Schwarze Punkte und Streifen im Gesichtsfeld

    Am Sonntagnachmittag hatte ich plötzlich schwarze Streifen und Punkte im Sehfeld des rechten Auges, die sich bewegten. Nachdem ich mir das im wahrsten Sinne des Wortes angeschaut habe, habe ich Dr. Google bemüht. Heraus kamen allerlei Beängstigendes. Glücklicherweise bekam ich gestern einen Termin bei der Augenärztin.

    Es sei weder grüner noch grauer Star, auch keine Melanome, sondern lediglich harmlose Eiweißreste, die sich nicht von selber aufgelöst haben. Zunächst war ich beruhigt. Sie würden von selber weggehen, und wenn nicht, könnte man sie doch ignorieren. Inzwischen bin ich nicht ganz so beruhigt mehr.

    1. Wie hat sich meine Augenärztin denn das mit der Sehbeeinträchtigung gedacht? Soll ich die auch ignorieren?

    2. Da ich Parkinsonpatient bin, habe ich ihr meinen Medikamentenplan gezeigt, ob ihr bekannt ist, ob einer der Medikamente hieran schuld ist. Sie warf einen kurzen Blick darauf und sagte nur, ich solle ihn da lassen. Die Medis sind nicht gerade Lutschpastillen (Levodopa, Amantadin, Rasagilin) und können auch zu Sehstörungen führen.


    Hat jemand mit solchen (harmlosen?) Eiweißablagerungen schon zu tun gehabt?

  • 3 Antworten

    Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die harmlosen so genannten „Mouches volantes‘. Dies sind tatsächlich Eiweißverklumpungen im Inneren des Glaskörpers. Oft verschwinden sie nach Wochen oder Monaten von allein.


    Es gibt neuerdings die Möglichkeit einer Lasertherapie, in der Regel wird man diese aber nur in Extremfällen einsetzen, da jeder Eingriff am Auge auch ein Risiko birgt, das gegen den Nutzen abgewogen werden muss.


    In aller Regel hilft tatsächlich nur das Ignorieren der schwarzen Teilchen, auch wenn das leichter gesagt als getan ist.


    Einen Zusammenhang mit den Parkinson-Medis sehe ich nicht, dafür ist das Problem auch bei Nicht-Parkinson-Erkrankten (vor allem in zunehmendem Alter) viel zu häufig.

    Lomax schrieb:

    können auch zu Sehstörungen führen.

    Das kann man nur ausschließen, wenn man etwas an der Medikamentierung ändert. Wenn du dein Parkinson gerade gut im Griff hast, würde ich da aber sehr gut überlegen. Ein Arzt, der an der Medikamentierung was ändert, findet sich immer - nur hilft es dir nicht viel, wenn die Sehstörungen verschwinden, sich das Parkinson aber mehr als nötig verschlechtert.


    Habe ich das richtig verstanden, dass das jetzt dauerhafte Sehstörungen sind oder sind sie wieder verschwunden? Wenn sie wieder verschwunden sein sollten, klingt die Beschreibung auch nach einer klassischen Augenmigräne (die ist aber nicht dauerhaft da und sollte nach ca. 30-60 min. abgeklungen sein).

    Die Sehstörung hat sich seit Sonntagnachmittag eingerichtet. Sieht nach etwas Längerfristigem aus. Ich habe bei Doc Google gelesen, dass solche Ablagerungen auch Vorboten von Demenz oder Rheuma sein können. Macht mir natürlich Angst. Nächster Augenarzttermin in sechs Wochen. Ich sehe mich früher dahingehen.