Meine Brille hat mir meine Augen ruiniert

    Hi!


    Vor ca. 3 Jahren bekam ich meine Brille. Erst wollte ich sie nicht tragen, doch dann hab hab ich sie nach Anfänglichem "Ab- und zu tragen" ständig getragen. Ich habe von einigen gehört, das wen ich die Brille nicht trage, das sich die Augen weiter verschlechtern würden, das hab ich fatalerweise geglaubt und wollte das natürlich verhindern. Doch der Schuss ging ganz gewaltig nach hinten los!!! Mitllerweile hab ich den 3. Gang Gläser drin, mit Brille knapp eine Sehstärke von 70%!!! Ich frag mich wie es jetzt gewesen wäre, wenn ich die Brille nur selten getragen hätte. Wahrscheinlich hätte ich dann mittlerweile wieder fast 100% ohne dieses blöde Ding!!! Jetzt bin ich leider auf die Brille angewiesen, ich hätte arge Probleme ohne sie!


    Gibt es irgend eine Möglichkeit, das ich evtl. irgendwann wieder ohne Brille mit fast, oder sogar 100 % gucken könnte? Wenn möglich ohne Kontaktlinsen und Laseroperation? Oder ist das ausgeschlossen??? Was müsste man dazu tun???


    PS: Ich bin Kurzsichtig, kann also noch ohne Brille Bücher lesen wenns sein muss...

  • 16 Antworten

    Da Sie weder die Dioptrien-Werte noch ihr Alter genannt haben, kann ich wenig sagen.


    Eine Brille ist ein Ausgleich der Fehlsichtigkeit und keine nachhaltige Therapie, der beschriebene Gewöhnungseffekt, bei dem sich die Fehlsichtigkeit weiter aufbaut ist durchaus eine Möglichkeit.


    Die Frage was nun passiert wäre, hätte man keine oder eine schwächere Sehilfe eingesetzt, lässt sich so leider nicht mehr beantworten.

    ????

    sei einfach froh, dass du so schwache brillen hast... schau dich um, jeder dritte den ich treff hat brillen, oder mehr? und garantiert größtenteils stärkere. trage selbst auch 4,5 und 4,75dpts!! also bitte nicht gleich das leben nehmen. -> glaube kaum dass es ohne brillen aufgehört hätte... evtl. mit harten linsen, aber das verträgt nicht jeder.


    es ist halt so, dass sich bei jugendlichen in deinem alter besonders stark die sehstärke verändert (falls man dazu tendiert). aber keine angst, bei mir hat es aufgehört. bin 22 und trage diese stärke jetzt schon seit gut 5 jahren


    sieh's als accessoir, ein schmuckstück... ich trag sie gerne, wenn man sie geschmackvoll auswählt kann sie einen durchaus verschönern *g*


    LG wolfgang

    Hallo Chrom,


    mit -2,75 Dioptrien bist Du noch wirklich gut dran. Meine Kurzsichtigkeit hat mit 8 Jahren begonnen (-0,75 dpt). Ich wollte als Kind keine Brille tragen. Als ich mit 15 Jahren mir eine Brille zulegen mußte, weil ich nichts mehr sah, hatte ich bereits 5 Dioptrien. Die Kurzsichtigkeit hat sich weiter gesteigert. Bei -6,75 bin ich einige Jahre stehen geblieben, allerdings steht bald ein Besuch beim Augenarzt an und ich muß mittlerweile mit einem Dioptrienwert von -10 oder mehr rechnen. Doch es gibt wunderschöne Fassungen und auch herrlich dünne Gläser selbst in so einem hohen Bereich, so dass dies zumindest kein "kosmetisches" Problem sein sollte.


