• Behindert und partnerlos – ein Schicksal?

    Hoi hoi, also ich hab da mal ein Problem, wobei mir klar ist, dass das vielleicht nicht so wirklich hier her gehört. Ich bin von Geburt an "behindert", ob ich eher sagen würde, ich hab ein Handicap. Mir fehlen an der linken Hand alle Finger und an der rechten hab ich nur 3 deformierte. Ich komme damit relativ gut klar, brauche aber immer ein klein wenig…
  • 275 Antworten

    Wenn es so einfach wäre..... %-|


    Die Frau hat tatsächlich eine Wahl, der TE wohl eher nicht, denn so einfach ist es nun einmal nicht mit der Prothetik. Was nutzt ihm eine bessere Optik, wenn es keine verbesserte oder sogar eine verschlechterte Motorik bedeutet?


    Die Wahl, die der TE hat, ist, wie nordic-hh und Isabell auch sagen, sich anzunehmen, wie er ist und offen auf die Menschen zuzugehen.

    ich bin normalerweise stiller Mitleser hier, aber ich ich musste einfach mal was los werden.


    im Grunde sehe ich in diesem Thread einen sehr seltsamen Thread, dass der Ton der Diskutierenden gegenüber einander sehr wenig konstruktiv ist.


    eigentlich habt ihr dem TE nur geraten entweder seine deformierten Hände (schon von verstümmelt zu reden, halte ich für herabwürdigend) zu verstekcne (Silkion-Hand oder Handschuhe), sich einfach zu ändern/ zu akzeptieren oder ne Therapie zu machen.


    ihr seid nicht darauf eingegangen, als der TE meinte, dass er durch die angeborene Deformation wohl an einer Hand (wars jetzt die rechte oder linke) gar keine Finger hat. eine Prothese setzt aber in den meisten Fällen voraus, dass man etwas bewegen kann, ob die Prothese zu steuern. somit bleibt dieser Weg verwehrt, auch wenn IceLady immer wieder auf diesem Punkt herum tritt.


    ganz ehrlich, entweder willst du – IceLady – den TE nicht verstehen, oder es ist dir einfach egal und du gibts halt einfach nur gerne Tipps. im übrigen würde ich dir raten deinen Ton mal zu überdenken. auch deine Einstellung zu Inklusion. Menschen mit Behinderungen erleben nunmal sehr viel schlechtes, und wenn dein Kollege, der im Rolli sitzt eben einen speziellen Arbeitsplatz braucht, aber dann in der Lage ist seine Arbeits genauso zu machen, dann muss er Träger geben, die ihm das auch ermöglichen. zuhause rumzusitzen und arbeitslos zu sein, kostet den Staat sicher deutlich mehr Geld als den Arbeitsplatz behindertengerecht auszustatten.


    in dem Bereich, in dem mein Bruder arbeitet (1. Arbeitsmarkt) gibt es auch zwei AN, die behindert sind und einen speziieln Arbeitsplatz brauchen. einer stark sehbehindert, der andere im Rolli. der AG hat diese beiden Arbeitsplätze sehr gerne so ausgetsattet, weil die beiden wirklich gute Arbeit leisten und er sie so auch langfristrig bindet.


    ich sehe absolut keinen Grund, warum man das nicht tun sollte. auch wenn er zu Kunden rausfahren muss. klar, es mag Kunden geben, die das befremdlich finden, aber dann ist das eben deren Sache und die Sache des AG.


    schaut euch doch die Welt an. sie ist oberflächlich und ich kann verstehen, dass wenn man sich schon Zärtlichkeit, Nähe und eine Beziehung/ehe und vielleicht sogar Kinder wünscht, dass der TE darüber verbittert wenn ihn Frauen deswegen oder eben aus den Folgen seiner Behinderungen heraus ablehnen.


    und wie er sagt, wenn er Frauen aus dem Onlinesinglebörsen, die ihn sympatisch finden müssen – sonst würden sie ja nicht mit ihm schreiben – dann den Kontakt abbrechen, wenn er über seine deformierten Hände erzählt, dann den Kontakt abbrechen, dann nützt keiner eurer Tipps etwas. weder die Verhaltensänderung, noch eine Prothese, noch eine Silikonhand.


    macht euch klar, dass in diesem Zusammenhang eure Tipps wirklich ins Leere führen müssen. nichts kann das ändern.


