• Sex-Tabu bei Leuten mit Behinderung, stimmt das?

    Hallo erste mal ich selber habe ein Handycap und komme damit seehr gut zurecht in mein Leben Ich bin Spastikerin mit eine Hüftplasi beider seiten sind sehen verkürtzt. Ich bekomme immer zu hören ich soll nicht mit anderen Sex haben wollte mal eure meinung zu der sache hören und würde mich auch seehr gerne drüber austauschen wollen wie ihr die sache…
  • 65 Antworten

    Also irgendwie scheints mir, als würden hier Aussagen missverstanden werden von der TE.


    Wenn Ärtze sowas sagen, dann hat das bestimmt einen Grund und das soll ja dann nicht heißen, dass Leute mit Behinderung automatisch gleich Sexverbot haben. Ich denk nicht, dass die Aussage von den Ärzten so gemeint war!

    Ich hab auch das Gefühl sie hat das falsch verstanden und wenn mir sowas gesagt werden würde, dann würde ich auch den Grund wissen wollen und den Arzt danach fragen... ":/

    Genau das meine ich ja. Aber bin mal gespannt ob meine Frage von der TE noch beantwortet wird.


    Hätte es nen "nicht medizinischen" Grund... dann hätte ich ihn angelächelt und gesagt "das geht sie einen Sch**** an" ;-)


    Denn es stimmt, ein Sexualleben kann kein Arzt verbieten, warum sollte er auch?

    das frage ich mich auch mansches mal warum solten sie es aber das haben sie schon oft mal über die Lippen gebracht so was und bei vielen ist es eben noch ein tapu so wie Beispiels weise in Heime leider

    @ spielmaus 86

    Lebst du in einem Behindertenheim ? Oder bist in einem Aufgewachsen ? Und dort kamen diese Aussagen von den Ärzten ? - Ja, Sex bei bzw unter Behinderten ist leider auch heutzutage noch ein Tabu :-(


    Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese Einstellung in Ordnung ist !


    Wenn diese Aussage, du sollst auf Sex verzichten, von einer Nonne oder einer "alten Oma" käme, würde ich denken, sie weiß es nicht besser. Aber Ärzte ???


    Und verheiratet bist du auch noch, also alles sogar moralisch in Ordnung ]:D


    Bliebe höchstens die Frage, ob du deine Behinderung vererben kannst - aber dann müsste die Aussage heißen "schaffen Sie sich kein Kind an " und nicht "verzichten Sie auf Sex"

    TE: Also ich kann auch nicht verstehen, warum Euch der Sex verboten wurde. Einleuchtend wäre es, wie schon mehrfach geschrieben, nur wegen der Vermehrung ]:D


    Aber ich habe dazu auch mal eine Frage, die mich schonmal interessieren würde.


    Ich habe mal gehört das Schwerbehinderte sozusagen "ruhiggestellt" werden, damit sie keinen Sexualtrieb haben. Meine Freundin hat ein Down-Syndrom-Kind und auch ihr wurde nahegelegt, das die Kleine niemals Sex haben sollte. Klar, aufgrund einer eventuellen Schwangerschaft, soweit ist das einleuchtend. Ebenso kam der Kommentar das die Kleine ev. sogar wie "zwangssterilisiert" werden könne... ":/


    Aber in unserem Haus wohnen 3 geistig Behinderte, werden solche Menschen dann sozusagen "ruhiggestellt", damit sie schon nicht das Verlangen nach Sex haben? ":/

    Auch von mir die Frage: WARUM sollt ihr keinen Sex haben? Was sagen die Ärzte ganz genau?


    Ich könnte mir vorstellen, daß sie es wegen der Hüfte für weniger gut halten. Ich selber habe jedenfalls Probleme mit der Wirbelsäule und irgendwann wird es meistens schmerzhaft (Halswirbelsäule oder Hüftgelenke). Naja, dann muß man halt die Stellung wechseln... ;-)


    Vielleicht haben die Ärzte da einfach wenig Phantasie?


    Oder begründen sie es gar nicht?


    Dann wäre es ja wirklich bloß Quatsch. Kenne das aus Altenheimen (und DA kann ja nun wirklich niemand schwanger werden).

