Leichte Weitsichtigkeit (0.75) bei 8-Jährigem - Brille oder nicht?

    Mein Sohn klagt schon länger, dass Lesen für ihn anstrengend sei. Ein Besuch beim Augenarzt hat eine leichte Weitsichtigkeit von 0.75 ergeben. Gemäss Arzt bräuchte er keine Brille, das sollte er eigentlich ausgleichen können. Vermutlich sei die Verbesserung so minim, dass er die Brille sowieso nicht tragen würde.
    Mein Sohn wünscht eigentlich eine Brille, klagt auch öfter mal über Kopfschmerz.
    An alle Weitsichtigen - wie schätzt Ihr das ein?

  • 13 Antworten

    Hallo, wenn er eine Brille möchte, kann man ihm doch den Wusch erfüllen. Auf jeden Fall wären es ja Gläser mit Stärke und schaden würden sie nicht.

    Es muss ja nicht die teuerste Markenbrille mit hochwertigen Gläsern sein.

    Bei kleinen Kindern ist es normal, das sie weitsichtig sind. Das gleicht sich bis zur Pubertät aus bzw. dann weiß man, ob sie eine Brille wg. Kurzsichtigkeit brauchen.

    Insofern würde ich ihm die Brille geben, wenn er sich damit wohler fühlt, er merkt es ja dann, wenn er sie nicht mehr braucht.

    RaupeNimmersatt schrieb:

    Mein Sohn wünscht eigentlich eine Brille, klagt auch öfter mal über Kopfschmerz.

    Die Kopfschmerzen können sich schon alleine durch die Weitsichtigkeit ergeben. Wenn diese evtl. durch das Tragen einer Brille weg sind, spricht doch nichts dagegen. Und wie schon geschrieben, wenn die Brille stört legt er sie ab. Teuer muss das auch nicht werden. Optiker haben für Kinder heute schon so schöne und günstige Brillengestelle und in dem Alter braucht man auch keine Spezialgläser.

    Zitat

    Mein Sohn klagt schon länger, dass Lesen für ihn anstrengend sei. Ein Besuch beim Augenarzt hat eine leichte Weitsichtigkeit von 0.75 ergeben.

    Ich verstehe nicht, was es da noch zu fragen gibt, denn der Zusammenhang ist doch klar.


    Zitat

    Bei kleinen Kindern ist es normal, das sie weitsichtig sind.

    Das ist keineswegs normal.

    Meine Tochter ist auch 8 Jahre, Ihre Werte sind noch etwas niedriger, aber der Augenarzt hat uns jetzt zu einer Brille geraten. Kopfschmerzen sind ein Indiz (spielen bei uns aber keine Rolle). Bei uns ist der Grund, daß sie manchmal Konzentrationsschwierigkeiten hat und auch Probleme mit dem richtigen Schreiben von Wörtern hat - und der Augenarzt meinte, es wäre es wert, es mit Brille zu versuchen und in einem halben Jahr zu schauen, ob sich was verbessert hat. Er meinte auch ausdrücklich, daß man damit nichts "kaputtmachen" kann.

    Er ist 8 und soll gerade korrekt Lesen und Schreiben lernen und rechnen...
    Das wird ihm erschwert, wenn er es nicht erkennen kann, oder nur indem er Augen kneift oder so und dadurch dann Kopfschmerzen kriegt.

    Ich denke ihr solltet es versuchen. Es muss nicht zwingend ausgeglichen werden, nein, aber dein Sohn hat ja Probleme, also würde ich es an deiner Stelle machen.

    Nur muss man das ganze eben auch kontrollieren. Kann in einem Jahr schon wieder weg sein. Gerade in der Kindheit/Pubertät kann sich da schnell was ändern.

    Ich war zBsp innerhalb eines Jahres Pubertät von "Ach sie kann halt ein bisschen schlecht sehen" -0,5 auf "Ich kann die Tafel aus der 1. Reihe nicht mehr erkennen" -2,5 Dioptren.

