Etwas belustigend ist es schon – aber wir wissen alle nicht wie es Ihr damit geht. Ich meine ein Arzt stellt nicht umsonst ein Attest aus. Ich würde ganz in Ruhe mit meinem Chef reden und dann kann man immer noch weiterschauen. Er wird es vielleicht einfach übersehen haben. Das Arbeitskollegen natürlich nicht gut auf so etwas zu sprechen sind – ist für mich jedoch auch nachvollziehbar.


    Solche Äußerungen jedoch hier wie: ich würde dir die fristlose Kündigung geben halte ich für total daneben.

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    @ Ulmer Spatz

    Zitat

    Worin liegt es begründet, dass Du eine solche Aversion gegen diese Tätigkeit hast?


    Ist es das Gefühl, Hände in Seifenlauge zu stecken?


    Ist es der Ekel vor den Essensresten?

    Nein darum geht es ihr glaub ich nicht wenn ich sie richtig verstanden habe.

    Zitat

    Ich hab normalerweise die kalte Küche unter mir und werde da gebraucht.

    Ich glaube es geht ihr darum, sich degradiert zu fühlen, wenn sie von der Kalten Küche ( die sie offenbar unter sich hat ) zur Spüle muss. Ich denke das Problem liegt dann darin, sich als nicht mehr "wertvoll" zu fühlen und das gefühl versagt zu haben kommt scheinbar auf – was sie wiederrum dazu verleitet sich zu verletzen. Deshalb wohl scheinbar auch das ärztliche Attest.


    Ich mutmaße nur – also korrigier mich ruhig Helia.


    Trotz allem würde ich sagen, das in so ziemlich jedem Beruf einmal die zeit gekommen ist, an dem man Kompromisse schließen muss und man auch mal niedere Arbeiten ausführen muss. Eine Büromaus ;-D sollte sich eigentlich auch nur um Chefchens Papierkram kümmern und ich bezweifle, das sie in ihrer Ausbildung Kaffee kochen gelernt hat – trotzdem tuns tausende von den Mädeln täglich ohne sich degradiert zu fühlen. Ich glaube die Chefs würden ziemlich pickiert aus der Wäsche gucken, wenn eine ihrer Büroangestellten mit nem Attest kommt, welches beinhaltet, das Frau xy keinen Kaffee kochen darf, da sie sonst das Gefühl hat als Büroangestellte versagt zu haben. Denke wirklich das diese Frau dann nicht mehr lange in diesem Büro ist.


    Wenns aber mit deinem Chef abgesprochen war, dann solltes du ihn auch darauf ansprechen – vielleicht wars ja wirklich nur ein versehen.Immerhin hat er sich ja ein Jahr lang ohne Probleme an das Attest gehalten ;-)


    MfG Brombeerküchlein

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    es ist doch hammerhart, wie hier leute fertig gemacht werden, die psychische probleme haben.


    [Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]


    wenn ihr kein verständnis habt oder es nicht akzeptiert, haltet doch einfach euren mund. ihr wisst nicht, was es bedeutet, psychische probleme zu haben. da stellt man nicht die frage "warum?" und sagt auch nicht sowas wie "stell dich nicht so an, du hast keine allergie". das ist doch wirklich das allerletzte. sie ist in psychotherapeutischer behandlung, meint ihr da helfen eure aussagen? sie ist bei einem profi und macht dort hoffentlich fortschritte. sowas kann jahre dauern. habt ihr schonmal was von manischen depressionen gehört?


    nochmal: es ist das allerletzte sich über krankheit lustig zu machen, die man nicht versteht. genauso beschissen ist es eine solche krankheit herunterzuspielen.

    Ich kann es auch nicht wirklich nachvollziehen - aber nur weil WIR es nicht verstehen, kann es für Helia wirklich ein Problem sein! Aber ist es echt schwer das zu begreifen. Und man versteht, das sich die Kollegen "verarscht" vorkommen. Würde ich z.b auch. Ich wäre auch sauer wenn ich immer abspülen müsste bzw. Klo putzen müsste, weil jemand anderes ein Attest dafür hat. Im ersten Moment würde ich das belächeln und faulheit vermuten.


    Aber wenn mir das die Person wirklich GLAUBHAFT erklären könnte, würde ich mich auch nicht mehr darüber aufregen.

