie zu akzeptieren, steht man irgendwann über den Dingen und ist eins mit sich selbst.

    Die Lichtbrechung finde ich auch faszinierend aber eher wenn ich meine Brille in der Hand halte und die Reflexionen in den Gläsern betrachte. wenn ich die trage, sehe ich es ja nicht.


    Wie ist das mit dem kokettieren gemeint, Luftschiff-Fan? Lenkst du bewusst die Aufmerksamkeit auf deine Brillengläser oder wirst du oft darauf angesprochen?

    Zitat

    Und dann war mir die große Mehrheit, die starke Brillen hässlich findet, plötzlich egal.


    Das war, kurz zusammengefasst, mein Weg. Du wirst mit Sicherheit DEINEN Weg finden, wenn dir wirklich daran liegt! Ich drücke dir die Daumen!

    Mir hat bisher noch niemand gesagt "du hast aber schöne starke Brillengläser" also scheint die große Mehrheit sowas tatsächlich ??scheiße?? zu finden.


    Danke für die Unterstützung, die spannenden Berichte über deine Erfahrungen und fürs Daumendrücken!

    @ Ratzefatz

    Zitat

    Das 'Gefühl' von 100 swatch kann ich da 100% nachvollziehen. Den anderen Personen und Beobachtern ist es völlig schnuppe, ob man Brille trägt - aber selbst fühlt man sich dabei so andersartig, daß man sich einredet es stimmt mit mir etwas nicht und so gehe ich jetzt die Öffentlichkeit! ":/

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass es sich für mich zeitweise so anfühlt, wie etwas "verbotenes" zu tun wenn ich mit Brille rausgehe. So als müsste ich aufpassen dabei nicht erwischt zu werden :-/

    @ Meronymy

    Zitat

    100 swatch, beschäftigt dich dieses Thema schon länger?

    So ist es. Angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen habe ich, als ich nach längerem Krankenhaus-Aufenthalt Probleme mit den Kontaktlinsen bekam und nach Lösungen gesucht hatte. Zum Glück vergingen die Schwierigkeiten wieder, denn andernfalls hätte ich die meißten meiner Hobbies vergessen müssen. Schwimmen, surfen, klettern und Fußball sind für Brillenträger leider nicht ideal.

    Zitat

    Du verwendest Begriffe mit einem gewissen Selbstverständnis, sodass ich annehme, dass du schon vor deiner Registrierung auf Med1 mit Optik und Ähnlichem befasst warst oder zumindest auf dieser oder ähnlichen Seiten mitgelesen hast.

    Bis ich mich in diese Diskussion eingeklinkt habe war ich nur stiller Mitleser auf med1 und gelegentlich auch in anderen Foren.

    Zitat

    sondern es ist ein Problem (wenn es denn eines ist) der Bedeutung, die das Brilletragen für dich hat, in deiner Identität als sportlicher junger Mann, bzw. dass es grundsätzlich praktisch und ästhetisch negativ behaftet ist und trotzdem auch ein wenig reizvoll erscheint.

    Genau in dem Segment vermute ich mein Problem. Ich scheue mich vor der Auswirkung auf mein Erscheinungsbild, die meine Brille haben könnte. Ob man wegen dicken Brillengläsern nicht mehr so sportlich, attraktiv oder sonstwie wirkt weiß ich nicht. Es ist nur meine Vermutung das offensichtliches schlechtes Sehen nicht mit meinem Lifestyle zusammenpassen kann.

    Zitat

    Außer man lehnt Brillen strikt ab

    Das tue ich nicht. Ich hatte früher kein Problem Brillenträger zu sein. Der Zeitpunkt für den Umstieg auf Kontaktlinsen war ungünstig (Pubertät) denke ich und auch ab da gar nicht mehr mit Brille raus zu gehen war rückblickend sicher nicht ideal.

    Zitat

    Mein System bei der Auswahl ist aber anders: ich suche mir eine Brille in aktuellem Style aus, die mir gefällt und mir steht. Wenn es eine größere Brillenform ist und die Gläser darum von der Seite etwas dicker aussehen, dann ist es eben so - ob das der Optikerin gefällt interessiert mich nicht.

    Wie oft kaufst du eine Brille, sodass du ein Auswahlsystem entwickelt hast? Warum ist aktueller Stil wichtig, wenn du die Brille doch eher verschämt - was anderes hattest du ja wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt nicht angestrebt - zu Hause trägst? So ganz schlau werde ich auch den Schilderungen nicht.


    Also natürlich sieht man einer Brille mit >-9 Dioptrien (oder eigentlich <, aber so ganz stimmig ist die Sprache über Minuswerte ja nicht, da sagt ja auch niemand, dass das besonders niedrige Werte, was sie ja, richtig gesehen, sind) die Stärke an. Aber selbst bei Breiten über 50mm wären die Gläser mit einem hohen Index gar nicht so dick, besonders in Kunststofffassungen eigentlich gar nicht auffällig. Und bei guter Formenwahl und Größenwahl sollte der Einschnitteffekt auch gering sein (also ich würde mich auch nicht zu einer schmalen Brillen überreden lassen wollen, weil ich das nicht mag, aber es gibt ein Zusammenspiel von Form und Größe, die die Seitenpartien des Kopfes mehr oder weniger in den Fokus rücken), was auch wiederum die Wahrnehmung von verkleinerten Augen einschränkt.


