Me-in-Chains, die TE hat ja bereits im Eröffnungsbeitrag mehrere Sachen aufgezählt. Von einer chronischen und/oder schwerwiegenden Erkrankung kann ich dort beim besten Willen nichts finden. Und wie weit es um ihre Arbeitsmoral bestellt ist, sieht man allein daran, dass meint, sich in ein positives Licht rücken zu können, weil sie verkatert und mit Restalkohol im Blut in der Praxis erschienen ist. Ich denke, das ist schon recht aussagekräftig... :-/

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    Wenn ich aber mit Patienten arbeite, nicht ständig Nase putzen bzw. Hände waschen kann – oder nicht assistieren kann

    Also sorry, in jeder guten Arztpraxis hängt an jeder Ecke ein Desinfektionsmittelspender. Und wenn ich krank bin, dann steck ich mir halt ein Fläschen Desi in die Kitteltasche. Noch dazu arbeiten Zahnärzte eh die ganze Zeit mit Mundschutz...durch den futtern sich die Bakterien ja nicht durch. Und wenn es wirklich so schlimm ist, dass sie nicht assestieren kann, dann kann sie bestimmt an die Rezeption, Telefondienst machen, oder sonst was machen.

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    Ich kann bspw. mit Husten/Heiserkeit/Halsweh nicht voll arbeiten, da ich auf meine Stimme angewiesen bin

    Heißt das, du bist jedesmal krank, wenn dein Hals kratzt? Z.B Wenn du am Tag vorher feiern warst und am nächsten Tag heiser bist, dann gehst du nicht arbeiten? Wow :=o


    Ich hatte schon Lehrer und Dozenten, die mit kaum Stimme arbeiten gegangen sind. Es geht immer irgendwie. Also sowas lass ich mir ja bei ner Sängerin eingehen, oder bei nem Radiomoderator...aber sonst? ":/

    Ich finde (leider) auch das 45 Tage viel zu viel sind! :|N


    Ich hasse es, wenn ich ständig andere Kollegen vertreten muss, weil diese entweder richtig "blau machen" oder wegen nem Popel in der Nase zu Hause bleiben (oder ähnlich gute Gründe!!!) ........


    Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich die letzte die meckert wenn jemand wirklich einen anständigen Grund hat zu fehlen (z.b Magen-Darm-Virus, Grippe mit Fieber, Sterbefall in der Familie, Kind krank und niemand der aufpassen kann, Arzttermin der sich nicht aufschieben lässt, wirklich schwere Krankheiten ect....) aber bei sowas muss ich einfach nur den Kopf schütteln. Ich hatte die letzten 1,5 Jahre genau 2 Fehltage. Einmal bin ich umgekippt und beim 2. x habe ich nach ner Grippe Fieber bekommen (bei Fieber gehe ich dann nicht mehr). Klar gings mir auch mal nicht so gut, oder ich hatte Husten & Schnupfen, aber ich bin trotzdem arbeiten gegangen. Ich kann deinen Chef da schon verstehen! Du hast meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten:


    1) ein klärendes Gespräch, indem du deinem Chef mitteilst dass du die Ausbildung wirklich gerne weitermachen möchtest, dich künftig mehr anstrengst, dir die Arbeitsabläufe mal aufschreibst (um nicht zig mal nachfragen zu müssen), und du ihn bittest dir genau zu sagen was ihm positiv sowie negativ aufgefallen ist, woran du arbeiten könntest ect....... UND im Gegenzug dazu auch klarmachen das es nicht in Ordnung ist auf deine Fragen pampig zu reagieren. Du bist nunmal ein Azubi! Du KANNST also noch gar nicht alles wissen, das kann auch niemand von dir verlangen, sonst bräuchtest du gar keine Ausbildung machen. Sag ihm ruhig das dir das Gespräch schwer fällt, weil du oft das Gefühl hast es niemanden Recht zu machen, wobei du eigentlich einen guten Job machen willst. Vielleicht ist ihm das gar nicht so sehr bewusst bzw. du kommst nicht so engangiert rüber. Einen Versuch ist es wert, schlimmer gehts eh nimmer!


