Ärztliche Vermittlungsstelle- wisst ihr mehr?

    Ich hab erst in 2 Wochen einen Termin beim Neurologen. Ich hab 2 Überweisungen von 2 verschiedenen Ärzten mit 2 unterschiedlichen Diagnosen für Neurologen. Einmal Überforderungssyndrom. Einmal zur Abklärung von Krankheiten, die das ZNS betreffen (ich habe unabhängig davon unklare Symptome, die sowohl für eine Krankheit als auch für die Psyche sprechen könnten).

    Das mit den Überweisungen war so gewollt, weil ich befürchtet habe, dass sich der eine Neurologe vorschnell auf das Überforderungssyndrom festschießt und mich dann nicht mehr ins MRT schickt.


    Termin 1 beim Neurologen bezüglich Überforderungssymptom ist in 2 Wochen.


    Termin 2 gibt es noch nicht. Die Internistin hat mir gesagt, ich könnte die 116117 anrufen und bekäme dann eher einen Termin. Nun habe ich aber im Internet gelesen, dass ich dafür einen Code brauche. Den hab ich aber nicht.


    Wie läuft das, wenn man dort anruft?

    Und bekomme ich Ärger, wenn ich mir bei der Vermittlungsstelle einen Termin mache, damit ich eher dran komme und in 2 Wochen trotzdem den Neurotermin bei Neurologe 1 habe?


    Ich erhoffe mir davon a.) eine umfangreichere Diagnose und b.) einen noch eheren Termin, denn mein Leidensdruck ist groß.

  • 46 Antworten

    Also ob das über die 116117 klappt, weiß ich nicht. Eigentlich ist das der ärztliche Bereitschaftsdienst. Die schicken dir halt jemand nach Hause, wenn du Beschwerden hast, aber kein Notfall bist. Wobei die auch nicht unbedingt kommen, wenn es nicht super dringend ist.


    Du könntest allerdings bei deiner Krankenkasse anrufen. Das geht zumindest, wenn du partout keinen Termin bekommst. Aber du musst denen ja auch nicht auf die Nase binden, dass du schon einen hast. Die vermitteln dir dann einen Arzt und einen Termin. Ob das schneller geht als 2 Wochen, kannst du nur ausprobieren. Vielleicht hast du ja Glück.


    Und ich würde den Überweisungsschein mit dem Überforderungssyndrom gar nicht erst abgeben, wenn du Bedenken hast, dass dich dann keiner ernst nimmt. Du hast doch noch den zweiten mit der handfesten Diagnose.


    Wenn du beide Termine wahrnehmen möchtest, sehe ich da kein Problem. Ich würde die dann nur, wenn es kurzfristig sein sollte, bei zwei getrennten Neurologen machen. Wenn dich Neurologe 1 jetzt auf die eine Diagnose hin behandelt, kommt es meines Erachtens seltsam rüber, wenn du dann für den 2. Termin beim selben Neurologen mit einem neuen Überweisungsschein, aber mit einer anderen Diagnose um die Ecke kommst.

    Wobei ich 2 Neurologen gleichzeitig auch merkwürdig finde. Ich würde einen Überweisungsschein beim Neurologen abgeben, die Tests abwarten und dann dort weitersehen. Die 2. Diagnose kann man dann doch immer noch in Angriff nehmen, wenn beim Neurologen nichts rauskommt.

    Lieben Dank.

    Das Problem ist, mein Leidensdruck ist hoch, sodass sich das alles extrem in die Länge zieht, wenn ich jetzt nur einen Neuro nehme.

    Neuro 1 ist der mit dem Überforderungssyndrom, bei dem ich deshalb schon war.

    Neuro 2 ist ein anderer, der ausführlich untersuchen soll.

    Ich dachte immer die 116117 ist die Nummer, bei der man einen zeitnahen Termin vermittelt bekommt, aber offenbar ist sie das nicht.

    Zitat

    Lieben Dank.

    Das Problem ist, mein Leidensdruck ist hoch, sodass sich das alles extrem in die Länge zieht, wenn ich jetzt nur einen Neuro nehme.

    Neuro 1 ist der mit dem Überforderungssyndrom, bei dem ich deshalb schon war.

    Neuro 2 ist ein anderer, der ausführlich untersuchen soll.

    Ja, kann ich verstehen.

    Aber wenn Neuro 2 jetzt tatsächlich was findet, ist die Diagnose Überforderungssyndrom doch hinfällig. Oder kann man das zusätzlich zu einer neurologischen Erkrankung haben?


    Trotzdem wäre es dann perspektivisch wichtig, dass Neuro 2 dann trotzdem irgendwann über das Überforderungssyndrom Bescheid weiß. Letztendlich behandelt er dich dann wegen einer neurologischen Erkrankung sowieso. Das Syndrom kann aber trotzdem eine Rolle spielen. Spätestens dann machen 2 Neurologen meines Erachtens keinen Sinn mehr.

    Zitat

    Ich dachte immer die 116117 ist die Nummer, bei der man einen zeitnahen Termin vermittelt bekommt, aber offenbar ist sie das nicht.

    Das ist im Prinzip wie bei der 112. Dort sitzt jemand, der deinen Anruf entgegennimmt. Im Gegensatz zur 112 sagt der dir unter Umständen, was du selbst machen sollst. Also zum Arzt gehen, hast du eventuell irgendwelche Tabletten schon im Haus, die helfen könnten.... Ich weiß aber nicht, ob da medizinisch geschultes Personal sitzt.

