Beschäftigung für blinde, behinderte Person

    Hallo zusammen!


    Dies ist mein erster Beitrag hier im Forum. *:) Ich hatte heute morgen ein Gespräch mit meinem Vater wegen seines Bruders der zur Zeit in einem Behinderten-Heim wohnt. Er hatte bereits mehrere Operationen um Tumore aus verschiedenen Bereichen am Kopf zu entfernen, durch diese Eingriffe wurde ihm leider das Augenlicht genommen. Er leidet an Epilepsie, deswegen muss er auch sehr starke Medikamente nehmen (die Namen weiss ich leider nicht) die bei ihm Halluzinationen auslösen und seit Kurzem kann er auch kaum noch gehen, weil sein Knie so schmerzt (kann es auch nicht durchstrecken) vermutlich im Zusammenhang mit einem entzündeten Zehennagel durch mangelnde Pflege (könnte sein, dass die Entzündung jetzt auch das überbelastete Knie angegriffen hat, oder?). Die Ärzte meinen, mann müsse dies operieren aber da er allgemein sehr schwach ist, möchte man nicht noch mehr Belastung erzeugen durch die Nachfolgen des Eingriffes. Er war eigentlich immer ein Stehauf-Männchen aber langsam aber sicher ist er psychisch nicht mehr besonders stabil. Deswegen wende ich mich auch an euch:


    Habt ihr Erfahrung mit solchen Situationen oder besser ausgedrückt: Habt ihr eine Idee was man unternehmen könnte um diese Leiden zumindest ein wenig zu lindern und zugleich eventuell ein bisschen Routine in den sonst langweiligen und einsamen Alltag zu bringen? Irgendwelche Beschäftigung?


    Es gibt angeblich in der Nähe des Heims einen Klangtherapeuten, ich habe allerdings keinerlei Ahnung was diese Behandlung bringen könnte. ??? Oder meint ihr, dass eine Art Selbsthilfegruppe etwas bringen könnte? Ich habe bereits vorgeschlagen einmal bei der lokalen Kirche nachzusehen, da solche Gruppen sich oft in Kirchen treffen, da meinte mein Vater aber, dass mein Onkel kein besonders überzeugter Kirchgänger sei und dies vielleicht nicht angebracht wäre. Das Heim wo er untergebracht ist, ist ja eigentlich ein Behinderten-Heim.. Wir dachten auch schon, dass es vielleicht an der Zeit ist, dass er in ein Pflegeheim überwiesen wird..


    So mein Roman ist fürs Erste beendet. Ich bin über jede Idee, jeden Gedanken und jeden Tipp unheimlich froh!


    Liebe Grüsse

  • 6 Antworten

    Die Idee mit dem Klangtheraupeuten finde ich sehr gut. Vielleicht wäre ja auch ein Musikinstrument eine Möglichkeit?

    Vielleicht gäbs da was mit Tieren? Kenn mich diesbezüglich zwar nicht aus, hab aber schon im Fernsehen gesehen dass Therapeuten (oder auch Ehrenamtliche?) mit besonders lieben Hunden ins Heim kommen. Da darf dann gestreichelt und gespielt werden. Nur mal so als Idee. Vielleicht liese sich da ja was anleiern. ":/


    Alles Gute für deinen Onkel! @:)

    Zitat

    Habt ihr eine Idee was man unternehmen könnte um diese Leiden zumindest ein wenig zu lindern und zugleich eventuell ein bisschen Routine in den sonst langweiligen und einsamen Alltag zu bringen?

    Man könnte (und sollte) ihn fragen, was er machen möchte. Aufgrund seiner vielen gesundheitlichen Probleme muss er sich ständig behandeln lassen. Deshalb wäre es gut, wenn er auch mal handeln könnte, d.h. sich selbst überlegen, was er noch machen möchte.


    Wenn es Menschen gibt, die ihn als Gesprächspartner schätzen, wäre es schön, wenn diese Menschen ihn besuchen würden. Auch so würde er einmal für einen Moment aus seiner Rolle als Hilfsbedürftiger herauskommen, der immer nur Hilfe annehmen muss, aber niemals etwas geben kann.


    Ich würde annehmen, Dein Onkel muss soviel therapeutische Maßnahmen mitmachen, dass er davon die Nase voll hat. Deshalb würde ich auch von Vorschlägen wie Klangtherapie oder Selbsthilfegruppe abraten.


    Ich weiß nicht, ob Du ein besonderes Verhältnis zu Deinem Onkel hast. Aber ich würde mal sagen, normalerweise ist man als Nichte so weit weg von seinem Onkel, dass man sich darum nicht so einen Kopf machen sollte. @:)

    Zitat

    da meinte mein Vater aber, dass mein Onkel kein besonders überzeugter Kirchgänger sei und dies vielleicht nicht angebracht wäre.

    Auch ich habe einen gesunden Abstand zur Kirche. Aber sie hat Aufethaltsräume und ist Träger von musikalischer Kultur und sozialen Initiativen. Jedenfalls die evangelische Kirche habe ich so kennengelernt, dass man da ein Chorprojekt mitmachen kann, ohne gleich beitreten zu müssen.


    Ach ja, ein Fastenseminar habe ich auch schon in Kirchenräumen mitgemacht.


    Du schreibst eigentlich nichts Positives über deinen Onkel. Was er vor seiner Krankheit gemacht hat, was ihm Freude machen könnte. Blind und behindert ist schon sehr wenig.

    Du könntest beim Blindenverein recherchieren. www.dbsv.org


    Es gibt Zeitungsartikel in hörbarer Form (früher CDs, heute weiss ich nicht) und je nach regionaler Aktivität machen die auch gemeinsame Ausflüge. Als (schonende) sportliche Aktivität fällt mir das Tandemfahren ein.