    Liebe Grüße


    Wolfrainer

    10 Dioptrien in einer Brille führen zu einer eingeschränkten Sehwahrnehmung. Sie sind auch ein kosmetisches Problem. Nicht wegen der Gläserdicke, sondern weil die Augen sehr stark verkleinert werden. Die Augen sind der ausdrucksstärkste Teil im menschlichen Gesicht. Das menschliche Gehirn ist sehr leistungsfähig im Erkennen von Gesichtern. Das bedeutet, daß man mit einer 10Dioptrien-Brille von seinen Mitmenschen nicht mehr als normal eingestuft wird. Da ich selbst eine so starke Brille habe, weiß ich, vovon ich spreche. Damit will ich nicht sagen, daß es schlimm sein muß, so eine Brille zu tragen. Aber es hat starke Konsequenzen für die Entwicklung eines Menschen (ob nun positiv oder negativ). Ich habe in meiner Kindheit und Jugend Kontaktlinsen getragen. Deshalb war die starke Myopie damals kein Thema für mich. Ich kenne andere, die so eine starke Brille von Anfang an getragen haben. Diese Menschen sind oft introvertiert und können ihren Mitmenschen nicht in die Augen sehen, wenn sie mit ihnen sprechen.


    Deshalb ist das Thema Kontaktlinsen und Augenoperationen grundsätzlich wichtig für stark Kurzsichtige. Die Brille arbeitet gut bis zu Werten von etwa 6 Dioptrien. Die meisten Menschen liegen in diesem Bereich. Interessant ist, daß dies auch der Bereich ist, in dem die Augenlaseroperation erfolgreich anwendbar ist.

    Kontaktlinsen

    Hallo,


    versuch´s doch einfach mal mit harten Kontaktlinsen. An die musst Du Dich zwar erst ein bißchen gewöhnen, aber sie halten evtl. das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit ein wenig auf.


    Geh zum nächsten Optiker, dort kannst Du Kontaktlinsen auch erst mal Probe-Tragen, und versuchen ob Du Dich dran gewöhnen kannst.


    Du bist jetzt 17, ohne Brille oder Kontaktlinsen wirst Du keinen Sehtest für den Führerschein bekommen (und zu Deiner Beruhigung, den hättest Du auch nicht bekommen, wenn Du Deine Brille nie aufgehabt hättest).


    Du gibst mit Deiner Brille Deinen Muskeln im Auge die Möglichkeit nicht permanent Höchstleitung zu bringen, also tu Deinen Augenmuskeln diesen Gefallen.


    auf zum nächsten Optiker, und informier Dich über Kontaktlinsen.


    Grüßle...

    Augenübungen

    Hallo Chrom


    Glaubte man lange Zeit, der Augapfel sei etwas Starres, vergleichbar einer Glaskugel, so weiß man inzwischen, daß der Augapfel flexibel ist und durch verspannte Augenmuskulatur aus seiner natürlichen, runden Form gedehnt werden kann, was letztlich zur Kurzsichtigkeit führt. Von Weitsichtigkeit spricht man, wenn der Augapfel verkürzt wird. Auch die Augenlinse ist nicht aus Glas, wie die Linsen einer Kamera, sondern hochgradig flexibel, womit die unterschiedlichen Focuseinstellungen in Sekundenbruchteilen erreicht werden.


    Wie bei jeder Muskulatur, wie bei jedem flexiblen Körperorgan, können Verspannungen wie auch allmähliche Ermüdungserscheinungen und Verschlackungen zu einer Beeinträchtigung der Funktionen führen. Auch die Linsen werden allmählich verschlackt und unflexibel. Das führt zur allgemein bekannten Altersweitsichtigkeit. Die Linsen können sich nicht mehr ausreichend stark verkrümmen, um im Nahbereich scharf sehen zu können.


    Die Augenübungen verbessern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Augen, wodurch Schlacken aus dem Gewebe abtransportiert werden können. Die Linsen gewinnen ihre Flexibilität zurück, das Sehvermögen verbessert sich. Alle Übungen sind ohne Brille durchzuführt, und können mehrmals im Tag wiederholt werden


    Kaltes Wasser


    Hände mit kaltem Wasser füllen und aus 5 cm Entfernung 20 mal an die geschlossenen Augen spritzen. Mit einem Handtuch die Augen locker trockenreiben.


    Gähnen


    Gähnen verbessert die Sauerstoffzufuhr, entspannt die Gesichtsmuskulatur und versorgt die Augenoberfläche mit wichtiger Feuchtigkeit.


    Nackenübung


    Die Schulter so weit wie möglich nach vorn und nach hinten kreisen.


    Den Kopf langsam soweit wie möglich nach vorne und nach hinten neigen.


    Den Kopf langsam soweit wie möglich nach rechts und nach links drehen.


    Den Kopf langsam nach rechts und dann nach links kreisen.