    es gibt oberflächliche Menschen, natürlich, aber nichts kann die Situation des TE daran ändern.


    vorallem, bei euren Tipps, die ja teilweise in einem Ton geschrieben sind, der mich erschaudern lies, hätte ich in einem ähnlichem Ton geantwortet. denn ihr wisst ja: wie man in den Wald hineinschallt, so schallt es wieder zurück.


    warum soll einem Menschen helfen? tja, warum soll man es nicht tun?


    einer älteren Frau die Tür aufzuhalten, damit sie mit ihrem Rollator irgendwo rein- oder rausgehen kann, das scheint euch dann auch fremd zu sein. warum soll man dieser Frau denn helfen? Mitleid, weil sie sich nur noch mit dem Rollator fortbewegen kann?


    oder wenn manchmal kleine Menschen nicht ans oberste Fach im Regal rankommen... warum soll man, wenn sie fragen, denn helfen? nur aus Mitleid vor kleinen Menschen?


    ich war nämlich vorhin im Supermarkt und da fragte mich ein Frau, die nicht wirklich klein war, ich schätze so 1,55m, danach, ob ich ne was aus dem obersten Regal rausholen könnte. warum denn nicht?


    wer sich fragt, ob er jemandem helfen sollte, der hat, meiner Erachtens nach, nicht wirklich eine gute Erziehung genossen. wenn ich jemandem helfen kann, dann tue ich es auch. wenn ich es nicht kann, dann tue ich es nicht.


    gibts hier eigentlich keine Moderatoren, die mal etwas eingreifen? ich meine in jedem Forum sollte ein konstruktiver Umgangston herrschen. dem TE zu unterstellen, dass er entweder unsymaptisch oder einfach nur ein arrogant ist, halte ich für sehr gewagt und sehr unfair ihm gegenüber. vorallem, dann kann man das ja selber vernüftig fragen und nicht so wie es teilweise hier abläuft.


    ich bin selber Super-Moderator in einem Forum und ich und meine Mod-Kollegen hätten da sehr viel früher eingegriffen. denn es gibt in einem Forum nichts schlimmeres, als solch einen Ton.


    achso: für diesen ScaryMovie-Vergleich, da hätte ich einige gesperrt. aber das ist eben auch nur meine Meinung.


    der Tochter meiner Schwester fehlt "nur" der Unterarm, den sie durch einen Unfall verloren hat, aber was ich da so erlebe und sehe wie die Menschen sich darüber schon aufregen und mit dem Finger auf die kleine zeigen, dass ist wirklich widerlich und abartig. sie kriegt durch ihre unbeschwerte Art noch nicht wirklich alles mit, aber man merkt auch hier, dass sie es nicht so leicht haben wird. und für mich as Angehöriger tut sowas doch sehr weh.


    und in Restaurants hat das auch schon manchmal zu unschönen Szene geführt. neulich waren wir essen und da viel ihr der Teller Spaghetti runter. die Kellnerin reagierte unhöflich und wollte noch ne Reinigungspauschale. wir ließen dann den Inahber kommen, der gerade da war, und dem war es sichtlich peinlich, wie seine Kellnerin reagierte. keine Reinigungspauschale und den Teller mussten wir auch nicht bezahlen. warum auch?


    sowas passiert ständig und bei einem Mädchen mit nur einem Arm oder bei dem TE mit fehlenden Finger wird dann über sowas n Aufriss gemacht? also entschuldigt mal – wenn ein Restaurant es nicht leisten kann oder will, mal das essen zu schneiden, dann ist es nicht besser als ne dreckige Pommesbude. wobei, viele Pommesbuden schneiden Currywürste auch, von sich aus.....


    man kann alles so lange in seinem Kopf drehen und wenden, bis es schlecht ist.


    an den TE: bleib so wie du bist. es wird vielleicht dauern bis du jemanden findest, aber dann weist du, dass diese Frau dich so liebt, wie du bist. alles andere wäre nur ein verbiegen.

    serna... Dein Ton ist keinen Deut besser als der der anderen User hier. Darf ich Dir dies mal zum Nachdenken mit geben?