    Hmm... also es machen wirklich viele so einen Job und die können das wegstecken... aber dafür hast du ja dein Attest, weil du es nicht kannst, was ja keine Schande ist.

    Zitat

    Ich denke dann ständig dran das ich versagt habe. Komplett versagt. Und was ich falsche gemacht habe das ich so bestraft werde. Das dreht sich in meinem Kopf und ich komm da nicht wieder raus.

    Warum du das denkst, weiß ich nun auch nicht... aber du meintest ja es ist nicht, dass du dir zu fein bist. Dabei wär das keine Schande... also ich würd in einer Küche auch nicht gerne arbeiten und es würde mich sicher auch sehr sehr viel mehr ankotzen, als andere? Vielleicht bist du für den Stress nicht gemacht? Vielleicht liegt dir der Job wirklich überhaupt nicht... dann wär es kein Wunder, dass man so krass psychisch leidet, das ist eine ganz "normale" Reaktion darauf, wenn man jahrelang etwas arbeitet, was wirklich überhaupt keinen Spaß macht oder den Fähigkeiten zuwiderläuft... die meisten brechen das dann ab und suchen was anderes... manche gewöhnen sich dran... und bei manchen wird die Abneigung eben immer schlimmer, bis es total das Selbstwertgefühl angreift (Selbstverletzung usw...).


    Ich weiß nicht, ob es der Job an sich ist und du den "ganz plötzlich" nicht mehr machen konntest, dann läge es nahe, dass es einfach das falsche ist, weil es äußert sich ja inwischen wirklich so, dass man es beim Arzt attestieren lassen kann. Dann solltest du auch deiner Gesundheit gegenüber so ehrlich sein und dir lieber was anderes suchen... und der Grund ist nicht, dass du dir "zu fein" bist, so ein Schwachsinn... der Grund wäre, dass du schon REAL Paranoia schiebst und dich selbst verletzt usw. und dass du endlich wieder ein normales Leben willst.


    Ehrlich gesagt, wenn das wirklich einfach die falsche Arbeit für dich ist, dann kannst du die Verantwortung auch nicht auf den Chef abwälzen... gefangen bist du da nicht. Niemand ist dafür verantwortlich, dir passende Arbeit anzubieten... du musst schon selber wissen, was du willst. Deshalb kannst du auch dich weigern, diese Arbeit zu machen, es zwingt dich ja keiner.


    Überleg doch mal, was du lieber machen willst... dann mach lieber eine neue Ausbildung, anstatt dich da kaputt zu machen. Ich glaub da wird kein Mensch dir helfen oder Rücksicht nehmen, irgendwann hast du dich ja auch mal beworben und wolltest das machen... wenn dus nicht mehr machen willst, musst auch DU da wieder gehn...


    Klär doch das erstmal, ob du da nun wirllich wieder diese Arbeit machen sollst, ich denke auch, dass das nur aus Versehn war. Und wenn doch, dann ist es wirklich mal an der Zeit, in dich reinzuhorchen... wenn es echt so ätzend ist, dann weißt du das sicher tief in dir drin, nur endlich richtig zu handeln fällt dir wohl schwer. Aber das geht alles, mach dir einen Plan und packs halt an, werd dir klar drüber, was du willst...

    Ich denke ehrlich gesagt nicht, das ihr problem explizit mit ihrer Arbeit in einer Küche inklusive Spüle zu tun hat – sondern das Problem eher ihr sebstwertgefühl ist.


    Selbst wenn sie jetzt kündigt und sagt: Ok dann arbeite ich als Sekrätärin ( ist nur ein beispiel ) – was wenn der Chef sachen verlangt, wie eben das berühmte Kaffe kochen, Getränke aus dem automat holen etc.?


    Helia sagt sich dann – ich habe versagt – bin von der Sekrätärin zur Getränkeholerin degradiert.


    Ich glaube, genau deswegen ist sie auch in ärztlicher Behandlung. Sie sieht niedere Arbeiten als Bestrafung ihres eigentlichen Könnens – herabsetzung ihrer leistung.


