• Behindert und partnerlos – ein Schicksal?

    Hoi hoi, also ich hab da mal ein Problem, wobei mir klar ist, dass das vielleicht nicht so wirklich hier her gehört. Ich bin von Geburt an "behindert", ob ich eher sagen würde, ich hab ein Handicap. Mir fehlen an der linken Hand alle Finger und an der rechten hab ich nur 3 deformierte. Ich komme damit relativ gut klar, brauche aber immer ein klein wenig…
  • 275 Antworten
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    Du weisst schon wie jemand geht der cerebral ist? Dies hat sich bei mir als erwachsene Person gebessert d.h. man merkt es nur noch wenn ich über meine eigenen Füsse stolpere oder Fehlbewegungen mache.

    ja natürlich ist das schlimm, aber es ist zumindest nicht optisch "eklig". Darauf reagieren die Menschen nochmals anders, deswegen bleibe ich dabei, dass es eine andere Hausnummer ist.

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    Weisst Du...oft sind gerade behinderte Menschen die fröhlicheren Menschen... sie lachen unsere Aengste weg.

    das sind aber dann Menschen, die mit ihrer Behinderung klarkommen, die anderen sind sicher nicht fröhlich....sondern gehen in dieser bis zum Erbrechen oberflächlichen Gesellschaft schön vor die Hunde.

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    Es wäre die beste Lösung – ja – aber wenn man ein Leben lang von anderen Menschen als "ekelhaft" usw betitelt wird, dann prägt das und zwar gewaltig!

    Klar prägt es...wie Kindsmisshandlung zb. auch. Aber dies heisst nicht, dass alle Menschen so sind und man gleich mit der Keule ausholen muss. Ich denke, der TE sollte selbst bemerkt haben, dass er mit Aggression und Sprüchen nicht weiter kommt. Nun heisst es einen anderen Weg zu suchen. Und wenn er mit sich und der Welt zufrieden ist... dann strahlt er dies auch aus. Ich habe dies bei dem TE hier vermisst. Klar ist es nicht einfach mit einer Missbildung zu leben und klar, es gibt haufenweise dumme Leute.... aber so dumm es klingt... da muss man drüber stehen.

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    Du weisst schon wie jemand geht der cerebral ist?

    Nein, Alexandra, das weiß er nicht. Und er macht im Prinzip genau das, was er anderen zum Vorwurf macht - werten, obwohl man es nicht werten kann, wenn man nicht der Situation ist oder aus anderen Gründen involviert.


    Genau an dieser Stelle ist aber Offenheit vonnöten - und zwar seitens des Betroffenen. Jemand, der dem "Unwissenden" und Nichtbetroffenen hilft, zu verstehen.

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    das sind aber dann Menschen, die mit ihrer Behinderung klarkommen, die anderen sind sicher nicht fröhlich....sondern gehen in dieser bis zum Erbrechen oberflächlichen Gesellschaft schön vor die Hunde.

    Uii... Du schiebst aber auch echt nen Frust auf die Menschen. Wie soll diese Gesellschaft was lernen wenn nicht durch den Kontakt mit Menschen mit einer Behinderung? Wie sollen sie was lernen wenn der Behinderte sie dumm anmacht? Der TE meint, dass er mit seiner Behinderung gut klar kommt.... aber ich sehe nichts fröhliches bei ihm.

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    Aber dies heisst nicht, dass alle Menschen so sind und man gleich mit der Keule ausholen muss.

    klar, aber es ist einfach menschlich, dass er bis über alle Maßen frustriert ist und sich Aggressionen aufbauen. Natürlich wäre es besser, wenn er drüberstehen könnte, aber wer will es ihm verdenken? Das ist doch alles leichter gesagt als getan. Man kann doch nach all den Erfahrungen nicht den Schalter umlegen und einfach "drüber stehen".


    Schön wär's.

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    Wie soll diese Gesellschaft was lernen wenn nicht durch den Kontakt mit Menschen mit einer Behinderung?

    du glaubst ernsthaft, dass die Gesellschaft lernen will bzw. kann? ]:D Von der Vergangenheit lernt die Gesellschaft jedenfalls nichts, da gibt es ja schöne Beispiele für.


    Ziemlich viele Leute wollen keine hässlich entstellten Menschen sehen, sie wollen nicht gestört werden in ihrem schönen friedlichen normalen Leben. Klar gibt es auch andere, aber viele haben doch da gar keinen Bock drauf. Leute, die "anders", "eklig", "krank" sind, sind genau so lange ok, wie sie einen nicht belästigen...schlimm, aber leider (zu oft) wahr.

    serna

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    Isabell, ich sage nur, dass es teilweise von wenig Empethie zeugen könnte, dem TE sowas einfach so hinzuwerfen.

    Da frage ich Dich doch mal ganz direkt: Empathie wofür? Für seine Behinderung? Dass es schwer ist wurde nie in Frage gestellt. Aber Empathie für seine Verallgemeinerungen? Dass eben alle Frauen ihn deswegen abgelehnt haben? Empathie dafür, dass abgestritten wird wenn eine Frau (oder mehrere) sagen: Für mich wäre grundsätzlich kein Ausschlußkriterium?


