Angst vorm Zusammenziehen

    Hallo an alle,

    Mein Partner und ich sind knapp 3,5 Jahre zusammen.

    Nun meinte er das es doch schön wäre wenn ich zu ihm ziehe.

    Er hat ein kleines Häuschen zur Miete und auch ne tolle Lage,liebe Nachbarn.

    Nur mir fällt es bis jetzt einfach nur schwer mich von meiner kleinen Wohnung zu trennen es ist nur eine 1Zimmer Wohnung aber ich hab ganz tolle Vermieter die im Haus wohnen und ja alles drum herum passt auch.

    Ja irgendwie hat man natürlich auch den Gedanken wenn es dann doch nicht klappt, so ne Wohnung wie jetzt und auch zu einem Top Preis und Lage bekomme ich nicht mehr.

    Hat jemand schon so eine Situation erlebt?

    Wie seit ihr damit umgegangen?

  • 18 Antworten

    Ja, ich hätte sogar zwei Wochen vor dem Umzug fast wieder abgesagt, weil ich so unsicher war 😅. Für mich war damals wichtig, dass die gemeinsame Wohnung groß genug ist, um auch selber „Raum“ zu haben. In einer 3-ZW wären wir nie klar gekommen. Allerdings kamen meine Platzansprüche erst mit dem älter werden.
    Ich bin dann mit meinem Freund und jetzt Mann auch zusammen gezogen und es hat super geklappt. Es ist schon nicht schlecht, wenn man keinen anderen Fluchtort mehr hat. Man muss sich dann einfach auch mit den schwereren Seiten des Zusammenlebens auseinander setzen und kann nicht einfach abhauen.
    Die Gedanken, was wäre wenn wir uns trennen, kenn ich natürlich auch. Ganz ehrlich: dann hätte ich mir halt was neues gesucht, was sicherlich auch wesentlich teurer als meine alte Wohnung gewesen wäre etc. aber manchmal muss man einfach auch voran gehen und Dinge hinter sich lassen.
    Wenn du natürlich die Sicherheit möchtest, dann behalte die alte Wohnung noch ein wenig und schau, wie es läuft, aber tu dir selber den Gefallen und geh nicht bei jedem kleinen Konflikt zurück.

    Ich würde für mich selbst einen Zeitraum festlegen, 3 Monate, 6 Monate, wo ich die Wohnung behalten würde. Dann wäre ich auf der sicheren Seite, nun ja, finanzielle hätte das nur Nachteile, die wären mir persönlich aber egal. Er hat seine Miete bis dato ja auch immer alleine. bezahlt, er kann vielleicht von dir die "Betriebskosten" bezuschusst bekommen.


    Ich würde mit ihm klipp und klar über einen Probezeitraum verhandeln.

    Verhueter schrieb:

    Behalte deine Wohnung doch einfach als Rückzugsort.

    Sehe ich auch so. Geldsparen scheint ja nicht die Hauptmotivation aktuell zu sein.


    Wenn es dann nach 2, 3 Monaten ein gutes Gefühl des zusammenlebens aufkommt, kannst immernoch überlegen die Wohnung entweder aufzugeben oder, nach Absprache mit dem Vermieter, vielleicht temporär untervermieten.

    Ich finde auch, wenn man sich seiner Gefühle sicher ist, sollte man es nach 3,5 Jahren wagen;-)

    Wie alt bist du denn?Wäre es das erste Mal, dass du mit jmd zusammen ziehst?

    Das Leben beinhaltet immer ein Restrisiko. Die Frage ist doch: was willst du auf Dauer von ihm - eine richtige Beziehung führen? ev. Familie gründen ( ich weiß ja nicht wie alt du bist).


    Ansonsten vielleicht mal schauen, ob du deine Wohnung für eine gewisse Zeit untervermieten kannst? an Studenten z.B: ?

    Bei mir stellen sich eher die Nackenhaare auf, wenn man nach über 3 Jahren unsicher ist.


    Da muss ja etwas sein, was einen abhält, ein Bauchgefühl, eine Unart des Partners, was auch immer.


    Ich würde dann auf mein Bauchgefühl hören. Wenn es so hinnehmbar ist, würde ich am jetzigen Zustand einfach nichts ändern, wenn bei weiteren Überlegungen der Bauch grummelt. Wird dann schon seine Berechtigung haben.

