Was bringt Gleichstellung bei der Jobsuche?

    Hallo,


    ich mache aktuell eine berufliche Reha und man hat mir geraten, mit meinem GdB von 30% eine Gleichstellung zu beantragen.


    Ein paar der Kursteilnehmer raten mir davon allerdings ab, mit der Erklärung dass die bei der Jobsuche eher hinderlich wäre, wenn man sich in der freien Wirtschaft bewerben muss. Die wäre nur gut, wenn man versucht in die Verwaltungen von Bund, Länder und Gemeinden oder sozialen Einrichtungen reinzukommen.


    Ich will mich da nicht auf einen bestimmten Bereich bei der Jobsuche beschränken und alle Chancen nutzen die ich habe.


    Was bringt mir die Gleichstellung bei der Jobsuche also tatsächlich? Machen oder lieber bleiben lassen?


    Gruß

  • 11 Antworten

    Bringt dir ehrlich gesagt in Firmen die nicht eine gewissen Behindertenquote erreichen will, wenig.


    Es wird nach Qualifikationen ausgewählt.


    Allerdings kann man die Gleichstellung nach Anstellung erst angeben. Dann hat man Vorteile. Bedenke aber: in die Probezeit gibt es keine Vorteile. Es greift erst nach 6 Monaten.

    Steuerliche Vorteile und besserer Kündigungsschutz. Allerdings erst nach Ablauf der Probezeit.


    Ich habe einen GdB von 30 plus Gleichstellung; habe das aber nur ein einziges Mal in einem Bewerbungsschreiben angegeben. Ansonsten erst im Gespräch, wenn es gut und nett verlief.

    Streuererleichterungen nur für ...


    ... behinderte Menschen mit einem GdB von mindestens 25,


    denen wegen der Behinderung nach gesetzlichen Vorschriften Renten oder andere laufende Bezüge zustehen,


    oder


    wenn die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat bzw. auf einer typischen Berufskrankheit beruht.

    Jedenfalls trifft das kategorische "gibts nicht" nicht ganz zu.


    Die Frage war ursprünglich, was sich durch die Gleichstellung ändert, und in Bezug auf die steuerliche Behandlung jedenfalls nichts.

    Gleichstellung bringt halt etwas, wenn man bspw. häufiger zum Arzt, Physiotherapie etc. muss. Dann darf (theoretisch) der Arbeitgeber dies nicht verweigern. Aber die Frage ist halt, ob man es ausreizen sollte. Es kann halt evtl. hilfreich sein.


    Ansonsten bringt die Gleichstellung besseren Kündigungsschutz - aber erst nach der Probezeit.


    Ich bin gleichgestellt und habe da bislang keine Vorteile gesehen (GdB 40; Einschränkung körperl. Beweglichkeit).