Sie hat doch geschrieben, woran sie leidet.


    Ich hätte nicht übel Lust die Beiträge, in denen geschrieben wird, wie "lustig" ihr Problem ist, zu melden – ich bin mir sicher, in den Administration dieses Forums denkt man ein bisschen anders über den Umgang mit psychischen Krankheiten. Vielleicht mach ichs auch noch.


    Ich fasse es gerade nicht, wie hier über Helia gesprochen wird. Das ist genau die Ignoranz und die Stigmata mit denen psychisch Kranke sich zusätzlich zu ihren anderen Problemen, die bei weitem genug sind, auch noch auseinander setzen müssen.




    Helia, ich denke auch, dass Du jetzt erstmal ganz in Ruhe mit Deinem Chef sprechen solltest. Ich bin mir fast sicher, dass es einfach nur ein Versehen war, denn anscheinend hat Dein Chef ja sonst keinen Grund zur Klage über Dich und Deine Arbeit. Für den Fall, dass es das doch nicht so sein sollte, denke ich nicht, dass Dein Chef dieses Attest einfach übergehen darf.. wozu hast Du es denn – ich bin mir bei der rechtlichen Lage aber nicht sicher.

    Zitat

    Sie hat doch geschrieben, woran sie leidet – wenn ihr alle zu blöd seid, um das zu lesen, dann solltet ihr euch vielleicht ein Forum suchen, das besser mit eurer Ignoranz vereinbar ist

    ja, aber wo ist der Zusammenhang zwischen Borderline und spülen?

    Helia hat doch geschrieben, was das Problem ist – und Brombeerkpchlein hat es nochmal, meiner Meinung nach, deutlich ausgeführt. Dass Menschen mit Borderline häufiger extremer auf Situationen reagieren, dürfte bekannt sein. Ich will nicht zu viel mutmaßen, weil ich Helia nicht kenne und sie nicht pauschal beurteilen kann/darf.


    Es geht doch auch überhaupt nicht darum, ob ihr ihr Verhalten verständlich findet, sondern um das Attest und in wie weit das bindend für den Arbeitgeber ist.

    ach herrjeh, was hier blos für leute schreiben :|N helia80 hat doch geschrieben WAS der auslöser für das problem (und im prinzip auch für das attest) ist... was jetzt hier alles an "ratschlägen" reinprischt... glaube das liesse sich kategorisieren in "ma kurz überflogen und den senf dazu gegeben"...


    vor allem diejenigen, die den zusammenhang nicht sehen... (macht euch nichts draus, solche gibts in allen hirachrie-stufen, muss ich leider gerade selber durchleben)

    @ helia80

    wie ist das gespräch beim chef gelaufen? konntest du die sache klären?

    Naja, ich würde sagen, dass du dich damit abfinden musst, weil es zu deinem Beruf gehört. Selbst ein ärztliches Attest nützt da nix, weil du nicht die Arbeit machen kannst, die zu deinem Beruf gehört.

    Und übrigens, auch im Krankheitsfall kann man gekündigt werden und da zähle ich dieses Attest mal mit dazu. Ich wäre also ganz vorsichtig mit dem aufregen beim Chef. Er kann dich von dieser Arbeit befreien, muss aber ganz sicher nicht.

    Zitat

    Es geht doch auch überhaupt nicht darum, ob ihr ihr Verhalten verständlich findet, sondern um das Attest und in wie weit das bindend für den Arbeitgeber ist.

    wie gesagt.. ich verstehe es auch nicht – deswegen habe ich etwas greifbareres wie Zwangsstörung herangezogen. Ich glaube, das ist "einfacher" zu begreifen als etwas so umfassendes wie Borderline. Aber: um einschätzen zu können, ob das Attest bindend ist, sind Hintergründe gar nicht so unwichtig.


    Zum Thema Kündigung (auch wenn das keine Frage von Helia war) ist evtl. dieser Link interessant


    http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Krankheitsbedingt.html#tocitem3

    Hey Helia :°_


    Ich bekam bei meinem letzten FSJ auch eine Paniksstörung, weil andauernd Sachen machen musste, die ich nicht wollte. Die für MICH wirklich schlimm waren. Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich eine ordentliche Depression bekam und gar nicht mehr zur Arbeit durfte. Mittlerweile ist das FSJ schon lange zu Ende und ich habe die Depressionen und Panikstörung im Griff, trotzdem gibt es gewisse Sachen, die mich immernoch so unter Druck setzen können, dass ich "durchdrehe".