    @ dienana01

    Seit 1992 darf man geistig Behinderte nicht mehr so ohne weiteres sterilisieren (ich kann jetzt keine Quelle nennen, dieser Doof-PC erlaubt mir nicht copy&paste) und schon gar nicht, wenn sie minderjährig sind. Klar ist es noch erlaubt, aber nicht einfach, weil die Eltern sagen "wir wollen das so"


    Es gibt heutzutage sogar Heime, in denen geistig Behinderte zusammen mit einem Partner in einer kleinen Wohnung leben können - halt mit Betreuung. Die Zeiten ändern sich - gottseidank.


    (Sagt jemandem der Name Bobby Brederlow etwas ?)


    Wenn ein Arzt die Empfehlung ausspricht, keinen Sex zu haben, sollte er dafür einen Grund haben. Den nennt er dann bitte der/dem Betrfoffenen und diese(r) entscheidet, ob sie /er der Empfehlung folgt. So einfach ist das, das hängt nicht davon ab, ob eine Behinderung vorliegt oder nicht. Einzige Ausnahme: wenn die/der Betroffene nicht in der Lage ist, die Problematik zu verstehen, also z.B. geistig verwirrt ist, entscheidet eine Betreuerin/ein Betreuer (vom Gericht bestellt).


    Wenn mir z.B. ein Arzt sagt, ich solle nicht mehr Skilaufen, weil sonst ,ein Knie Schaden nehmen könnte, entscheide ich immer noch selbst, ob ich noch Skilaufe. Und wenn ich mich dann dafür entscheide, erwarte ich vom Arzt, dass er mir Tipps gibt, wie ich mein Risiko minimieren kann, alles natürlich auf meine eigene Verantwortung! Genauso verhält es sich beim Sex.

    hallo ihr lieben ich wahr lange nicht mähr hir gewesen wegen denn tabu meintetn sie auch auf die kräfte bezogen aber ich mach so woeso sex auch wenn sie es mir verbieten denn ich sage mir das muaa ixch auch enscheiden ob ich es kann oder nicht kann so den ich.Habe ja auch chemo bekommen wegen meinen Krebs und jetzt habe ich keine chemo denke das dass alles mit zusammen Hängt.

    Hallo,


    Ich bin seit 13 Jahren psychisch/ geistig Behindert und ich habe Krankenpflege vorher


    gerlernt und auch in diesen Beruf gearbeitet.


    Sexualität und Behinderung ist immer noch ein Tabu. Behinderte sind in den Augen


    vieler doch wie kleine Kinder: Also ohne Sexualität. Das Glauben heute noch viele Menschen.


    Deshalb ist es in Krankenhäuser, Einrichtungen, Kliniken und Wohnheime immer noch ein Tabu Thema. Wer Mitleid bekommt braucht keine körperliche Liebe. So denken viele.


    Es gibt viele Pflegekräfte, die nicht damit umgehen können, wennn der Patient beim


    waschen oder wickeln eine Erektion bekommt. Diesen Spaß am Leben dürfen nur Erwachsene haben und Behinderte sind dazu nicht fähig. Wie Kinder eben auch. Wer Hilfe braucht ist auch hilflos wie ein kleines Kind oder soll es sein. So denken viele. Auch die Helfer.


    Auch hat dieses etwas mit Macht zu tun, wer Hilfe braucht ist " macht – los ".


    Deshalb sollen Behinderte keinen Sex haben, kein Alkohol trinken, nicht Rauchen......


    Außerdem haben viele Angst bei diesen Thema: Behinderung und Schwangerschaft wurde schon gennant. Viele denken jede Behinderung vererbt sich. Das kommt noch von den Naziss. Viele wissen gar nicht, das es Mutter Kind Häuser für Behinderte gibt.


    Eine andere Angst ist die Verletzung der Aufsichts und Fürsorgepflicht und der


    Gedanke an sexuellen Missbrauch von Helfenden. Hier liegt klar ein Defizit bei den


    Helfern und der Ausbildung. Es wird einfach nicht zum Thema gemacht oder gesagt


    wegen den Medikamenten oder der Defizite des Behinderten ist eine Sexualität nicht möglich.


    Es ist auch kaum bekannt, das es extra Sexualbegleitung für Behinderte gibt.


    Klar ist es die Aufgabe von Helfenden für sicheren Sex zu Sorgen,


    doch sollte es nicht wegen Ängste, Vorurteile und Unwissenheit zum Tabu gemacht werden.


    Viele Helfende können bei diesen Thema auch nicht mehr Privat und Beruf trennen.


    Sie fühlen sich persönlich angesprochen, wenn der Wunsch nach Sexualität manchmal auch spontan zum Thema wird.


