Spina bifida

    hallo forum user ich hoffe ihr könnt mir helfen............


    angefangen hat es damit, das ich kein wasser lassen konnte bin dann zun urologen der hat eine neurogene blasenentleerungsstörung festgestellt (folge wa das ich mich selbst katetheriesien soll)......... der schickte mich dann zum neurochirugen


    ich also hin und nach gefühlten hundert untersuchungen kam der auf spina bifida (offener rücken) mit dem zum glück einzigen nachteil die blasen störung....


    (hatte auch ein shunt ist aber wieder draussen)


    nun die frage wieviel prozent würde dann auf meinem behindertenausweis stehen und was für vergünstigungen gibt es dann


    weil ehrlich trau ich mich noch nicht zum amt zu gehen und ihn zu beantragen deswegen dachte ich frag doch einfach mal hier an;)


    danke und gruß kompany007

  • 10 Antworten

    Meine Freundin hat auch Spina Bifida und hat 100% mit B und G als Merkzeichen.


    Sie ist Fussgängerin und hat ausserdem nen Mainz Pouch

    Hallo kompany007,


    also ich finde den Vergleich von Dominik Weber mit seiner Freundin (100 %, B und G) ein wenig sehr hoch gegriffen.


    Wenn ich es richtig verstehe, dann hast Du aktuell nur das Problem mit der Blase und sonst nichts oder? Hast Du Gehstörungen?


    Das mit Deiner Blase ist schon scheisse, dass will ich auch gar nicht beschönigen, habe selber inkomplette QS und massiven Blasenproblemen.


    Also ich würde einmal so grob schätzen, dass Du bei einem Grad der Behinderung von etwa 70 % liegen würdest.


    Ein guter Freund von mir hat MS und auch "nur" Blasenprobleme. Er kam ebenfalls auf die von mir genannten 70 %.


    Was für Vorteile hast DU? Also das was mir jetzt spontan so einfällt, dass wäre der Steuerfreibetrag. Am Besten einmal danach googeln und Du erfährst die aktuelle Höhe.


    Ansonsten weiss ich aus eigener Erfahrung nur, dass die Merkzeichen die meisten Vergünstigungen bringen (habe selbst 100%, G,aG und B).


    LG


    Garou78

    richtig ich hab nur das blasen problem und als resultat das katheterisieren


    ist man ab 70% denn schon schwerbehindert????


    danke Garou78 für die antwort hoffe du kannst mir die andere auch noch beantworten........


    mfg kompany007

    Hallo kompany007,


    natürlich bist Du mit 70 % schon schwerbehindert. Den Status eines "Schwerbehinderten" erhälst, sobald Du die Grenze von 50 % überschreitest. Auch einen Schwerbehindertenausweis würdest Du dann bekommen. Damit kannst Du z.B. gewisse Vergünstigungen in Anspruch nehmen. An manchen kinos kannst Du damit z.B. eine günstigere Karte bekommen oder kommst billiger ins Schwimmbad.


    Ich bin z.B. letztends mit meinem Ausweis für 5 € in Berlin in den Gropius-Passagen ins Kino gekommen.


    Aber etwas wichtigstes ist auch, dass Dir ab 50 % = 5 Tage mehr Urlaub im Jahr zustehen. Außerdem muss im Falle einer Kündigung das Integrationsamt zustimmen, damit die Kündigung wirksam wird.


    Es gibt viele verschiedene Meinung zum Thema "Schwerbehinderung beantragen oder nicht!" Ich persönlich bin absolut dafür. Google einfach ein wenig und entscheide Dich dann so, wie Du denkst das es das Beste für Dich ist.


    Wenn Du noch weitere Fragen, frag einfach........


    LG


    Garou78

    naja mir ging es halt darum "einfacher" eine ausbildung zu bekommen weil halt viele öffentliche einrichtungen in die stellenauschreibung reinschreiben schwerbehinderte bevorzugt...............


    werd nochma inmich gehen und dann entscheiden;)


    danke erstma und sonst frag ich einfach noch ma


    mfg kompany007

    Hallo Kompany,


    ich bin die Freundin von Dominik Weber.


    Ich habe wie er schon schrieb auch Spina bifdia. Ich hab aber leider nicht nur Blasen- und Darmprobs sondern auch noch Probleme mit dem Rücken und nen Hydrocephalus.


    Der Satz in den Stellenausschreibungen, dass Behinderte bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt werden ist meist nur ein Alibi damit sie sagen können wir geben jedem eine Chance. Aber aus eigener Erfahrung (ich bin momentan auf Stellensuche) kannst dich auf diesen Satz absolut NICHT verlassen. Ich habe bisher nur absagen bekommen und nicht mal ein Vorstellungsspräch. Und das obwohl mich meine Behinderung nicht bei der Arbeit (ich bewerbe mich nur auf Bürotätigkeiten) beeinträchtigt.


    Als ich 1992/93 einen Ausbildungsplatz gesucht habe da war es auch sehr sehr schwer und ich bekam nur mit gaaaaaanz viel Glück meinen damaligen Ausbildungsplatz im öffentlichen Dienst. Hätte sehr gern was anderes gemacht weil ich eigentlich nicht in den öffentlichen Dienst wollte. Aber ich bekam nix anderes.


    Ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen, aber wie gesagt auf den von der aufgeführten Satz in den Ausschreibungen, würde mich nicht zu sehr verlassen!! Ich bin nun seit 1994 Berufstätig und weiß dass die Arbeitgeber das reinschreiben müssen aber dies zu 99% nur als Alibi. Wenn die wollen finden die immer einen Grund warum ein "Nichtbehinderter" besser geeignet ist ohne zuzugeben, dass es nur an der Behinderung liegt.

    Hallo Sabine,


    ich denke deine Ansicht, dass viele Arbeitgeber nur so sagen, dass Sie dir eine Chance geben kann man nicht auf alle beziehen.


    Ich arbeite seit fast 4 Jahren in der Kommunikationsbranche und auch in der Stellenanzeige hieß es, dass Schwerbehinderte bevorzugt werden.


    Bei mir hat man gleich gesagt, dass es vollkommen egal sei wie man ist. Das Auftreten und die Person selber ist doch wichtiger. Mittlerweile arbeiten noch 4 andere Behinderte im Unternehmen und keiner wird ausgegrenzt.

    Hallo Summerangel,


    das ist nicht nur meine Ansicht sondern ich kenn noch einige Behinderte die das genauso sehen.


    Die AG lesen "Behindert" und schon biste im Topf drin. Anstatt das sie einen einladen und sich ein Bild machen. Ich weiß das auch von meiner Arbeit selber (ich arbeite bei der Agentur für Arbeit) dass viele Arbeitgeber diesen Satz nur als Alibi reinschreiben.


    Wenn das bei dir anders ist dann hast du einfach Glück gehabt.


    Mir selber sieht man beine Behinderung (Spina bifida) nicht gleich an und vorallem bin ich davon bei meiner Arbeit absolut nicht beeinträchtigt und mach meine Arbeit genauso gut wie andere und zum Teil noch besser (was man in meiner Beurteilung auch schwarz auf weiß sehen kann). aber das juckt die Arbeitgeber net.


    Viele haben garnicht die Zeit sich mit einem Schwerbehinderten abzugeben. Die meinem die brauchen für alles mehr Zeit usw. Das ist aber wirklich nicht immer der Fall.


    Also ich mach mir da keine falsche Hoffnungen mehr, dass wir Behinderte bei Stellen bessere Chancen haben als Nichtbehinderte. Ich bin aus eigenener Erfahrung einfach der Meinung das dieser Satz einfach nur Alibi ist.


    Das ist meine Meinung und das sehen auch viele die ich kenne so. Auch Nichtbehinderte Bekannte bestätigen mir meine Meinung.

    Hi.


    summerangel82, da hast du glück gehabt eine solche Firma zu finden. Leider sind solche Firmen aber tatsächlich selten.


    Sabine Schwartzkopff hat da leider recht, solche Sätze sind nur deshalb in den Stellenbeschreibungen, weil sie gesetzlich dazu "angeregt" werden. Selbst die Vorgabe, Behinderte bei gleicher Eignung den Nichtbehinderten vor zu ziehen, ist nur rein theoretisch. In der Praxis sieht es anders aus, da gibt es genug persönliche Erfahrungen von Betroffenen als auch entsprechende Statistiken.


    Meine persönlichen Erfahrungen, gibt man die Behinderung in der Bewerbung an: Keine Chance.


    Lässt man sie weg, wird man zum Gespräche eingeladen. Leider erlebt man aber auch dann noch so manche unschöne Begegnung. Wobei die Leute heutzutage wohl vorsichtiger sein werden, was sie zu einem behinderten Bewerber sagen. Wegen weiteren Gesetzen.

    Hallo,


    Ich habe diesen etwas älteren Beitrag gefunden und möchte ihn aufgreifen, weil ich ein paar Fragen habe.


    Ich hab seit kurzem eine neue Freundin, die Spina Bifida hat. Obwohl wir uns erst kurz kennen mag ich sie sehr. Die Tatsache, dass sie im Rollstuhl sitzt, oder Krücken braucht zum gehen, spielen dabei keine Rolle für mich. Ich würde allerdings gerne mehr über ihre Behinderung erfahren, habe aber ehrlich gesagt noch etwas Vorbehalte sie so komplett auszufragen.


    So wie sie mir das erklärt hat, spürt sie etwa ab der Mitte der Unterschenkel nichts mehr. So wie ich das verstanden habe, ist die Höhe der Rückenmarksschädigung relevant, oder? Kann man dann z.B. sagen, dass sie keine Probleme mit der Blase oder so hat, weil die Lähmung in ihren Beinen ja erst viel weiter unten ist? Sie geht eigentlich ganz normal auf Toilette, aber das ist so ein Thema wo ich mich nicht traue sie zu fragen, weil es ihr vielleicht unangenehm sein könne.


    Was mich auch interessieren würde, wäre die Frage nach Hydrocephalus. Hat das automatisch jeder, der Spina Bifida hat?


    Hoffe meine Fragen sind OK und es würde mich echt freuen, wenn mir die jemand beantworten würde.


    Ja und ich weiß . . . ich sollte meine Freundin fragen, aber ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, dass ihre Behinderung irgendwie im Mittelpunkt stehen würde, denn es ist mir eigentlich egal und ich mag sie wirklich sehr! :)_