    Oder sie schicken dir den Arzt, der gerade Bereitschaft hat. Der ruft dann gegebenenfalls einen Rettungswagen, wenn er feststellt, dass du ein Notfall bist.

    Meines Erachtens ist die 116117 nur für Zeiten gedacht, in denen kein niedergelassener Arzt geöffnet hat und wenn du kein Notfall bist.


    Ehrlich gesagt, erschließt sich mir die Nummer so ganz auch nicht. Wenn du die 112 anrufst und die meinen, dass du kein Notfall bist, schicken die niemand. Scheint mir aber selten vorzukommen. Rufst du bei der 116117 an und die meinen, dass du noch selbst zum Arzt gehen könntest, kommt da auch keiner. Und wenn du dort beispielsweise samstags anrufst und die schätzen ein, dass der Arztbesuch auch noch bis Montag Zeit hat und du dann selbst zum Arzt gehen könntest, schicken die auch keinen.

    Das Einzige, was ich besser finde, ist, dass die - wenn es klappt - einen Arzt schicken. Rufst du die 112 an schicken die einen Rettungswagen mit 2 Sanitätern und nehmen dich mit ins Krankenhaus. Nur selten kommt da ein Arzt mit. Da juckelst du unter Umständen vom Krankenhaus aus wieder nach Hause, weil du stationär nicht aufgenommen werden musst.

    Zitat

    Ich dachte immer die 116117 ist die Nummer, bei der man einen zeitnahen Termin vermittelt bekommt, aber offenbar ist sie das nicht.

    Man kann aber auch direkt in der Praxis beim Termin mit dem Arzt reden. Manchmal sorgen die auch dafür, dass man bei einem Facharzt schnell einen Termin bekommt. Ob das nun dem anderen Arzt suggeriert, dass man ein Notfall ist oder nur daran liegt, dass die Ärzte nun Kollegen sind, kann ich nicht beurteilen.

    melb1985 schrieb:

    Meines Erachtens ist die 116117 nur für Zeiten gedacht, in denen kein niedergelassener Arzt geöffnet hat und wenn du kein Notfall bist.


    Ehrlich gesagt, erschließt sich mir die Nummer so ganz auch nicht. Wenn du die 112 anrufst und die meinen, dass du kein Notfall bist, schicken die niemand. Scheint mir aber selten vorzukommen. Rufst du bei der 116117 an und die meinen, dass du noch selbst zum Arzt gehen könntest, kommt da auch keiner.

    Bei uns in der Region war es früher üblich, dass die niedergelassenen Ärzte Bereitschaftsdienste angeboten haben - die standen dann im Mitteilungsblatt der Region. Da hat man dann die Nummer des jeweiligen Arztes angerufen. Stellenweise haben die dann den Pat. in die Praxis bestellt - oder sind zu Hausbesuchen gekommen >> für die Fälle - wenn der RTW/Notarzt nicht nötig gewesen sind > wobei die ggf. natürlich von dem Bereitschaftsarzt nachgefordert werden konnten.


    Jetzt ruft man die 116117 an. Dort sitzt dann eben jemand, der entscheidet,ob es reicht, dass der Bereitschaftsarzt kommt - denn den gibt es immer noch (nur weiß man vorher nicht, wer das ist), ob ein RTW kommen soll oder ggf. sogar der Notarzt.



    Was die TE vermutlich meint - ist die Terminvermittlungsstelle der Krankenkassen.

    Nur da bezweifle ich, dass die es möglich machen, einen Termin vom Neuro - die es ja nicht unbedingt wie Sand am Meer gibt - innerhalb von 14 Tagen zu organsieren.

    Die 116117 ist die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und abends und am Wochenende, wenn Praxen regulär eben nicht geöffnet haben, die Stelle, die man anruft, wenn man meint, dass man einen ärztlichen Rat, ggf.auch eine Untersuchung braucht und einem die jeweilige Anlaufstelle nennen kann. Nicht jeder hat die Möglichkeit, im Internet nachzugucken. Teilweise geben die am Telefon halt auch schon Tipps, was man in einem akuten Fall tun kann/sollte (z.B.ein Tuch auf eine stark blutende Wunde drücken, in eindeutig schlimmen Fällen einen Rettungswagen rufen). Aber nicht alles, was am Wochenende passiert und ärztliche Behandlung benötigt, erfordert den Transport durch einen Rettungswagen unter 112.

    Allerdings frage ich mich, was das bringen sollte. Du hast dann 2 Neuros mit 1 Hälfte der Geschichte. Sinnvoller wäre es alles mit 1 Neuro zu besprechen.

    Sie geht ja davon aus, dass der eine Neurologe nicht umfassend untersucht, sondern nur das Überforderungssyndrom, was Hausarzt 1 vermutet. Den anderen will sie als Netz und doppelten Boden, weil sie meint, was am ZNS zu haben, da hat sie offenbar eine Überweisung von Arzt 2.

    So, hier mal ein Link, den sich alle durchlesen sollten, die nicht wissen wann wo angerufen werden kann oder muss. Ich finde es einfach erschreckend, wie man über so wichtige Sachen noch diskutieren muss.


    Die Googelei ist offenbar für viele nur wichtig, damit sie sich kränker fühlen können. Auf die Idee sich auch mal über die notwendigen und jeweiligen Ruf-Nr. zu informieren, kommt wohl selten jmd, oder?


    https://www.apotheken-umschau.…er-hilft-wann-517641.html


    Die Info kann man sich über einen weiteren Link ausdrucken.

    Ich empfehle diesen dann direkt neben das Tel. zu legen oder direkt an die Wand zu pinnen.