Netzhautlöcher in jungen Jahren?

    Hallo zusammen,


    ein Thema was mich seit letztem Jahr beschäftigt. Ich hatte 2 Netzhautlöcher, die sich von selbst verschlossen haben. Also zum Zeitpunkt der Diagnose schon vernarbt waren. Ich bin 30 Jahre alt, keine bekannten Risiken für Netzhautproblematiken (Kurzsichtigkeit, etc.). Auf die Nachfrage woher sowas kommen kann, bekam ich nur ein Schulterzucken vom Netzhautspezialist. "Das ist manchmal so."

    Dann habe ich mich informiert übers Netz und dann erstmal so gelesen, was das eigentlich bedeutet. Manche Ärzte empfehlen bei problematischen Netzhäuten keinen Sport mehr wie Jogging oder Krafttraining zu machen. Sport ist mein ganzes Leben und diesen unter ständiger Angst auszuführen macht micht fertig.

    Diese Unsicherheit...vielleicht mache ich mich mein Leben lang verrückt und es wäre nie wieder was passiert mit meiner Netzhaut. Vielleicht bringe ich mich aber auch zur Zeit aktiv in Schwierigkeiten. Dann lese ich von Leuten die 30 Tage nach einer Ablösung bereits wieder ihr Triathlon Training aufgreifen...

    Das ist alles so frustrierend und beängstigend. Gibt es hier Leute mit ähnlichen Erfahrungen? Wenn es geht keine Horrorgeschichten bitte, ich bin Angstpatient.

  • 9 Antworten

    Mir geht durch eine degenerative Erkrankung die Netzhaut kaputt, öfter mal Blutungen (von außen nicht sichtbar, beeinträchtigen aber das Sehen. Diabetes wird als Ursache vermutet, aber nix genaues ist eher der Fall, alles Spekulation.


    Ich gehe regelmäßig zur Akupunktur und spritze mir auch Retina comp regelmäßig. Konnte damit schon dringend erforderliche OP's abwenden.


    Sport: war eh immer unsportlich, mache höchstens Wandern und schwinge auf dem Trampolin rum, auch kein Springen dort.


    Man kann damit leben, oder man muß sich erschießen. Ich lebe lieber....

    Und meine Netzhauterkrankung gilt als degenerativ. Irgendwann werde ich damit blind sein.

    Jibbet nix dagegen. Schulmedizinisches, meine ich. Meine alternative Medizin ist recht kostenintensiv, hat aber bislang das Ganze stabil gehalten.

    Da kann man nichts Lasern. Weil die Löcher nicht durch Risse entstehen sondern die Zellen der Netzhaut einfach kaputtgehen, Man kann die dann so was wie abrasieren, was aber meist noch schlimmere Folgen hat, man kriegt so ein Öl in die Augen, darf nur mit dem Kinn auf der Brust rumlaufen, ich mag gar nicht dran denken.


    Bislang ging der Kelch ja an mir vorbei....

    Ich habe bereits in jungen Jahren Löcher in der Netzhaut gehabt. Allerdings bin ich auch von Jugend an stark kurzsichtig. Die Löcher wurden gelasert: es wurden also per Laserstrahl sozusagen Schweißpunkte rund um die Löcher gesetzt.


    Als Vorsichtsmaßnahme wurde mir gesagt, ich solle regelmäßig die Netzhaut untersuchen lassen. Wenn die Löcher rechtzeitig entdeckt und mit Laser behandelt werden, ist das Risiko einer kompletten Netzhautablösung geringer. Und ich soll extreme Kraftanstrengungen vermeiden, also z.B. Kraftsport mit hohen Gewichten. Aber generell kann ich natürlich Sport machen: ich mache Yoga, Nordic Walking und Tennis.


    Also natürlich kann man weiter Sport machen. Joggen ist überhaupt kein Problem. Andere Sportarten auch nicht, so lange nicht durch schwere Anstrengung hoher Druck im Kopf aufgebaut wird. Kraftsport ist also auch möglich, nur eben keine großen Gewichte.


    An Deiner Stelle würde ich mir eine zweite Meinung einholen. Vielleicht findest Du in Deiner Gegend ja einen Netzhaut-Spezialisten (Uni-Klinik?). Und dort würde ich dann auch nach Deinen individuellen Verhaltensregeln fragen, also was „erlaubt“ ist und was nicht. Und auch fragen, ob eine regelmäßige Kontrolle notwendig ist.

    Ich hatte innerhalb von zwei Jahren, als ich so Mitte 20 war, jeweils im Abstand eines Jahres drei Mal Löcher in der Netzhaut, die gelasert wurden. Verursacht wahrscheinlich durch höhere Kurzsichtigkeit (damals jenseits der 6, jetzt um 7 Dioptrien). Ohne irgendwelche merkbaren Konsequenzen. Seitdem muss ich regelmäßig zur Netzhautuntersuchung. Es gab seltsamer- und glücklicherweise nie mehr ein Problem (das ist über 20 Jahre her). Empfehlungen wegen Sport gab es nicht. Und ich bin abhängig von meinem Ausdauersport (Laufen, Fahrrad) (wenn auch nicht gut darin) und würde mich darin auch nicht einschränken lassen wollen. Krafttraining mit sehr hohen Gewichten mache ich nicht.


    Es klingt aufs Erste einmal plausibel, dass hohe Kraftanstrengung Druck im Kopf auslöst, der wiederum Druck im Auge oder auf die Rückseite des Auges ausübt, was dann bei vulnerabler Retina Probleme verursachen kann. Aber ist dem auch in Wirklichkeit so?