• Anerkennung einer Schwerbehinderung - wie geht es jetzt weiter?

    Liebe Community, im Oktober habe ich beim Versorgungsamt einen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis gestellt, da bei mir diverse chronische Erkrankungen vorliegen. Letzte Woche erhielt ich nun einen Bescheid, dass der Grad der Behinderung bei mir 50 beträgt. Für die Ausstellung eines Ausweises muss ich noch ein Foto einreichen. Heute war ich beim…
  • 24 Antworten
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    Bei mir nicht, allerdings steht bei mir auch, dass es sich um einer dauerhafte Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit handelt, vielleicht fehlt deswegen dieser Passus?

    Mein Ausweis ist auch unbefristet (GdB 50). ":/

    Ok, dann bist Du aber schwerbeschädigt und ich ja nicht. Ohne die Gleichstellung bringt mir der GdB ja auch nicht viel (die paar Euro Steuererleichterung mal außen vor). Da gibt es auch keinen Ausweis.


    Deswegen steht das bei mir vermutlich im Gleichstellungsbescheid, weil der mir aberkannt würde, wenn der GdB auf 20 sinken würde. Oder unnötig werden würde, falls ich auf einen GdB von 50 käme.

    Zitat

    Bei mir nicht, allerdings steht bei mir auch, dass es sich um einer dauerhafte Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit handelt, vielleicht fehlt deswegen dieser Passus?

    Puuh, ich habe gerade auch erstmal einen Schreck bekommen, da ich gleich 2 Umzüge nicht gemeldet habe. Habe dann nachgesehen und bei mir ist es wie bei Schmidti: Steht da nicht. Bescheid ist auch unbefristet (GdB 40 und Gleichstellung).


    Ein offizieller Ausweis ist aber tatsächlich etwas anderes, da mit mehr Vorteilen verbunden. Denke mal, dass es daher strenger gehandhabt wird. Fazit: ich denke, ich würde das Thema bzgl. der Diagnose ggü. dem Amt ansprechen.

    In meinem Bescheid steht, dass ich nach § 60 Sozialgesetzbuch verpflichtet bin, mitzuteilen, wenn


    - sich meine Anschrift oder der gewöhnliche Aufenthalt ändert


    - sich mein Gesundheitszustand bessert.


    Von daher muss ich wohl die Angabe machen, dass bei mir wahrscheinlich gar keine Epilepsie vorliegt, da die Diagnose widerlegt wurde.


    Ich habe heute noch mit einer Bekannten telefoniert, die einen GdB von 40 hat.


    Sie ist der Ansicht, dass ich das ganze einfach so laufen lassen soll, da ich schließlich keine falschen Angaben gemacht habe. Die Auskunft bezüglich der Epilepsie sei ja von meinem Hausarzt gekommen. Es sei doch nicht MEIN Fehler, wenn der Neurologe, der Epilepsie ausgeschlossen hat, keinen Bericht an meinen Hausarzt geschickt hat.


    Trotzdem weiß ich ja von der Widerlegung der Diagnose und das könnte mir das Versorgungsamt mal ankreiden.


    Ich glaube, ich muss leider Widerspruch einlegen, auch wenn das zur Folge haben wird, dass mir kein Schwerbehindertenausweis zustehen wird. :-(

    Naja, aber es steht ja auf dem Bescheid und "Dummheit schützt vor Strafe nicht"...Du weisst, wie ich das meine. ;-)


    Und bei so einer Krankheit kann man auch schlecht sagen "Ach, wusste ich gar nicht, dass ich keine Epilepsie habe".


    Bist Du Mitglied im VDK? Da könntest Du Dich ansonsten noch mal beraten lassen, wie Du Dich am besten verhälst.

    Zitat

    Sie ist der Ansicht, dass ich das ganze einfach so laufen lassen soll, da ich schließlich keine falschen Angaben gemacht habe. Die Auskunft bezüglich der Epilepsie sei ja von meinem Hausarzt gekommen. Es sei doch nicht MEIN Fehler, wenn der Neurologe, der Epilepsie ausgeschlossen hat, keinen Bericht an meinen Hausarzt geschickt hat.


    Trotzdem weiß ich ja von der Widerlegung der Diagnose und das könnte mir das Versorgungsamt mal ankreiden.

    Das war ja auch mein erster innerer Gedanke. Klar ist es nicht DEIN Fehler, aber Du hast jetzt die Einstufung und Begründung schwarz auf Weiß plus die explizite Aufforderung, Änderungen zu melden. Von daher...

    Ich habe mich letztendlich dazu entschlossen, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen.


    Heute habe ich ihn abgeschickt.


    Ganz leicht gefallen ist mir das nicht, aber ich wäre wahrscheinlich nicht zur Ruhe gekommen. Zu groß wäre die Angst vor den Konsequenzen gewesen, wenn sich raugestellt hätte, dass die Diagnose Epilepsie widerlegt worden ist und ich mich gar nicht in neurologischer Behandlung befinde.


    Ich frage mich nur, wie man jetzt beim Versorgungsamt vorgehen wird.


    Ich habe in dem Widerspruch die Namen und Adressen der Neurologen angegeben, die die Diagnose Epilepsie gestellt bzw. ausgeschlossen haben. Eigentlich kann man ja jetzt nicht wissen, welcher der beiden Ärzte Recht hatte.


    Allerdings hat mich der zweite Neurologe nicht nur zum MRT, sondern auch zu einem Langzeit-EEG in der neurologischen Abteilung eines Krankenhauses überwiesen. In dem Befund hieß es nach Auswertung des Langzeit-EEG, dass keine Auffälligkeiten zu sehen gewesen seien und die Diagnose "Absencen-Epilepsie" allein schon aufgrund meines Alters sehr unwahrscheinlich sei (Absencen werden meistens im Kindesalter festgestellt).


    Ich gehe davon aus, dass die Ausschlussdiagnose für das Versorgungsamt entscheidend sein wird.


    Oder kann das Versorgungsamt auch in solch einem Fall einen Gutachter beauftragen?

    Ja, ich war schon beim Gutachter, da meinem Fall sehr komplex ist. Ich habe ein befristete Ausweis. Ich habe abe ein dauerhaften Hirnschädigung und Epilepsie.


    Erste Ausweis war GdB 50, nach die 3-jährliche Überprüfung 60. Jetzt warte ich auf Rückmeldung- Routine Überprüfung ist wieder fällig und bin noch schlechter dran als vorher. Merkzeichen jetzt mitbeantragt...

    @ Luci32

    Das tut mir leid für dich.


    Bei mir scheint es mit der Diagnostik nicht so leicht zu sein.


    Als bei mir vor fünf Jahren zum ersten Mal ein EEG gemacht wurde, hieß es im Befund "frühe Hirnschädigung", aber keine epilepsietypischen Potenziale...


    Das MRT war bei mir unauffällig.


    Vielleicht werde ich auch zum Gutachter müssen.


    Ich kann jetzt nur abwarten.

    Hm, ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gutachter eingeschaltet wird, wenn Du ja jetzt im Prinzip weniger willst als Du bekommen hast.


    Bleibt jetzt wohl abzuwarten, welchen GdB Du dann bekommst. Dann bleibt Dir ja auch immer noch der Gleichstellungsantrag, wenn Du durch Deine Erkrankung schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt hast.