    Ich war in den letzten Jahren mit zwei Frauen zusammen und mit einer Verheiratet.


    Natürlich können Beziehungen scheitern, auch wegen einer Erkrankung / Behinderung,


    aber haben gesunde Menschen nicht das gleiche Risiko?


    Alles Gute


    Dante

    Ich bin 21,meine Freundin ist 17...


    Sie sitzt im Rolli mit einer inkompl. Queerschnittslähmung sonst aber fit.Wir sind seid mehr als 1 Jahr ein paar und hatten vor einiugen Monaten unser erstes mal zusammen.Ich bin ihr erster Freund,meinerseits habe ich schon Erfahrungen im sexuellen Bereich mit "normalen" Frauen gesammelt.


    Der Sex ist wundervoll,wir haben keinerlei Probleme auch wenn ich immer etwas "helfen" muss um die richtige Position zu finden.


    Doch wenn man sich liebt und auf den anderen eingeht klappt das alles! Ich könnte mir keine bessere Freundin als Sie vorstellen :)^


    Für mich ist es kein Tabu und auch mein Umfeld hat dies akzeptiert.

    Hallo,


    ich habe jetzt viel gelesen von Behinderungen wie Querschnittslähmung, Spastiken, u.s.w.


    Ich bin in einem Single-Chat auf den Namen rolliraser aufmerksam geworden. Eigentlich wollte ich nur wissen, was sich dahinter verbirgt. Um die Behinderung mal in kurzer Form zu beschreiben, benötige ich nur die komplizierten Fachbegriffe: Tetraparese, Dystonie, neonatale Hyperbilirubinämie. Diese begriffe beschreiben schon den großten Teil der Behinderung. Hinzu kommt noch eine Sprachbehinderung.


    Er ist so stark behindert, dass er sich selber nicht versorgen kann. Aber er wollte so selbstständig sein, dass er in einer eigenen Wohnung lebt, mit einem Pflegedienst, der 3 mal täglich vorbei kommt alles erledigt und zusätzlich ist noch ein Bereitschaftsdienst vor Ort, wenn mal akut Hilfe benötigt wird. (Toilettengänge, Durst, etc.)


    Durch viele Gespräche und seine unbarmherzige ;-) Offenheit, habe ich mich irgendwann in ihn verliebt. Leider weiß ich auch, dass ich diese Liebe nicht 100 %ig leben kann. Ich bin getrenntlebend und habe zwei Kinder, die schon sehr viel von mir abverlangen.


    Er sagte mir, dass er Verständnis dafür hat und ihm auch reichen würde, wenn wir ab und zu mal Zärtlichkeiten austauschen würden. (Sprich: Sex haben) Als Behinderter hat er ja kaum die Möglichkeit die Sexualität auszuleben.


    Da ich ihn wirklich sehr mag und auch seine Zärtlichkeiten geniesse, würde ich gerne mit ihm intim werden. Habe aber Angst davor, weil ich nicht weiß, wie lange ich das durchstehe. Ich liebe ihn von seiner ganzen Art her, seine Offenheit, seine Ehrlichkeit, die guten Gespräche, (die wir trotz seiner Sprachbehinderung führen,) einfach ihn als Mensch.


    Gibt es hier jemanden, der mir Tipps geben kann, wie ich mich verhalten soll? Wer hat schon Erfahrung bei der Sexualität zwischen Nichtbehinderten und Schwerst körperlich behinderten Menschen?


    Ich weiß, dass ich ihn irgendwann verletzen werde und dass meine Liebe zu ihm nicht alle Brücken überwinden kann. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber wie soll ich mich verhalten? Sollen wir unsere Liebe ausleben, solange es geht, oder gibt es Gründe, es lieber nicht zu tun? Ich bin ein wenig verzweifelt.


    Vielleicht kann sich ja jemand auf diesen Beitrag melden...

    Nun es muß halt passen, ein Bekannter von mir hat nur eine Hand und seine Freundin ist Beinamputiert (Knochenkrebs) - beide scheinen mir sehr glücklich zu sein. @:) :)_ @:)


    Zu einer Partnerschaft gehört auch Sex, also warum nicht ... ???


    LG :)D

    mein mann sitzt seit einem unfall im rolli (querschnitttslähmung).


    wir sind trotzdem sehr glücklich, und letzten november wurden wir eltern eines sohnes :-)


    glg