Als Raucher kommt man sich manchmal vor wie ein Schwerverbrecher

    hallo liebe user,


    lassen wir das thema ungesund, krankheiten, etc. mal außer acht.


    ich würde gerne mit das o.g. thema diskutieren.


    ich bin raucher und komme mir wirklich manchmal vor wie ein schwerverbrecher.


    dazu muss ich noch sagen; ich bin wirklich ein rücksichtsvoller raucher:


    - puste niemandem meinen qualm ins gesicht (ich selbst als rauchen mag es auch nicht wenn man mich anpustet)


    - warte beim essen bis alle fertig sind


    - schmeiße meine kippen nicht auf die straße


    etc.


    ich weiß das sind alles selbstverständliche dinge, aber viele raucher nehmen überhaupt keine rücksicht.


    früher war man als raucher normal angesehen, überall durfte geraucht werden.


    nun da es seit einiger zeit alles eingeschränkt wurde (finde die einschränkungen auch teileweise gut), komme ich mir als raucher echt manchmal wie ein verbrecher vor.


    welche raucher kennt das auch? und was sagen die nichtraucher dazu?


    lg amada

  • 2 Antworten

    also, ich fahr ja immer mit 60km/h durchs Wohngebiet und überhole rechts auf Autobahnen. Ampeln sind ja auch eher eine Empfehlung.


    Aber lassen wir mal außer acht, dass ich so andere gefährde durchs fahren.


    Wenn jemand bei mir im Auto sitzt, fahre ich schon langsamer in Kurven und nicht zu ruppig, damit den Leuten nicht schlecht wird. Das sind doch auch alles keine Selbstverständlichkeiten, das macht auch nicht jeder.

    Hey Amada,


    also, ich bin Nichtraucher und habe noch nie in meinem Leben geraucht und trotzdem finde ich, dass es schon extrem wie mit Rauchern umgegangen wird – wie mit Aussätzigen... Klar, mit Rauchern, die einem dem Qualm ins Gesicht pusten, da bekomme ich auch Wut, aber das machen ja die Wenigsten....


    Jahrelang waren Nichtraucher die Ge.... nun dreht sich es genau in die andere extreme Richtung.


    Toleranz sollte von beiden Seiten da sein... (man kann nicht von Rauchern extreme Toleranz erwarten und selbst total intolerant sein)


    VG


    schubek1982

    Wenn ich in der Öffentlichkeit rauche z.b. Bushaltestelle und es setzt sich jemand neben mich, dann frage ich die Person ob es ihn/sie stört. Ich werfe meine Kippen auch in den Mülleimer. Fühlen wie ein Schwerverbrecher ist ein bisschen überholt. Man kassiert schon ab und zu abfällige Blicke oder gerade von älteren Personen ein paar Sprüchchen.Aber damit kann ich leben ;-D

    Es ist aber nunmal so, dass rauchen schädlich ist, ungesund eben, und ich möchte entscheiden, ob ich mir die Schädlichkeit von dem Qualm antue. Kann ich aber nicht, wenn Raucher ungestört überall weiterqualmen können.


    So gesehen, ein wenig ist es schon verständlich, wenn man Raucher als Verbrecher ansieht, der macht nun mal nicht nur sich selbst kaputt sondern schädigt auch andere... :=o

    Zitat

    lassen wir das thema ungesund, krankheiten, etc. mal außer acht.

    Und wie genau willst du diese Themen ausser Acht lassen, wenn sie doch der Kern der Diskussion sind? ;-)


    Das genau sind doch die problematischen Aspekte an der ganzen Sache, gerade für Nichtraucher.


    Super, dass man mit dem Rauchen wartet, bis alle gegessen haben. ..vielleicht bin ich aber auch nicht sonderlich scharf darauf, nach dem Essen vollgequalmt zu werden ;-)


    Ich denke mal wie man als Raucher behandelt wird, hat auch viel damit zu tun, wie man sich selbst verhält. Und mit Aussagen wie "Ich bin doch schon total rücksichtsvoll, ich puste schließlich nicht jedem meinen Rauch ins Gesicht" macht man sich da eben meist nicht ganz so beliebt .. :=o


    @ patch

    Nein, bin ich nicht. Hin und wieder lass ich mich von der Tabakindustrie verführen steck ich mir so einen Glimmstengel in den Mund.

    Nach meinen Erfahrungen bist Du eine Ausnahme. Ich muss dazu sagen, dass ich sehr empfindlich bin. Teils wg. der Lunge, teils wg. Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft. Ich gehe spazieren, rieche Rauch, sehe aber keinen zugehörigen Raucher... ":/


    Wenn jemand Rücksicht nimmt habe ich nichts dagegen. Aber ich hab sicher auch schon böse Blicke verteilt. Wenn es in Strömen regnet und dann ein Raucher das Wartehäuschen verstänkert. Durch ihn kann ich das nämlich in dem Augenblick nicht nutzen und stehe im Regen. Da denke ich man kann es sich vielleicht verkneifen wenn man auf so engem Raum zusammen ist.


    Sonst jeder wie er will, solange er niemand anderen stört. Aber ich denke dadurch, dass es doch viele rücksichtslosere Raucher gibt erntest Du eben auch die bösen Blicke für die anderen.

    Gleich vorweg: Ich habe selbst jahrelang geraucht, und vor mehr als einem Jahr aufgehört. Ich kenne also beide Seiten.


    Ich komme aus einer Familie voller Nichtraucher, ich war also sowieso gewohnt, ständig draußen zu rauchen, und war niemals gewohnt, dass der Raucher, der mit seinem Geräuchere alle anderen nervt, irgendwo im Recht sein könnte. Ich hatte diese Einstellung auch selbst immer, und habe ein Rauchverbot in Lokalen stets begrüßt.


    Nun, etwas später, bin ich immernoch derselben Meinung: Wieso sollte ich stets den Raucher dulden, wenn der Rauch nicht nur schlecht riecht, sondern meiner Gesundheit überhaupt nicht entgegenkommt? Schließlich habe ich aufgehört, um mir gesundheitlich nicht mehr zu schaden.


    Wieso sollte man sich nicht wie ein Verbrecher vorkommen, wenn man anderer Leute Gesundheit gefährdet? Sucht sollte keine Ausrede sein, um mit anderem Maß zu messen.