    Ist auch für Dich Empathie gleichbedeutend mit "zustimmen und mitleiden"?

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    ihr gebt ihm Tipps, die vielleicht für ihn gar nicht praktikabel sind. wenn er das sagt und erklärt, dann wird ihm unterstellt, keine Lehre anzunehmen.

    Das kam hier schon mehrfach auf auf den letzten Seiten, dass man "eingeschnappt" sei, wenn etwas nicht angenommen würde von ihm etc.? Ich weiß nicht, wo man das herausliest? Wo hat hier jemand gesagt: "Jetzt mache das und das gefälligst – ansonsten bist Du einfach nur beratungsresistent" – Wer hat das wo genau gesagt/geschrieben?

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    und wenn du mich fragst, was ich dem TE raten soll: eine Partnerin finden, die ihn so akzeptiert wie es ist, ohne dass er sich verbiegen muss.

    Made my day....ist nicht Dein ernst, oder? ;-D ":/


    Genau DAS ist doch sein Problem! Dass er eben eine solche nicht findet.


    clairet

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    Aber ständiges thematisches Eingreifen der Moderation (die übrigens durchaus anwesend ist hier :-) )...(...)....

    Echt? Wo? *sich panisch umschaut*..... ]:D – sorry, konnte ich mir nicht verkneifen jetzt. @:)


    serna

    Zitat

    gute Moderation leitet in eine Richtung, die für alle Seiten konstruktiv ist. bei Unterstellungen und einem vorwurfsvollen Ton kann man nicht mehr von einem konstrutkivem Umgang sprechen.

    Die moderierende Leitung einer Diskussion ist etwas ganz Anderes als das, was wir hier machen. Das ist vielleicht gegeben in Fernsehdiskussionen (vor allem aufgrund einer zeitlichen Begrenzung) oder auch in anderen Foren.


    Hier besteht die Moderation darin, dass die Forumsregeln eingehalten werden und auch mal deeskalierend eingegriffen wird.


    Sicher gibt es da auch immer wieder diskussionwürdige grenzwertige Situationen.


    Aber die hiesige Moderation ist wie gesagt nicht dafür da eine Diskussion zu leiten.


    Im Gegenteil. Wir sind eher so eingestellt eine Diskussion so selbstständig wie möglich einfach laufen zu lassen (auch wenn uns oftmals das Gegenteil unterstellt wird ;-)) und wirklich nur im Notfall löschend, schließend oder editierend einzugreifen.

    Zitat

    bei Unterstellungen und einem vorwurfsvollen Ton kann man nicht mehr von einem konstrutkivem Umgang sprechen.

    Wo siehst Du hier Unterstellungen? Und einen vorwurfsvollen Ton? Ich sehe hier nur Meinungen, Ansichten, Wahrnehmungen und Vermutungen, bei denen nachgefragt wird.


    Der TE wurde hier mit recht vielen (überdurchschnittlich vielen verglichen mit anderen Fäden) Blickwinkeln/Sichtweisen und Wahrnehmungen konfrontiert. Auf keine Einzige ist er konstruktiv eingegangen – warum erwartest Du da nun von anderen Usern für ihn diese Konstruktivität mitzutragen? Aus welcher Motivation heraus?


    Ich schrieb es schon mal: Ein Faden ist keine Einbahnstraße. Ein Themenersteller genießt keine Sonderstellung, sondern er bringt ein Thema/Problem ins Gespräch welches ihn beschäftigt. Das erlöst ihn aber nicht von derselben Verantwortung die seine Gesprächspartner im Anschluß haben: Das Gespräch auf einer gewissen Ebene zu halten. Auch sein Verhalten spielt dabei eine große Rolle. Kein Mensch hier hätte etwas gesagt, bzw. jeder hätte es akzeptiert, wenn er so einige Dinge erklärt hätte, genauer dargelegt, sich damit auseinandergesetzt hätte.


    Das hat nichts damit zu tun, dass er "brav" ja und Amen zu allem sagen muß was andere hier anbringen – ein einfaches Statement reicht da völlig aus. "Ich möchte keine Protesen weil....."


    Aber Beiträge wie:

    Zitat

    da ich mich jetzt nach euren Beiträgen selber hasse, es mich sehr runtergzogen hat und ich mich in der Erkenntnis bestärkt sehe nichts wert zu sein und an allem selber Schuld zu sein, hab ich keine Lust mehr zu diskutieren.....

    bringen da mal so gar nichts. Sie zeigen nur auf, wie gerne er sich in die Opferrolle begibt – sprich, sie bestätigen nur die Wahrnehmung die einige hier schon vorher hatten.


    Wenn Du schon sagst, dass wegen fehlender Konstruktivität eingegriffen werden sollte – dann frage ich Dich an dieser Stelle doch mal, bei wem die Moderation da hätte anfangen sollen?

