Immer noch flimmerndes Skotom, und keiner weiß warum

    Hallo,


    Seit ca. 1 Monat habe ich einen Fleck auf dem rechten Auge, auf dem ich erst nichts sah, dann nur die Hintergrundfarbe, und mitlerweile, so glaube ich, wenigstens ein klein wenig mal Buchstaben durchflimmern, wenn ich Text lese. Dann sehe ich die Zeile, die ich lese, darüber fehlen allerdings 2 Buchstaben. Außerdem leuchtet der Fleck nach, als hätte man mich mit einer kleinen Lichtquelle geblendet. Außerdem, und das macht es für mich merkwürdig, flimmert es im Dunkeln. Das sieht aus wie bei einem flimmernden Fleck, der auf Migräne zurückzuführend ist.


    Der Augenarzt kann nichts finden, keine Anzeichen für Entzündungen, die Netzhaut sieht auch ganz normal aus, und ein MRT hat auch nichts ergeben.


    Was kann das sein? Kennt jemand sowas? Die Ärzte vermuten noch, es könnte eine sehr kleiner Entzündung des Sehnervs sein, die zu klein ist, um entdeckt werden zu können. Aber so lange? Ich finde die Migräne-Erklärung auch nicht schlecht, da ich auf der rechten Seite schon oft Probleme mit Migräne hatte. Ständige Kopfschmerzen, 2 mal mit einem Fleck, der von Innen nach Aussenwandert, außerdem manchmal eine merkwürdige Wahrnehmung, wo man das Gefühl hat, das alles um ein herum sehr sehr weit weg ist, und man selbst immer kleiner wird, oder ab und zu mal Piepsen im rechten Ohr, das auch schonmal über mehrere Tage. Bin also ein typischer Migränefall, aber über einen Monat nun? Und der Fleck bewegt sich da auch nicht weg... Neuste Idee vom Augenarzt ist, dass es doch es mit der Netzhaut zu tun hat, und nun habe nehme ich Vitamintabletten für die Netzhaut. Aber so wirklich gelöst hat es das auch nicht...


    Ich hoffe jemandem kommt meine Beschreibung bekannt vor...

  • 19 Antworten

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich um eine Migräne handelt, da diese Flimmerskotome in der Regel vorübergehend sind und sich auch in größe und Lage verändern.


    Ich wäre hier hartnäckiger und würde mich in eine Augenklinik überweisen lassen, denn es klingt sehr nach einer Netzhaut- oder Sehnehrvengeschichte. Man sollte dies abklären!

    Kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt z.B. den migränösen Infarkt, bei dem die Aura dann länger als 7 Tage anhält. Allerdings lässt sich darüber sehr wenig finden, so dass ich nich sagen kann, wie sowas aussieht, im wahrsten Sinne des Wortes.


    Allerdings hätte auch hier der MRT etwas zeigen können, aber vielleicht haben sich alle nur auf den Sehnerv bei der Untersuchung beschränkt. Etwas zu sehen gäbe es dann nämlich im Gehirn, im für das Sehen zuständige Zentrum.


    Was mich eben wundert ist, dass alle Beschreibungen von Problemen beim Sehnerv oder der Netzhaut nur dunkle Flecken oder Schatten erwähnen. Bei Netzhautablösung veschobene Linien usw, aber das trifft alles nicht zu. Für wichtig halte ich, dass es sogar im Dunkeln hell flimmert, kann sowas bei Netzhaut- oder Sehnervproblemen sein?

    Olli

    Ich schließe mich da Ortophistin an. Lass dich in eine Augenklinik überweisen und die Symptome abklären. Ähnlich ist es mir ergangen. Mein AA fand nie wirklich den Grund. In der Augenklinik wurde dann eine Flüssigkeit im Auge diagnostiziert, die mir die Probleme bereitete.


