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    Ich kann mit Brille nämlich nicht gescheit schauen (obwohl es meine stärke ist). Mir wird da richtig schwindlig und alles sieht so... "Seltsam" aus. Da könnte ich keine Entfernungen o.ä. Angemessen abschätzen.

    Das kann ich bestätigen.


    Wenn ich Probleme mit meinen Kontaktlinsen hatte, habe ich die Linse aus dem betroffenen Auge (in der Regel war die Augenreizung nur einseitig) rausgelassen und bin lieber "einäugig" herumgelaufen als mit Brille. Die Brille hat nach kurzer Zeit zu starken Kopfschmerzen geführt.


    Besser geht es mit einer alten, viel zu schwachen Brille. Dann sieht man zwar nicht so scharf, aber hat dafür kein Schwindelgefühl und keine Kopfschmerzen.

    Ich kenne den Parallelfaden zu diesem Thema nicht... Leide selbst aber auch unter einer starke Kurzsichtigkeit und trage deshalb (wenn möglich) ausschließlich Kontaktlinsen. Da ich aber auch öfters Reizungen durch Allergie oder auch mal Make-Up habe, mache ich gelegentlich mal einen Brillentag. Eine Brille auf dem aktuellen Stand besitze ich deshalb schon zwingend, weil mir auch schon passiert ist, dass ich mit den Kontaktlinsen (wegen der Allergie) kaum noch sehen konnte oder mir schlichtweg die letzten Linsen runtergefallen sind und ich deshalb erst neue bestellen musste..


    Die Linsen trotz aller Probleme und Reizungen dauerhaft gegen die Brille eintauschen, käme für mich aber schon deshalb nicht in Frage, weil bei starker Kurzsichtigkeit das Brille tragen einfach keinen Spaß mehr macht.. Ich habe schon einen recht hohen Brechungsindex (wenn auch nicht den höchsten), trotzdem ist meine Brille schwer und am Ende des Tages habe ich Abdrücke auf der Nase und im schlimmsten Fall starke Kopfschmerzen.. Von den üblichen Nachteilen der Brille (im Sommer rutscht sie, im Winter beschlägt sie, im Herbst wird sie nass) mal ganz abgesehen... Wenn jemand also keine Reizungen hat und immer Ersatzlinsen zuhause, dann kann ich gut verstehen, dass er auf eine aktuelle Brille gut verzichten kann...

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    Ich kann mit Brille nämlich nicht gescheit schauen (obwohl es meine stärke ist). Mir wird da richtig schwindlig und alles sieht so... "Seltsam" aus. Da könnte ich keine Entfernungen o.ä. Angemessen abschätzen.

    Das wurde mir von einer Augenärztin auch mal bestätigt.. Je nach Sehschwäche und Brillenform (kleine Gläser etc), ist die Brille nun mal die schlechtere Alternative, weil das Sichtfeld eingeschränkt und "verzerrt" ist..

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    Je nach Sehschwäche [...], ist die Brille nun mal die schlechtere Alternative

    So pauschal stimmt das wahrscheinlich nicht. Es gibt Sehschwächen, die mit Brille besser korrigierbar sind als mit Linsen (Winkelfehlsichtigkeit, Presbyopie). Und sonst gibt es auch Vorteile von Brillen, aber natürlich auch welche von KL.


    Die leichteste Lösung ist es deshalb sicher, beides zu haben, als gleichwertige Alternativen. Ich habe mehr als eine Brille in aktueller Stärke und KL. Nicht die billigste Lösung, natürlich, aber die sicherste und komfortabelste.

    Veronique, ich kann dich so gut verstehen! Ich habe seit 35 Jahren harte Linsen (-7 und-7,5). Ich habe seit Anfang d.J. eine Brille, die in ihrem Etui gut zufrieden ist. Ich habe damals ein paar Tage lang abends die Brille aufgehabt. Entsetzlich, einfach entsetzlich. Zum fernsehen ging's ja, in der Mitte konnte ich ja gut sehen. Aber beim Gehen – wie total besoffen.


    Wenn ich eines Tages aus augenärztlicher Sicht keine Linsen mehr tragen dürfte – das wäre der absolute Supergau für mich, das wäre der Verlust an Lebensqualität (und Optik) schlechthin.


    Der Augenarzt fällt seit Jahren schier in Ohnmacht – WAS -keine Reservebrille? Nun muss ich bald wieder zur Diabetesuntersuchung zum Augenarzt (mit den Tropfen). Mir graut schon davor. Ob ich mit der Brille so weit klarkomme, dass ich auch unfallfrei da ankomme....


    Ich kann dich so gut verstehen, dass dir dein Urlaub zum Schluss versaut war. Das kann aber nur jemand mit vielen Dioptrien und langer Linsentragezeit.


    Liebe Grüße an alle Halbblinden, Magnolia