Arbeit ohne Tageslicht

    Hallo zusammen,


    aufgrund meines Jobs bin ich viel unterwegs und arbeite bei unseren Kunden direkt vor Ort.


    Die vergangenen 2 Wochen habe ich in einem Zimmer ohne Tageslicht ( es hatte lediglich ein Fenster zum Flur (der auch kein direktes Licht hat) verbracht. Morgens als ich in die Arbeit (also das Zimmer) bin war es nich neblig und trüb, abends als ich die Arbeit verlassen habe war es dunkel. Mittags haben wir uns meist kurz was zu Essen geholt.


    Ich fühle mich nun fix und fertig, bin nervös und unruhig. Habe auch am Wochenende, da es permanent neblig war nicht viel Tageslicht bekommen und werde ab morgen wieder für zwei Wochen in einem Büroraum ohne direktes Tageslicht (dort kommt zumindest aus dem Atrium noch bisschen vernünftiges Licht) verbringen. Ich habe gerade richtig Angst, dass es mir noch schlechter geht. Ich neige eh etwas zu depressiven Verstimmungen.


    Soll ich evtl. Vitamin D zu mir nehmen?


    Viele (schlaflose) Grüße!

  • 14 Antworten

    ist das arbeitsrechtlich überhaupt zulässig? Ich meine okay, Bergleute arbeiten auch ohne Tageslicht. Aber bei denen geht's ja auch nicht anders.

    Es ist ;-)


    Ich würde meine Freizeit entsprechend gestalten. Ggf. mal erkundigen ob es auch Infrarot tut.


    Auf jeden Fall in jeder freien Minute raus *:)

    Ich war früher mal externer Programmierer. Da bin ich auch mal zu einem Unternehmen gekommen, da ging es so los:


    Alle unsere Räume mit Fenstern sind belegt, aber ihnen als als IT-ler macht das ja sicher nichts aus, in einem Raum ohne Tageslicht zu sitzen. :-/ (War ja wenigstens humorvoll gemeint).


    Anstrengender war, dass die Externen die alten Kisten hingestellt bekommen haben, deren RAM voll war, sobald man eine Word-Sitzung, einen SAP-Modus und noch den Explorer geöffnet hatte.


    Gelobt seien die Windows 3.1-Zeiten.

    Oweia, also das wäre ja auch nichts für mich...


    Ich würde, so oft wie es geht, den Raum auch mal verlassen und etwas "Licht schnappen" ;-) Also meinetwegen: Immer wenn du auf die Toilette gehst auch mal kurz raus für ein paar Minuten. Das muss meiner Meinung nach drin sein, wenn man in einem solchen Raum arbeiten muss.


    Ansonsten würde ich viel die Lampen anmachen. Also, ich weiß ja nicht, wie es da ist, aber mache ruhig alle Lampen an, die das Zimmer zu bieten hat. Das sorgt auch dafür, dass man sich besser fühlt.

    es gibt spezielle "tageslichtlampen", die sollen helfen und auch gegen "winterdepression" ein bisschen helfen. vielleicht versuchst du das mal, einen versuch wärs wert @:)

    Zitat

    es gibt spezielle "tageslichtlampen", die sollen helfen und auch gegen "winterdepression" ein bisschen helfen. vielleicht versuchst du das mal, einen versuch wärs wert

    Gute Idee, die hatte ich auch grade!


    ABER: Erstmal den Betriebsrat fragen, ob die Firma die Kosten nicht übernimmt! Bevor man losrennt und das selber kauft, weil die ja nicht ganz billig sind, ruhig mal nachfragen.


    Wenn du rigendwanna us dem Büro raus bist, und sie dir selber gekauft hast und wieder mitnehmen willst, gucken die dich bestimmt komisch an. Nachher heisst es dasnn noch, du würdest Betriebseigentum steheln.


    Also erstmal nachfragen, ob das nicht wer anders zahlen kann.

    Vitamin D-Einnahme hilft gegen drohenden Mangel durch zu wenig Tageslicht – hat aber keinen Effekt auf die Stimmung.


    Wenn wirklich depressive Stimmung das Problem ist: Wie schon geschrieben, viel draußen bewegen. Und ernsthaft über die Anschaffung einer entsprechenden Lichttherapie-Lampe nachdenken (gibt's – soweit ich weiß – u.a. von Philips).

    Zitat

    Alle unsere Räume mit Fenstern sind belegt, aber ihnen als als IT-ler macht das ja sicher nichts aus, in einem Raum ohne Tageslicht zu sitzen. (War ja wenigstens humorvoll gemeint).

    Boah ist das fies. ]:D


    Ich würd auch rausgehn. Ich hab mal manchmal 4-5 Stunden "unter Tage" gearbeitet, also in nem künstlichen Spaß-Erlebnis-Stollen an der dunkelsten Ecke, da bin ich dann auch ab und zu aufs Klo und hab mal ne Weile ausm Fenster geguckt. ;-) Das geht echt an die Nerven, so ohne vernünftiges Licht. Aber lustig war, wie die Leute/Kunden da immer wie die Maulwürfe kamen "Ich seh gar nix, wo is mein... ups *übers Kleinkind stolper*... sorry Kind, hab dich gar nich gesehn!" ;-D Oder einfach auch wie die Leute mich nich sehen (da das bisschen Lampe dann auch noch blendet nach ner Zeit, stellte ich mich noch mehr in die dunklen Ecken) und dann immer "WAAAAHHH! *erschreck* "Da is ja jemand!" ;-D


    Ganz alleine wär die Arbeit als Grottenolm aber wirklich nich so lustig... mir reichts ja schon, wenn ich normal im Dunkeln zur Arbeit geh und im Dunkeln heimkomme, selbst wenn ich dazwischen ein Fenster hatte.


    Richtiges Licht ist schon sehr wichtig... gut find ich solche Deckenfluter oder Tageslichtlampen oder einfach entsprechend hohe Wattzahl, frag doch da wirklich einfach mal oder schaff dir sowas an. Wenn du am Anfang erklärst, dass du die Birnen selber mitgebracht hast, dann kann dir auch keiner was wegen Diebstahl. Du musst ja die alten Birnen nich wegwerfen.

    Da in größeren Firmen alle Objekte einen Inventuraufkleber bekommen und in Listen erfasst werden, dürfte das Mibringen und Mitnehmen einer eigenen Lampe wohl kaum zum Problem werden... Zumal i.d.R. gut erkennbar ist, was das typ. Firmen-Lampen-Modell ist und was nicht.

    ich würde mir selbst pausen im tageslicht verordnen, wenn es sein muß, stündlich ein paar minuten. um das abzusichern, kann man das seiner ansprechperson im kundenbetrieb und auch seinem arbeitgeber vermitteln. eine gesunde arbeitskraft ist günstiger als eine kranke.

    Zitat

    Ich meine okay, Bergleute arbeiten auch ohne Tageslicht.

    Und die armen VerkäuferInnen in Untergeschossen von irgendwelchen Einkaufskathedralen :-/