    Alles Gute

    Puh, ich hab mich jetzt mal informiert, weil ich das ja öfters höre, dass ich in eine Klinik sollte. Termin erst in 4-6 Wochen möglich, das macht ja keinen Spaß mehr.... schätze mit dem Problem geh ich nicht als Notfall durch

    es könnte sich hierbei um ein persistierendes flimmerskotom handeln. es gibt betroffene, die teilweise länger als ein jahr lang damit zu tun hatten.


    daß du dich in einer augenklinik vorstellst, halte ich auch für am besten. ich denke schon, daß eine so enorme einschränkung der sehfähigkeit als notfall durchgeht. du mußt es, wie schon vorher geschrieben, nur richtig formulieren und dringlich machen, dann klappt das meistens auch mit einem früheren termin. ;-)

    die haben ihr problem nicht lösen können, weil man nichts dagegen machen kann. man muß einfach abwarten, es verschwindet über kurz oder lang von alleine wieder.


    hätte dir gerne was positives dazu geschrieben, tut mir leid.

    Das ist gar nicht so schlimm, wenn ich genau wüßte, dass es von alleine weggeht, ist das eigentlich wunderbar. So groß ist der Fleck nicht, allerdings hab ich Angst, dass es was bleibendes sein könnte, oder sich das Problem vergößern könnte...


    Kannst du vielleicht mal beschreiben, wie die Betroffenen das Skotom beschrieben haben?

    im prinzip so wie du. man kennt das auch von einem migräneanfall mit aura. da hat man dann einen kleinen blinden flecken vor den augen, wodurch man im bereich dieses fleckes nichts mehr erkennen kann. das fühlt sich so an, als hätte man in die sonne gesehen und hat dann für einen moment dieses blendungsgefühl.


    ich glaube, hier im forum hat auch mal jemand darüber berichtet. gib doch mal in der suchfunktion des forums "persistierendes flimmerskotom" ein. vielleicht findest du das darüber.


    hattest du in letzter zeit viel streß? durch sowas kann das auch ausgelöst werden.

    Die erste Hälfte des Jahres hatte ich sehr viel Stress... stell mich da normalerweise nicht so an, aber da würde ich das schon sagen. In den letzten ein oder zwei Monaten nicht mehr, aber soweit ich weiß, halten die Folgen ja länger an.

    ja, und leider machen sich die folgen auch erst dann bemerkbar, wenn man wieder in eine ruhephase kommt. das ist nicht außergewöhnlich und vergleichbar mit einer stressituation. wie oft hat man das schön gehört, daß menschen in brenzligen situationen total ruhig geblieben sind und erst, nachdem die situaiton vorbei war, mit übelkeit, kopfschmerzen, zittern oder sonstigem reagiert haben.

    Gibt es mitlerweile eine Lösung?

    Ich habe diese ähnliche Berichte hier auch gelesen, und frage mich, ob die Betroffenen mitlerweile eine Lösung für das Problem gefunden haben?


    Bei mir besteht der Flech nämlich immernoch, nun seit einem dreiviertel Jahr. Er scheint zwar durchsichtiger zu werden, ist aber immernoch da, und flimmert auch nach wie vor. War auch nicht mehr beim Augenarzt, da er einerseits schon beim letzten mal ratlos aussah, und auch kein anderer hier mit diesen Symptomen Hilfe bekam. Oder vielleicht nun doch?

    dann melde ich mich auch mal als Betroffener - ich hatte schon immer mal migräneartige Flimmerskotome - manchmal auf beiden Augen, manchmal auch nur auf einem. Seit etwa 2 Jahren war Ruhe (in denen ich auch 10 kg abgenommen hatte). Der Winter war hart und nahrstoffreich - ich habe zugelegt, hatte wieder gelegentlich Flimmerskotome und seit Mitte Mai (im Urlaub, abends beim Spazierengehen plötzlich) ein persistierendes Skotom auf dem rechten Auge, oberes Sichtfeld etwa mittig, lt. Sehfeldtest etwa nierenförmig. Extakt so wie Olli DK es beschreibt, nur flimmert es nicht. Ich bilde mir auch ein, daß es manchmal besser wird, dann wieder schärfer umrandet. Hausarzt, Augenarzt, MRT, Neurologe, Kardiologe und Augenklinik - die ganze Arie durch, alle ohne Befund. Nachdem die Schulmedizin mich jetzt aufgegeben hat (kommen Sie wieder wenn es schlechter wird) versuche ich es jetzt mit Akkupunktur und Homöopathie sowie Sport und Gewichtsreduktion.


    Vielleicht gibt es ja mal neue Erkenntnisse....