    Ich weiss, dass behinderte Menschen oft auf Ablehnung stossen und erlebe es oft im Alltag d.h. in der Bahn, im Laden etc. Man kann nun drüber hinweg sehen und versuchen auch die Mitmenschen zu verstehen (viele treffen nur selten auf behinderte Mitmenschen) oder man kann gleich allen unterstellen, dass sie böse sind. So verbaut man sich selbst alle Wege die Mitmenschen eines besseren zu belehren. Wer aber mit einem Lachen auf solche Menschen zugeht und ihnen die Sache erklärt wird ev. einen tollen Gesprächspartner finden der im Nachinein sein eigenes Verhalten überdenkt und es besser macht. Auch ich schau bei einer Behinderung durchaus mal hin... weil es je nachdem ungewohnt ist oder weil mich vielleicht auch medizinisch was interessiert. Dann gehe ich auf den Menschen zu, sprech ihn an.... und akzeptiere es aber auch wenn er nicht drüber reden möchte. Aber so hab ich schon manch tollen Mensch kennen gelernt. Und man merkt schnell welcher Mensch mit sich Frieden geschlossen hat und seine Behinderung "akzeptiert". Heisst nicht, dass man sich nicht ab und an drüber ärgern darf.


    Ich bin mit 1.60m auch klein.... und auch ich muss ab und an fragen ob jemand mir was runter reicht. Nicht jeder mag.... also frag ich halt den nächsten grossen Menschen. Aber ich sag nun nicht, dass alle was gegen kleine Menschen haben.


    Der TE wird sicher eine Frau finden die ihn liebt... aber sie wird keinen wollen der immer nur jammert wie böse alle doch sind weil er behindert ist. Sie wird einen fröhlichen lachenden Menschen wollen.

    Senna hat nen richtig guten Beitrag geschrieben, aber auch AlexandraT.


    Es gibt nur einen richtigen Weg, nämlich es irgendwie zu akzeptieren. Und sich nicht zu verändern um den anderen zu gefallen, das war schon immer falsch und da wäre man ein Mitläufer. Ich muss auch ob ich will oder nicht (an manchen Tagen besonders schwer, dann wieder leichter) meine Narben akzeptieren. Ich weiß wie schwer das ist, aber ich versuche das. Es wird einen heute so viel vorgegeben wie man auszusehen hat und nur dann hübsch ist, das ist falsch! Aber da es immer und immer mehr oberflächlich wird in der Gesellschaft wird es auch umso schwerer oft sich selbst zu akzeptieren!

    Ja, man hat es nicht leicht wenn man nicht dem gesellschaftlichen Standard entspricht. Aber man kann es sich selbst etwas leichter machen wenn man oberflächlichen Menschen mit einen Lächeln begegnet. Damit nimmt man ihnen in der Regel den Wind aus den Segeln. Ich war als Kind cerebral d.h. ich konnte keinen Ball fangen und hatte massive Bewegungsstörungen. Ich weiss was Ausgrenzungen heissen und was es heisst doof angeschaut zu werden. Aber ich hab gelächelt und mir meinen Teil gedacht. Heute sieht man kaum mehr was von meinen Bewegungsstörungen.... aber sie sind noch da und manchmal bin ich unsicher oder langsamer. Scheiss der Hund drauf... ich bin ich und ich mag mich wie ich bin. Und diesen Punkt hat der TE irgendwie noch nicht erreicht. Wenn was schief geht macht er gerne die bösen Mitmenschen verantwortlich. Es kann mal was schief gehen, es kann mal mies gelaunte Menschen geben die ihren Frust an einem ablassen... einfach freundlich drüber hinweg sehen...auch wenn es mal in einem brodelt.


    Ich denke, dass das Ausgrenzen von Behinderten in spezielle Schulen, Arbeitsplätze etc. durchaus Mitschuld hat. Man kennt sowas nicht... also gafft man und ist vorallem unsicher. Und Unsicherheit wird mit dummen Sprüchen überspielt ohne dabei nachzudenken was es beim anderen bewirkt. Wir sollten behinderte Menschen aller Art mehr integrieren und es sollte Standard sein, dass nur noch so gebaut wird, dass jemand mit Rollstuhl da auch hin kommt etc. Aber dies ist noch ein weiter Weg.

    serna


    Ich frage mich bei dem Hauptteil Deiner Aussagen im Beitrag, wo Du diese gelesen haben willst. Hier ganz sicher nicht.


    Z.B.:

    Zitat

    warum soll einem Menschen helfen? tja, warum soll man es nicht tun?

    Darum geht es doch hier gar nicht?