    Alle Übungen 20 mal ausführen.


    Augen abdecken


    Ellbogen bequem auf den Tisch stützen. Die Augen 5 bis 10 Minute mit hohlen Händen bedecken, ohne die Augen zu berühren.


    Augenmassage


    Mit den Daumenspitzen den oberen Rand der Augenhöhlen kurz unterhalb der Augenbrauen von der Nasenwurzeln bis zum äußeren Lidwinkel mit kleinen kreisenden Bewegungen massieren. Danach den unteren Rand der Augenhöhlen mit den Spitzen der Zeigefinger von der Nasenwurzel bis zum äußeren Lidrand mit kleinen kreisenden Bewegungen massieren.


    Schwenken


    5 bis 10 Minute den Oberkörper aus der Hüfte nach links und rechts drehen, und locker hin und her schwingen. Der Kopf bewegt sich mit dem Körper mit. Den Blick ganz weich über alles hinweggleiten lassen. Das steigert die feinen, schnellen Schwingungen des Auges 50 bis 150 pro Sekunde, und lockert die Augenmuskeln.


    Blinzeln


    10 Sekunden locker blinzeln und zum Abschluss die Augen kräftig zukneifen. Den ganzen Tag über ohne Anstrengung alle 10 Sekunden ein bis zweimal blinzeln.


    Augengleiten


    Soweit wie möglich langsam nach rechts und nach links, und nach oben und unten blicken. Die jeweilige Position 2 Sekunden halten. Die Augen langsam und sanft einmal nach rechts und dann nach links kreisen. Mit den Augen eine 8 schreiben. Alle Übungen 20 mal durchführen. Bei allen Übungen alles was man vor sich sieht gut beobachten.


    Fortsetzung folgt:

    Augenübungen

    Lesen


    Bei Kurzsichtigkeit aus grösster Entfernung und bei Weitschweifigkeit aus nächster Entfernung lesen, so das man den Text unscharf sieht. Öfters blinzeln, kräftig kneifen, die Augen gross machen und den Blick für einige Sekunden auf ein entfernteres und nahes Objekt richten und scharfstellen.


    Wenn ein Auge schwächer ist als das andere, das bessere Auge zuhalten oder verbinden und mehrheitlich mit dem schwächeren Auge lesen, bis die Augen ausgeglichen sind.


    Abwechslungsweise Texte mit sehr kleiner Schrift aus grossmöglichster Entfernung lesen.


    Augenanpassung


    Den Daumen oder ein Gegenstand vor der Nase beobachten und dann einen Gegenstand aus ca. 4 Meter Entfernung (oder mehr) beobachten. Locker zwischen beiden Punkten 30 mal hin und her schwingen.


    Doppelsehen


    Der rechte Zeigefinger 10 cm, und der linke Zeigefinger 50 cm vor den Augen halten. Beim fixieren des rechten Zeigefinger sieht man den linken Zeigefinger doppelt, und beim fixieren des linken Zeigefinger, sieht man den rechten Zeigefinger doppelt.


    An einer Schnur alle 10 cm einen Knoten machen. Beim langsamen Beobachten der Knoten, vorwärts und rückwärts, geht die Schnur seitlich auseinander. Beide Übungen 20 mal wiederholen.


    Sonnenbad


    Die Sonne 10 bis 15 Minuten auf die geschlossenen Augen scheinen lassen. Fördert die Durchblutung der Augen.


    Rasterbrillen


    Bei der Rasterbrille ist statt eines Korrekturglases ein aus Kunststoff abgedunkeltes Punktraster aufgebracht. Diese Perforierung bewirkt, daß der einfallende Lichtstrahl bereits vor dem Auge gebündelt wird und direkt auf die Netzhautmitte - auf die Stelle des schärfsten Sehens - trifft.


    Durch das nahezu scharfe Bild auf der Netzhaut wird das Gehirn animiert, für die restliche Fokussierung die Augenmuskulatur zu benutzen. Dieser Vorgang des Fixierens durch ständige Auswahl eines der kleinen Punkte ist so ein ständiges Training der Muskeln und damit auch der Sehschärfe. Die Rasterbrillen sind für weit- oder Kurzsichtigkeit geeignet.