    @Olli DK - wenigstens sind wir nicht alleine :)

    Hallo,


    ich wollte mal nachfragen, was mittlerweile bei Ihnen herausgekommen ist. Ich habe seit 7 Wo. einen Gesichtsfeldausfall mit Flimmerskotom im li. Auge und mit langsam mit meinem Latein am Ende! 2x Neurologie, 1x Innere und etliche Augenärzte haben nichts gebracht.


    Würde mich sehr über Ihre Antwort freuen, vielleicht auch per E-Mail:


    steffi-benedikt@web.de

    Hallo!


    Ich habe gerade erst diese Beiträge hier gelesen! Auch ich (22) leide unter dem gleichen Problem. Meine beiden Skotome (auf jedem Auge eines) habe ich nun schon seit 2 Jahren. Sie sind immer im Zusammenhang mit Grippe aufgetreten.


    Auch bei mir wurde beim OCT und ERG nichts Großartiges entdeckt, sodass ich selbst ohne Befund darstehe.


    Übrigens: Ich bin auch Migränepatienten (schon fast mein Leben lang), aber man sieht schon einen deutlichen Unterschied zu der dazugehörigen Aura und meinen Skotomen.


    An die anderen habe ich nun natürlich auch die Frage, ob irgendetwas herausgefunden wurde!


    Viele Grüße

    Hallo!


    Schade, dass die Beiträge zu dem Thema schon so lange her sind. Ich antworte trotzdem auch mal drauf. Ich habe seit Januar diesen Jahres ein Flimmerskotom auf dem rechten Auge und es geht nicht mehr weg. Es ist permanent vorhanden! Nicht nach 20-30 Minuten wieder vorbei, sondern immer da! Bin bereits internistisch durchgecheckt und beim Augenarzt war ich auch, alles ohne Ergebnis. Nächste Woche hab ich einen MRT-Termin. Ich habe mittlerweile echt Angst vor einem Tumor oder ähnlich schlimmen Sachen. Ich bin zwar auch Migräne-Patientin und kenne auch eine diesbezügliche Aura. Aber das hier ist anders. Ich habe auch keine Kopfschmerzen, jedenfalls keine die erwähnenswert wären. Wenn jemand dieses Problem kennt, dann meldet euch doch bitte oder schreibt ein bisschen was über eure Erfahrung damit. Man findet zwar ohne Ende Beiträge zum Thema Flimmerskotom im Netz, aber niemand hat das Ding permanent!


    Steffi

    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin 31 Jahre alt und habe seit ca. einem Jahr ähnliche Probleme. Ich habe auf dem linken Auge so ein dauerhaftes Flimmerskotom, was mich gerade bei der Bildschirmarbeit und bei schauen auf Muster/starke Kontraste sehr nervt. Mache mir Sorgen – drei Augenärzte haben das bisher nicht wirklich ernst genommen. Es sei alles i.O. – nur einer meinte, dass er eine Gefäßverdichung sieht?! Habt Ihr das schon mal gehört? Die anderen beiden Ärzte haben das nicht gesehen. Nerv und Makula seien i.O.


    Momentan gleicht mein rechtes "gesundes" Auge das Probleme größenteils noch aus. Wenn ich nur mit links auf Textzeilen schaue – dann sehe circa 2 Zeilen darunter und etwas weiter links unter dem fokussierten Wort diesen "Ausfall inform eines randlosen schimmernden Fleckes". Und ich frag mich natürlich, ob das irgendwann schlimmer wird bzw. was die Ursache ist. Es sind ja meine Augen und die sind wichtig! Ich bin auch Migräne-Patientin und kenne die temporären Flimmerskotome seit meinem 16. Lebensjahr. Vielleicht schädigt der Migräneanfall doch nachhaltig irgendwas im Auge? Von Euch haben ja einige auch Migräne mit Aura. Vielleicht könnt Ihr mir ja mal schreiben, was aus Euren Beschwerden geworden ist und welche Untersuchung mehr Klarheit gebracht hat? Dafür wäre ich sehr dankbar, denn ich tu mich schwer, das so zu aktzeptieren und mach mir täglich Sorgen. :( Danke, danke, danke!


    Eure Sissy

    Hallo, die letzten Beiträge sind ja leider schon wieder sehr lange her, aber man findet so selten Leute, die die gleichen Symptome beschreiben, daher versuche ich es trotzdem mal.


    Habe seit einer Weile das gleiche Problem...gibt es inzwischen neue Erkenntnisse?