    Außer natürlich man betrachtet sich obsessiver in Spiegel oder mit Digitalkamera (wo man die negative Dinge sehr gut hervorheben kann, durch gewisse Winkel und Sehabstände).

    @ Meronymy

    Nicht ich habe das System, vielmehr hat es sich selbst entwickelt im Lauf der Jahre und vieler Brillen-Käufe. Eine neue Brille kaufe ich wenn meine Werte sich geändert haben, das passiert etwa einmal jährlich. Dass meine Brille eine moderne Form hat ist mir wichtig da ich auf sowas prinzipiell Wert lege - bei Kleidung, Schuhen und Frisur. Weil ich meine Brille für gewöhnlich nur in meinen eigenen 4 Wänden trage, bedeutet es doch nicht, das ein einfaches, wenig stylishes Modell dafür ausreichen muss. Bei Unterhosen nehme ich auch nicht irgendwelche obwohl außer meiner Wenigkeit die eher keiner zu sehen bekommt.


    Es stimmt, man kann mit verschiedenen Fassungs-Typen und -Formen unterschiedlich dezente oder ggf. auch ungünstige Ergebnisse mit der fertigen Brille erhalten. Positive und auch negative Überraschungen habe ich dabei bereits erlebt. Eine Kunststofffassung hatte ich vor der jetzigen, einen Großteil der Glasdicke vertschluckte die zwar in der Seitenansicht, aber die Stärke sieht man den Gläsern, wie du auch sagtest, ganz genauso an. Auch diverse Brillenglassorten hatte ich über die Jahre im Test und finde für mich, je höher der Brechungsindex, um so unangenehmer.


    Wie ist deine Erfahrung dazu, Meronymy (und natürlich auch die derjenigen, die das noch lesen) ?


    Zu der Sache mit den Auffälligkeiten beim betrachten mit starken Gläsern im Spiegel/auf Fotos würde ich meinen, das ich mich subjektiv kritischer wahrnehme weil mein eigenes Bild von mir mit Brille mir fremd erscheint, da die Zeit in der ich keine Kontaktlinsen trage auf den Tag gerechnet minimal ist.

    Das passt irgendwie nicht zusammen. Also wenn du bei jeder Stärkenänderung eine neue trendig-stylische Brille kaufst und auch höhere Indices mit Verweis auf optisches Wohlfühlen ablehnst, dann glaube ich, dass du dich mit starker Brille gar nicht ablehnst, sondern sie eigentlich gerne tragen würdest, nicht als Alternative zu den KL, sondern weil es dir eigentlich gefällt. Und das Problem ist jetzt mehr, dir und deiner Umwelt gegenüber dieses Gefallen zu rechtfertigen, wo es doch so viele Gründe gäbe, das uncool zu finden. Wenn es wirklich um Dicke/Stärke ginge, dann würdest du beim Index auf jeden Fall einen Kompromiss eingehen, wenn du die Brille eher als Ausweichmöglichkeit denn als deine default Option ansehen würdest. (Verzeih meine Direktheit, aber da ist mehr positives als negatives Gefühl involviert.)


    Meine Stärken liegen unter deinen (gegen -7). Und mir gefallen schöne Brillen, auch wenn man ihnen die Stärke ansieht. Und ich käme nicht auf die Idee, mich wegen Größe der Fassung einschränken zu lassen. Auch würde ich nicht automatisch den höchsten möglichen Glasindex wählen. Aber auch nicht den niedrigsten. Eben so, dass ich das Gefühl habe, ich lenke jetzt nicht spezielle Aufmerksamkeit auf die Stärke der Gläser.

    @ Meronymy

    Dass ich mich mit stärkerer Brille ablehne habe ich nicht geschrieben. Lediglich das mich stört hinter den Gläsern müde auszusehen und auch dass ich mich selbst mit Brille nicht gewöhnt bin weil ich seit vielen Jahren Kontaktlinsen trage. Wie beschrieben hatte ich bis zum wechseln auf KL kein Problem ein Brillenträger zu sein. Dass ich ab dem Zeitpunkt ständig die Linsen verwendet habe, war falsch. Darum bin ich nun in ähnlicher Position wie jemand, der seine erste Brille bekommen hat und sich damit outen muss. Natürlich ist es schwierig mit nahezu -10 dioptrien sich vor anderen zu rechtfertigen, warum man plötzlich mit einer so starken Brille erscheint und aus welchem Grund man die Vorteile der Kontaktlinsen nicht mehr nutzen mag. "uncool" fände ich, mich weiterhin hinter KL zu verstecken um nicht in Verlegenheit zu geraten mit einer Veränderung auf Unverständnis zu stoßen.