    Wer von den hiesigen Beitragsschreibern hat sich dermaßen verächtlich geäußert wie Du es anbringst? Wer davon hat gesagt, dass er nicht helfen würde?


    Der Kontext ist lediglich: Nicht alle Menschen sind so wie der TE (oder auch Du z.B.) es beschreibt. Dass es sie gibt hat Keiner bestritten.


    Und der weitere Kontext ist doch genau eben der, solche Menschen die sich so respektlos verhalten wie Ihr es beschreibt, doch einfach mal zu verzichten, sie zu ignorieren.


    UND auf die Menschen zu achten, den Schwerpunkt auf die legen, die nicht so sind.


    Das gibt es einfach nicht, dass ALLE Menschen gleich denken.

    Zitat

    eigentlich habt ihr dem TE nur geraten entweder seine deformierten Hände (schon von verstümmelt zu reden, halte ich für herabwürdigend) zu verstekcne (Silkion-Hand oder Handschuhe), sich einfach zu ändern/ zu akzeptieren oder ne Therapie zu machen.

    Tja – und welche Alternativen würdest Du so vorschlagen? Welche Tips hast Du für ihn? Welche Möglichkeiten gibt es da sonst noch? Sich als "Freak" in eine einsame Waldhütte verkriechen und sein dasein weiterhin als Eremit zu fristen?

    eigentlich AlexandraT, wollte ich den meisten hier nur zeigen, dass sie den TE sicher an vielen Stellen zu den Beiträgen provoziert haben. das mein Ton nicht besser sei, ist deine Meinung, sehe ich aber nicht so.


    du pauschalierst ja an manchen Stellen auch und unterstellst, aufgrund der wenigen Beiträge des TE, dem TE viele Dinge.


    ich könnte jetzt auch sagen, dass dir Menschen vielleicht beim runterreichen nicht helfen, weil du halt unhöflich fragst. es wäre aber auch nur eine Unterstellung. vielleicht guckst du beim Fragen auch arrogant. ich würde das aber nie behaupten, nur weil ich paar Beiträge von dir gelesen habe. manche hier tun das beim TE schon.


    die Frage ist ja immer, was unter der leeren Phrase "seine Behinderungen akzeptieren" verstehen soll. akzeptieren wird man es nie können, wenn einem Leute irgendwo immer mal auf die eine oder andere Weise zu Nahe treten oder wirklich beleidigend sind. aber jeder geht halt auch anders damit um. und man geht auch in versch. Situationen damit anders um. es kommt einfach immer darauf an, wie einem die Mitmenschen entgegentreten.


    stell dir vor, Leute zeigen mit dem Finger auf dich und lachen. würdest du in dieser Situation ganz freundlich auf sie zugehen, wenn du dich vielleicht schon gekränkt fühlst? ziemlich sicher nein.


    aber ich gebe dir bei einem Punkt recht: behinderte Menschen werden viel zu oft ausgegrenzt. vor einem Monat war in der Welt zu lesen, dass Inklusion in der Schule nichts bringt. weder den inklusiv beschulten behinderten Schülern, noch den nicht-behinderten Schülern.


    die Kommentare waren auch alle einhellig so, dass man Inklusion nur sozusagen aufzwingt.


    http://www.welt.de/debatte/kom…n-Behinderten-selbst.html


    das zeigt schon sehr, wie verbreitet sowas ist.


    ob der TE wirklich alle Mitmenschen verteufelt, bezweifel ich ehrlich gesagt, weil wir dafür keine Belege haben. es bleibt auch nur eine Unterstellung


    übriegens ist mein Ton vielleicht zu sehr der eines Super-Moderators, der öfters eingreift um Beiträge auf einen konstruktiven Austausch zu lenken. denn nur ein konstrutkiver Austausch hilft TE's und Diskutanten.

