• Ausziehen oder Bleiben?

    Guten Abend :-) Wie in meinem anderen Thread zu lesen, bin ich leider an MS (Multipler Sklerose) erkrankt. Nun wohne ich seit über 8 Jahren im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses im 4. Stock zur Miete. Wo ich mich auch sehr wohl fühle und nur eine sehr geringe Warmmiete zahle. Aufgrund meiner doch recht aktiven MS bin ich jedoch verunsichert, ob ich hier…
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    Wenn es jetzt nicht pressiert, kannst Du ja noch in Ruhe gucken und Dich auch erkundigen, ob es spezielle barrierefreie Wohnanlagen gibt, eventuell kannst Du einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein bekommen, eventuell gibt es weitere finanzielle Entlastungen (Kranken-/Pflegeversicherung?). Da es im Moment noch geht, würde ich an Deiner Stelle die Zeit nutzen, ob es eine Möglichkeit mit Fahrstuhl in einem höherem Stockwerk gibt und nicht überstürzt in irgendeine Erdgeschosswohnung ziehen. Das Drumherum muss auch stimmen, also Du brauchst ja auch Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, ÖPNV und so in erreichbarer Nähe (und nach Möglichkeit auch hier barrierefrei, unbedingt drauf achten!!), wenn Du nicht mehr gut oder eben auch gar nicht mehr zu Fuß kannst. Und Du musst Dich in der Wohnung und der Umgebung wohl fühlen, gerade, wenn Du absehbar nicht mehr so mobil sein wirst.

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    Ein Eigentumswohnung oder ebenerdigen Bungalow kaufen ist finanziell nicht machbar? Bei den galoppierenden Mieten momentan dürfte es schwer werden was zu finden was nicht deutlich teurer ist.

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    odee du kontaktierst der Sozialdienst. Es gibt betreute Einzelwohnungen. Du lebst wie jetzt, es kommt nur wöchentlich jemand vorher (Oder öfters) und hilft mit dem Einkaufen usw. Und mit du reden kannst. Die Mieten sind billiger, da sie Trägerwohnungen sind. Kümmere dich jetzt, da die Waertezeiten lang sein können.

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    Ich würde langsam anfangen zu suchen... ganz in Ruhe, bis Du etwas Passendes findest.


    Ich selber habe etliche Knie-OP's hinter mir, war z.T. Monate auf Krücken. Erst Wohnung im 1. Stock ohne Aufzug. Umzug, 2. Stock mit Aufzug. Dann Kunstgelenk und seither 2x EG (obwohl alles top ist, aber ich will diese Kletterei nicht mehr.

    Eine gute Freundin von mit hat seit 20 Jahren MS, kann keine langen Strecken mehr laufen. Sie bewohnte den 1. Stock ihres Elternhauses und war sehr froh, jetzt ins EG ziehen zu können, nachdem der Vater ins Altenheim kam. Treppensteigen ging zwar noch, aber es war mühsam. Und Einkäufe etc. tragen, wenn man sich eigentlich festhalten muss (weil ohne Festhalten zu instabil), bedeutet ja noch mehr Treppengänge, weil man nur eine Hand frei hat. Dicker Rucksack ging auch nur begrenzt.


    Daher würde ich an Deiner Stelle langsam aber sicher schon über eine Veränderung nachdenken. Dann aber wirklich eine Wohnung, die langfristig passt. EG oder Aufzug, ggf. auch im Bad bodengleich Dusche etc. Je nach Region dauert so eine Suche ohnehin, aber es ist schöner, in Ruhe etwas Passendes zu finden, als im Notfall überstürzt handeln zu müssen.

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    und Rucksäcke können eine Segen sein. Wegen meine gelähmten Hand und schlechtes Geleichgewicht, kann ich Taschen nicht tragen. Ich mache alle Einkäufen mit eine Rucksack..man muss auch in der Wohnung sich bedanken machen. Ich habe besondere Stiftaufsatze damit ich schreiben kann, diverse Therabände, Matten und Bälle, um ständig vom Fehnseher zu trainieren. Nur Krankengymnastik reicht nicht aus.


    Die Heissluftfriteuse schaltet sich von alleine aus (Gedächtnisprobleme). Kann nichts brennen. Ich habe auch leichter für das Telefon und Klingen (Hörverlust). Die Wohnung ist auch sehr rechts ausgerichtet - links sehe ich nichts und verletzt mich.


    Man muss langfristig an solche Sachen denken. Auch wie man in der Dusche kommt - duschwanne oder flache Wanne? Können Griffe angebracht werden? Platz für Roloator? Eingangstür für Rollstuhl breit genug? Unseres nicht ohne mit beide Flügel zu kämpfen (Altbau).