Von Laserpointer im Auge getroffen

    Hallo Leute,


    gestern vormittag spielte eine Person mit einem verbotenen Laserpointer (5 mW, 5 mal über dem deutschen Grenzwert) und mit seiner Katze herum. Dabei leuchtete er der Katze in die Augen und der Strahl reflektierte durch das Katzenauge so, dass ich es abbekam, der einige Meter davon entfernt war.


    Jedenfalls hatte ich dann erst mal ein leichtes Druck- bzw. Schmerzgefühl im Auge. Zusätzlich kam es mir so vor, als würde ich unschärfer sehen (vielleicht war das nur psychologisch bedingt durch die Angst).


    Ich bin jedenfalls zum Augenarzt gegangen. Am nächsten Tag musste ich nochmal ohne Auto zwecks Pupillenerweiterung hin. Er hat meine Augen geprüft, insbesondere hat er die Pupillen erweitert und mit Lampen hineingeschaut, um die Netzhaut zu prüfen. Der Arzt meinte, dass so an sich alles in Ordnung wäre, also keine Verletzungen etc. im oder am Auge sichtbar wären.


    Dennoch legte er mir nahe, eine neuartige Untersuchungsmethode bei ihm durchführen zu lassen: eine Optische Kohärenztomographie (OCT), da dies die sicherste und beste Untersuchungsmöglichkeit wäre. Jedoch sei dies keine Kassenleistung, weswegen ich über 60 Euro blechen müsste.


    Denkt ihr, dass das wirklich notwendig wäre, diesen OCT-Test machen zu lassen oder vermutet ihr dahinter nur Geldscheffelei? Schließlich konnte er auf dem klassischen Weg mit erweiterten Pupillen keine Verletzungen sehen. Doch gerade bei Laser wären doch Verbrennungen bzw. Narben auf der Netzhaut sichtbar, stimmt's?


    Ich habe schon mal meine Krankenkasse angemailt, um zu fragen, ob die es vielleicht dennoch bezahlen würden, doch ich glaube nicht dran. Sofern die Kasse zahlen würde, würde ich den Test natürlich machen lassen.


    Was sagt ihr zu dem Ganzen?


    Viele Grüße,


    KSR86

  • 8 Antworten

    Kadhidya

    Zitat

    eine ordentliche Schelle verpasst

    Ich hab als erstes an Auge-um-Auge gedacht, blöderweise kann man für sowas verklagt werden...

    KSR86

    Ein Katzenauge ist kein Schminkspiegel. Es reflektiert zwar zur Restlichtverstärkung, aber mehr nach innen, und weniger nach außen. Und der Teil Licht, der nach außen reflektiert wird (leuchtende Katzenaugen bei Nacht), ist nicht gebündelt, sondern diffus.

    Ich schließe mich Sinnestäter an. Nach der nur sehr unvollständigen Reflektion an einem schlechten Spiegel wie dem Katzenauge, erreichten mit Sicherheit nicht mal 10 % der ursprünglichen Ausgangsleistung (also weniger als 0,5 mW) dein Auge, und da sehe ich keine Gefahr. Und selbst bei 5 mW hätte ich keine große Angst, weil doch das Lid bei Blendung reflexartig in Sekundenbruchteilen schließt und damit das Auge sehr wirksam vor Verbrennung schützt.

    zu aller erst tut mir die Katze auch leid, den die hat den Strahl genau ins Auge bekommen >:( die Angst des TEs kann ich trotz alle dem schon verstehen. Mit den Igel Leistungen wird einiges an Schindluder getrieben von daher kann ich deine Bedenken verstehen. Vielleicht helfen dir ja diese drei Links bei deiner Entscheidung weiter


    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41583/Augenschaeden_durch_Laser-Pointer.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Koh%C3%A4renztomografie http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/kohaerenztomographie-84806.php

    Zitat

    Kadhidya

    Zitat

    eine ordentliche Schelle verpasst

    Ich hab als erstes an Auge-um-Auge gedacht, blöderweise kann man für sowas verklagt werden...

    Okay, vielleicht hätte ich präzisieren sollen, ich meinte keine ordentliche Schelle, sondern eine

    ordentliche Schelle

    und auf die dümmlichen Protestbekundungen und warum ich ihn beim Spiel mit der Katze stören, wären sich noch ein halbes Dutzend hinter her geflogen


    :°(


    Man muss für die sprechen, die keine Stimme haben