    Isabell, wer sagt denn, dass er nicht morgen eine Frau trifft, die ihn so akzeptiert? denn nicht alle sind so oberflächlich. und ich nehme stark an, dass sich sein Selbsthass dann auch in Luft auflöst. das Ganze ist doch eben ein Teufelskreis.


    außerdem freu ich mich, dass meine Aussagen ein "made my day" bekommen haben. jeden Tag ne gute Tat :-)


    LadyIce, ganz ehrlich, wenn du einen Rat deinen Ton zu überdenken als Drohung siehst, dann weiß ich auch nicht mehr. das ist wirklich naiv und lächerlich. sorry dafür.


    gelbundgut, ja, vieles sehe ich genauso wie du. nur jemand, der einen behinderten Menschen so akzeptiert, wie er eben ist, kann eine gute und stablie Beziehung führen. sich so zu verbiegen, wie viele das dem TE hier raten wollen, bringt ihn sicher nicht weiter.


    da der TE eh nicht mehr mitdiskutieren will, zurecht wie finde, ist die Diskussion eh obsolet.

    gelb und gut

    Zitat

    Ziemlich viele Leute wollen keine hässlich entstellten Menschen sehen, sie wollen nicht gestört werden in ihrem schönen friedlichen normalen Leben. Klar gibt es auch andere, aber viele haben doch da gar keinen Bock drauf.

    Mag ja so sein – aber warum hält man sich mit diesen "vielen Leuten die keine hässlich entstellten Menschen" wollen auf und geht nicht zu den "Anderen"?

    Zitat

    wer sagt denn, dass er nicht morgen eine Frau trifft, die ihn so akzeptiert?

    Er sucht eine Frau, die ihm dabei hilft, seine Behinderung zu leugnen. Nichts ist unmöglich, aber so jemand wird er nicht so leicht finden.

    Zitat

    aber warum hält man sich mit diesen "vielen Leuten die keine hässlich entstellten Menschen" wollen auf und geht nicht zu den "Anderen"?

    weil man sich denen gar nicht entziehen kann im alltäglichen Leben :-X ???

    Zitat

    Er sucht eine Frau, die ihm dabei hilft, seine Behinderung zu leugnen. Nichts ist unmöglich, aber so jemand wird er nicht so leicht finden.

    das ist doch lächerlich.


    Von "leugnen" spricht doch gar niemand. Aber wenn man geliebt wird trotz oder mit einer solchen Behinderung gibt das sehr viel Selbstbewusstsein und deshalb kann man dann auch besser mit der eigenen Situation umgehen %-|

    serna


    Ich platze gerade ein wenig....

    Zitat

    Isabell, wer sagt denn, dass er nicht morgen eine Frau trifft, die ihn so akzeptiert?

    Wer das sagt

    Mindestens 90% der Leute hier im Faden!!


    Man, ich fasse es nicht.... ;-D

    Zitat

    denn nicht alle sind so oberflächlich. und ich nehme stark an, dass sich sein Selbsthass dann auch in Luft auflöst. das Ganze ist doch eben ein Teufelskreis.

    Das wird doch hier die ganze Zeit gesagt! Das eben nicht Alle so sind! Was und wo hast Du denn gelesen???


    Ich fasse es nochmal für Dich zusammen:


    Die Mehrheit hier hat gesagt: Es kann nicht sein, lieber dePosa, dass Dir ausschließlich solche Menschen begegnen, die Dich ausschließlich wegen Deiner Behinderung ablehnen. Könnte da noch was anderes dahinterstecken?


    Ich habe Keinen gelesen, der ihn aufgrund seiner Behinderung abgelehnt hat – vielleicht ein oder zwei, die es für sich ausgeschlossen haben mit ihm eine Beziehung zu führen weil sie glauben damit nicht zurecht zu kommen. Aber selbst diese haben nicht "niemals nie" gesagt, haben eine Ausnahme eingeräumt.


    Genau deswegen verstehe ich diese Unterstellungen Deinerseits auch nicht. Hier ist Niemand diskriminierend aufgetreten. Im Gegenteil.

    gelb und gut

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    weil man sich denen gar nicht entziehen kann im alltäglichen Leben

    Den Begegnungen vielleicht nicht – aber sich mehr als nötig mit ihnen abzugeben doch sehr wohl, oder muß ich diese Menschen zu meiner nächsten Geburtstagsfeier einladen?

    gelb und gut

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    Aber wenn man geliebt wird trotz oder mit einer solchen Behinderung gibt das sehr viel Selbstbewusstsein und deshalb kann man dann auch besser mit der eigenen Situation umgehen

    Also wenn ich "trotz" etwas geliebt werde – nee....lass' mal gut sein, dann verzichte ich.


    Auch wenn nicht direkt vergleichbar, dennoch ist mein (immer wieder gerne hergenommenes) Beispiel in der Basis zutreffend:


    Wenn ein Mann mit mir zusammen ist, trotzdem ich ihm "eigentlich" zu dick bin – äh...neee....das geht gar nicht.