    Ernährung


    Unerlässlich für das optimale Funktionieren der Augen ist eine regelmäßige, ausreichende Vitalstoffversorgung. Sogenannte Antioxidantien schützen den Organismus vor freien Radikalen. Als solche wirken die Vitamine A, C und E sowie Selen und Carotinoide. Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte, Kartoffeln, mageres Fleisch, Geflügel und Fisch. Darin sind hochwertige Eiweiße, Vitamine und Mineralien enthalten.


    Meiden Sie Produkte, die Ihren Stoffwechsel belasten und damit Stoffwechselstress für die Augen bedeuten. Dazu gehören leere Kalorienträger wie Süßigkeiten, Limonaden, Weißmehlprodukte und Fertiggerichte. Meiden Sie fettreiche Speisen und Nikotin. Beides begünstigt Gefäßverengungen, worunter auch die Versorgung der Augen leidet. Trinken Sie ausreichend, am besten zwei bis drei Liter am Tag. Ein gesunder Flüssigkeitshaushalt hält auch die Augen feucht.

    @ bimbes

    Wieso Schwachsinn?


    Die gleichen Übungen habe ich mal in einem Kurs gelernt, und dass das mit der Rasterbrille funktioniert, kann ich auch bestätigen. - Es ist wohl im Übrigen auch wichtig, dass man die Beweglichkeit der Augen trainiert (also mal ein bisschen mit den Augen rollen), weil man als Brillenträger normalerweise immer durch die Gläser schaut bzw. starrt oder fokussiert, und das schwächt die Augenmuskulatur, die es einem ermöglicht, aus den Augenwinkeln was zu sehen oder oben oder unten. Und das Training, dass das Auge von "kurz" auf "weit" umstellt, habe ich auch als wichtig in Erinnerung (hat b. oben was beschrieben). (Bin leider selbst nicht sehr konsequent, aber das kam mir gut vor. Ab und zu mache ich diese Übung noch) Oder: die Augen locker schweifen lassen. Zum Beispiel: man wählt sich die Farbe Blau und lässt die Augen von einer blauen Sache im Zimmer zu einer anderen schweifen. Auch mal schneller, wichtig ist, nicht zu sehr zu fokussieren, (also stehenzubleiben, zu fixieren) sondern locker zu bleiben.


    Viel Erfolg,

    hallo maulwurf,


    eine einstellung von fern auf nah bzw. umgekehrt geschieht durch


    mehrere muskeln um die augenlinse herum. diese sind miteinander gekoppelt. d.h. zieht der eine, laesst der andere locker oder umgekehrt. dies vollziehen diese muskeln den ganzen tag mehrere 1000 mal durch.


    wenns denn noch ein paar mal mehr sein soll. bitteschoen, aber training ist das nicht. es tut deiner psyche gut.


    bei den aeusseren muskeln ist es aehnlich. zieht der aussere laesst der innere nach(das ist noch viel komplexer, weill bei einer bewegung des auges alle 6 muskeln arbeiten und du garnicht kontrollieren kannst, welchen muskel du fuer welche aufgabe auch immer trainieren willst).


    sollte ein muskelungleichgewicht (z.b.aeusserer muskel kuerzer als der innere)vorhanden sein, kannst du vielleicht einen tonus (verkuerzung des muskels durch anstrengung)aufbauen, der zu anstrengungssymptomen wie kopfschmerzen fuehren kann. was dir allerdings bei gut arbeitenden augen nicht gelingen wird.


    wenns dir diese placebouebungen gut tuen, mach es. an den augen bewirkt das nichts.


    gruss

    @Chrom

    Zitat

    Ich habe von einigen gehört, das wen ich die Brille nicht trage, das sich die Augen weiter verschlechtern würden,

    Zitat

    Ich frag mich wie es jetzt gewesen wäre, wenn ich die Brille nur selten getragen hätte. Wahrscheinlich hätte ich dann mittlerweile wieder fast 100% ohne dieses blöde Ding!!!

    Das eine ist genauso falsch wie das andere.


    Eine Brille ist eine Sehhilfe, die einen Brechungsfehler ausgleicht. Sie ist kein Heilmittel, aber auch kein Teufelszeug, sondern einfach nur eine Hilfe, normal scharf sehen zu können. Die Entwicklung der Kurzsichtigkeit wird weder in die eine noch in die andere Richtung davon beeinflusst.