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    Also den physikalischen Unterschied kann ich Dir leider auch nicht erklären.


    Ansonsten: Asphärische Gläser sind flacher (also an der Glasvorderseite praktisch völlig flach, wohingegen sphärische da eine leichte Wölbung haben) und dadurch auch etwas dünner, als sphärische mit gleichem Index. Wobei Du allerdings - wenn es Dir rein um die Gläserdicke geht - mit einem höheren Index da wahrscheinlich mehr erreichst.


    Außerdem wirken (bilde ich mir ein...) bei asphärischen Gläsern die Augen dahinter weniger verzerrt und auch die Myopie-Ringe sind weniger auffällig.


    Ganz davon abgesehen finde ich auch den Seheindruck besser, insbesondere im Randbereich (allerdings gehen diesbezüglich die Meinungen auseinander).

    Eine Asphäre bringt bei Minusgläsern so gut wie keinen Dickenvorteil, zumindest ist der so gering, dass es nicht auffällt.


    Viele Kurzsichtige sind mit asphärischen Brillengläsern nicht so glücklich, sie klagen meist über Randunschärfe, auch wenn die BG nach der Augendrehpunktforderung eingeschliffen sind.


    Wenn Du dünne Gläser haben möchtest, dann empfehle ich Dir sphärische, hochbrechende Gläser. :-)

    Na ja, aber auch sphärische hochbrechende Gläser haben Randunschärfen. Das ist wohl auch in erster Linie eine Frage des Indexes.


    Wobei die Meinungen bezüglich der Asphäre bei Kurzsichtigkeit und der Abbildungseigenschaft am Rand wirklich auseinandergehen (selbst unter Optikern...). Ich selber empfinde sie vom Sehen her als angenehmer (trage Index 1,67 asphärisch, ebenfalls bei um die -5 Dioptrien).


    Und darüber hinaus einfach auch schöner, weil sie eben flacher sind und die Augen weniger verzerrt erscheinen.

    Zitat

    auch sphärische hochbrechende Gläser haben Randunschärfen. Das ist wohl auch in erster Linie eine Frage des Indexes.

    Das hat damit zu tun, dass selbst bei sphärischen, hochbrechenden Gläsern die Vorderfläche recht flach gehalten wird.


    Damit sind sie leider nicht mehr ganz punktuell abbildend.


    Jedoch legt man bei den hochbrechenden Gläsern mehr Wert auf Ästhetik als auf optimale Abbildung.


    Aber wie man sieht, auch hier ist der Mensch ein Gewohnheitstier.

    Aber nur an der Gewohnheit kann es bei mir auch nicht liegen. Denn ich habe vor zwei Jahren, als ich zum ersten Mal asphärische Gläser nahm, damit das Sehen auf Anhieb besser empfunden (und die Werte waren sonst die gleichen). Und hatte auch die erste Zeit in der einen Brille sphärische, in der anderen asphärische (habe grundsätzlich eine selbsttönende und eine normale Brille, die ich je nach Lichtverhältnissen und Tätigkeit - sprich ständig - wechsele).


    Keine Ahnung warum ;-D Und auch Optiker scheinen diesbezüglich ja nicht einer Meinung zu sein. Die einen sagen, dass bei asphärischen Gläser die Abbildung gerade im Randbereich besser ist (auch bei Kurzsichtigkeit), die anderen erzählen genau das Gegenteil....

    Also Leute da kann ich euch helfen(arbeite im Optik Gewerbe):


    Sphärische Gläser bzw. Oberflächen sind teil einer Kugel, d.h. wenn man sie von der Seite ansieht sieht man eine Kreisform.


    Asphärische Gläser bzw. Oberflächen sind NICHT teil einer Kugel, sie entstehen wenn man z.b. eine Zylinder schräg abschneidet und ihn dann rotieren lässt. Von der Seite aus betrachtet haben sie Ellipsenform. Die meisten weichen nur so wenig von der Kugel ab das man das nicht sehen kann.


    Nun zur eigentlichen Frage:


    Einen Dickenvorteil durch eine Asphäre wirst du nicht erzielen insofern der Brechungsindex der selbe ist wie beim sphärischen Counterpart.


    Allerdings lassen sich Abbildungsfehler wie Astigmatimus( oder für die experten unter uns auch fehler wie sphärische Abberation) korrigieren


    -> Du siehst besser mit einer Asphäre da sie deine Umgebung so darstellt wie sie ist.(gute Anpassung vorrausgesetzt)


    Hoffe ich konnte helfen!


    Greetz Neicer