    2.) du kündigst! (Aber bitte such dir zuerst eine neue Lehrstelle/Alternative)


    Vielleicht geht es dir psychisch so schlecht, weil du solche Angst vor deinem Chef/Kollegen/blöden Sprüchen/niedergemacht zu werden hast, dass du dadurch wirklich "körperlich" krank wirst! Dann wäre es swieso besser sich einen anderen Job zu suchen!

    @ :) :)*

    @ Erdbeermond:

    Ich rede nicht von einem kleinen Halskratzen, sondern bspw. Kehlkopfreizung (die ich bei jeder Erkältung kriege und die schmerzhaft ist). Ich habe damit zwar schon Seminare gehalten (wobei 4stündige Seminare da auch an die Schmerzgrenze gehen). Aber wenn ich 7, 8, 9 Patienten habe, wird es teilweise schwierig. Ja, dann bleibe ich – wie alle Kollegen auch – zu Hause.


    Und: Ich passe allerdings auch mein Privatleben an. Wenn ich funktionieren muss, gibt's halt keine Party o.ä.


    Andererseits bin ich schon 4 Tage nach Knie-OP (mit 10 cm-Narbe) arbeiten gegangen. Reichlich dämlich, weil's nur Komplikationen mit sich gebracht hat.


    Finde es immer schade, dass manche Leute nicht verstehen, dass andere Personen nun mal häufiger krank sind. Freut Euch, wenn Ihr nur 2 Fehltage habt – aber was würdet Ihr machen, wenn Ihr öfter krank wärt?

    Sunflower

    Aber da sieht man doch, wie man differenzieren muss. Es ist etwas anderes, wenn da eine Kehlkopfreizung mit im Spiel ist. Sowas hatte ich zum Beispiel noch nie. Wenn ich heiser bin, dann kling ich wie Bonnie Tyler nach ner Schachtel Zigarren, aber weh tut da gar nix. Ergo kann ich auch arbeiten gehen. Das ist ja aber eine komplett andere Heiserkeit als deine.

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    Finde es immer schade, dass manche Leute nicht verstehen, dass andere Personen nun mal häufiger krank sind.

    Ich verstehe das sehr wohl. Aber für mich gibt es einen Unterschied zwischen krank und "krank". Wenn jemand richtig krank ist, dann befürworte ich es, wenn er zu Hause bleibt und sich auskuriert. Aber manche Leute bleiben wegen Dingen zu Hause, wo ich nur mit dem Kopf schütteln kann.

    Naja, also wie gesagt, mit ein bisschen Schnupfen kann ich mich sehr wohl in ein Klassenzimmer setzen und zuhören. Wo da jeder seine persönliche Schmerzgrenze hat, weiß ich nicht. Aber ich sehs allein schon in meiner Ausbildung. Es gibt Leute, die ham nach einem halben Jahr bereits Attestpflicht, weil sie so oft einzelne Tage gefehlt haben (tw. 26) und an diesen Tagen seltsamerweise den ganzen Tag bei Facebook anzutreffen waren. Oder wenn jemand vom Unterricht heimgeht, das dann aber noch schön im Internet posten kann....Da frag ich mich schon, ob die wirklich krank sind. Oder (und das ist das beste) krank machen, weil man 3 Tage ins Wellnesshotel fährt. Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.


    Und ja, da finde ich es in einem gewissen Grad auch unfair. Ich sitze da auch 8 Stunden lang drin, langweile mich zu Tode und geh auch nicht einfach heim...

    Naja, aber dann wirst du da ja auch nur krank machen wenn du wirklich krank bist (vermute ich mal). Bei mir gab es auch schon Situationen, wo ich einfach nicht arbeiten konnte (massives HWS- und LWS-Syndrom und dann 8 Stunden lang rumrennen geht net). Aber es gibt auch "Krankheitsbilder", da geht das.


    Vielleicht sollten wir statt krank einfach mal den Begriff arbeitsunfähig verwenden. Wenn ich so krank bin, dass ich nicht arbeiten kann, dann muss ich daheim bleiben. Wenn ich zwar krank bin, aber arbeitsfähig, dann hab ich in der Arbeit auch zu erscheinen.