    Isabell, ich sage nur, dass es teilweise von wenig Empethie zeugen könnte, dem TE sowas einfach so hinzuwerfen.


    ihr gebt ihm Tipps, die vielleicht für ihn gar nicht praktikabel sind. wenn er das sagt und erklärt, dann wird ihm unterstellt, keine Lehre anzunehmen. das mit der Silikonhand erinnert mich an ältere Männer, die im Sommer mit so schwarzen Lederhandschuhen rumlaufen, wo es jeder sehen kann, das ihnen die Hand fehlt. ich fand das in gewisserweise immer seltsam, weils doch genauso auffällt. du siehst es doch. aber dann fragt man sich doch, wie sieht das? oder wie schlimm muss es aussehen? du wirst es damit genauso vielen oder wenigen Leuten recht machen, wie ohne. wer den Anblick nur mit Silikonhand oder Handschuhen erträgt, der wirds ohne ja ziemlich sicher nicht tun. manche akzeptieren nicht, dass es auch nachteilig sein kann oder der TE es einfach nicht möchte.


    und wenn du mich fragst, was ich dem TE raten soll: eine Partnerin finden, die ihn so akzeptiert wie es ist, ohne dass er sich verbiegen muss. und eine solche Silikonhand oder ein Handschuh ist mEn nur ein verbiegen für andere. ich würde es dem TE hoch anrechnen sowas nicht zu tun und wie bisher offen damit umzugehen. man geht aber mit so einem Handschuh nicht offen um. gut, wenns Narben, offene Stellen oder sowas gäbe, dann würde ich das anders sehen. ja. aber so....


    jemand hat ihn doch gefragt, aus welchem Grund erwartet, dass ihm auf Frage geholfen wird. ein Grund der genannt wurde, war Mitleid für Behinderte. und ich sage doch nur, dass ich es nicht verstehe, warum ihr das von hinten aufzäumt. was "kostet" es mich jemandem ein Brötchen zu schmieren und ihm damit etwas überhaupt zu ermöglichen? mich kostet es nur ein bisschen Mühe, mehr nicht. keine Überwindung und nichts. für mich ist das kein Problem.


    genauso wie einem nicht so groß gewachsenen Menschen etwas aus dem Regal zu geben. ich sehe keinen Grund diesem Menschen nicht zu helfen. keinen einzigen, außer villeicht sowas "keine Lust".

    @ serna

    Also ehrlich gesagt bin ich froh, dass du hier NICHT Moderator bist. Der Scary-Movie-Film kam auf, weil ein User zeigen wollte, dass Behinderung in der Populärkultur manchmal mit "ekelhaft" gleichgesetzt wird. Kann man durchaus diskutieren. Was ist daran sperrwürdig? Und der TE wurde auch nicht einfach so als "Unsympath" oder "arrogant" beschimpft, sondern die Poster haben in langen Postings ihre Eindrücke geschildert.


    Man kann natürlich drüber streiten ob manche Themen-Exkurse den Faden konstruktiv weiterbringen. Aber ständiges thematisches Eingreifen der Moderation (die übrigens durchaus anwesend ist hier :-) ) würde die Diskussion zielsicher abwürgen.

    Zitat

    stell dir vor, Leute zeigen mit dem Finger auf dich und lachen. würdest du in dieser Situation ganz freundlich auf sie zugehen, wenn du dich vielleicht schon gekränkt fühlst? ziemlich sicher nein.

    Ich stelle mir das unendlich schwierig vor, aber trotzdem: Ich denke es hilft, wenn man in dieser Situation offensiv wird und nicht still vor sich hin gekränkt ist. Klar kann man nicht in jeder Situation auf die Leute zugehen. Aber allein zu wissen, dass man es könnte bzw. schon getan hat und dass die Leute dann entweder ganz kleinlaut werden oder sich doch überraschend offen zeigen, das ist schon eine Menge wert.

    gute Moderation leitet in eine Richtung, die für alle Seiten konstruktiv ist. bei Unterstellungen und einem vorwurfsvollen Ton kann man nicht mehr von einem konstrutkivem Umgang sprechen.

    Zitat

    stell dir vor, Leute zeigen mit dem Finger auf dich und lachen. würdest du in dieser Situation ganz freundlich auf sie zugehen, wenn du dich vielleicht schon gekränkt fühlst? ziemlich sicher nein.

    Ja, und sie fragen warum. Glaubst Du, dass ich mit dummen Sprüchen oder Aggression was erreichen würde? Nein. Aber wenn ich freundlich bin und ihnen ein Lachen schenke kann ich sie erreichen.


    Ich habe den TE nicht abgelehnt aufgrund seiner Behinderung sondern der Art und Weise wie er sich hier gibt. Dies kam bei mir nicht gut an... mehr nicht. Du solltest nicht zuviel rein interpretieren in Dinge die nicht mehr sind. Und ich habe dem TE mitgeteilt, dass ich positives vermisse... ich hab es bis heute hier nicht mitbekommen von ihm.