    Später eine neue Wohnung zu finden, sich den Hausstand neu einrichten zu müssen, wenn es nicht klappen sollte, au weia...


    mcqueen81 schrieb:

    Ja, manchmal muss man eben aber einen solchen Schritt gehen und nach 3,5 Jahren

    ist das auch vollkommen normal.

    So ein Quatsch!!!! Was normal ist, entscheidet jeder für sich persönlich! Da gibts keine zeitlichen Richtlinien. Man kann nach vier Wochen zusammen ziehen, nach 20 Jahren oder nie und trotzdem als Paar glücklich sein.

    Verhueter schrieb:

    Behalte deine Wohnung doch einfach als Rückzugsort.

    Das wäre ein total toller Kompromiss. Muss ja nicht für immer sein.


    Wie gut, dass wir im Jahr 2020 leben und Frau die Möglichkeit hat unabhängig zu sein.

    mcqueen81 schrieb:

    Ja, manchmal muss man eben aber einen solchen Schritt gehen und nach 3,5 Jahren

    ist das auch vollkommen normal.

    Man muss gar nichts, und da gibt es auch kein "normal".

    Ich zB ziehe nicht mit meinem Partner zusammen, auch nach vielen Jahren nicht, und ich kann auch in 2 Wohnungen eine "richtige Beziehung" führen.


    Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, "Lass es", dann lass es. Aber überlege dir, woher dieses Bauchgefühl kommen könnte: Möchtest du generell deine Unabhängigkeit nicht aufgeben? Ist es "nur" die Angst vor Veränderung? Hast du kein Zutrauen zum Bestand deiner konkreten Beziehung?

    Kate.Boston schrieb:

    Ich finde auch, wenn man sich seiner Gefühle sicher ist, sollte man es nach 3,5 Jahren wagen;-)

    Wie alt bist du denn?Wäre es das erste Mal, dass du mit jmd zusammen ziehst?

    Hey ich bin 32 und ich habe schon auch mit jemandem zusammen gewohnt und naja die Trennung und die Wohnungssuche danach war eben wirklich keine Freude

    tiramisu01 schrieb:

    Ja, ich hätte sogar zwei Wochen vor dem Umzug fast wieder abgesagt, weil ich so unsicher war 😅. Für mich war damals wichtig, dass die gemeinsame Wohnung groß genug ist, um auch selber „Raum“ zu haben. In einer 3-ZW wären wir nie klar gekommen. Allerdings kamen meine Platzansprüche erst mit dem älter werden.
    Ich bin dann mit meinem Freund und jetzt Mann auch zusammen gezogen und es hat super geklappt. Es ist schon nicht schlecht, wenn man keinen anderen Fluchtort mehr hat. Man muss sich dann einfach auch mit den schwereren Seiten des Zusammenlebens auseinander setzen und kann nicht einfach abhauen.
    Die Gedanken, was wäre wenn wir uns trennen, kenn ich natürlich auch. Ganz ehrlich: dann hätte ich mir halt was neues gesucht, was sicherlich auch wesentlich teurer als meine alte Wohnung gewesen wäre etc. aber manchmal muss man einfach auch voran gehen und Dinge hinter sich lassen.
    Wenn du natürlich die Sicherheit möchtest, dann behalte die alte Wohnung noch ein wenig und schau, wie es läuft, aber tu dir selber den Gefallen und geh nicht bei jedem kleinen Konflikt zurück.

    oh Danke. Bin froh das es anderen ggf auch so geht oder ergangen ist.

    Interessant wäre die Reaktion deines Freundes auf deine Vorbehalte. Wären diese so negativ wie manche Reaktionen hier, dann würde ich mir das wirklich gut überlegen. Bleibt er locker und findet den Kompromiss deiner Wohnung als Rückzugsort gut, dann würde ich mir seine Wohnung als Hauptwohnsitz gut vorstellen können. Hängt wirklich von ihm ab, ob er einen auf beleidigte Leberwurst macht oder sogar anfängt zu erpressen.... "wenn du nach x-Jahren nicht bereit bist, dann...."


    Hör auf jeden Fall auf dein Bauchgefühl.