    Da sie aber schon in therapeutischer behandlung ist kann man da auch nicht mehr viel anraten.

    ich denke, es wäre einfacher zu verstehen, wenn man wüsste, warum es psychisch beeinträchtigend ist. Ich könnte mir das ein oder andere vorstellen wie z.B. eine Zwangsstörung. Bei Waschzwang beispielsweise ist es sicher unmöglich, schmutziges Geschirr anzufassen, weil überall Keime sein könnten, die einen krank machen können (aus Sicht eines Zwangskranken) – ist nur ein Beispiel, woher die Unfähigkeit kommt, schmutziges Geschirr zu spülen.


    Natürlich ist es schwer zu verstehen, aber es gibt eben Krankheiten, die kann man einfach nicht verstehen. Die verstehen selbst Betroffene oft nicht wirklich. Sie hat ein Attest und damit ist es erstmal gut. Als Chef würde ich natürlich auch die Frage stellen: Warum lässt du dich nicht anständig therapieren, dass es möglich ist, zu arbeiten? Soweit ich das rausgelesen habe, geht es ja schon 2 Jahre so. Als Chef und Kollege würde ich vermutlich auch sagen "hey, du hattest lange genug Zeit, was zu ändern. Wenn es immer noch nicht klappt, such dir doch bitte einen Job, der mit deiner Krankheit vereinbar ist" – normales Verhalten denke ich. Eine Altenpflegerin mit Bandscheibenvorfall muss ggf. auch umschulen.

    Sie hat doch geschrieben, woran sie leidet.


    Ich hätte nicht übel Lust die Beiträge, in denen geschrieben wird, wie "lustig" ihr Problem ist, zu melden – ich bin mir sicher, in den Administration dieses Forums denkt man ein bisschen anders über den Umgang mit psychischen Krankheiten. Vielleicht mach ichs auch noch.


    Ich fasse es gerade nicht, wie hier über Helia gesprochen wird. Das ist genau die Ignoranz und die Stigmata mit denen psychisch Kranke sich zusätzlich zu ihren anderen Problemen, die bei weitem genug sind, auch noch auseinander setzen müssen.




    Helia, ich denke auch, dass Du jetzt erstmal ganz in Ruhe mit Deinem Chef sprechen solltest. Ich bin mir fast sicher, dass es einfach nur ein Versehen war, denn anscheinend hat Dein Chef ja sonst keinen Grund zur Klage über Dich und Deine Arbeit. Für den Fall, dass es das doch nicht so sein sollte, denke ich nicht, dass Dein Chef dieses Attest einfach übergehen darf.. wozu hast Du es denn – ich bin mir bei der rechtlichen Lage aber nicht sicher.

    Zitat

    Sie hat doch geschrieben, woran sie leidet – wenn ihr alle zu blöd seid, um das zu lesen, dann solltet ihr euch vielleicht ein Forum suchen, das besser mit eurer Ignoranz vereinbar ist

    ja, aber wo ist der Zusammenhang zwischen Borderline und spülen?

    Helia hat doch geschrieben, was das Problem ist – und Brombeerkpchlein hat es nochmal, meiner Meinung nach, deutlich ausgeführt. Dass Menschen mit Borderline häufiger extremer auf Situationen reagieren, dürfte bekannt sein. Ich will nicht zu viel mutmaßen, weil ich Helia nicht kenne und sie nicht pauschal beurteilen kann/darf.


    Es geht doch auch überhaupt nicht darum, ob ihr ihr Verhalten verständlich findet, sondern um das Attest und in wie weit das bindend für den Arbeitgeber ist.

    ach herrjeh, was hier blos für leute schreiben :|N helia80 hat doch geschrieben WAS der auslöser für das problem (und im prinzip auch für das attest) ist... was jetzt hier alles an "ratschlägen" reinprischt... glaube das liesse sich kategorisieren in "ma kurz überflogen und den senf dazu gegeben"...


    vor allem diejenigen, die den zusammenhang nicht sehen... (macht euch nichts draus, solche gibts in allen hirachrie-stufen, muss ich leider gerade selber durchleben)

    @ helia80

    wie ist das gespräch beim chef gelaufen? konntest du die sache klären?

    Naja, ich würde sagen, dass du dich damit abfinden musst, weil es zu deinem Beruf gehört. Selbst ein ärztliches Attest nützt da nix, weil du nicht die Arbeit machen kannst, die zu deinem Beruf gehört.