    Lass dir nicht erzählen, dass du deine Arbeit verweigerst. Du bist keine Maschine, nicht jeder muss gleichgut in allem sein.


    Wichtig ist, dass du dich sammelst und in Ruhe mit deinem Chef redest. Erinnere ihn an dein Attest und erkläre ihm, dass du zwar daran arbeitest, aber jetzt noch nicht diese Tätigkeit verrichten kannst.


    Lass dich nicht unterkriegen, ich finde es bewundernswert, dass du trotz deiner Ängste und Krankheit (ist hier einigen wohl nicht klar) arbeitest! Leicht ist es sicher nicht und wie gesagt, ich habe wegen ähnlichem schon mal monatelang aussetzen müssen. @:) @:)

    Genauso ist es aber nun mal. Kann ich eine Arbeit nicht ausführen, die zu meiner Tätigkeit zählt, dann ist das Arbeitsverweigerung.


    Und selbst in dem vorgannten Link steht auch nochmal drin, dass Krankheit als Kündigungsgrund gerechtfertigt ist.

    Ich denke ein Gespräch mit dem Chef wäre das beste. Eventuell wirklich einmal offen reden. Das Problem scheint ja nicht das Spülen an sich zu sein. Wenn der Chef wüßte das es vielmehr um Wertschätzung und Anerkennung geht, könnte er vielleicht ganz anders mit ihr reden und auch solche Tätigkeiten so vermitteln, daß Helia sich eben nicht "herabgesetzt" fühlt.


    Mit dem Attest stelle ich mir das Ganze etwas schwierig vor... so etwas muß immer eine medizinische Indikation haben und wie gesagt, es geht ja wohl nicht um den Spülvorgang an sich. Vielmehr müßten ja dann alle Tätigkeiten bei denen sich Helia herabgesetzt fühlt ausgeschlossen werden -hier könnte es schon schwierig werden das rauszufiltern. Ist Kaffeekochen noch ok, Tische abräumen auch, spülen aber nicht... ich hoffe ihr versteht was ich meine!


    Stelle ich mir relativ schwierig vor, oder? Ich denke ein sensibles Vorgehen des Chefs wäre da die beste Lösung - sofern er mitmacht.

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    Nicht zu vergessen, das Helia schon 12 Jahre in diesem Betrieb arbeitet und es noch nie Probleme gab. Immerhin hat sie es trotz Krankheit geschafft, eine Abteilung ( kalte Küche ) zu leiten. Der Chef scheint also zufrieden mit ihrer Arbeit und zwei jahre hat er sich ja auch an das Attest gehalten – ich denke also, das es vielleicht wirklich ein versehen des Chefs war und Helia sollte in einer ruhigen minute nochmal mit ihm reden.

    Zitat

    Und selbst in dem vorgannten Link steht auch nochmal drin, dass Krankheit als Kündigungsgrund gerechtfertigt ist.

    Dann frag ich mich, warum es für den Chef zwei Jahre ok war und jetzt aus einmal ist es für ihn nicht mehr in ordnung? Was ist da passiert, das er plötzlich so reagiert? Ich als Chef entlasse doch keinen Mitarbeiter, mit dem ich im grunde genommen seit 12 Jahren zufrieden bin, nur weil er eine bestimmte tätigkeit nicht ausführen kann ( offensichtlich belegt durch ein Attest ).

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    Zitat

    Dass Menschen mit Borderline häufiger extremer auf Situationen reagieren, dürfte bekannt sein

    wieso dürfte das bekannst sein? ich denke nicht, dass Menschen, die sich nicht mit dem Thema auskennen und da gehöre ich zu, darüber bescheid wissen.


    Aber es ist halt so, dass psychische Erkrankungen für andere nunmal oft nicht nachvollziehbar sind und von daher für andere oft schwer verständlich zu machen.


    Wenn man einen Gibsarm hat, dann sieht jeder ok der kann das und das halt im Moment nicht machen der hat sich halt den Arm gebrochen aber wenn man aus psychischen Gründen etwas nicht machen kann ist für andere halt in dem Moment nicht konkret sichtbar.


    Daher kann ich es schon verstehen. Leider enden solche Diskussionen hier schnell in Unsachlichkeiten und den Leuten wird sofort Faulheit unterstellt das ist dann immer Schade.