    Meine mangelnde Kompromissbereitschaft wegen der Brillengläser hat mehrere Gründe. Probiert habe ich neben Brechungsindex 1,5 auch 1,6 und 1,74. Mit dem niedrigsten habe ich definitiv die beste Sehqualität, auch 1,6 wäre für mich akzeptabel wobei hier mit meinen Werten die Glasdicke unwesentlich reduziert ist, sich somit der höhere Preis und nicht ganz optimale Sicht nicht lohnen. Mit 1,74 komme ich gar nicht klar, vermutlich weil die Gewöhnung nicht eintreten kann wenn ich die Brille nur kurz, abends nach den KL aufhabe. Hinzu kommen häufige Veränderungen meiner Werte/des Zylinders, wodurch sich teure Gläser nicht wirklich rentieren wenn man die noch dazu nur wenige Stunden trägt. Weiterhin bin ich der Meinung, man sieht die Stärke von vorne so oder - im Profil ist der höhere Glasindex sicherlich vorteilhaft.


    Aktuell fühle ich mich noch in der Öffentlichkeit besser mit Kontaktlinsen aber ich möchte gerne die Freiheit haben genauso selbstverständlich mit meiner Brille überall hin gehen zu können ohne Komplexe zu haben. Eventuell fehlen mir positive Reaktionen zur Brille, die ja nicht kommen können solange mich niemand mit ihr sieht.

    @ Antigone

    Zitat

    Ich denke, man selbst ist da eher drauf fixiert als die Umwelt.

    Vermutlich ist es meistens so. Aber wenn mich jemand nur ohne Brille kannte und dann mit gesehen hatte, gab's eigentlich niemals positives Feedback :|N

    Da stimme ich Antigone hundertprozentig zu, genau so ist es!


    Und selbst wenn mal eine negative Rückmeldung kommt, sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen - denn für viele Menschen ist eine Brille halt so etwas wie eine Prothese und sie sind gar nicht in der Lage, dazu etwas Positives zu sagen. Entscheidend ist wirklich die eigene Einstellung des Brillenträgers, es kommt nur darauf an, dass er selbst sich mit seiner Brille mag und voll dahinter steht. Wir lassen uns doch auch nicht dadurch verunsichern, dass jemand unseren Kleidungsstil nicht mag - die Geschmäcker sind halt verschieden. Bei einer Brille wird so ein Kommentar aber gleich als unanfechtbares Urteil gesehen.


    By the way: Ich achte sehr auf die Brillen anderer Leute, gebe aber so gut wie nie ungefragt meinen Kommentar dazu ab. Vielleicht sollte ich mich dazu durchringen, das öfter zu tun! Ich halte eine Brille für so selbstverständlich, dass ich Kommentare meist für überflüssig (oder auch unangebracht, wenn es sich um einen mir nicht besonders nahe stehenden Menschen handelt) halte. Ich glaube, diese Haltung sollte ich mal überdenken.

    Also, ich gehöre eher (auch) zu jenen, denen es peinlich ist, auf seine Brille angesprochen zu werden. Negativ war allerdings noch nie eine Aussage oder Feststellung. Bin dann trotzdem nicht stolz.


    KL-Träger verstecken ja meist ihre Sehhilfe - und binden sie niemand auf die Nase durch Kundtun!

    Zitat

    KL-Träger verstecken ja meist ihre Sehhilfe - und binden sie niemand auf die Nase durch Kundtun!

    Das würde ich generell nicht so sehen - viele Kontaktlinsenträger haben kein Problem damit, über KL zu reden, schließlich ist es auch ein Zeichen von Fortschrittlichkeit, KL zu tragen und nicht so was Konservatives wie eine Brille. Ist alles eine Frage der Sichtweise...

    Hallo, habe Eure Einträge mit großem Interesse verfolgt. Sehe, dass ich dagegen ein Extremfall darstelle. Seit meinem 2. Lebensjahr (nach grauem Star) leide ich unter Linsenlosigkeit. Hab damals eine, für ein Kind ungewöhnlich, dicke Gläser (+ 21 dpt.) verpasst bekommen, damit die Augen wieder/weiter sehen lernen. Mit der Zeit (das Auge wächst ja mit) wurden auch die Gläser noch dicker. Habe arg gelitten in der Schulzeit. Jetzt sind meine Gläser fast 2 cm (!!!) dick. (fast 30 dptr. plus) Weiter verstärken werden die Werte sich nicht ... mit dem Alter. Zum Glück. Kontaktlinsen vertrage ich nicht. OP nicht mehr möglich. Gut, ich lebe damit. Augen scheinen riesig durch die "Lupengläser". Gehe nur mit Basecap raus. Man kennt mich nicht anders. An Blicke und dumme Sprüche hab ich mich gewöhnt. Ich kann's nicht ändern. Also: Mut zur Brille. Wenn's hilft ... warum nicht. Also: ich ohne Brille ... geht gar nicht. KOPF HOCH. Es gibt Schlimmeres. :)^