Amputation!Warum wird der Körperteil einfach auf den Müll ...

    Hallo liebe Gemeinde,


    kurz zu mir:


    ich bin 38 Jahre alt und Beinamputiert.


    Das ganze ist jetzt 4 Jahre her und ich habe mich sehr gut damit arrangiert, kann sogar sagen das ich alles in allem glücklich mit meinem derzeitigen leben bin.


    Doch eines gibt es, was mich nicht loslässt, mich immer beschäftigt und sicher niemals aufhören wird, zu beschäftigen.


    Warum durfte ich mein bein nicht beerdigen lassen, warum wurde es entsorgt wie ein Haufen Müll???


    Sind Körperteile eines menschen nicht genauso wertvoll, wie ein Mensch selber?


    Wenn ein Mensch stirbt, wird er ja auch noch nicht als Sondermüll einfach entsorgt, er wird beerdigt, wie es unser Gesetz vorschreibt.


    Unsere Ehtik verbietet es, einen menschen einfach irgendwo zu verscharren.


    Was aber wurde denn mit meinem Bein gemacht???


    es wurde einfach als Sondermüll entsorgt.


    Ist es nicht eine Frage der Ethik, dass ich es gerne beerdigen hätte wollen, darf ich nicht einen festen ORT HABEN, an dem ich um mein bein trauen kann, wie ich auch einen festen Ort habe, an dem ich um meine Verwandten trauen kann?


    Hätte ich nicht selber entscheiden dürfen, müssen, können sollen, was mit meinem bein, was mich 34 Jahre tapfer überall hin getragen hat, passiert?


    Wie gesagt, ich kann damit leben, das mir mein bein fehlt, es behindert mich nicht zu sehr in meinem Leben @:) , doch eben diese Frage bohrt und nagt in mir.


    Gibt es jemanden hier, dem es ähnlich geht, jemand der einen Weg für dich gefunden hat, damit zu leben, dass er nicht an einen Ort gehen kann, wo er trauen kann?

  • 122 Antworten

    Dein Bein ist nicht "einfach so" auf dem Müll gelandet, sondern ist in die Pathologie geschickt worden und dort vom Pathologen untersucht worden. Das ist aus forensischen Gründen so, und ist gut so, dass es so ist. Stell dir vor, es lägen Körperteile im Müll....die Kripo hätte viel zutun.....!


    Ausserdem....wie stellst du dir das vor, wenn jeder seine Körperteile "beerdigen" wollte? Was dem einen seine Gallenblase, ist dem anderen sein amputiertes Bein. Wo willst du da anfangen, und wo aufhören?

    Die Gallenblase ist etwas was man nicht sieht oder spürt, so lange sie nicht weh tut. Um meine Mandeln, die ich mit 12 verloren habe, trauere ich auch nicht.


    Die hat auch keiner gesehen, so wie andere mein bein sehen konnten!

    Alle Körperteile und Organe werden untersucht, ist aus forensischen Gründen so. Jeder Blindarm, jeder noch so kleine Pickel...alles. Du könntest ja z.b. Zweifel ander Diagnose gehabt haben...und klgen wollen.


    So hat aber der Pathologe das "Präparat" nochmals histologisch untersucht und die Diagnose bestätigt.


    Also sozusagen die diagnose drÄrzte sicher bestätigt..

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    Das klingt doch noch nach einer Art erforderlicher Trauerarbeit...


    Gegenfrage: Was würdest Du denn machen mit der "Grabstätte"?


    Das Bein ist zwar ein Teil von Dir (gewesen)... aber DU als Person bist noch da und nicht verstorben/vergraben. Daher halt auch kein Grab...

    Zitat

    Die Gallenblase ist etwas was man nicht sieht oder spürt,

    Vieelleicht für dich, für andere vielleicht ist es genauso wichtig. Nur, weilDU meinst, es ist was anderes wie ein Bein, muss es nicht jeder andre so sehen.Wo willst du dadie Grenze ziehen?


    ausserdem ist die Frage indiskutabel, weil es eben aus forensischen Gründen nicht geht. Punkt.

    Zitat

    doch warum dann verbrannt und ich durfte nicht entscheiden, was mit der Asche geschieht?

    Dieser bürokratische Aufwand :-o :-o :-o unmöglich!!!Stell dir vor, jeder will jedes Stück seines Körpers ordnungsgemäss vergraben, verbrennen und so weiter und so fort....... das ist logistisch überhaupt nicht zu machen....