Doppelbilder nach OP wegen Orbitabodenfraktur

    Hallo Community!


    Ich hatte vor ca. 10 Tagen einen Schlag auf mein linkes Auge bekommen. In der Unfallklinik wurde mir mitgeteilt, dass es sich um eine Orbitabodenfraktur handelt, die operativ behoben werden muss.


    Die OP war heute vor einer Woche und laut der Ärzte sei alles gut verlaufen!


    Jetzt war ich heute nochmals beim Augenarzt, welcher mir sagte, dass es durchaus möglich sei, dass die Doppelbilder bleiben könnten.


    Das hat mich doch sehr verunsichert und ich wollte mal nachfragen, nach welcher Zeit eine Besserung zu erwarten ist.


    Anfangs sah ich Doppelbilder beim "Nachobenschauen", mittlerweile sind diese Doppelbilder "weiter nach unten gerutscht", das heißt, ich sehe nach oben hin normal.


    Über Antworten würde ich mich sehr freuen!


    Danke

  • 1 Antwort

    Diese Doppelbilder (DB) bei Orbitabodenfrakturen treten leider sehr häufig auf. Sie entstehen dadurch, dass der Orbitaboden "bricht" und in diesen Spalt Gewebe und auch Augenmuskulatur eingekemmt wird. Dadurch kommt es zu Bewegungseinschränkungen an diesem Auge.


    Erstmal muss man einige Zeit abwarten um festzustellen welche Bewegungseinschränkungen auch durch "angeschwollenes" Gewebe/Muskulatur entstanden sind und inwieweit sich das ganze verbessert, bzw. verändert.


    Je nach dem wie sich dann der Befund zeigt, kann man dir dann (falls noch DB vorhanden sind) evtl. mit einer sog. Prismenbrille helfen oder (falls die Abweichung zu groß ist) man muss eine Schieloperation durchführen. Leider ist es so, dass bei deutlichen Bewegungseinschränkungen des Auges eine völlige Doppelbildfreiheit nicht mehr erreicht werden kann. Das bedeutet, wenn du in bestimmte Blickrichtungen schaust werden evtl. DB bestehen bleiben. Ist die Bewegungseinschränkung aber nur gering sind die Chancen besser.


    Ich hoffe, das genügt dir als Antwort erstmal.


    Liebe Grüße