    Da braucht es tatsächlich engmaschige Kontrollen und gute Beobachtungsgabe für dich, damit du die Anzeichen bei deinem Kind erkennst.

    klar ist es normal. Babies kommen weitsichtig auf die Welt um das Wachsen des Augapfels auszugleichen. Bis der dann nicht mehr wächst, sieht man dann normal. Der Augenarzt kann bei Babies / Kindern sagen, ob sie iwann eine Brille für Kurzsichtigkeit brauchen werden oder ob die Entwicklung standardmäßig bis zum Ende des Wachstums verläuft.

    Ich hatte schon im Kindergarten eine Brille wegen Weitsichtigkeit. Würde einen Optiker suchen, der sich auf Kinder spezialisiert hat und es mit ihm besprechen. Kopfschmerzen in der Schule sind nicht hilfreich, da wäre es den Versuch wert.

    0,75 Dioptrien sind nicht superviel - aber eben auch mehr als 0,25 oder 0,5.

    Und da bei Weitsichtigkeit das Nahsehen beeinträchtigt ist UND Dein Sohn beklagt, dass das Lesen anstrengend ist und Kopfschmerzen auftreten, würde ich auf jeden Fall eine Brille antesten.

    Man sollte die Werte regelmäßig überprüfen; ich kenne einige Freunde aus Grundschulzeiten, die ab der weiterführenden Schule dann keine Brille mehr brauchten, weil sich das Problem offensichtlich verwachsen hat. Weitsichtigkeit bei einem 8jährigen ist jedenfalls nicht normal!


    Ich bin kurzsichtig und habe meine Brille damals auch mit ca. 8 Jahren bekommen. Ich komme mit Veränderungen um die 0,25 Dioptrien zurecht, ab 0,5 benötige ich definitiv neue Gläser, weil ich sonst müde Augen bekomme und Kopfschmerzen. D.h. 0,75 Dioptrien fehlende Sehkraft können schon deutlich spürbar sein.

    Ich kann auch nur empfehlen, zu einem Augenarzt zu gehen, der auf Kinder spezialisiert ist (am besten mit Sehschule) und danach zu einem Kinderoptiker. Unser hat jetzt als Baby eine Brille - denn ab einem bestimmten Wert wird a) das räumliche Sehen beeinträchtigt b) es sehr anstrengend, weil die Muskulatur es ausgleichen muss und c) steigt das Risiko einen Ausgleichsschielens. Zudem, wenn dein Sohn Kopfschmerzen hat, würde ich das nicht ignorieren.

    Danke für Eure Rückmeldungen. Ich war die letzten Tage krank, daher hatte ich die Antworten noch gar nicht gesehen.
    Wir haben uns jetzt für eine Brille entschieden. Beim Optiker konnte er eine Brille mit der entsprechenden Stärke ausprobieren und plötzlich konnte er ganz flüssig und korrekt vorlesen. Bis jetzt hat er eher langsam und auch oft falsche Wörter gelesen - vermutlich einfach, weil er die Buchstaben nicht so gut erkennen konnte und dann geraten hat. Ende Woche sollte die Brille fertig sein und er ist schon ganz aufgeregt.
    Bin aber beruhigt dass hier auch ein Augenarzt gesagt hat, man könne mit Brille nichts falsch machen, denn viele sagen "mit Brille würde man das Auge verwöhnen". Vermutlich mal wieder eines von diesen Ammenmärchen, die sich hartnäckig halten.

    Ich denke, ihr habt eine gute und vernünftige Entscheidung getroffen!


    Es gibt unzählige Kinder, die sich mit einer "Lese-Rechtschreib-Schwäche" herumquälen, die mit einer korrekt angepassten Brille behoben werden könnte. Ich bin sicher, deinem Sohn wird die Brille gut tun.