    Deine Kritik war nicht wirklich hilfreich... weder dem TE noch dem Thema. Noch mag man es wenn jemand schulmeisterisch daher kommt und gleich mal mit der Keule alles niederhaut d.h. alle beschimpft. Ich bin auch ein Supermoderator in einem Forum... aber ich lass die Leute so lange es geht diskutieren. Und hier hat niemand den TE angegriffen d.h. es gab keinen Grund einzugreifen.

    Mmmmhhhh. Schwieriges Thema.


    Ich denke, dass es unserer Gesellschaft nicht gut tut, wenn wir Menschen mit Behinderungen ausschließen. Auch dann nicht, wenn wir das mit dem Argument machen, dass wir sie optimal fördern wollen. Ich sehe den Sinn der Existenz von behinderten Menschen darin, das wir "Normalen" zeigen können wer wir sind. Also ob wir hilfsbereite oder eben auch nicht hilfsbereite Menschen sind. Wenn wir die Menschen mit Behinderungen aus unserer "normalen" Welt ausschließen, dann leben sie ihr Leben mit ihrer Behinderung praktisch umsonst. Wir als Gesellschaft vergeuden sozusagen eine Resource.


    Weil wir die Menschen möglichst aus allen Bereichen wie Kindergärten, Schulen, Firmen etc. heraushalten, sind wir den Umgang mit diesen Menschen nicht gewohnt.


    Ich persönlich hatte so richtig Kontakt mit einem Menschen mit Behinderung erst im Alter von ca. 25 Jahren. Es war eine etwa gleichaltrige Frau mit einer Krankheit, deren Namen ich mir nicht merken kann. Sie war ein schmächtiges Persönchen und ihre schuppte am ganzen Körper, so dass sie einmal pro Tag fast am ganzen Körper verbunden werden mußte. Ihre Hände bzw. Finger waren durch diese Krankheit verkrüppelt. Und der Zustand der Verkrüppelung würde mit zunehmendem Alter weiter zu nehmen. Rein optisch war sie nicht schön anzuschauen. Wir wohnten ca. 2 Jahre zusammen auf dem selben Stockwerk in einem Studentenwohnheim. Ich gehörte sicherlich nicht zu ihrem engsten Freundeskreis. Sie hatte mindestens 5, 6 wirklich gute Freunde, hauptsächlich Frauen. Aufgrund ihrer Krankheit war ihr kein normales Liebesleben möglich und somit auch keine normale Beziehung zu einem Mann.


    Sie war voll integriert in unser Leben auf unserem Stockwerk, bzw eigentlich im ganzen Studentenwohnheim. Sie hatte eine positive Ausstrahlung und, was ich ganz besonders an ihr liebte, einen tollen Humor. Ich bin für die zwei Jahre, dich ich mit ihr zusammen auf diesem Stockwerk verbrachte, sehr dankbar, denn sie haben mir gezeigt, dass Behinderte eben auch nur ganz normale Menschen sind.


    Was ich mit meinem Beitrag klar machen möchte ist, dass ich sehr für die "Inklusion" bin. (Man könnte allerdings einen besser Begriff finden.) Und, dass jeder Mensch, unabhängig davon, ob behindert oder nicht, für seine Ausstrahlung verantwortlich ist.

    Zitat

    Ja, und sie fragen warum. Glaubst Du, dass ich mit dummen Sprüchen oder Aggression was erreichen würde? Nein. Aber wenn ich freundlich bin und ihnen ein Lachen schenke kann ich sie erreichen.

    ich glaube, das Problem ist, dass sich jemand, der äußerlich "normal" wirkt, sich einfach gar nicht in jemanden hineinversetzen kann, der schwere und auffällige körperliche Entstellungen hat.


    Das ist eine andere Hausnummer, als wenn man ein bisschen kleiner ist als die Norm oder Probleme mit dem Bewegungsapparat hat. Das fällt zumindest nicht sofort auf und es "entstellt" nicht.


    Mit dem freundlich bleiben und lachen halte ich einfach für naiv. Es wäre die beste Lösung – ja – aber wenn man ein Leben lang von anderen Menschen als "ekelhaft" usw betitelt wird, dann prägt das und zwar gewaltig!


    Nicht jeder ist stark genug, mit solchen unfassbar unmenschlichen Äußerungen klarzukommen. Es wäre ideal, aber es ist wahnsinnig schwer und man sollte es dem TE nicht ankreiden, dass er es (noch) nicht so gut kann.

    @ TE ich denke wie andere hier auch,

    dass dir nichts anderes übrig bleibt, als auf eine Frau zu warten, die dich liebt wie du bist, auch mit deiner Behinderung. Es ist verdammt schwer eine (gute) Freundin zu finden (das ist es ja auch für Menschen ohne Behinderung), aber sich verbiegen bringt nichts. @:)

    Zitat

    ganz ehrlich, entweder willst du – IceLady – den TE nicht verstehen, oder es ist dir einfach egal und du gibts halt einfach nur gerne Tipps.

    Serna, was ist passiert mit Dir, als Du meine Beiträge gelesen hast?

    Zitat

    im übrigen würde ich dir raten deinen Ton mal zu überdenken.

    Serna, ich bitte Dich. Wäre es nicht albern, würde ich sagen, das klingt nach Drohung.

    Zitat

    auch deine Einstellung zu Inklusion.

    Wo schrieb ich auch nur ein Wort zu diesem Thema? Also, speziell Inklusion?

    Zitat

    Menschen mit Behinderungen erleben nunmal sehr viel schlechtes, und wenn dein Kollege, der im Rolli sitzt eben einen speziellen Arbeitsplatz braucht, aber dann in der Lage ist seine Arbeits genauso zu machen, dann muss er Träger geben, die ihm das auch ermöglichen.

    Daran sehe ich, wie gut Du meine Beiträge gelesen hast.


    Bei diesem Menschen handelte es sich nicht um einen Kollegen, sondern um einen Mann in einer Singlebörse.


    Scheinbar hast Du auch meine anderen Beiträge nicht wahrgenommen; beispielsweise in dem ich über meinen todkranken Freund spreche.


    Ich denke, meine Beiträge haben irgendein Knöpfchen bei Dir gefunden, die es ggf. wert sind, sich anzusehen. So viel Aggression muss irgendwo herkommen, was ein fremder Mensch kaum auslösen könnte - wenn es nicht schon da wäre.


    Fernerhin darf ich noch einmal darauf verweisen, dass ich mehrfach schrieb, dass ich mich frage, warum jemand, der mit seinem Äußeren de facto derzeit nicht klar kommt, nicht versucht, etwas für sich zu ändern.


    Was ist dann an einer Therapie bzw. der Vorschlag so schlimm?


    Bzgl. der Prothetik könnte es ihm helfen, zumindest erst einmal ein Türchen in die richtige Richtung zu öffnen. Ja sicher, ich kann mich gut hier hinsetzen und schreiben "Du musst Dich akzeptieren". Scheinbar kann er es aber derzeit nicht und offensichtlich hat sich das über ein Leben lang entwickelt.


    Also bitte, muss er doch erst einmal den ersten Schritt in diese Richtung machen. Und wie kann das geschehen?


    Er ist verbittert und aggressiv, enttäuscht vom Leben und den Mitmenschen.


    Was den täglichen Umgang mit Mitmenschen umgeht, was unterstellst Du mir und den anderen hier? Das ist - pragmatisch betrachtet - genauso unangebracht und unverschämt, wie Du ggf. meine oder andere Beiträge betrachtest. Und nun?


    Ich bleibe dabei, wenn mich ein MENSCH (und man beachte das nicht vorhandene Adjektiv) so anpampt, dann reagiere ich ganz sicher nicht neutral und springe. Sicher tagesformabhängig, vielleicht würde ich Hilfe leisten, aber ihm sagen, wie ätzend ich den Ton finde. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass Respekt und Höflichkeit keine Einbahnstraße sind und eine Behinderung oder ein Manko kein Freibrief.

    Zitat

    Das ist eine andere Hausnummer, als wenn man ein bisschen kleiner ist als die Norm oder Probleme mit dem Bewegungsapparat hat. Das fällt zumindest nicht sofort auf und es "entstellt" nicht.

    Du weisst schon wie jemand geht der cerebral ist? Dies hat sich bei mir als erwachsene Person gebessert d.h. man merkt es nur noch wenn ich über meine eigenen Füsse stolpere oder Fehlbewegungen mache. "Ein Bisschen" Probleme ist hier durchaus untertrieben gewesen als Teenager. Weisst Du...oft sind gerade behinderte Menschen die fröhlicheren Menschen... sie lachen unsere Aengste weg.